MMA Lernen Ohne Vorkenntnisse: Eine Anleitung

Viele Menschen interessieren sich für Mixed Martial Arts (MMA), wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Kann man MMA ohne Vorkenntnisse erlernen? Und ist es möglich, sich die Grundlagen autodidaktisch beizubringen?

Selbstverteidigung und MMA

Definition: Selbstverteidigung bezeichnet die Fähigkeit und Techniken, die jemand nutzt, um sich in bedrohlichen Situationen zu schützen und zu verteidigen. Es umfasst sowohl körperliche als auch geistige Aspekte wie die Verbesserung der Wahrnehmungsfähigkeit und die Vermeidung gefährlicher Situationen.

Selbstverteidigung war schon immer ein wichtiges Thema innerhalb einer Gesellschaft. Selbstverteidigung ist wichtig, weil es in jeder Gesellschaft Reibungspunkte gibt, wenn Menschen miteinander interagieren. Jeder versucht sich selbst zu behaupten, was normal ist. Aber wenn jemand Macht über andere Menschen ausübt, kann das zu Konflikten führen, die andere verletzen können.

Dabei geht es um eine Reihe von Techniken oder Methoden, um sich bei einem Angriff zu schützen. In der Regel integrieren aber die meisten Kampfsportarten Selbstverteidigung in ihr Training.

Im Allgemeinen umfasst Selbstverteidigung Techniken, mit denen man sich oder andere bei physischen Konfrontationen verteidigen kann. Dabei kann man es mit bewaffneten oder unbewaffneten Gegnern oder Gruppen zu tun haben.

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Bei der Selbstverteidigung geht es eher darum, sich gegen eine unmittelbare Bedrohung zu verteidigen. In einer bedrohlichen Situation ist es nicht immer notwendig, den Angriff abzuwehren. Manchmal ist Weglaufen besser, sofern es möglich ist. Auf die richtigen Selbstverteidigungsstrategien kommt es an.

Gegenstände wie Pfefferspray oder legale Waffen zur Selbstverteidigung helfen dir dabei dich zu schützen, auch wenn du körperlich unterlegen bist. Auch das Rufen um Hilfe kann dich aus einer gefährlichen Situation retten. Zivilcourage zeigst du auch, wenn du selbst nicht eingreifen kannst, aber stattdessen die Behörden alarmierst.

Selbstverteidigung bedeutet die Abwehr von solchen Angriffen auf dich. Dabei ist es egal, ob es sich um seelische oder körperliche Angriffe handelt. Selbstverteidigung hat das Ziel, deine persönliche Unversehrtheit zu behalten.

Persönliche Angriffe können unterschiedlich aussehen, aber es gibt einige Anhaltspunkte, um sie zu erkennen. Aber nicht immer sind persönliche Angriffe offensichtlich und können sich subtil äußern. Es ist wichtig, achtsam zu sein. Gerade wenn du dich in sozialen Interaktionen befindest. Achte auf deine eigenen Gefühle und Reaktionen, um persönliche Angriffe zu erkennen.

Die Täter oder Aggressoren suchen sich meist Opfer heraus, mit dem Ziel ihr Machtgefühl auszuüben. Wenn es sich dabei nicht um körperliche Angriffe handelt, dann spricht man heutzutage auch von Selbstbehauptung.

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Wenn du von persönlichen Angriffen betroffen bist, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du reagieren kannst. Es ist wichtig, ruhig und sachlich zu bleiben und den Angriff nicht persönlich zu nehmen. Du kannst auch versuchen, die Situation zu klären, indem du den Angreifer direkt ansprichst und fragst, warum er oder sie so spricht. Wenn die Situation eskaliert oder gewalttätig wird, solltest du dich sofort an die Polizei oder andere Autoritäten wenden. Es ist auch wichtig, dich selbst zu schützen und gegebenenfalls Hilfe von anderen zu suchen. Wenn du wiederholt persönlichen Angriffen ausgesetzt bist, ist es ratsam, Unterstützung von Freunden, Familie oder einem professionellen Berater zu suchen, um Strategien zur Bewältigung dieser Situationen zu entwickeln.

Du selbst hast das Recht, dich gegen entsprechende Angriffe zur Wehr zu setzen. Allerdings sollte dies immer verhältnismäßig geschehen und ist je nach Situation unterschiedlich. Wir zeigen dir konkrete Selbstverteidigungstechniken.

