1 Karat Rubin Gewicht in Gramm: Ein umfassender Leitfaden

Seit Jahrtausenden wird Schmuck mit Edelsteinen versehen, die aus einem einfachen Schmuckstück aus Edelmetall ein funkelndes Juwel machen. Insbesondere Farbedelsteine sind besonders selten und haben einen hohen Preis in feinen Qualitäten, oftmals deutlich höher als weiße Diamanten. Am bekanntesten ist der Diamant, daneben gibt es die 3 Farbedelsteine (Saphir, Rubin, Smaragd) und eine Vielzahl weiterer Minerale, die als Schmucksteine bezeichnet werden.

Faktoren, die den Preis von Edelsteinen beeinflussen

Der Preis von Edelsteinen hängt von vielen Faktoren ab. Entscheidend ist die Größe, die Farbe, ob und in welchem Umfang Einschlüsse vorhanden sind und wie gut der Schliff ist. Bei Diamanten nennt man diese Qualitätsmerkmale die 4Cs.

Innerhalb der Edelstein- und Schmuck-Branche werden Preise in Dollar oder Euro pro Karat (.ct) angegeben, um eine Vergleichbarkeit zu schaffen. Das Gewicht von Edelsteinen wird in Karat oder Carat gemessen, wobei 1 Karat (.ct) 0.2 Gramm entspricht. Karat als Gewichtseinheit darf nicht mit Karat als Maß für die Reinheit von Gold verwechselt werden.

Die Frage „Was kostet ein Edelstein?“ kann nicht allgemein beantwortet werden. Wir konzentrieren uns auf feine Qualitäten an Edelsteinen und geben Auskunft je nach Art des Edelsteins, wie sich der Edelstein Preis bzw. der Edelstein Wert zusammensetzt und was man für einen 1 karätigen Edelstein bereit sein muss zu bezahlen.

Rubin: Der rote Edelstein

Der Rubin ist aus dem Lateinischen benannt nach seiner tiefroten Farbe. Der Rubin ist eine Variante des Minerals Korund, ebenso wie der blaue Saphir mit gleicher Härte. Das Spurenelement Chrom ist dafür verantwortlich, dass der Rubin seine rote Farbe erhält. So wird bei mehr Chrom-Anteilen aus einem pinken Saphir ein Rubin. Aufgrund seiner Farbe kommen aus der Natur Rubine seltener hervor als Saphire, dies führt zu einem höheren Wert des Rubins im Vergleich zu blauen Saphiren.

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Was kostet ein Rubin?

Für eine feine Qualität eines Rubins von 1 Karat muss man mindestens 2.000€ bis 5.000+€ bezahlen. Für besondere Exemplare im Premiumsegment sind in dieser Größe auch 5.000€ bis 10.000+€ realistisch. Für größere Karat-Größen steigen die Preise exponentiell. Daran sieht man, dass sich die Frage nicht pauschal beantworten lässt, neben der Größe beeinflussen vor allem die Farbe bzw. Farbsättigung, die Reinheit und die Qualität des Schliffs den Wert eines Rubins. Am wertvollsten ist die Farbvariante „Taubenblutrot“.

Wie bei anderen Edelsteinen spielen die neben dem Karat-Gewicht die Klarheit, Farbe und der Schliff des Rubins eine entscheidende Rolle. Je nach Fundort weisen Rubine eine unterschiedlich intensive Rotfärbung und Fluoreszenz auf, welche den Wert auch signifikant beeinflussen. Die begehrtesten Rubine stammen aus dem asiatischen Raum, v.a. Myanmar (Burma) sowie aus Ostafrika (Mosambik und Madagaskar).

Alles Wissenswerte zur Unterscheidung von Pink-Saphiren und Rubinen finden Sie bei uns in unserem Blog-Artikel, darunter auch vielen Farbbeispiele:: ”Rubin vs. Pink Saphir - Klassifizierung, Farbunterschied, Wert”.

Rubine zählen unter allen roten Edelsteinen vermutlich zu den bekanntesten. Dass der Name Rubin mit der Farbe Rot derart häufig in Verbindung gebracht wird, ist nicht zuletzt dem Namensursprung zu verdanken - Rubin wird aus dem Lateinischen mit roter Stein übersetzt.

