Mixed Martial Arts (MMA) ist ein hybrider Kampfsport, der Techniken aus verschiedenen Disziplinen wie Boxen, Ringen, Judo, Jujitsu, Karate und Muay Thai (Thaiboxen) vereint. Ursprünglich wurde MMA von Kritikern als brutaler Blutsport ohne Regeln angesehen, doch im Laufe der Zeit hat es sein kompromissloses Image abgelegt und sich zu einer der beliebtesten Sportarten des 21. Jahrhunderts entwickelt.
Die Geschichte des MMA
Die Ursprünge des Mixed Martial Arts reichen weit zurück und können bis zu den Olympischen Spielen im Jahr 648 v. Chr. zurückverfolgt werden. Damals wurde Pankration, das Kampftraining der griechischen Armeen, als Kampfsport des antiken Griechenlands angesehen. Dieser brutale Wettkampf vereinte Elemente des Ringens, Boxens und Straßenkampfes. Es waren Tritte und Schläge gegen einen am Boden liegenden Gegner erlaubt, während Beißen und Augenausstechen verboten waren.
Schon in der Antike gab es auch in China Formen des gemischten Kampfsports. In Form von Leitai. Leitai war eine Form des Kampfsports, die traditionelle chinesische Kampfkünste mit Boxen und Ringen mischte. Wenn Historiker die Geschichte des Kampfsports erforschen, wird deutlich, dass die antike Welt von diesem Sport fasziniert war.
Die gemischten Kampfkünste haben sich seit der Antike in der Praxis weiterentwickelt und an Popularität gewonnen. Es nahm verschiedene Formen und Stile an, von Europa bis nach Amerika. Die vielleicht früheste Version von MMA, die wir in der modernen Ära sehen, war French Savate. Mitte des 19. Jahrhunderts begannen professionelle französische Savate-Kämpfer, ihre Fähigkeiten gegen englische Profiboxer jener Zeit zu testen.
Etwa zur gleichen Zeit wurde auch in den USA von Wettkämpfen zwischen Profiboxern und Profi-Ringern berichtet. In den frühen 1920er Jahren war Vale Tudo in Brasilien auf dem Vormarsch. Vale Tudo ist ein Begriff, der in Brasilien zur Beschreibung von Vollkontakt Kämpfen verwendet wurde. Bei diesen Kämpfen traten Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander an. Judo gegen Karate, Boxen gegen Wrestling usw.
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Die Gracie Challenge wurde erstmals in den frühen 1920er Jahren von dem Judoka Carlos Gracie ins Leben gerufen. Die Brüder Carlos und Hélio Gracie eröffneten 1925 in Rio de Janeiro eine Jiu Jitsu Schule und riefen die „Gracie Challenge“ aus, bei der sie gegen alle Herausforderer antraten. Mit dieser Herausforderung wollte er der Welt beweisen, dass das brasilianische Jiu-Jitsu der Gracie-Familie besser ist als jede andere Form der Kampfsportart.
Zusammen mit Vale Tudo und Heroes of the Ring begannen die Mixed Martial Arts auch in Japan zu wachsen. In Form von Shooto und Pancrase. Im Jahr 1985 entwickelte der professionelle Shoot-Wrestler Satoru Sayama Shooto. Shooto war vielleicht eine der frühesten Formen des professionellen MMA-Verbandes. 1995 richtete die Shooto-Organisation das Vale Tudo-Turnier aus.
MMA erlangte in Nordamerika erstmals Bekanntheit, als die Gracie-Familie beschloss, ihr brasilianisches Jiu-Jitsu (BJJ) in den USA vorzustellen. Hélio Gracies Sohn Royce vertrat die Familie 1993 bei einem Turnier in Denver, Colorado, das später als UFC 1 bekannt wurde. Die Ultimate Fighting Championship (UFC) wurde zur führenden MMA-Veranstaltungsorganisation.
Anfangs bestand das Ziel der UFC darin, Kämpfer verschiedener Stilrichtungen gegeneinander antreten zu lassen, wie zum Beispiel Ringer gegen Boxer oder Kickboxer gegen Judoka. Die einzigen Regeln waren, dass Beißen und Augenausstechen nicht erlaubt waren. Im Jahr 2001 wurden jedoch Regeln eingeführt, um den Sport sicherer zu machen. Gewichtsklassen, Runden und Zeitlimits wurden eingeführt, und die Liste der Fouls im Ring wurde erweitert.
Die neugestaltete UFC präsentierte sich mit besser ausgebildeten Kämpfern, die als Boxer, Ringer und Kampfsportler trainiert waren und in Topform sein mussten, um erfolgreich zu sein. Obwohl die UFC in ihren Anfangsjahren Schwierigkeiten hatte, Geld zu verdienen, entwickelte sie sich schließlich zu einer äußerst profitablen Organisation.
