Die Erfolgreichsten MMA-Kämpfer Aller Zeiten

Wer in der UFC kämpft, gehört zu den besten MMA-Fightern der Welt. Wer dann noch Weltmeister wird, ist in der Elite des Sports angekommen. Um UFC-Champion zu werden, muss man viel Disziplin, Talent und Fleiß mitbringen. Wer es geschafft hat, die Spitze seiner Gewichtsklasse zu erklimmen, steht direkt vor der nächsten Aufgabe, denn nun ist man der Gejagte. Es gilt, seinen Titel so lange wie möglich zu behalten. Aber wer hat das schon geschafft?

Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich als Spitzenreiter im Bereich des Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen. Von Schwergewicht bis Fliegengewicht bei den Männern und von Federgewicht bis Strohgewicht bei den Frauen zeigt sich die Vielfalt des Sports.

Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein. Aktuelle Leistungen haben dabei mehr Gewicht als ältere Ergebnisse. Titelverteidigungen sind ein entscheidender Faktor im UFC-Ranking. Sie zeigen die Konstanz und Dominanz eines Champions.

Die Position im UFC-Ranking wird durch Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität, Siegesart und die Organisation, in der gekämpft wurde, beeinflusst. Das UFC-Ranking dient als Orientierung für Kampfpaarungen, hat aber keinen bindenden Charakter. Die endgültige Entscheidung über Kämpfe liegt bei der UFC selbst.

Hier sind einige der Kämpfer, die sich in den Geschichtsbüchern der UFC verewigt haben:

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José Aldo

1848 Tage war José Aldo (35) König im Federgewicht, konnte siebenmal seinen Titel verteidigen und erlangte insgesamt 31 Siege. Von 2009 bis 2015 zerstörte der Brasilianer jeden Gegner, der ihm in die Quere kam. Seine Serie wurde unterbrochen, als Conor McGregor (33) ihn in 13 Sekunden K.o. schlug. Aldo rappelte sich nach der Blamage schnell wieder auf und holte direkt im nächsten Kampf die Interim-Championship. Seit Dezember 2019 kämpft der 35-Jährige im Bantamgewicht, einer leichteren Gewichtsklasse. Mit drei Siegen in Folge ist der MMA-Veteran auf direktem Wege, einen Weltmeisterkampf in seiner neuen Gewichtsklasse zu erlangen.

In der MMA-Organisation „World Extreme Cagefighting“ gewann Aldo in nur acht (!) Sekunden mit einem „Flying Knee“ den Federgewichtstitel gegen Cub Swanson. Die UFC kaufte später die Liga auf und so wurde der Brasilianer UFC-Weltmeister.

Georges St-Pierre

Georges „Rush“ St-Pierre (41), genannt GSP, zählt zu den besten MMA-Kämpfern aller Zeiten. Der Kanadier überzeugte während seiner Kampfzeit als Gesamtpaket, war stark im Stand, auf dem Boden und hatte eine unfassbare Athletik. Von seinen insgesamt 26 Siegen gewann GSP 13 Titelkämpfe, nur ein UFC-Kämpfer ist in dieser Statistik erfolgreicher. Dazu war St-Pierre 2237 Tage Champion und gehört zu den ganz wenigen, die in zwei unterschiedlichen Gewichtsklassen Weltmeister wurden. 2013 verabschiedete sich der nun 41-jährige vom Sport, kehrte aber vier Jahre später in einer schwereren Gewichtsklasse zurück und gewann direkt den Titel im Mittelgewicht - irre!

Aus der Fight-Matrix-Software kann abgeleitet werden: Jones ist nicht der "Beste aller Zeiten", sondern der Kanadier Georges St-Pierre. Auch er ist eine MMA-Ikone, hat aber im Gegensatz zu Jones viel öfter gegen aktive Fighter mit ebenfalls hohem Ranking gekämpft und besiegt.

Demetrious Johnson

2011 führte die UFC eine neue Gewichtsklasse ein, das Fliegengewicht. Mit einem Limit von nur 56 kg gibt es keine leichtere Klasse. Was folgte, ist historisch: Elfmal in Folge verteidigte der Amerikaner seinen Titel - UFC-Rekord! Bis 2018 schien „DJ“ unbesiegbar, bei seiner historischen elften Titelverteidigung legte er sogar noch einen obendrauf: Im Kampf gegen Ray Borg schmiss Johnson seinen Gegner in die Luft und noch im Fallen erwischte er ihn mit einer Armbar. Die Menge tobte, der Rekord war perfekt. Seit 2019 kämpft der Rekordmann für die singapurische MMA-Liga ONE Championship.

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Anderson Silva

Anderson Silva (47) hat seine Gegner nicht nur besiegt, er hat sie gedemütigt. „The Spider“ war in seiner Blüte unantastbar. Von 2006 bis 2012 siegte der Brasilianer 16-mal in Folge. Dan Henderson, Forrest Griffin und Vitor Belfort - die Liste der Geschlagenen ist lang. Silva erinnerte in seiner Bewegung an den legendären Muhammad Ali (✝74), jeder Schritt war überlegt und führte zum Ziel. Der nun 47-Jährige hinterlässt in der UFC eine historische Bilanz: Zehn Titelverteidigungen in Folge. Zudem hält der Brasilianer mit 2457 Tagen den Rekord für die längste Zeit als Champ. In einem seiner letzten UFC-Fights stand Silva dem heutigen Mittelgewichts-Weltmeister Israel Adesanya (32) gegenüber- eine Fackelübergabe an die neue Generation.