Am begehrtesten und als besonders kostbar gelten Rubine mit der Farbbezeichnung Pigeon Blood Ruby - Taubenblutrubin: Ein Rot, das sich mit einem Hauch von Blau präsentiert. Um aber auch Rubine, der Farbqualität nicht dem Ideal entspricht, verkaufen zu können, wird die rote Korund-Varietät mitunter einer Schönheitsbehandlung unterzogen, um das Rot in dem gewünschten Farbton erstrahlen zu lassen. Nur die wenigsten Rubine sind unbehandelt. Schätzungsweise 80 Prozent aller Rubine, die zu Schmuck verarbeitet werden, sind farbbehandelt.

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Ein Verfahren, das seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wird, ist das Brennen, mit dem nicht nur die Farbe von zahlreichen Mineralien korrigiert, sondern auch gänzlich geändert werden kann. Die Brenntemperatur ist individuell; im Fall von Rubin werden die roten Edelsteine auf eine Temperatur von 1.800 °C erhitzt. Infolge der Hitzezufuhr oxidiert das farbgebende Chrom und intensiviert den Rotton. Zeitgleich wird die Reinheit der Steine optimiert. Die Brenntemperatur kommt dem Schmelzpunkt des Minerals sehr nahe, sodass kleinere Hohlräume und Kanäle, die sich als Trübungen bemerkbar machen, durch die Hitze förmlich zusammengeschmolzen werden.

Lupenreine Rubine, bei denen selbst unter 20-facher Vergrößerung mit der Lupe Einschlüsse und anderweitige Makel nur schwer zu erkennen sind, sind eine Rarität. Aufgrund der Entstehung sind in den Kristallen häufig andere Mineralien eingeschlossen, wie bspw. Rutil, aber auch mit Gasen und Flüssigkeiten gefüllte Hohlräume beeinträchtigen die Transparenz. Die Steine wirken trüb oder milchig.

Die Fragen „Wie teuer ist ein Rubin? Oder „Was kostet ein Rubin?“ ist zudem von der Größe bzw. dem Gewichts des Steins abhängig. Große Rubine mit einem Gewicht von mehr als zwei Karat (1 Karat = 0,2 Gramm) sind vergleichsweise selten. Hinzu kommt, dass beim Schleifen der wertvollen Steine ein nicht unerheblicher Teil des Gewichts verloren geht.

Beachtliche Unterschiede gibt es zudem beim Schliff - sowohl was die Formenvielfalt als auch die Bewertung der Schleifqualität betrifft, die sich wiederum im Preis wiederfinden. So ist der glatt gearbeitete, simple Cabochonschliff ein recht günstiger Schliff. Der Schliff verzichtet auf Facetten und wird vorzugsweise bei undurchsichtigen, trüben Rubinen angewendet.

Dem gegenüber stehen Facettenschliffe (z.B. Ovalschliff, Rundschliff, Tropfenschliff, Marquiseschliff/Navette oder Herzschliff), deren Zeit- und Arbeitsaufwand bedeutend höher ist und für die hauptsächlich kristallklare Rubine zum Einsatz kommen.

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Die weltpolitische Lage, Sanktionen und die naturgegebene Verfügbarkeit wirken sich zusätzlich auf den Preis von Rubinen aus. So dürfen derzeit auf Beschluss der EU keine Rubine und andere Edelsteine aus Myanmar (Burma) in die EU, das Vereinigte Königreich sowie in die USA importiert werden, da 2021 ein Handelsverbot gegen verschiedene Güter aus Myanmar als Folge des Militärputsches im Jahr 2021 verhängt wurde.

Nach wie vor gelten Rubine aus Myanmar, insbesondere aus der Region Mogok, als der Goldstandard unter den Rubinen: ein Taubenblutrot mit subtiler Rotfärbung, exzellenter Brillanz und hoher Farbsättigung. Nicht selten erzielen unbehandelte, naturbelassene Rubine aus Mogok bei Auktionen Rekordpreise; 100.000 US-Dollar pro Karat sind keine Seltenheit und angesichts der aktuellen geopolitischen Situation wird der Wert von sich derzeit in Umlauf befindender Rubine aus Myanmar hoch eingestuft.

Mosambik und hier vor allem die Region Montepuez wurde seit den späten 2000er Jahren zum neuen Hot Spot des internationalen Rubinhandels. Mit der Entdeckung vielversprechender und hochkarätiger Vorkommen und Rubinen in intensiven, warmen Rotnuancen stieg der Wert von Rubinen aus Mosambik schnell an, sodass sich Mosambik binnen kurzer Zeit zum größten Rubinexporteur der Welt entwickelte.

Tansania mit den Standorten Winza, Longido und Morogoro hat sich als Quelle für besonders klare Rubine herauskristallisiert, deren rosarote bis idealtypische rote Farbe auch ohne Schönheitsbehandlungen sehr intensiv ausfällt. Einzig die Menge der Funde ist gering, was sich in den hohen Preise der tansanischen Rubine widerspiegelt.

