Raufen, toben, rangeln - das Ausprobieren der eigenen Kräfte gehört bei Kindern zum Wachstumsprozess. Es macht sie mental und körperlich stärker. Der kindlichen Lust am spielerischen Kräftemessen bietet das Kampfsporttraining einen idealen Raum.
Eltern-Kind-Kampfsportprogramm
Das neue Eltern-Kind-Kampfsportprogramm umfasst Fitness- und Kampfsporttraining für Sie, sowie Spiel- und Bewegungsideen für Ihr Kind. Wir starten gemeinsam beim Aufwärmen.
Willkommen beim Eltern-Kind-Training! Dieses Training ist speziell für die Kleinsten konzipiert und bietet eine wunderbare Möglichkeit, die motorische und geistige Entwicklung eures Kindes zu fördern. Dabei stehen Spaß, Bewegung und die Stärkung der Eltern-Kind-Bindung im Vordergrund. Unser Training zielt darauf ab, die Grundlagen für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung zu legen.
In unserem Training geht es um einfache, aber effektive Übungen, die speziell auf das Alter von 2 bis 3 Jahren abgestimmt sind. Ein wesentlicher Bestandteil des Trainings ist, dass die Eltern aktiv mitmachen. Kinder lernen durch Nachahmung, und wenn sie sehen, dass Mama oder Papa mit vollem Einsatz dabei sind, steigert das ihre Motivation enorm. Gleichzeitig erfahren die Kinder durch die körperliche Nähe und das gemeinsame Erleben emotionale Unterstützung und Bestätigung.
Damit das Training für die Kleinen nicht zu anstrengend wird, dauert jede Einheit etwa 20 bis 25 Minuten. Unser Eltern-Kind-Training ist die perfekte Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, sich zu bewegen und die Entwicklung der Kinder zu fördern. Es stärkt nicht nur die körperlichen Fähigkeiten, sondern auch das Selbstvertrauen und die Eltern-Kind-Beziehung. Gemeinsam schaffen wir eine spielerische Umgebung, in der sich die Kinder ausprobieren und über sich hinauswachsen können!
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Kampfsportarten und ihr Nutzen für Kinder
Kampfsportliches Training fördert die Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Reflexe und Koordination. Ein Kindertraining kann mit zweimal wöchentlich je 45 bis 90min einen guten Einstieg bieten. Kinder der gleichen Altersstruktur und Leistungsstand sollten in einer Trainingsgruppe trainieren.
Neben den körperlichen Vorzügen koordinativ anspruchsvoller Bewegungen kommen auch noch Respekt, Etikette, Höflichkeit und der Selbstverteidigungsaspekt hinzu.
Viele „Problemkinder“ haben sich bereits durch das Kampfkunsttraining zum Positiven entwickelt und ihre Eltern nicht selten sehr überrascht. Ein- bis zweimal Training pro Woche für rund eine Stunde reichen dabei aus. Mehr würde ich nicht empfehlen, da sonst aus Spaß schnell Pflicht für die Kinder wird.
Selbstverteidigung und Sicherheit
Im Bereich des Selbstverteidigungstrainings sollten Eltern wissen, dass ein reines Training von Verteidigungstechniken wenig Schutz bietet. Vielmehr ist sind mentale Voraussetzungen im Anwendungsfall entscheidend. Ein introvertiertes Kind wird eher in einer Opferrolle erkannt als ein Kind mit selbstbewusster Ausstrahlung. Daher geht es in erster Linie darum, die richtigen Verhaltensmuster schon im Ansatz umzusetzen. Daher stehen Rollenspiele und Situationstraining im Vordergrund.
Selbstverteidigung kann man (auch für Jüngere) ebenfalls empfehlen. Herkömmliche Kampfsportvereine haben selten spezielle Angebote für kleinere Kinder (bis sechs Jahren), daher sollte man hier genauer hinsehen. Jüngere Kinder einfach in ein normales Training zu integrieren macht wenig Sinn.
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Ein Unterschied zum herkömmlichen Kampfsporttraining ist die Selbstverteidigung für Kinder. Diese ist nur zu einem geringen Teil körperlicher Natur.
Geeignete Kampfsportarten für verschiedene Altersgruppen
Im Grunde genommen kann es (mit dem geeigneten Programm) schon ab dem dritten Lebensjahr losgehen. Dies gilt für Jungs und Mädchen. Wichtig ist es, dass die Kampfsportschule spezielle Klassen für die jeweiligen Altersgruppen anbietet. Spaß, Motivation und verletzungsfreies Training sind nur möglich, wenn Kinder zu Beginn mit Gleichaltrigen trainieren. Mit zunehmendem Alter und Trainingserfahrungen ergibt sich ein gemischteres Training von selbst.
