Seit wann gibt es Wrestling Geschichte?

Wrestling hat eine lange Geschichte und seine Ursprünge reichen bis in die Antike zurück.

Es gibt Aufzeichnungen über Wrestling in Ägypten, Griechenland und Rom, wo es sowohl als Wettkampf- als auch als Trainingsform für Soldaten und Kämpfer verwendet wurde.

Im 19. Jahrhundert entstanden die modernen Formen des Wrestlings.

Zur damaligen Zeit zeigte man Wrestling-Kämpfe zur Belustigung der Zuschauer auf Jahrmärkten. Damals versuchten noch die Besucher einen deutlich überlegenen und trainierten Athleten zu besiegen.

Der Catch-as-Catch-Can-Stil, der in England entwickelt wurde, war einer der ersten Stile, der international verbreitet wurde.

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In den USA entwickelte sich daraus der Schaukampf-Stil des "Professional Wrestling", der eher auf Unterhaltung und Show ausgerichtet war.

In den 1920er Jahren wurde das Wrestling innerhalb den USA als internationaler Sport anerkannt. Im 20. Jahrhundert bildeten sich dann die ersten kleinen Wrestling-Ligen. 1901 wurde in San Francisco das sogenannte „Tag Team Wrestling“ als offizielle Wrestling Match-Art eingeführt.

Aus den beiden beliebten Ligen „JIM Crockett Promotions“ und „Capitol Wrestling Corporation“ bildete sich dann bereits Ende der 30er Jahre die World Wrestling Federation (WWF) heraus.

In den 80er Jahren schaffte das Wrestling dann seinen Durchbruch. Hulk Hogan avancierte zum Superstar und wurde zum Aushängeschild des Wrestlings.

Vor allem Anfang der 90er-Jahre waren Namen wie The Undertaker, Bret Hart und Hulk Hogan vielen damals jungen Leuten ein Begriff. Die Wrestling-Liga mit den genannten Stars wurde unter dem Namen „WWF“ (kurz für: „World Wrestling Federation“) bekannt.

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Die Geschichte der Promotion begann im Jahr 1979, als die Promotor Jack Tunney und Vince McMahon Sr. die Firma Titan Sport Incorporated gründeten und diese in Kanada ansiedelten.

Am 30. März 1979 fand diese Reorganisierung statt und Promotor wurde der Sohn von Vince McMahon Sr., Vince K. McMahon.

Anfänglich nahm McMahon Sr. einen gewissen Einfluss auf die WWF, doch bereits 1980 kaufte McMahon Jr. ab und bereits zwei Jahre (1982) später erwarb er auch die Muttergesellschaft Capitol Wrestling Corporation.

Dieser Schritt war nötig, um den Einfluss der National Wrestling Alliance aus der WWF zu entfernen und den Schritt zur nationalen Promotion auszuführen.

1983 verließ die WWF die NWA endgültig und begann nun ihre Wrestling-Veranstaltungen wie All American Wrestling, Wrestling Challenge und Wrestling Superstars über das neu entstandene Kabelnetz überregional und ins benachbarte Kanada auszustrahlen.

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Die WWF setzte auch gewisse Regeln des Regelwerkes der NWA außer Kraft und gestaltete für die damalige Zeit außergewöhnliche Storylines. Damit galt sie als modernste Wrestling-Promotion ihrer Zeit. Auch entdeckte Vince McMahon Jr.

Die National Wrestling Alliance startete noch 1983 in ihrem Affiliate Georgia Championship Wrestling ein TV-Format, das unter dem Banner von World Championship Wrestling betrieben und landesweit ausgestrahlt wurde.

Damit wollte man der von der WWF angestrebten Marktführerschaft entgegentreten.

Das vom damaligen NWA-Präsidenten Jim Crockett gestartete Projekt wurde jedoch schnell zum finanziellen Fiasko, nachdem die WWF das Konzept erfolgreich kopiert und für ihre eigenen TV-Formate ausgebaut hatte.

Vince McMahon Jr. sah jedoch in der von Verne Gagne betriebenen American Wrestling Association seinen größten Konkurrenten.

Es wurden nun von den WWF Road Agents gezielt die Topstars der AWA abgeworben und in die WWF geholt.

So wurde unter anderem Hulk Hogan, der erst 1983 von ihr entlassen wurde, in die WWF zurückgeholt und damit veränderte Vince McMahon das Profil der WWF nachhaltig. Er ließ Hogan 1984 zum ersten Mal die WWF World Heavyweight Championship erringen und baute die World Wrestling Federation und deren Marketing rund um Hogan auf.

Mit der ersten WrestleMania-Veranstaltung, die im Madison Square Garden, New York stattfand, war es der WWF 1985 gelungen, die für die spätere Entwicklung des Wrestlings bedeutendste Großveranstaltung auf die Beine zu stellen.

Um dieses Großereignis finanzieren zu können, hatte sich Vince McMahon Jr. WrestleMania wurde nun zum Vorbild anderer WWF-Großereignisse.

Die Veranstaltung ähnelte zwar der NWA Starrcade, es traten dort aber vor allem die Superstars der WWF auf, während Starrcade zu der Zeit hauptsächlich noch aus Jobber-Matches mit wenigen NWA-Stars bestand.

