Die US-Schauspielerin Jennifer Anne Garner wurde am 17. April 1972 in Houston, Texas, geboren. Wenige Jahre später zog die Familie von Texas nach West Virginia, wo Jennifer ihre Jugend verbrachte.
Garner wuchs in bürgerlichen und konservativen Verhältnissen mit zwei Schwestern auf. Ihre Mutter Patricia Ann war Lehrerin, ihr Vater Chemie-Ingenieur William John Garner. Die Familie ging sonntags in die Kirche, Garner bekam ab dem Alter von drei Jahren Ballettunterricht, sie lernte als Teenager Saxofon, spielte in der Schulband und trat in Musicals auf.
Bereits als kleines Mädchen erhielt sie Ballettunterricht, dem sie mit Begeisterung folgte. Ansonsten soll für die heranwachsenden Garner-Schwestern gegolten haben: keine Schminke, kein Kino und sonntags in die Kirche. Nichts schien da ferner zu liegen als eine Hollywoodkarriere.
Nach der Schule studierte sie Schauspiel an der Universität in Ohio und zog nach New York für erste Jobs am Broadway, lebte dort aber zunächst in ärmlichen Verhältnissen, weil große Engagements ausblieben. Nebenbei jobbte sie als Hostess in einem Szene-Restaurant.
An der Uni infizierte sie sich mit dem Schauspielvirus und machte ihr Diplom schließlich 1994 im Hauptfach Theater. Statt in Yale ihre Theaterstudien zu vertiefen, setzte Jennifer Garner auf praktische Erfahrungen. Sie musste dabei zunächst in New York und später in Los Angeles wie die meisten angehenden Schauspieler erst einmal einige Durststrecken durchleben, die Haushaltskasse besserte sie durch einen Job in einem Restaurant auf.
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Die ersten Schritte im Filmgeschäft
Immerhin gab es erste kleinere Engagements in Episoden von „Chaos City“ und „Law & Order“ sowie einigen weniger bekannten Serien und TV-Filmen. Auch die Anfänge im Kino waren bescheiden: Ein Miniauftritt als „Frau im Fahrstuhl“ in Woody Allens „Harry außer sich“ und Nebenrollen an der Seite von Leslie Nielsen als „Mr. Magoo“ oder im Kostümdrama „Washington Square“ ließen kaum etwas vom späteren Erfolg ahnen.
1995 bekam sie mit 23 Jahren erste TV-Rollen, u.a. im Film "Zoya". Jennifer Garners Gastauftritte als Hannah Bibb in der charmanten College-Serie „Felicity“ mit Keri Russell waren eigentlich kaum der Rede wert, aber ihre private und berufliche Zukunft sollten sie indirekt dennoch nachhaltig prägen.
Am Set lernte sie nämlich den Schauspielerkollegen Scott Foley kennen, den sie im Jahr 2000 heiratete. Die Ehe hielt knapp drei Jahre. Und J.J. Abrams, einer der Schöpfer von „Felicity“, erinnerte sich an Garner, als es galt, die Hauptrolle in „Alias“ zu besetzen.
Vorher spielte sie noch kleine Rollen als Ashton Kutchers Freundin in „Ey Mann - Wo is' mein Auto?“ und als Krankenschwester in „Pearl Harbor“, bei dem Garner erstmals auf ihren späteren Gatten Ben Affleck traf.
Der Durchbruch mit "Alias - Die Agentin"
Der Durchbruch folgte mit der Hauptrolle in der international erfolgreichen TV-Serie "Alias - Die Agentin", die fünf Staffeln lief. Für ihre Darstellung wurde Garner u.a. mit dem Emmy ausgezeichnet. Ganze fünf Mal hat Jennifer Garner vorgesprochen, um die Hauptrolle in der actiongeladenen Agentenserie „Alias“ zu ergattern.
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Letztlich kam ihr zugute, dass sie schon in Kampfchoreographie erprobt war, Kickboxen gehörte zudem zu ihren Hobbys. Garner war also gewappnet für die physischen Herausforderungen der Serie, die gerade zu Beginn durch wahnwitziges Tempo, irre Stunts und pausenlose dramatische Verwicklungen auffiel. Garner spielte die Studentin Sydney Bristow, die nebenher für SD-6 arbeitet - einer Geheimabteilung der CIA, so glaubt sie jedenfalls zunächst. Der manchmal fast schwindelerregende Plot aus Lügen und Geheimnissen wurde mit ständigen Ortswechseln und Verkleidungen garniert und Garner rannte buchstäblich zum Erfolg.
