Judo-Club Nordhausen: Eine Erfolgsgeschichte

Erst 2012 gegründet, ist der Judo-Club Nordhausen ein noch sehr junger Verein, der aber bereits eine lebhafte Geschichte zu erzählen hat.

Eine Auferstehung nach schweren Zeiten

Bereits 2015 befand er sich an einem Punkt, an welchem mit schwerem Herzen über eine Auflösung nachgedacht wurde, da ihn mehrere Schicksalsschläge heimgesucht hatten. Statt einer Auflösung folgte dann aber eine Auferstehung. Eine Hand voll Menschen investierten unzählige Stunden Zeit, um in kleinen Schritten den Verein wieder auf die Beine zu stellen.

2017 war es soweit, dass die Judokas auf einer ersten neuen Tatami trainieren durften. Es wurden mehr Trainingszeiten benötigt, denn die Anzahl der Judokas hatte sich mehr als verdoppelt.

Durch die Hilfsbereitschaft des TSG Salza und deren Judokas ging es in einer gemeinsamen Halle weiter. Seitdem werden die Mühen des Vereins belohnt.

Erfolge und Auszeichnungen

Erste Mannschaftspokale konnten bereits auf regionalen Turnieren erkämpft werden. Unzählige Ausbildungen wurden erfolgreich abgeschlossen, sodass nun ein Team aus mehreren Trainern, Kampfrichtern und unzähligen Helfern jede Woche aufs Neue zusammenfindet, um dem nächsten Ziel entgegenzugehen.

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Als jüngstem Höhepunkt wurde dem Judo-Club Nordhausen vergangenen Freitag auf der Sportgala in Nordhausen der 1. Platz des Sportförderpreises für die Jugendarbeit im Landkreis Nordhausen durch den Lions Club und den Kreissportbund Nordhausen verliehen.

Einladung zum Probetraining

Der Judo-Club lädt hierzu recht herzlich alle Interessierten zum kostenlosen Probetraining ein.

Dank an Unterstützer

Der Judo-Club Nordhausen sagt Danke an alle Mitglieder, durch welche der Verein lebt und Danke an den TSG Salza und die Judo-Vereine der Region Nordhausen für die Unterstützung in den letzten Monaten.

Judo: Mehr als nur ein Sport

Judo bedeutet wörtlich übersetzt „sanfter Weg“. Judo beruht auf zwei Prinzipien: zum einen dem technischen und zum anderen dem moralischen Prinzip. Ersteres gibt dem Judoka vor, dass er seine Kräfte möglichst effizient zum Einsatz bringen sollte.

Der Kämpfer soll sich hierbei sein eigenes Gewicht und die Bewegungen des Gegners zunutze machen. Das moralische Prinzip zielt hingegen vor allem darauf ab, dass es nicht zu Verletzungen während des Trainings oder Kampfes kommt.

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Diese Philosophien des Judos sind zudem darauf ausgelegt, den Charakter des Trainierenden zu schulen. Dabei wird vorausgesetzt, dass die beiden als Einheit funktionieren und nur zusammen eine optimale Leistung des Schülers entfalten können.

Sie vermitteln einerseits das Ziel, sich gegenseitig im Kampf so zu helfen und zu verstehen, dass es für beide Seiten von Vorteil ist. Im Training werden daher nicht nur körperliche Übungen absolviert.

Den Schülern wird auch die geistige Haltung des Judos immer wieder nahegebracht. Ziel ist, dass jeder Schüler diese Haltung in sich trägt und auch in anderen Bereichen seines Lebens anwendet. Aus diesem Grund wird Judo oftmals zur Schulung des Charakters empfohlen.

Die Säulen des Judo

Es gibt im Judo zwei Säulen. Diese sind im Formenlauf - auf Japanisch „Kata“ genannt - und im Übungskampf, der als „Randori“ bezeichnet wird, aufgeteilt. Das Kata bildet hierbei das grundlegende Training und die hier erlernten Techniken werden im Randori angewendet. Weitere wichtige Aspekte im Lernvorgang sind das Lehrgespräch und der Lehrvortrag.

