Wer hat Taekwondo erfunden? Eine Reise durch die Geschichte der koreanischen Kampfkunst

Taekwondo (태권도), was wörtlich "der Weg des Fußes und der Faust" bedeutet, ist eine koreanische Kampfkunst, die sich über viele Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Um die Entstehung des Taekwondo zu beschreiben, muss man sich etwas mit der Geschichte Koreas beschäftigen.

Die Ursprünge des Taekwondo

Die koreanische Geschichte begann der Legende nach im Jahr 2333 v. Chr. mit der Gründung von „Altes Korea“ durch den legendären Nationalgründer Tangun. In den ersten nachchristlichen Jahrhunderten war das Gebiet des heutigen Korea in drei Königreiche aufgeteilt: Koguryo im Norden, Baek Je im Südwesten und Silla im Südosten, wobei Koguryo flächenmäßig bei weitem das größte war. Dies führte dazu, dass die beiden südlichen Länder Baek Je und Silla in ständiger Wachsamkeit gegen die militärische und wirtschaftliche Bedrohung aus dem Norden lebten.

Vor allem für Silla wirkte sich dies insofern positiv aus, als die eigene Kraft und Stärke in jeder Beziehung erhalten und verbessert werden musste. Man erkannte hier, dass eine geistige Überlegenheit die Grundlage für das Widerstandsvermögen gegen den Norden war, und so entwickelte man vielerlei Systeme, die die geistige Substanz des Volkes nährten und verbesserten. Zu diesem Zweck wurde unter anderem im 6. Jahrhundert n. Chr. von dem König Chin-Hung das Hwarang-Do gegründet, eine Organisation, in der die talentierte Jugend der damaligen Zeit aufgenommen und im Ideengut des Zen unterrichtet wurde. Dieses Ideengut wendete man auf verschiedene Künste, Wissenschaften und die Selbstverteidigung an. Damit war der Grundstein für die Entstehung des Taekwondo gegeben.

Für die Hwarang-Do-Bewegung resultierte aus dem Gedankengut des Zen eine unüberwindbare Stärke, die schließlich zu einer friedlichen Vereinigung der drei Königreiche unter der Leitung Sillas führte. In der folgenden Silla-Dynastie wurde Soo Bak Gi und Taek Kyon zur nationalen Kriegskunst erklärt, in der jährlich Wettkämpfe ausgetragen wurden, um den besten Kämpfer zu ermitteln. Der Wettkampfsieger erhielt einen bedeutenden Posten in der Regierung. Auch während der Koryo-Dynastie (918 - 1392 n. Chr.) erfreuten sich die kriegerischen Künste großer Beliebtheit.

In der folgenden Yi-Dynastie (1393 - 1910 n. Chr.) wurde jedoch alles, was mit dem Militär zu tun hatte, abgewertet. Da aber der äußere Anlaß der Auseinandersetzung mit den Nachbarstaaten im Laufe der Zeit verschwand, erlahmte die schöpferische Kraft des Volkes, und die Entwicklung des Do stagnierte. Als im 14. Jahrhundert die Lee-Dynastie folgte, wurde das Taekyon nur noch von kleinen Gruppen am Leben erhalten. Im Jahr 1910 erfolgte die Besetzung Koreas durch japanische Truppen, und Taekyon wurde in seiner öffentlichen Ausübung verboten.

Lesen Sie auch: Entstehungsgeschichte des Taekwondo

Damit war aber der äußere Anlaß, der das Taekyon zu seiner einstigen Blüte geführt hatte, wieder gegeben: die Bedrohung von außen. Gerade das führte dazu, daß das Taekyon von neuem ausgeübt und gepflegt wurde und auch diese schlimme Zeit ohne Schaden überstand. Nach der Niederlage der Japaner 1945 war das Interesse vorhanden, das Taekyon der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, und es erfolgte schnell eine allgemeine Verbreitung. In dieser Zeit entstand eine Bewegung unter der Führung von General Choi, Hong Hi mit der Aufgabe, das Taekyon neu zu ordnen und eine umfassende äußere Organisation zu entwerfen.