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Die Reality-TV-Show The Ultimate Fighter, die 2005 erstmals ausgestrahlt wurde, verlieh dem Sport ebenfalls einen Aufschwung. In der Show treten Kämpfer an, die den Sprung in die UFC schaffen wollen. UFC-Präsident Dana White wurde zu einer prominenten Persönlichkeit des Sports. Um ihr Wachstum zu fördern, hat die UFC andere MMA-Organisationen aufgekauft, darunter die World Fighting Alliance (WFA) und World Extreme Cagefighting (WEC).
Neben der UFC gibt es noch weitere professionelle MMA-Organisationen, die in der Branche bekannt sind. Die Bellator MMA wurde 2008 gegründet und hat ihren Sitz in Newport Beach, Kalifornien. Sie ist eine der führenden MMA-Organisationen und hat viele bekannte Kämpfer unter Vertrag. Eine weitere wichtige Organisation ist ONE Championship mit Sitz in Singapur.
Die International Mixed Martial Arts Federation (IMMAF) wurde 2012 in Schweden gegründet und hat das Ziel, die Entwicklung des Sports zu fördern und als globaler Dachverband für Amateur-MMA zu dienen. Über 40 nationale MMA-Verbände sind Mitglieder der IMMAF. Die IMMAF sponsert jährlich die Weltmeisterschaften im Amateur-MMA und führt eine Amateur-MMA-Weltrangliste.
Was ist Bellator MMA?
Während die UFC im MMA Kampfsort mit großem Abstand an der Spitze der Organisation liegt, ist Bellator klarer Zweiter in der Rangfolge. Bellator MMA wurde 2008 gegründet und hat seinen Sitz in Santa Monica, Kalifornien.
Die Bellator Organisation veranstaltete im Jahr 2009 zum 1. Mal eine MMA Veranstaltung und hat seitdem weltweit schon mehr als 300 MMA Fights durchgeführt. Genau wie bei der UFC gibt es auch bei Bellator mehrere Gewichtsklassen, an die sich die Kämpfer halten müssen, um beim Bellator teilnehmen zu können.
Ursprünglich konzentrierte sich Bellator aber eher auf Single-Elimination-Turnier-Events als auf das traditionelle Format mit den beliebten Fight Card. 2015 ist auch Bellator zu den traditionellen Einzelkampf-Events übergegangen. Seit 2018 veranstaltet Bellator auch Grand-Prix-Turniere der Divisionen. 2022 trat Bellator im Rahmen einer Co-Promotion gegen den japanischen MMA-Leader Rizin an.
Im Jahr 2021 kündigte Präsident Scott Coker an, dass Bellator ein Rangsystem verwenden wolle, um die besten Kämpfer auf seiner Liste zu ermitteln, genau wie in der UFC üblich.
Bellator MMA im Vergleich zur UFC
Bezüglich der Organisationsstruktur und der Kampf-Regeln trennt die UFC und Bellator nicht viel, was insbesondere für Sportwetten-Fans von Vorteil ist und daher viele Wett-Möglichkeiten bietet. Dies liegt vor allem an der Anpassung und dem Wachstum von Bellator in den letzten 10 Jahren und daran, wie die Unified Rules of Mixed Martial Arts in beiden Organisationen angewendet werden.
Darüber hinaus diktieren die Sportkommissionen der jeweiligen Staaten, in denen sie sich befinden, letztendlich auch die MMA-Regeln. Bellator zahlt nicht unbedingt mehr als die UFC, aber die beliebtesten und erfolgreichsten Kämpfer in Bellator können immer noch sehr gutes Geld verdienen, genau wie die MMA Fighter am oberen Ende der UFC Nahrungskette.
Die UFC hat jedoch auch ein paar Gewichtsklassen mehr zu bieten, da sie Wettbewerbe in 8 Divisionen für Männer und 4 für weibliche Kämpfer hat. Bellator hat jedoch nur 7 Klassen für Männer und lediglich 2 für Frauen.
Ein weiterer bemerkenswerter Unterschied ist die Käfiggröße. Die Kampfdimension der UFC hat einen Durchmesser von 30 Fuß (9,1 Meter) mit einem 6 Fuß (1,83 Meter) hohen Käfig und eine Fläche von 750 Quadratfuß (69,7 m2) zum Kämpfen. Bellator verwendet einen kreisförmigen Käfig mit einer Breite von 36 Fuß (11 Meter und einer Fläche von 1.020 Quadratfuß (94,8 m2) zum Kämpfen.
Die UFC hat im Laufe der Jahre auch ihre Doping-Tests auf verbotene Substanzen durch eine Zusammenarbeit mit der USADA drastisch verbessert.