Adesanya, ein großer Silva-Fan, brach vor dem Kampf in Tränen aus. „Ich habe meine Dankbarkeit ihm gegenüber ausgedrückt, für alles, was er getan hat. Er hat mich in jedem seiner Kämpfe inspiriert, das war ein besonderer Kampf für mich. Obwohl ich direkt danach um den Titel gekämpft habe, war der Kampf gegen Silva für mich mein Titelkampf.“ so Adesanya nach dem Kampf.

Anderson Silva wurde am 14. April 1975 in São Paulo, Brasilien, geboren. Er ist bekannt für seine beeindruckenden Fähigkeiten im Standkampf und gilt als einer der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Zu seinen größten Erfolgen im Kampfsport zählt der Gewinn des UFC-Titels im Mittelgewicht, den er von Oktober 2006 bis Juli 2013 hielt. Silva hat zahlreiche Auszeichnungen und Rekorde im MMA gewonnen, darunter den längsten Titelgewinn in der Geschichte der UFC und die meisten Siege in Folge. Silva hat seine aktive Karriere beendet, ist aber immer noch eine einflussreiche Figur im Sport. Abseits des Oktagons hat Silva auch in der Unterhaltungsindustrie Erfolge gefeiert, darunter Rollen in Filmen und Fernsehserien.

Jon Jones

Der jüngste UFC-Weltmeister aller Zeiten, die meisten Siege in Titelkämpfen - Jon Jones (34) ist in einer Liga für sich. Der einzige Mensch, der ihn von größerem abgehalten hat, war er selbst. Ständige Auseinandersetzungen mit dem Gesetz und Verstöße gegen die Anti-Doping-Policy hielten den 34-Jährigen immer wieder davon ab, in den Oktagon zu steigen. Die einzige Niederlage im Käfig war zudem kurios: Während ein 22 Jahre alter „Bones“ Jones seinen Gegner vermöbelt, benutzt er einen illegalen Ellbogenschlag - und wird prompt disqualifiziert.

Die Zahlen sprechen für sich: In seinen letzten 15 Fights kämpfte Jones jedes Mal um den Titel im Halbschwergewicht. Kreative Angriffe, starkes Wrestling und Riesen Talent sorgten dafür, dass er in allen 15 Kämpfen ungeschlagen blieb. Ist Jon Jones der UFC-GOAT?

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Jonathan Dwight Jones, besser bekannt als Jon Jones, wurde am 19. Juli 1987 in Rochester, New York geboren. Er ist ein US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, der derzeit bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag steht. Jones hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 27 Siegen und nur einer Niederlage. Er war zwischen dem 29. Dezember 2018 und dem 17. August 2020 UFC-Titelträger im Halbschwergewicht, nachdem er den Gürtel bereits zwischen 2011 und 2015 gehalten hatte. Jones ist bekannt für seine Dominanz im Octagon und seine Fähigkeit, Kämpfe auf unterschiedliche Weise zu gewinnen, sei es durch K.o., Aufgabe oder Punkte. Abseits des Rings hatte Jones jedoch auch mit Kontroversen zu kämpfen, darunter mehrere positive Dopingtests und rechtliche Probleme. Privat hat Jones mit seiner Lebensgefährtin drei Töchter. Seine beiden Brüder Arthur und Chandler Jones sind ebenfalls erfolgreiche Sportler und spielen American Football in der National Football League.

Für UFC-Boss Dana White ist Jon Jones der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten. Unangefochtenen GOAT-Status habe der US-Amerikaner.

Weitere Bemerkenswerte Kämpfer

  • Khabib Nurmagomedov: Khabib hat eine beeindruckende MMA-Bilanz mit 29 Siegen und keiner Niederlage. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt.
  • Fedor Emelianenko: Emelianenko gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet.

Deutsche UFC-Kämpfer

Mixed Martial Arts (MMA) hat in Deutschland in den letzten Jahren stetig an Popularität gewonnen. Besonders die Ultimate Fighting Championship (UFC) - als größte und prestigeträchtigste MMA-Organisation der Welt - bietet Athleten aus allen Ländern die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu messen.

  1. Dennis Siver
  2. Ottman Azaitar
  3. Nasrat Haqparast
  4. Abusupiyan “Abus” Magomedov
  5. Nick Hein

Legendäre Kämpfe

Der Hype um MMA ist und bleibt ungebrochen - und wird durch den aufreibenden Netflix-Film 60 Minuten mit Emilio Sakraya gerade noch einmal gesteigert. Doch die Faszination an den Mixed Martial Arts waren auch vorher schon ungebrochen und haben vor allem durch Charaktere wie Conor McGregor gewaltige Ausmaße angenommen.

  • Dan Henderson gegen Mauricio „Shogun“ Rua (2011)
  • Conor McGregor gegen Khabib Nurmagomedov (2018)
  • Jon Jones gegen Alexander Gustafsson (2013)
  • Weili Zhang gegen Joanna Jedrzejczyk (2020)
  • Robbie Lawler gegen Carlos Condit (2015)
  • Forrest Griffin gegen Stephan Bonnar
  • Jorge Santiago gegen Kazuo Misaki

UFC Champions (Stand Februar 2025)

Stand Februar 2025 sind die aktuellen UFC-Champions: Jon Jones (Schwergewicht), Alex Pereira (Halbschwergewicht), Dricus du Plessis (Mittelgewicht), Leon Edwards (Weltergewicht), Islam Makhachev (Leichtgewicht), Ilia Topuria (Federgewicht), Sean O’Malley (Bantamgewicht) und Alexandre Pantoja (Fliegengewicht).

Die UFC bietet eine faszinierende Welt der MMA-Meister. Jede Gewichtsklasse hat ihre eigenen Grenzen. Die UFC-Champions beeindrucken mit ihren Leistungen. Die Zukunft verspricht spannende Kämpfe.