Der Judogi

Beim Judo wird traditionell ein „Keikogi“, also ein Kampfanzug, getragen. Meist wird der Begriff „Judogi“ verwendet. Hier sind Name der Sportart und des Trainingsanzugs zu einem Begriff verschmolzen. Hierbei hängt die Dicke und Länge des Stoffs auch von der Kampfdisziplin ab.

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Der Deutsche Judo-Bund gibt zum Judogi genaue Regeln vor. Entspricht der Anzug eines Kämpfers nicht den Vorschriften, kann dies sogar zum Ausschluss vom Wettbewerb führen.

Geschichte und Entwicklung

Judo wurde erstmals im 8. Jahrhundert erwähnt und stammt aus Japan.

Prüfungen und Gürtelgrade

Prüfungen im Judo dienen dazu, den Leistungsstand eines Lernenden zu dokumentieren. Nach dem Bestehen einer Prüfung erhält dieser eine Urkunde und einen Gürtel, der den Ausbildungsstand des Schülers angibt. Es gibt dabei je nach Leistungsgrad verschiedene Gürtelfarben.

Vor dem Absolvieren der ersten Prüfung wird beim Judo ein weißer Gürtel getragen. Bei der ersten Prüfung werden einzelne kleine Aufgaben und Techniken abgefragt. Mit dem braunen Gürtel ist der letzte Schülergrad erreicht und es folgen die zehn Meistergrade.

Wettkampfbedingungen

Besonders wichtig ist die Einteilung in Gewichtsklassen und Altersklassen. Diese dienen dem fairen Wettkampf und haben das Ziel, dass Judoka mit ähnlichen, körperlichen Voraussetzungen gegeneinander antreten. Sie stehen in keinerlei Verbindung zu den Gürteln.

Die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Wettkampf wird vom Lehrer beurteilt, der hierfür die individuellen Fähigkeiten seines Schülers einschätzt.

Werte und Regeln

Traditionelle Werte und Prinzipien prägen Judo. Es gibt viele Regeln, welche bereits im Training befolgt, und neuen Schülern daher früh beigebracht werden. Bestimmte Regeln gelten sogar speziell für das Training. Hier ist besonders wichtig, dass beide Trainingspartner etwas lernen sollen und gegenseitige Hilfe selbstverständlich ist.

Aber auch im Wettkampf gilt es, die Würde und die Ehre des Gegners zu wahren. Die Kämpfer müssen Respekt voreinander haben und diesen auch zeigen. Dies ist beispielsweise in der traditionellen Begrüßung zu sehen.

Bei den meisten Kampfarten ist der Bodenkontakt des Gegners das Ziel. Dabei entscheidet jedoch letztendlich immer das Kampfgericht über den Ausgang, welches eine große Autorität hat.

Generell gibt es während des Kampfes viele Regeln, die nicht nur den Kampf an sich, sondern auch die Kleidung und die Handzeichen der Kampfrichter sowie die Kampfdauer genau bestimmen.

Sportangebote in Nordhausen

Der Judo-Club Nordhausen e.V. ist ein bekanntes und renommiertes Mitglied in der Sportlandschaft von Nordhausen und gehört zu den beliebtesten Vereinen.

In Nordhausen und Umgebung gibt es jedoch eine Fülle von weiteren Sportangeboten, die für Damen, Herren, Kinder, Jugendliche, Senioren oder Menschen mit einer Behinderung zugänglich sind. Wie wäre es z.B. mit einer Partie Fußball, Handball, Badminton oder Radrennen zusammen mit Sportbegeisterten in Nordhausen?

Oder bevorzugst du lieber Kampfsportarten wie Judo, Karate, Boxen oder Fechten die du bei einem Sportclub in Nordhausen ausüben kannst? Die vielfältigen Sportangebote in Nordhausen bieten nicht nur die Möglichkeit, fit zu bleiben, sondern auch soziale Kontakte zu knüpfen.

Im Judo-Club Nordhausen e.V. findet man eine große Gemeinschaft von engagierten Sportbegeisterten. Also worauf wartest du noch?