Boxen ist ein hochintensiver Vollkontakt-Kampfsport, bei dem sich Teilnehmer häufig verletzen. Bevor man lernt, wie man Verletzungen vermeidet, ist es wichtig, die häufigsten Verletzungen im Boxsport zu kennen.
Häufige Verletzungen im Boxsport
- Schnitt- oder Platzwunden: Diese treten bei Profikämpfen häufiger auf als beim Training oder Sparring, kommen aber immer noch vor.
- Prellungen: Wenn Boxer einen heftigen Schlag erhalten, bekommen sie oft blaue Flecken. Blaue Flecken entstehen, wenn die Blutgefäße unter der Haut geschädigt sind, wie im Fall eines blauen Auges. Schläge auf den Körper können leicht die Weichteile des Brustkorbs schädigen.
- Frakturen: Frakturen kommen bei Boxern häufig vor, insbesondere an Nase, Handgelenk, Hand, Kiefer und Rippen. Der „Boxerbruch“ ist eine sehr häufige Verletzung im Boxsport und bezeichnet einen Bruch der Mittelhandknochen.
- Gehirnerschütterung: Ein heftiger Schlag auf den Kopf kann unter anderem Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Orientierungslosigkeit, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Schwindel und Kopfschmerzen verursachen. Wenn Sie eine Gehirnerschütterung erleiden, sollten Sie sofort einen Neurologen aufsuchen.
- Schulterluxation: Der Oberarmknochen des Arms kann sich durch ein schweres Trauma des Körpers oder unsachgemäße Handbewegungen vom Schulterblatt oder Schulterblatt lösen. Der medizinische Fachausdruck hierfür ist eine Schulterluxation.
- Verstauchungen: Bei Kämpfen und Training kann es aufgrund häufiger schneller Bewegungen zu Muskel- und Bänderzerrungen kommen.
Wie man Verletzungen im Boxsport vermeidet
- Tragen Sie beim Training immer die richtige Schutzausrüstung: Auch wenn es sich nur um leichtes Sparring handelt, da Verletzungen wie Schnittwunden am Mund leicht zu ertragen sind.
- Boxhandschuhe für den Sparring: Wenn Sie und Ihr Partner weniger als 65 kg wiegen, sollten Ihre Handschuhe mindestens 14 Unzen wiegen. Wenn Sie mehr wiegen, empfiehlt es sich, Handschuhe mit einem Gewicht von mindestens 16 Unzen zu tragen. Sparringhandschuhe sind gepolsterter als Trainingshandschuhe.
- Boxhandschuhe fürs Training: Für die Boxsack- oder Punchingball-Arbeit kann es interessant sein, sich ein zweites Paar Handschuhe anzuschaffen.
- Körbchen: Besorgen Sie sich aus offensichtlichen Gründen einen Boxbecher, der groß genug, mit zusätzlicher Polsterung und bequem ist.
- Mundschutz: Dies ist ein absolut unverzichtbarer Gegenstand beim Sparring. Sie sollten den Ring niemals ohne einen für Ihre Bedürfnisse geeigneten Mundschutz betreten. Bei günstigen Modellen ist es unwahrscheinlich, dass Sie die richtige Form erhalten.
- Boxbandagen: Sie sind unverzichtbar, egal ob Sie trainieren oder mit dem Boxsack arbeiten. Stellen Sie sicher, dass sie 180 cm lang sind, damit sie Ihre Hände umschließen und ausreichend Schutz bieten.
- Es ist wichtig, die Hände richtig zu umwickeln: Es gibt viele Videos im Internet, die verschiedene Strategien zum Händewickeln auf unterschiedliche Weise zeigen. Beginnen Sie den Verband immer mit vollständig ausgestreckter Hand, damit er sich beim Ballen zur Faust zusammenzieht.
- Muskelzerrungen und -risse kommen bei Boxern häufig vor: Regelmäßige Dehnübungen helfen dabei, Muskeln und Bänder zu verlängern und Ihren Bewegungsumfang zu erweitern. Besonders wichtig sind Dehnübungen für bestimmte Muskeln, etwa die hintere Oberschenkelmuskulatur, den Quadrizeps und die Schultermuskulatur.
- Schnitt- und Schnittwunden sind wahrscheinlicher, wenn die Haut in der Nase trocken und brüchig ist.
- Ihre Hände sind die wertvollsten Werkzeuge in Ihrem Arsenal, aber sie sind auch am anfälligsten für Verletzungen: Lernen Sie, richtig zu schlagen, um Ihre Handgelenke und Finger zu schützen. Achten Sie auch beim Schlagen darauf, dass der Knöchel Ihres Mittelfingers als erster Kontakt hat.
- Tragen Sie eine dünne Schicht Vaseline auf die Bereiche Ihres Gesichts auf, die häufig von Unebenheiten betroffen sind.
- Um Verletzungen zu vermeiden, müssen Sie sich gegen Schläge verteidigen können: Wenn Sie körperlich fit und gut trainiert sind, können Sie bei Kämpfen einen kühlen Kopf bewahren und Schläge mit Ihrer Beinarbeit vermeiden. Wenn Sie müde sind, fällt es Ihnen schwer, sich zu bewegen.
- Alle Sportler benötigen eine ausgewogene Ernährung, um die Regeneration und Erhaltung ihres Körpers zu fördern: Kalzium, Eiweiß und Vitamin D sollten in Ihrer täglichen Ernährung enthalten sein. Es ist auch wichtig, jederzeit ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, indem Sie ausreichend Wasser trinken. Wenn Sie nicht genug Wasser trinken, dehydriert und erschöpft Ihr Körper, was das Risiko von Kopfverletzungen, insbesondere Gehirnerschütterungen, erhöht.
- Es kommt sehr häufig vor, dass eine leichte Verletzung, die mit etwas Ruhe und einigen Übungen leicht hätte behandelt werden können, problematischer wird, weil der Schmerz zu lange ignoriert wurde.
- Es ist in Ordnung, hart zu trainieren und an seine Grenzen zu gehen, aber wenn Sie während des Trainings starke Schmerzen verspüren, sollten Sie eine Pause einlegen, um zu verstehen, was falsch ist: Training bei ermüdetem Körper ist niemals eine gute Idee. Der beste Weg, Verletzungen während eines Kampfes oder Wettkampfs zu vermeiden, besteht darin, mit Ihrem Spiel vertraut genug zu sein, um nicht zu hart getroffen zu werden.