Daneben sind die Rubin-Vorkommen in Sri Lanka mit den charakteristisch hellen, leicht pinkstichigen Rubinen sowie Vietnam, vor allem die Standorte Luc Yen und Quy Chau, dank der breiten Farbpalette an Rottönen interessant.

Wie hoch der Wert eines Rubins sind, ist immer eine Einzelfallbetrachtung. So einzigartig wie die Größe, Farbe, Reinheit und das Gewicht des Rubins sind, so individuell gestaltet sich auch der Preis.

Bei Rubin als einem Vertreter der bekanntesten Farbedelsteine liegt das Hauptaugenmerk dennoch auf der Farbe, sodass ein taubenblutroter Rubin mit geringen bis deutlich sichtbaren Inklusionen zwischen 480 und 25.000 Euro pro Karat kosten Kann. Opake Rubin-Cabochons dahingegen werden schon für wenig Geld angeboten.

Weitere Informationen zu Karat und Edelsteinen

Das Karat ist eine Gewichtseinheit, die meist für Edelsteine verwendet wird. Ursprünglich entsprach ein Karat dem Gewicht eines getrockneten Samenkorns des Johannisbrotbaums. Später wurde es als das Gewicht von drei Gersten- oder vier Weizenkörnern festgelegt. Heute gehört das Karat zum metrischen System und leitet sich vom Kilogramm ab. 1 Karat entspricht 0,2 Gramm bzw. 0,0002 Kilogramm.

Im Unterschied zur Feinunze (Troy Ounce), die im angelsächsischen Raum für Edelmetalle verwendet wird, nutzt man das Karat zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen. Das Karat ist in nationalen Einheitensystemen und Normen entsprechend seiner Umrechnung in Kilogramm definiert. In der EU ist es eine gesetzliche Einheit, gehört jedoch nicht zum internationalen Einheitensystem (SI).

Das Gramm gehört zum metrischen System und leitet sich vom Kilogramm ab. 1 Kilogramm entspricht 1.000 Gramm, und 1 Gramm entspricht 0,001 Kilogramm. In Ländern mit metrischem System ist das Gramm eine alltägliche Einheit. Im angelsächsischen Raum wird dagegen oft das Dram verwendet, das etwa 1,77185 Gramm entspricht. Das Gramm ist entsprechend seiner Umrechnung in Kilogramm in nationalen Normen und Einheitensystemen definiert.

Karat (kt) Gewicht (Gramm)
1 kt 0.2 g
5 kt 1 g

Die 4Cs der Edelsteine

Die Qualität und Seltenheit von Edelsteinen bestimmten ihren Wert. Es gibt 9 Faktoren, die ihren Wert beeinflussen. Diese sind:

  1. Farbe (Color)
  2. Reinheit (Clarity)
  3. Schliff (Cut)
  4. Karat (Carat)
  5. Herkunftsland (Origin)
  6. Form (Shape)
  7. Zertifizierung (Gem report)
  8. Behandlung (Treatment)
  9. Lieferkette (Supply chain)

Die ersten 4 Faktoren werden gemeinhin als die 4C's der Edelsteine bezeichnet. Die 4Cs für Edelsteine wurden von Diamanten abgeleitet und sind ein guter Leitfaden für die Bestimmung der Qualität. Inzwischen hat sich dies jedoch zu den 5Cs weiterentwickelt, da der Ursprung ("Country of origin") einen wertbestimmenden Einfluss auf Edelsteine hat.

Farbe (Color)

Der Wert eines Edelsteins hängt stark von seiner Farbe ab. In der Regel sind farbintensive Steine mehr gefragt, es gibt aber natürlich wenige Ausnahmen. Farbedelsteine steigen im Preis, wenn sie satte beziehungsweise intensive Farben haben und die Farbe gleichmäßig verteilt ist. Je nach Art gibt es Farbvarianten, die besonders begehrt sind und als Idealfarbe gelten.

Reinheit (Clarity)

Bei der Bestimmung des Preises eines Edelsteins wird zuerst seine Reinheit in Betracht gezogen. Ein Edelstein gilt als rein, wenn er frei von Einschlüssen ist, wenn sich also kein Fremdmaterial im Stein befindet. Hierzu zählt man andere Mineralien, Gase, Flüssigkeiten und auch Wachstumslinien, die den Glanz und das Lichtspiel im Kristall stören. Allgemein gilt: je reiner der Stein ist, desto besser ist sein Glanz.