Gleich in der ersten Saison von „Alias“ wurde Jennifer Garner Anfang 2002 mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Es folgen weitere Preise und Nominierungen im Laufe der immerhin fünf Staffeln und 105 Episoden. Garner kam auch mit den zunehmenden Mystery-Elementen in der Serie bestens zurecht und verlieh der Figur selbst dann noch ausreichend Bodenhaftung als durch eine rätselhafte Prophezeiung nicht weniger als das Schicksal der Welt an ihren Charakter geknüpft wurde.
Zugleich wurde Sydney Bristow zunehmend zur Stilikone und Garner führte einige der notorischen Listen von sexy Menschen an. Aber auch bei Hollywoodstars kommt die Form nicht von allein. Nach eigenem Bekunden stand Garner jeden Morgen vor fünf Uhr für ein ausgedehntes Fitnessprogramm auf. Trotzdem fand sie noch Zeit, die Bildschirmromanze mit ihrem Partner Michael Vartan auch hinter den Kulissen für eine Weile fortzusetzen.
Superheldin auf der Leinwand: Daredevil und Elektra
Der Erfolg von „Alias“ bot Jennifer Garner die Möglichkeit, auch im Kino höhere Ziele anzustreben. Nachdem sie in Steven Spielbergs „Catch Me if You Can“ nur in einer einzigen Szene mit Leonardo DiCaprio zu sehen war, übernahm sie noch während ihres Bildschirmeinsatzes als toughe Agentin die Rolle der Comic-Heldin Elektra Natchios im Blockbuster „Daredevil“.
Mit aufreizenden Leder-Outfits und ausgedehnten Kampfszenen knüpfte sie direkt an ihr Rollenprofil aus „Alias“ an. Die Saga um den von Ben Affleck gespielten blinden Kämpfer für Gerechtigkeit hatte nicht ganz den gewünschten Erfolg, aber Garners Figur war so populär, dass sie ein eigenes Spin-Off bekam: Der 2005 entstandene „Elektra“ erinnerte mit seinen Gewissens- und Loyalitätskonflikten sowie mit dem erbitterten Kampf gegen ein Verbrecherkartell dabei noch stärker an „Alias“ als „Daredevil“.
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Offensichtlich fasziniert von ihren filmischen Mordwerkzeugen, hat sich Garner eingehend mit der Materie befasst: "Es gibt zwei Theorien, wie die 'Sai' zu Waffen wurden", erklärte sie in einem Interview. "Die eine ist, dass japanische Frauen sie als Haarschmuck trugen, den sie nach Mordlust und Belieben herausziehen konnten.
Ohne Blessuren zu scheuen stürzte sich Jennifer ins Getümmel vor der Kamera, schnitt sich beim Kampf mit Ben Affleck die Hände an den scharfen Dolchen auf und ließ sich von Method-Actor Colin Farrell ("Minority Report") sogar die Unterlippe aufbeißen. "Bei jedem neuen Take fand er die Idee attraktiver, mich mitten im Gerangel anzuknabbern", erzählt sie.
Beim Hollywood-Studio 20th Century Fox war man vom fulminanten US-Kinostart der neuesten Marvel-Heldenverfilmung derart angetan, dass bereits eine Fortsetzung geplant wird, für die Elektra alias Jennifer Garner fest eingeplant ist.
Vom Actionstar zur vielseitigen Schauspielerin
Auf dem Höhepunkt des Erfolgs von „Alias“ schien Jennifer Garner auf die Rolle der Kampfamazone festgelegt, auch im Privatleben wiederholten sich die Muster. Sie verliebte sich erneut in einen ihrer Partner vor der Kamera, immerhin erwies sich die Verbindung zu Ben Affleck als wesentlich dauerhafter als die vorhergegangenen Amouren.
Und auch beruflich durchbrach Garner das Schema: 2004 übernahm sie ihre erste Kinohauptrolle in der Komödie „30 über Nacht“. Als 13-jährige Jenna Rink, die sich im Körper einer 30 Jahre alten Moderedakteurin wiederfindet, bewies die Schauspielerin, die sich mit angemessenem jugendlichem Überschwang in die Rolle stürzte, nachhaltig, dass sie mehr drauf hat als nur Action und dass sie einen Film auf ihren Schultern tragen kann.