Zielgruppen für Selbstverteidigung

  • Selbstverteidigung für Frauen: Selbstverteidigung ist für Frauen wichtig, da viele von ihnen einem höheren Risiko ausgesetzt sind, angegriffen zu werden. Ein Selbstverteidigungstraining kann dazu beitragen, das Selbstvertrauen zu stärken und das Bewusstsein für mögliche Situationen zu schärfen.
  • Selbstverteidigung für Männer: Selbstverteidigung für Männer kann dazu beitragen, dass sie in gefährlichen Situationen besser aufgestellt sind und sich sicherer fühlen. Männer sind oft das Ziel körperlicher Angriffe, insbesondere bei nächtlichen Aktivitäten oder in Gegenden mit höherem Risiko.
  • Selbstverteidigung für Ältere oder Senioren: Ältere Menschen oder Senioren werden oft als leichtes Ziel für Kriminelle angesehen, weil sie sich nicht so leicht wehren können. Aber das muss nicht so sein! Es gibt viele verschiedene Selbstverteidigungstaktiken, die Senioren anwenden können, und das Beste daran ist, dass diese keine körperliche Kraft oder Beweglichkeit erfordern.
  • Selbstverteidigung für Kinder: Kinder können sich in unerwarteten Situationen schnell unsicher und ängstlich fühlen. Eine Möglichkeit, um ihnen mehr Selbstbewusstsein und Handlungsfähigkeit zu geben, ist, sie in Selbstverteidigung zu unterrichten.
  • Selbstverteidigung für Menschen mit Handicap: Menschen mit Handicap können in Notsituationen besonders verletzlich sein und brauchen möglicherweise spezielle Techniken zur Selbstverteidigung. Es ist wichtig, dass sie lernen, wie sie ihre körperlichen Fähigkeiten und ihre Umgebung in Notfällen am besten nutzen können.

Selbstverteidigungstechniken

Selbstverteidigungstechniken umfassen verschiedene Fähigkeiten, die darauf abzielen, einen Angreifer abzuwehren oder zu besiegen. Manche Techniken sind besser geeignet, manche weniger. Es gibt auch Techniken, die du vermeiden solltest! Wir zeigen dir nachfolgend die Unterschiede auf. Lerne kritische Situationen frühzeitig zu erkennen. Das hilft dir Gefahren einzuschätzen und bestenfalls zu vermeiden. Durch das Training der richtigen Techniken lernst du, wie du dich im Ernstfall aktiv verteidigst.

  • Schlagtechniken: Vermeide Verletzungen, wenn du Schlagtechniken anwendest. Die Handfläche ist dafür am besten geeignet, da sie stabiler ist. Ziele auf empfindliche Körperstellen. Treffer auf Vitalpunkte können den Angreifer effektiv außer Gefecht setzen. Nutze einfache Techniken, die selbst unter Stress und in Ernstfällen abrufbar sind. Führe selbstschützende Techniken aus, die dich gleichzeitig vor Gegenschlägen oder Kontern schützen.
  • Tritte: Tritte gegen das Schienbein, Knöchel oder Knie des Angreifers können effektive Abwehrtechniken sein. Ebenso können Tritte zwischen die Beine helfen. Ellenbogen und Knie sind wirksame Waffen bei der Selbstverteidigung, da du diese schnell und einfach einsetzen kannst und sie eine enorme Kraft haben.
  • Würfe: Wurftechniken wie Hüftwürfe oder Schulterwürfe eignen sich, um einen Angreifer auf den Boden zu bringen oder seine Balance zu stören. Allerdings sollten diese Techniken nur von erfahrenen und regelmäßig trainierenden Personen im Ernstfall ausgeführt werden. Sie bergen ein gewisses Risiko, da der Angreifer versteckte Waffen bei sich tragen könnte.
  • Bodentechniken: Bodentechniken sollten im Straßenkampf tunlichst vermieden werden. Die Gefahr Tritte gegen den Kopf zu bekommen sind lebensbedrohlich. Auch hier ist man meist nicht nur einem Angreifer ausgesetzt. Zudem ist der Boden sehr hart und ein Aufprall führt bereits zu schweren Verletzungen.
  • Abwehrtechniken: Ausweichmanöver, Blocktechniken und Abwehr von Schlägen oder Tritten können dazu beitragen, einen Angriff zu parieren. Im Handgemenge verschaffst du dir mit Abwehrtechniken auch einen Überblick und konterst zur passenden Zeit.
  • Achtsamkeit: Die letzte Selbstverteidigungstechnik nennt sich Achtsamkeit. Mit einem offenen Auge und bewusster Interaktion mit deiner Umwelt erkennst du frühzeitig Warnzeichen. Dies verschafft dir die Möglichkeit gefährlichen Situationen aus dem Weg zu gehen. Höre auch auf dein “Bauchgefühl”.