General Choi Hong Hi und die Namensgebung Taekwondo

Im Rahmen dieser Neuordnung änderte er auch unter Mithilfe eines Komitees, dem bedeutende Persönlichkeiten Koreas angehörten, den Namen des Taekyon in Taekwon-Do, was soviel wie "der Weg des Fußes und der Hand" heißt. 1955 führte dann General Choi Hong Hi im Auftrag der südkoreanischen Regierung Taekwondo als Nationalsport ein. Die Disziplin wurde schnell zum koreanischen Volkssport und als Pflichtfach auch an allen Militärakademien und Polizeischulen des Landes gelehrt. Ein Graduierungssystem (Dan Gup Jedo) wird gegründet und Regeln für den Wettkampf erstellt und 1961 wird General Choi Hong Hi der erste Präsident der Korean Taekwondo Association (KTA).

Mitte des 20. Jahrhunderts fand unter Federführung des koreanischen Generals Choi, Hong-Hi die Entwicklung einer neuen Kampfkunst statt, die per staatlich anerkanntem Beschluß vom 11. April 1955 den Namen Taekwondo tragen sollte. General Choi setzte sich am 11. April 1955 mit dem Namen Taekwondo als neue Stilbezeichnung für die verschiedenen karatebasierten Kampfkunststile durch.

Die Entwicklung der Hyong (Formen)

Nachdem anfänglich noch das Formensystem des Karate Verwendung fand (sog. Kata), entwickelte General Choi zusammen mit einigen fähigen Assistenten schließlich in den Jahren 1955 bis 1964 ein System von mit zwanzig Übungsformen (die sogenannten Chang-Hon Hyong). Die Hyong wurden zwischen 1955 und 1964 unter dem General und Botschafter Choi, Hong-Hi entwickelt. Die Namensgeber der einzelnen Hyong sind zumeist verdiente Persönlichkeiten Koreas.

Die ursprünglich zwanzig Chang Hon Übungs­formen wurden unter der Federführung des damaligen 2-Sterne Generals Choi Hong Hi in den Jahren 1955 bis 1959 und 1961 bis 1964 entwickelt. Bis zur Entwicklung und Verbreitung der Chang-Hon Hyong wurden in den meisten koreanischen Schulen die Kata Formen des Karate geübt. Diese japanischen Formen nahmen auch Einfluß auf die Entwicklung der Hyong. Das verwundert nicht weiter, haben doch die meisten der mitwirkenden Assistenten einschließlich Choi Hong-Hi selbst eben diese Formen schon jahrzehntelang praktiziert haben. Im Jahre 1965 publizierte Choi schließlich das erste TAEKWON-DO Lehrbuch in englischer Sprache (Daeha Publication Company). Darin wurden bereits alle zwanzig ursprünglichen Übungsformen aufgeführt.

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

Oh Do Kwan ("Schule meines Wegs") war der Name der Lehrmethode von General Choi, mit der damals seine Soldaten trainiert wurden. Durch die Verbreitung in der Armee konnte sich diese Stilrichtung landesweit schnell durchsetzen - und damit auch das Hyong Formensystem. in den ersten Ausgaben seines Lehrbuches TAEKWON-DO führt General Choi noch einige Shotokan Kata im Detail auf. Bis zur Einführung des Hyong Systems gehörten diese Kata in Korea zum Taekwondo/ Tang Soo Do Lehrplan.

Als Beispiele seien hier die alten Kata Kūshankū oder Wanshū genannt, die ebenfalls auf diesen Seiten vorgestellt werden. populärstes Beispiel für die Verwandtschaft von Kata und Hyong:Won-Hyo Hyong, die viele Parallelen zu Kata Heian Nidan / Pinan Shodan aufweist.

Die erste Hyong: Hwarang

Die chronologisch erste Form, die General Choi zusammen mit Col. Nam, Tae-Hi und Sgt. Han, Cha-Kyo entwickelte, war die Hwarang Hyong. Nam, Tae-Hi war einer der loyalsten Gefolgsleute von Gen. Choi. Beide lernten sich 1953 auf dem Militärstützpunkt der Insel Jeju kennen, die zwischen Südkorea, China und Japan liegt. General Choi ernannte Nam zum Chefausbilder seiner militärischen Nahkampfschule "Oh Do Kwan" (übers.: Schule meines Wegs), die für die körperliche Ausbildung der Soldaten verantwortlich war.

Es war auch Nam, Tae-Hi, der 1954 als Mitglied eines militärischen Demoteams den damaligen Präsidenten Seung Man Rhee mit einem spektakulären Bruchtest so begeisterte, dass dieser unverzüglich die Ausbildung der Soldaten in dieser Kunst staatlich anordnete. Auf Jeju wurde somit zwischen 1955 und 1959 der Grundstein für das heutige Taekwon-Do gelegt. Choi arbeitete in diese Form einige symbolische Hinweise auf die Zeit und Umstände ihrer Entstehung ein.