Kinderkarate
Das Kinder Karate Programm, dass die Karate Fachsportschulen nutzen, ist das erfolgreichste Programm im Bereich Karate für Kinder im Grundschulalter. Dieses spezielle Karate Programm ist zielgerichtet und pädagogisch strukturiert. Die Methodik optimal an dieses Alter angepasst.
Ähnlich wie es im Schwimmen das Abzeichen Seepferdchen oder Goldfisch für die kleineren Kinder gibt, gibt es in unserem ausgezeichneten Kinderkarate - Programm eine spezielle Gürtelreihenfolge für Kindergartenkinder. Diese Karategürtel sind außen weiß und haben jeweils einen farbigen Streifen in der Mitte. Ein Anfänger beginnt mit dem weißen Gürtel, dann folgen weitere Gürtel von hell nach dunkel.
Im Sicherheitsteil unseres Karate-Unterrichts lernen die Kinder beispielsweise, wie sie sich verhalten, wenn sie beim Einkaufen verloren gehen. Oder wie sie sich verhalten sollen, wenn jemand Fremdes an der Tür um Einlass bittet. Hinzu kommt eine Selbstverteidigungstechnik, die verhältnismäßig ist und auch Kinder in diesem Alter gefahrlos vermittelt werden kann.
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Im Kinderbereich ist es wichtig zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung zu unterscheiden.
Taekwondo
Unser PANDA-KIDS Programm, welches Elemente aus dem Taekwondo - auch koreanisches Karate genannt - enthält, bereitet mit altersgerechtem Kampfsport Elementen Kinder von 4-6 Jahren auf das Leben oder zumindest auf den Kindergarten und die Schule vor. Taekwondo bzw. Karate ist besonders für die Selbstverteidigung für Kinder hervorragend geeignet. Sowohl im Karate als auch im Taekwondo werden wichtige Werte und Fähigkeiten für’s Leben vermittelt.
Unser TIGER-KIDS Programm macht mit altersgerechtem Taekwondo Kinder von 6-9 Jahren stark und fit für das Leben und für die Schule. Dabei ist Kampfsport Unterricht immer so gestaltet, dass die Kinder systematisch Fortschritte und schnelle Resultate erzielen, um so den Spaß nicht zu verlieren. Selbstverteidigung ist natürlich ein wichtiges Element im Kinder Karate Unterricht.
Judo
Das Prinzip hinter dieser Kampfsportart: Siegen durch Nachgeben. Dabei machen sich die Judokas, so heißen die Schüler, die Angriffswucht des Gegners zunutze und leiten die Energie in Hebel und Würfe um. Diese Techniken machen den Sport auch für Kinder und zarte Frauen ideal: Mit dem richtigen Ansatz kann ein Leichtgewicht mühelos einen doppelt so schweren Gegner zu Fall bringen. Judo ist auch keine Sache der Größe: Es gibt spezielle Techniken für große und kleine Kämpferinnen.
KiJudo ist für Kinder von fünf bis zwölf Jahren konzipiert, die Spaß an Lauf-, Rauf- und Kooperationsspielen haben. Wer denkt, die Karatekunst sei eine Wettkampfsportart, der mag sich irren. Denn hier geht es nicht um den Vergleich mit anderen. Jeder soll an sich selbst arbeiten, ein Leben lang.
Weitere Kampfsportarten
- Karate: Das japanische Wort bedeutet „Leere Hand“, denn es wird in der Regel ohne Waffen gekämpft. Der Fokus liegt auf Schnelligkeit, Geschicklichkeit - und Gelassenheit: Denn nur wer bei einem Angriff nicht in Angst oder Panik verfällt, kann sich auch effektiv zur Wehr setzen. Der Unterricht lehrt neben technischen Fertigkeiten auch psychologische Inhalte zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.
- Brazilian Jiu-Jitsu: Der Mix aus Ringen und Bodenkampf wird auch als „Schach auf der Matte“ bezeichnet. Der Name ist Programm: Brazilian Jiu-Jitsu ist sehr gut geeignet, um zu lernen, den Gegner oder Angreifer zu kontrollieren, ohne ihn zu verletzen. Tritte und Schläge sind tabu. Mit den effizienten Hebeltechniken und dem richtigen Einsatz des Körpergewichts können sich selbst weniger kräftige Kinder gegen stärkere Angreifer durchsetzen.