Strategien für Selbstverteidigung

Es gibt verschiedene Strategien, die in der Selbstverteidigung eingesetzt werden können, um einen Angriff zu vermeiden oder sich im Falle eines Angriffs zu verteidigen. Hier sind einige der gängigsten Selbstverteidigungsstrategien:

  • Prävention: Eine der effektivsten Strategien in der Selbstverteidigung ist die Prävention. Das bedeutet, dass man Situationen, in denen man sich unsicher fühlt oder in denen ein Angriff wahrscheinlich ist, vermeiden sollte.
  • Selbstbehauptung: Selbstbehauptung bedeutet, für die eigenen Interessen und Bedürfnisse einzustehen und sich selbstbewusst zu verhalten. Es ist eine wichtige Fähigkeit, die das Selbstvertrauen stärken und das Wohlbefinden verbessern kann.
  • Vermeidung: Wenn es nicht möglich ist, eine gefährliche Situation vollständig zu vermeiden, kann man versuchen, sie zu vermeiden, indem man beispielsweise den Ort wechselt oder den Angreifer ignoriert.
  • Deeskalation: Wenn man einer gefährlichen Situation nicht ausweichen kann, kann man versuchen, sie zu deeskalieren, indem man zum Beispiel ruhig bleibt und versucht, den Angreifer zu beruhigen.
  • Flucht: Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, kann die Flucht eine effektive Strategie sein.
  • Erstschlag: Je nach Situation ist es rechtlich erlaubt den ersten Schlag zu setzen. Am Besten ist es, wenn dieser auch der letzte Schlag ist.

MMA Autodidaktisch Lernen: Ist das Möglich?

Obwohl es verlockend sein mag, MMA im Alleingang zu erlernen, gibt es Vor- und Nachteile, die berücksichtigt werden sollten.

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Grappling

Wenn zwei oder mehr Leute zusammenarbeiten und DVDs haben, kann schon etwas Gutes bei rauskommen. Warum? Weil beim Grappling das Rollen / Sparring elementarer Teil des Trainings ist und die Trainierenden so selbst lernen bestimmte Techniken anzuwenden, nachdem sie sie selbst gedrillt haben. Sicher wird bei den Drills viel falsch gemacht, aber durch das ständige Rollen und ausprobieren was funktioniert und was nicht, denke ich man kann schon sehr gute Fortschritte machen.

Stand-Up

Es ist fast unmöglich, einen richtigen Jab ohne Trainer zu lernen. Das Sparring ist auch viel intensiver, so dass man es nicht in jeder Trainingseinheit macht und man das Sparring auch kontrolliert angehen muss.

Wenn man schon Erfahrungen hat, kann man denke ich sehr gut darauf "autodidaktisch" aufbauen.

Die Rolle eines Trainers

Geht es dir aber wirklich darum Techniken und Prinzipien im Sinne von KK/KS zu lernen, führt kein Weg an einem Trainer vorbei. Es gibt eben auch genug schlechte Lehrer.

Man muss viele Dinge "spüren", "erleben" und man muss korrigiert werden. Das kann man nicht aus Büchern, Videos ziehen. Nur weil etwas "ähnlich" aussieht wie in einem Videos ist es noch lange nicht identisch.

Am zweitbesten wäre Unterricht in einer Kleingruppe. Wenn man gar keinen Lehrer hat, dann könnten lernwillige nach der Methode "trial and error" vorgehen und selber ausprobieren, was funktioniert uns was nicht.

Konstitution und Wehrhaftigkeit

Wenn zwei in KK unerfahrene Gegner kämpfen und man Faktoren wie Glück und Zufall außer acht lässt, dann sollte derjenige mit der besseren Konstitution gewinnen.

Geht es dir um die Wehrhaftigkeit, ist es sicher nicht verkehrt eine gute Konstitution aufzubauen. Jemand der Fit, Durchtrainiert und Selbstbewusst ist, entspricht schon einmal weniger dem "Opfer-Typ" und kann bei entsprechendem Mind-Setting durch seine Physis, evtl.