Die 29 Bewegungen der Hyong beziehen sich auf die 29. Infanterie Division, die General Choi Hong Hi zum damaligen Zeitpunkt befehligte. Das Wappen der 29. Division stellt eine Faust über den Umrissen der koreanischen Halbinsel dar, weshalb diese Einheit auch den Beinamen "die Faust-Division" bekam. Choi wählte diese Darstellung als Symbol für den Wunsch der Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea. Die erste Bewegung der Form, der schiebende Block, symbolisiert die Teilung Koreas. Das Thema der Wiedervereinigung war eines der Hauptanliegen von General Choi.

Lesen Sie auch: Die Bedeutung von Taekwondo Poomsae

Die International Taekwon-Do Federation (ITF) und die World Taekwondo Federation (WTF)

1966 wurde die International Taekwon-Do Federation ITF gegründet. Präsident war Gen. Choi Hong Hi. 1972 reiste Gen. Choi nach Nordkorea, um auch dort Taekwon-Do zu verbreiten. Daraufhin wurde er von der südkoreanischen Regierung des Landes verwiesen und lebte fortab im kanadischen Exil. In späteren Jahren veränderte er sein System stark, um es vom Karate zu unterscheiden. Ziel war die Schaffung einer endogenen koreanischen Kampfkunst. Die Formen heißen nicht mehr Hyong, sondern Tul.

Die WTF wurde 1973 als Reaktion auf die Emigration von General Choi Hong-Hi und die parallel stattfindende Verlegung der ITF-Zentrale nach Kanada gegründet. 1973 wurde in Korea die World Taekwondo Federation WTF gegründet. Ziel war vor allem die Verbreitung von Taekwondo als Wettkampfsport.

Es gibt drei große Formensystemen im Taekwon-Do: Die HYONG in den Verbänden des traditionellen Taekwon-Do, die TUL-Formen der International Taekwon-Do Federation (ITF) und die POOMSAE der World Taekwondo Federation (WTF). Die TUL-Formen der International Taekwon-Do Federation (ITF) stellen dabei eine Fortentwicklung der Chang-Hon Hyong dar. In der Zeit von 1968 bis 1983 wurden 5 weitere Formen geschaffen und eine der älteren Hyong (Kodang) aus dem Curriculum entfernt, um auf eine Gesamtzahl von 24 Formen zu kommen. Die 20 Tul, die aus den Chang-Hon Hyong übernommen wurden, haben mit Ausnahme der Form Tong-Il nur einige wenige Änderungen in Einzelbewegungen erfahren. Prägnater unterscheiden sich die TUL von den HYONG durch ihre Laufart mit der sog.

Das in der World Taekwondo Federation (WTF) gebräuchliche Poomse (Pumsae, Poomsae) Formensystem verfügt über 17 Formen, unterteilt in „Taegeuk“ (Nummer 1 bis 8 für die Schülergrade) und „Yudanja“ (Nummer 9 bis 17 für die Meistergrade). Die Taegeuk Farbgurtformen ersetzen seit 1971 ihre unmittelbaren Vorläufer, die acht Palgwae Formen von 1967. Im Unterschied zu den Hyong sind die Poomse weniger auf die Ausbildung von Techniken der Selbstverteidigung ausgelegt sondern setzen den Fokus auf Bewegungen, wie sie im Wettkampf verwendet werden.

Daneben existieren noch eine Reihe zusätzlicher Formen, die exklusiv von einzelnen Großmeistern für ihre eigenen Schulen entwickelt wurden. Dazu gehören insbesondere die von Großmeister Park Jung Tae geschaffenen 6 Formen Jee-Sang, Dhan-Goon, Jee-Goo, Jook-Am, Pyong-Hwa and Sun-Duk. Er entwickelte diese nach der Gründung seiner Global Taekwon-Do Federation (GFT) ab 1990, wo sie neben den 24 TUL-Formen der ITF geübt werden. Großmeister Son Jong-Ho ergänzte die 20 traditionellen Hyong in seinem Classic Tae Kwon Do Verbands um die Formen Chung-Hee Hyong (54 Bew., 1995), Go Un Hyong (81 Bew., 1999), U-Nam Hyong (129 Bew., 2002), Yon-Gye-So-Mun Hyong (99 Bew., 2005), Chung-Hee Hyong - Teil 2 (77 Bew. 2009), Un-Ki Hyong (108 Bewegungen, 2010). Ein komplett eigenständiges System mit den 18 sog. Songahm Formen entwickelte H.U. Lee für die American Taekwondo Association (ATA).