Ab 1985 wurden alle Sendungen der WWF in das nationale Kabelfernsehen eingestellt und liefen nun nicht nur in den gesamten USA sondern auch in Kanada und Mexiko.

1988 zeigte sich der Medienmogul Ted Turner an einem Kauf der WWF interessiert. Doch da sich McMahon und Turner sich nicht über einen Kaufpreis einigen konnten, wandte dieser sich an die NWA.

Doch fast zehn erfolgreiche Jahre später, drohte der World Wrestling Federation ein Skandal. Es wurde bekannt gegeben, dass WWF-Superstars, wie Hulk Hogan unter dem Verdacht des Steroid-Missbrauchs standen.

Die WWF wurde schließlich zu einer Strafe von 5.000.000 US$ verurteilt und die Promotion stand ernsthaft kurz vor dem Bankrott. Vince McMahon Jr. kürzte seinem Personal die Gehälter um fast 40 Prozent, was dazu führte, dass viele ehemalige WWF-Superstars sich zwischen 1993 und 1995 bei der Konkurrenz, der WCW verpflichteten.

Seit 1997 arbeitete Vince McMahon Jr. mit Paul Heymans ECW zusammen. So kamen viele neue Gesichter zur WWF wie Steve Austin, Mick Foley von der ECW, Chris Jericho von der WCW oder auch Kurt Angle, ein Goldmedaillen-Gewinner des US-amerikanischen Ringerteams der Olympischen Spielen von 1996.

Die WWF änderte nun auch die Zielgruppe: Standen vor Einführung der sogenannten Attitude-Ära hauptsächlich Kinder und Jugendliche im Fokus, wurden nun auch die Altersgruppen darüber ins Auge gefasst.

Um den entstandenen Quotenkrieg gegen die World Championship Wrestling gewinnen zu können, begann 1997/98 die sogenannte Attitude-Ära, die Superstars wie The Rock und Steve Austin hervorbrachte.

Die WWF strahlte nun deutlich mehr Gewalt, Schimpfwörter, Sexualität und unerwartete Wendungen aus, um mit der WCW zu konkurrieren.

Nachdem Bret Hart im Anschluss an den Montreal Screwjob-Vorfall zur WCW wechselte, nutzte Vince McMahon Jr. die resultierende Antipathie gegen ihn und schuf den Charakter des "Mr.

Um neue Zuschauer zu gewinnen, gründete die WWF im Jahr 2000 sogar eine eigene Football-Liga. Vince McMahon Jr. begann diese Position zielstrebig auszubauen, doch am 4. Mai 2002 musste er im Zuge eines Rechtsstreits mit der World Wide Fund for Nature die Promotion reorganisieren, da er das Kürzel "WWF" nicht mehr benutzen durfte.

Dieser Namenswechsel war nicht freiwillig, sondern das Ergebnis eines jahrelangen Rechtsstreits.

Am 6. Mai 2002 wurde aus der „World Wrestling Federation“ offiziell „World Wrestling Entertainment“ (WWE). Dieser Slogan wurde nicht nur zum Running-Gag, sondern half auch dabei, den neuen Namen WWE - World Wrestling Entertainment schnell im Bewusstsein der Fans zu verankern.

Die Umbenennung war nicht nur ein kosmetischer Schritt, sondern diente gleichzeitig dazu, den Fokus der Marke zu erweitern. Vince McMahon, damaliger Chairman und Mastermind hinter der Wrestling-Organisation, betonte immer wieder, dass sich WWE nicht nur als Sport-Veranstalter, sondern vor allem als Entertainment-Unternehmen sehe.

Die Betonung auf „Entertainment“ im neuen Namen unterstrich das Ziel, über klassische Wrestling-Shows hinaus in andere Unterhaltungsbereiche vorzudringen - etwa in Filmproduktionen, Reality-TV oder Social Media. Lange Zeit ging das sogar so weit, dass McMahon die Nutzung des Begriffs „Wrestling“ in den Shows verbot. Die Akteure im Ring wurden demnach auch nicht als „Wrestler“, sondern als „Superstars“ vermarktet.

Trotz der Anfangsbelustigung über den Namenswechsel, ist die WWE heute eine der bekanntesten Marken der Welt. Mit wöchentlichen Shows wie Monday Night Raw und Friday Night SmackDown, „Premium Live Events“ wie WrestleMania sowie einer stetig wachsenden Online- und Streaming-Präsenz erreicht WWE Millionen Fans rund um den Globus. In den letzten Monaten konnten die Wrestling-Shows sowohl bei den Zuschauereinnahmen in den Hallen als auch bei den Einschaltquoten vor den Bildschirmen zu Hause immer wieder neue Rekorde brechen.

Die Geschichte der Umbenennung von WWF zu WWE ist ein spannendes Beispiel dafür, wie Markennamen und deren Rechte auch die großen Player im Entertainment-Business treffen können.

Die Bezeichnung WWF wurde im Jahr 1979 von Vince McMahon Sr.

Heute gibt es die WWF nicht mehr.