- Kickboxen: Die junge Disziplin verbindet Elemente aus dem thailändischen Muay Thai, etwa Tritte, Knie- und Ellbogenstöße, mit Schlagtechniken aus dem Boxen. Für den Ernstfall lernt man auch, wie eine effektive Befreiung aus bestimmten Situationen gelingt: angefangen bei Würgegriffen im Stand bis hin zur Abwehr von Überfällen aus der Bodenlage.
- WingTsun: WingTsun entwickelte sich aus dem „Tempelboxen“ von Shaolin-Mönchen. Für Frauen eignet sich dieser Kung-Fu-Stil, weil ein Teil des Trainings in der Analyse und Wahrnehmung von Bedrohungssituationen liegt: im Parkhaus, in düsteren Parks und auf einsamen Wegen. Ziele: Ängste und Konfliktscheu überwinden und die Selbstbehauptung stärken.
Die Rolle des Trainers
Kinder lernen durch Nachahmen. Deshalb ist ein verantwortungsvoller und vorbildlicher Lehrer enorm wichtig.
Unsere Karatelehrer müssen nicht nur in den sportmedizinischen Grundlagen, sondern auch in pädagogischen Grundlagen geschult werden. Zu dem sind Karatelehrer, gerade im Kinderkarate, Vorbilder! Unsere mehrfach lizenzierten Kampfkunstlehrer sind speziell für die unterschiedlichen Altersgruppen im Kinderkarate geschult! Als hauptberufliche Trainer haben diese einen enormen Erfahrungsschatz.
Ein guter Trainer und Lehrer sollte neben den kämpferischen Fähigkeiten auch über hohe Sozialkompetenz verfügen. Hierbei spielt die eigene Einstellung zum Kampfsport eine wichtige Rolle. Gute Trainer vermitteln diese Philosophie und leben sie auch vor.
Ich vertrete die Auffassung, dass ein guter Trainer nicht mehr als sieben Kinder auf einmal betreut. Ab dem achten Kind braucht es einen zweiten Trainer. Wer mit Kindern arbeitet, sollte viel Einfühlungsvermögen haben. Langjährige Erfahrung sind genauso von Vorteil, wie ein breiter Wissensfundus aus den verschiedensten Kampfsportarten.
Wertevermittlung im Kampfsport
Es ist sehr wichtig, schon im Kleinkindalter eine Charakter,- und Wertevermittlung zu bieten. Gerade in diesem Alter ist es wichtig, die richtigen Werte und das richtige Verhalten zu erlernen, um später im Grundschulalter bereits gute Sozialkompetenz und das richtige Sicherheitsverständnis (sicherer Schulweg, Umgang mit Fremden) zu haben.
Inspiriert von den Prinzipien des Shukokai Karate geht es hierbei weniger um den Kampf, sondern um wichtige Werte wie Disziplin, Respekt, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen.
Viele Anbieter setzen auf ein kindgerechtes Konzept, das sportliche Bewegung mit Spaß verbindet. In Kombination mit Kindersportkursen können Kinder zusätzlich Kondition und Koordination verbessern.
Wir glauben an die gestaltende Kraft eines gesunden Körpers und helfen jedem Kind, seine Stärken zu entdecken, sie zu kontrollieren und über sich selbst hinauszuwachsen. So wird Ihr Kind fit für den Alltag, fit für die Schule und fit für sein soziales Umfeld.
Kampfsportarten für ältere Kinder und Jugendliche
Wo das Kinderkarate endet beginnt das Karate für Jugendliche. Im Unterschied zum Kinder Karate werden dort die Anforderungen zum Beispiel bei den Fitnessübungen oder auch in der Selbstverteidigung hoch geschraubt. Auch bei den Sicherheitsthemen, die im Karateunterricht besprochen werden, sind diese auf Jugendliche abgestimmt. Zusätzlich zum normalen Karate für Jugendliche bieten wir für motivierte und geeignete Karateschüler die Ausbildung zum Gruppenhelfer und Kinderkarate - Trainer an. So lernen die Karate - Teens schon früh, mehr Verantwortung zu übernehmen und können sich oft sogar was dazu verdienen.
Überblick über Kampfsportarten und ihr Einstiegsalter
| Kampfsportart | Geeignet für | Fokus |
|---|---|---|
| Eltern-Kind-Training | Kinder ab 2 Jahren | Motorische und geistige Entwicklung, Stärkung der Eltern-Kind-Bindung |
| Kinderkarate | Kinder im Grundschulalter | Zielgerichtetes Programm, pädagogisch strukturiert, Selbstverteidigung |
| Taekwondo | Kinder von 4-9 Jahren | Selbstverteidigung, Wertevermittlung, altersgerechte Elemente |
| Judo | Kinder ab 5 Jahren | Nutzen der Angriffswucht des Gegners, Hebel und Würfe |