Symbolismus der Hyong

Die Namensgeber der einzelnen Hyong sind zumeist verdiente Persönlichkeiten Koreas. Zahlreiche symbolische Hinweise auf deren Geschichte liegen in den Laufdiagrammen, der Gesamtzahl der Bewegungen und sogar in einzelnen Techniken verborgen. Die Anzahl der Bewegungen einer Form enthält oft numerische Verweise wie etwa einen Breitengrad, eine Jahreszahl, das Todesalter des Namensgebers o.ä. Und zuletzt haben sogar einzelnen Bewegungen Symbolcharakter. Endet eine Hyong z.B. mit einem Angriff der linken Hand, weist dies auf den zu frühen Tod ihres Namensgebers hin, bevor er sein volles Potential entfalten konnte (vgl.

Die Übungsformen tragen zumeist die Namen koreanischer Persönlichkeiten, die sich durch Patriotismus und Loyalität oder durch ihren Beitrag zu Erziehung und Bildung verdient gemacht haben. Eine Ausnahme hierzu bildet die erste Form Chon-Ji. Übersetzt mit "Himmel und Erde", verweist die Form auf das Um-Yang (Yin-Yang) Prinzip der Gegensätze.

Symbolismus der Schrittdiagramme

Die Schrittdiagramme der Formen (kor.: Yeon Moo Seon | jap.: Embusen, übersetzt mit: Kampflinien) haben zumeist eine tiefere Bedeutung. Die gekreuzten Linien des Chon-Ji Laufmusters stehen für das im letzten Abschnitt erwähnte Zusammenspiel der Gegensätze von Tag und Nacht, Hitze und Kälte, hart und weich etc. Weitere Formen mit diesem Schrittmuster sind Samil, Choiyong, Yongae, Moonmoo und Sosan. Diese Formen beziehen sich auf Volkshelden, die sich in der Verteidigung ihres Heimtlandes bewährten und als rechtschaffene Männer galten. Es scheint, als bestünde ein Zusammenhang zwischen diesen Charakteristika und der Verwendung dieses Schrittdiagramms.

Häufige Verwendung findet das chinesische Schriftzeichen für "Arbeit" (kor.: Gong, jap: Kō, chin.: Gōng). Dieses Schrittdiagramm findet sich in Formen, deren Namensgeber dem Land heroische Errungenschaften einbrachten. Die vertikale Linie der Hyongs Gaebaek und Euiam steht für Kompromisslosigkeit und militärische Härte (Gaebaek) sowie einen unbezwingbaren Geist (Euiam). Das Laufdiagramm der Chungjang Hyong ist geprägt durch die lange Spitze in der Mitte. Das chinesische Schriftzeichen dazu bedeutet "überragend" und soll wohl auf die höchste Form der Loyalität anspielen, die dem Namensgeber der Form zugesprochen wird.

Das Laufmuster der Gwangae Hyong repräsentiert die Wiedereroberung und damit verbundene Ausdehnung des eigenen Herrschaftsgebiet durch den namensgebenden König. Namensgeber der Form Se-Jong ist König Sejong, dem Erfinder des koreanischen Hangul Alphabets. Die drei horizontalen Striche stehen für Himmel, Mensch und Erde.

Liste der Hyong

  1. Chon-Ji
  2. Dan-Gun
  3. Do-San
  4. Won-Hyo
  5. Yul-Kok
  6. Chun-Gun
  7. Toi-Gye
  8. Hwa-Rang
  9. Chung-Mu
  10. Gwang-Gae
  11. Po-Eun
  12. Gae-Baek
  13. Yu-Sin
  14. Chung-Chang
  15. Ul-Ji
  16. Sam-Il
  17. Ko-Dang
  18. Choi-Yong
  19. Se-Jong
  20. Tong-Il

Das Graduierungssystem im Taekwondo

Innerhalb des Traditional Taekwon-Do gibt es ein Rangsystem für Schüler und Meister. Die Schülerstufen werden Kup genannt, die Grade der Meister heißen Dan. Dieses System dient der Einteilung der Schüler beim Training, sowie in die verschiedenen Klassen bei Meisterschaften. Um nun Stufe für Stufe weiterzukommen und den dafür entsprechenden farbigen Gürtel tragen zu dürfen, muss der Schüler das für die einzelnen Stufen erforderliche Können vorweisen. Um dieses festzustellen legt er in gewissen Zeitabständen eine Prüfung ab. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Prüfungen betragen im günstigsten Falle etwa vier Monate.