Eine erste Kino-Rolle hatte sie als Nebendarstellerin im Film "Catch Me If You Can" an der Seite von Leonardo DiCaprio. Im Jahr 2003 folgte die Comic-Verfilmung "Daredevil" und nach den Babypausen die Komödien "30 über Nacht" und "Der Womanizer" mit Matthew McConaughey. Auch in Tragikomödien "The Tribes of Palos Verdes" oder "Love, Simon" glänzte Garner. Inzwischen ist Garner auch Produzentin ihrer letzten Filme, darunter der Familien-Komödie "Yes Day" von 2021.
Seit 2005 ist Jennifer Garner mit Ben Affleck verheiratet. Sie hat im zivilen Leben seinen Namen angenommen und bereits zwei gemeinsame Töchter zur Welt gebracht. Mrs. Affleck soll eine vorbildliche Mutter und Ehefrau sein, aber Miss Garner verfolgt zugleich eine ehrgeizige Schauspielkarriere. Fast wie in ihrer Paraderolle als Doppelagentin Sydney Bristow in der Serie „Alias - Die Agentin“ scheint ihr keine Aufgabe zu schwer. Nachdem sie im Fernsehen zu einem der wenigen weiblichen Actionstars Hollywood wurde, übernimmt sie im Kino gerne auch romantische und komische Parts.
Über mangelnde Arbeit kann sich Garner wahrlich nicht beklagen. Bis heute ist Garner TV-Serien zu sehen. Hauptrollen übernahm sie 2018 in "Llama Llama" und in "Camping". Im Jahr 2021 ersetzte Jennifer Garner Julia Roberts in der Miniserie "The Last Thing He Told Me" von Apple TV+. Im Zuge des Hauptdarstellerinnen-Wechsels kam Jennifer Garner als weitere Produzentin an Bord, während Roberts auch hier ausgeschieden ist.
Als Schauspielerin muss man ganz schön was einstecken können. Aber die Kampfszenen zu ihrem neuen Film "The Kingdom" waren schon extrem. Allerdings gab die Ehefrau von Ben Affleck im Interview mit "People" zu, dass sie es eigentlich hätte ahnen müssen. Sie hatte schließlich schon häufiger mit Regisseur Pete Berg zusammen gearbeitet und wusste, dass der nicht zimperlich mit Schauspielerinnen umgeht.
"Als er sagte, die Prügelszenen kannst du improvisieren, hätte ich wissen müssen, dass das nicht gut ausgeht für mich", so die 35-Jährige. Aber eine goldene Regel gab es dann doch: Zwar prügelte sich Jennifer so heftig (und sie kämpfte mit allen Raffinessen, wie sie zugab: Sie biss sie ihrem "Feind" sogar ins Ohr), dass ihre Kratzer im Gesicht überschminkt werden mussten. Nur bei einem Körperteil musste sich ihr Gegenspieler in Acht nehmen: Hände weg vom Busen! Jennifer stillte zur Zeit der Dreharbeiten nämlich noch ihre Tochter Violet, deswegen durften ihre Brüste auf keinen Fall in einen Kampf leiden.
Ehemann Ben Affleck war übrigens erstaunlich gelassen. Anstatt entsetzt darüber zu sein, zusehen zu müssen, wie seine Liebste vermöbelt wird, feuerte er sie an: "Los Baby, härter, härter!" Liebe ist doch was Wunderbares.
Privatleben
Von 2000 bis 2004 war Garner mit dem Schauspieler und Filmproduzenten Scott Foley liiert. 2005 heiratete Jennifer Garner den Schauspieler Ben Affleck, bereits schwanger mit dem ersten der drei Kindern der beiden. 2015 folgte die Trennung, 2018 die Scheidung von Ben Affleck.
Ihr Motto als Single-Mama? Immer locker aus dem Handgelenk! Jennifer Garner (48) strahlt beim fotogenen Frisbee-Spiel mit ihren Kindern Violet (15), Seraphina (12) und Samuel (9). Die Trennung von Ben Affleck (48) 2015 hat der Schauspielerin lange zugesetzt. Doch das Familienglück gibt ihr sichtlich Rückenwind!
Seit seiner Scheidung 2018 teilt sich das ehemalige Traumpaar nun das Sorgerecht - und das erfolgreich und harmonisch. Auch beruflich läuft es für Jennifer Garner rund. Momentan ist die Hollywood-Mom in der Netflix-Komödie „Yes Day“ zu sehen. Darin spielt sie zusammen mit Edgar Ramirez (43, „Der Mord an Gianni Versace“) ein Elternpaar, das einen Tag lang sämtliche Wünsche seiner drei Kinder erfüllen muss.