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden sind die Grand-Prix-Turniere von Bellator. Diese werden das ganze Jahr über veranstaltet, wobei alle Top-Kämpfer einer bestimmten Gewichtsklasse in einem Turnier gegeneinander antreten, das zwischen den beiden Kämpfern abgeschlossen wird, die es ins Finale geschafft haben, wo sie dann um den Titel der jeweiligen Division kämpfen.
Letztendlich ist der Hauptunterschied zwischen der UFC und Bellator die Leistungsfähigkeit der Kämpfer. Aufgrund ihrer überragenden Popularität und ihrer guten finanziellen Situation zieht die UFC fast immer die größten und besten Kämpfer an.
Der Wechsel von Bellator zur UFC ist kein unglaublich beliebter Schritt, da die UFC normalerweise Kämpfer verpflichtet hat, noch bevor Bellator überhaupt einen Vertrag anbietet. Stellen Sie sich das Ganze am besten so vor, als wäre die UFC die 1. deutsche Bundesliga und Bellator die Bundesliga 2.
Die Grand-Prix-Events von Bellator im Laufe der Jahre haben sie in gewisser Hinsicht von der UFC unterschieden, aber die Regeln, Gewichtsklassen und Gewichtsreduzierung sind praktisch alle gleich. Letztendlich ist der Hauptunterschied die deutlich bessere Bezahlung der Kämpfer und der allgemeine Wohlstand und die Popularität der UFC. Gleichzeitig sind die Athleten der UFC in den meisten Fällen sportlich weitaus besser als die von Bellator.
Wichtige Regeln im MMA
In MMA sind neben den offensichtlichen Verboten wie Kopfstößen, Beißen und Tiefschlägen auch andere Handlungen untersagt. Dazu gehören Augenstiche, Haareziehen und das Schlagen oder Greifen der Kehle. Ebenso ist es verboten, den Gegner absichtlich an den Zaun oder die Seile zu drücken oder ihn auf den Kopf fallen zu lassen.
Handlungen, die die Atmung behindern, wie das Anwenden von Druck auf Mund oder Nase, sind ebenfalls nicht erlaubt. Schläge gegen den Hinterkopf oder die Wirbelsäule, Fischhaken, das Greifen der Handschuhe oder Shorts des Gegners sowie „Small Joint Manipulation“, also das Verdrehen von Fingern, sind ebenfalls untersagt.
Gewichtsklassen im MMA (UFC)
In der UFC gibt es aktuell neun verschiedene Gewichtsklassen:
- Strohgewicht, bis 52,15 kg
- Fliegengewicht, bis 57 kg
- Bantamgewicht, bis 61 kg
- Federgewicht, bis 66 kg
- Leichtgewicht, bis 70 kg
- Weltergewicht, bis 77 kg
- Mittelgewicht, bis 84 kg
- Halbschwergewicht, bis 93 kg
- Schwergewicht, bis 120 kg
Bellator MMA Leichtgewichts Grand Prix 2023
Die zweitgrößte MMAl-Liga der Welt, Bellator MMA, hat den nächsten Grand Prix angekündigt. Nach dem Schwergewicht, dem Weltergewicht, dem Halbschwergewicht, dem Federgewicht und dem Bantamgewicht ist nun die Leichtgewichts-Klasse (155 lbs.) ausgewählt worden.
Teilnehmer:
- Usman Nurmagomedov (16-0): Der neue Bellator Leichtgewichts Champion.
- AJ McKee (20-1): Das Bellator Eigengewächs.
- Patricky Pitbull (24-11): Der Brasilianer ist ehemaliger Leichtgewichtschampion von Bellator MMA.
- Tofiq Musayev (20-4): Der 33 Jahre alte Aserbaidschaner ist seit 2022 bei Bellator.
- Benson Henderson (30-11): Der ehemalige UFC- und WEC-Champion gehört zu den bekannten Kämpfern bei Bellator MMA.
- Alexander Shabliy (22-3): Der Russische Kämpfer konnte 7 Kämpfe in Serie gewinnen.
- Brent Primus (11-3): Der US-Amerikaner ist ehemaliger Leichtgewichts-Champion.
- Mansour Barnaoui (20-4): Der Tunesier war lange in der regionalen Szene aktiv.
Der Grand Prix startet am 10. März 2023.
Bellator MMA in Deutschland schauen
Seit dem 01. Oktober 2021 kannst du alle Kampfsportevents auch bei dir zu Hause genießen. Für diese brauchst du allerdings ein VPN - ein Virtual Private Network. Mit einem VPN kannst du den beliebten UFC-Live-Stream in Deutschland schauen und mit Emmanuel Sanchez, Neiman Gracie & Co mitfiebern. DAZN, YouTube, Network10 und der BBC iPlayer ermöglichen es dir, einen Bellator Live-Stream oder auch Aufzeichnungen der Kämpfe in Deutschland anzuschauen.
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