Die Trainingszeit zwischen der höchsten Schülerstufe (1. Kup) und dem niedrigsten Meistergrad (1. Dan, frühestens im Alter von 16 Jahren zu erreichen) liegt zwischen einem halben und einem Jahr. So sind zum Erreichen des 1. Um innerhalb der Meisterklassen neue Grade zu erhalten, ist man gezwungen, jeweils mehrere Jahre regelmäßig zu trainieren. Wurde z.B. im Alter von 16 Jahren mit der Ausbildung im Traditional Taekwon-Do begonnen, so erreicht man den 6. Meistergrad (Dan) frühestens mit 32 Jahren. Meister mit höheren Graduierungen (7.

Jeder Anfänger beginnt mit dem 10. Kup (dies ist die unterste Schülerstufe), der 1. Kup dagegen steht kurz vor dem 1. Dan (Meistergrad). Daher steht weiß für den Anfänger, den Unwissenden und symbolisiert die Farbe des Winters. Öffnet und erweitert, löst die Gefühle von Begrenztheit. Das Gelb symbolisiert den im Winter vorbereiteten Erdboden, der einmal Früchte tragen soll. Belebt die Nerven und bringt heitere Gelöstheit. Grün, die Farbe des Frühlings und des Wachstums, zeigt daß bereits erste Knospen (kleine Erfolge) sichtbar sind. Vermittelt ein Gefühl von Frieden und Harmonie. Schenkt Ruhe und Weite, öffnet den Geist für spirituelle Inspiration. Blau aktiviert sowohl das Hals- als auch das Stirn-Chakra (drittes Auge). Das Hals-Chakra dient als Brücke zwischen Denken und Fühlen.

Die Signalfarbe Rot bedeutet „Achtung“, hier entsteht etwas Bedeutendes. Etwas Großes ist in Vorbereitung. Es ist die Farbe, der Sonne und des Sommers, der Zeit des Blühens und des Reifens. Wie im Sommer sind die Früchte schon zu sehen, sie müssen aber noch reifen. Belebt und wärmt das Herz, bringt Vitalität und Lebenskraft. Das Schwarz des Meisters (Kyosah-Nim) steht für die Farbe des Herbstes, die Zeit der Reife und der Ernte. Die Meistergrade sind aufsteigend numeriert. Die Träger des 1. bis 4. Dan werden Meister (Kyosah-Nim) genannt. Die Träger des 5. bis 9. Nach außen hin ist der Dan-Grad im Traditional Taekwon-Do nicht mehr am Gürtel erkennbar.

Die Bedeutung von Respekt und Disziplin im Taekwondo

Zu einem guten Taekwon-Doin machen Dich nicht nur schnelle und saubere Techniken und gute Hyongs (Formen), sondern vor allem Dein Verhalten im und außerhalb des Dojangs (Übungsraum). Das richtige Verhalten eines Taekwon-Doin ist nicht die schwierigste Lektion, aber die allerwichtigste!Ich behandele meinen Lehrer und jeden Partner mit Respekt. Ich behandele meinen Lehrer und jeden Partner mit Respekt. Ich bin leise und höre meinem Lehrer genau zu. Ich verhalte mich ruhig beim Absetzen. Ich halte den Dojang sauber. Ich trage immer einen sauberen und weißen Dobok. Ich entschuldige mich immer bei meinem Lehrer bevor ich den Dojang verlasse.

Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst mit über 2000-jähriger Tradition. Sie fördert soziales Verhalten, Selbstbewusstsein sowie Körper- und Selbstbeherrschung. Feste Formen und Rituale bieten den idealen Ausgleich zum Alltagsstress. Der Intellekt kommt zur Ruhe, Konzentration und Koordination werden geschult. Regelmäßiges Training baut Spannungen ab, stärkt das Selbstbewusstsein und führt zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit.