Was ist WWE? Eine Einführung in die Welt des Wrestling

WWE (World Wrestling Entertainment) ist ein Unterhaltungskonzept, das die Geschichte einer Wrestlingpromotion und den Wrestlern bzw. Charakteren darin in Echtzeit erzählt. Es ist eine Mischung aus sportlichem Wettkampf und Show, die Millionen von Fans begeistert.

Was ist WWE?

Im Grunde weiß fast jeder die Antwort: Die Wrestler von WWE tragen keinen sportlichen Wettkampf im eigentlichen Sinne aus, sondern eine abgesprochene Schau zur Unterhaltung der Fans. WWE nennt es "Sports Entertainment". Gesucht und mit Titeln belohnt wird nicht der beste Kämpfer, sondern der beste athletische Entertainer.

Die Charaktere kämpfen in ihrer Geschichte für ihre Ziele, egal ob es hier um einen prestigeträchtigen Titel, persönliche Differenzen oder grundsätzlich darum geht, im Ranking aufzusteigen und sich in eine bessere Position für Chancen hochzuarbeiten. Die Charaktere können von bodenständig und nachvollziehbar bis hin zu völlig absurd und unrealistisch gehen.

Die Handlung steht fest und es werden Geschichten erzählt, aber die Action ist trotzdem real. Es sind Show-Kämpfe!

Wie funktioniert WWE?

Das weltgrößte Showkampf-Unternehmen funktioniert so, dass die Storys, die bei WWE im und um den Ring erzählt werden, sich die für RAW, SmackDown und Co. zugeteilten Kreativteams ausdenken. Für jede größere Show wird ein Skript verfasst, das einem klassischen TV-Drehbuch gleicht: Es legt die Matches und ihre Ausgänge fest, dazu Anordnung und Verlauf von Interviews, Promo-Segmenten und Prügeleien.

Für die Durchführung der Matches und anderer Segmente im Ring sind so genannte Producer zuständig, früher Road Agents genannt. Es sind Ex-Wrestler, die Bindeglied zwischen Autoren und Aktiven sind.

Wie stark ein Kampf durchchoreographiert wird, hängt von der Wichtigkeit des Kampfes und der Erfahrung der Beteiligten ab. Verlässliche Routiniers bekommen oft nur die Grundzüge vorgegeben.

Geschichte von WWE

Im Jahr 1963 wurde WWE als eigenständige Liga gegründet. Schon 1933 hatte Jess McMahon Shows im amerikanischen Nordosten veranstaltet. Dreißig Jahre später löste sein Sohn Vince McMahon Sr. (1914-1984) die Promotion, die ursprünglich Capitol Wrestling Federation hieß, zwischenzeitlich aus dem Wrestling-Dachverband NWA und gab ihr einen neuen Namen: World Wide Wrestling Federation, WWWF. Später wurde daraus die WWF (World Wrestling Federation), dann WWE (World Wrestling Entertainment).

Vince McMahon, der Jüngere (geboren am 24. August 1945), übernahm Anfang der Achtziger: Er formte die zunächst nur regional aktive Wrestling-Liga zu einem globalen Unternehmen, dessen Vorstandschef er bis zu seinem Aufsehen erregenden Sturz im Sommer 2022 war.

Die Abkürzung von WWWF zu WWF brachte die Liga in Konflikt mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF). Eine Weile konnte er noch beigelegt werden, weil die WWF dem WWF zusicherte, sich nicht über das Kürzel, sondern über die ausgeschriebene Variante zu verkaufen.

Die Köpfe hinter WWE

Über Jahrzehnte hinweg liefen bei WWE alle Fäden bei Vince McMahon zusammen, seit seinem Aus ist die Macht auf mehrere Schultern verteilt.

Nachfolgerin als „Chairwoman“ und CEO des Unternehmens ist Vinces Tochter Stephanie McMahon. Co-CEO an ihrer Seite ist der frühere Sportmedien-Agent Nick Khan, vorher zwei Jahre lang Präsident und Finanzchef - und der Mann hinter den milliardenschweren TV- und Streamingdeals der Liga.

Das letzte Wort über das WWE-Programm hat allerdings ein anderer von McMahon geerbt: „Triple H“ Paul Levesque, Stephanies Ehemann, trifft als Verantwortlicher für den Kreativ- und Talentbereich alle Schlüsselentscheidungen zum Thema Kader, Gestaltung der Shows, Ausgang der Matches, Auswahl der Titelträger.

Die aller wichtigen Matches: Triple H. Für die Vorarbeit hat er wie vorher McMahon einen großen Mitarbeiterstab.

Sport oder Show?

Beim Wrestling sind zwar die Bewegungen geplant, aber der körperliche Einsatz ist sehr hoch. Wrestler und Wrestlerinnen müssen einen gesunden Körper haben und viel trainieren, damit die Verletzungen am Ende nicht so stark sind.

Wrestling zählt in den USA zu den beliebtesten Sportarten und Unterhaltungsprogrammen. Auch in Deutschland gibt es die Möglichkeit, Wrestlingshows aus den USA im Fernsehen zu verfolgen.

Bekannte WWE-Shows

  • RAW (Monday Night RAW): Die älteste und eine der erfolgreichsten Wrestling-Shows.
  • SmackDown: Eine weitere Flaggschiff-Show der WWE.
  • NXT: Eine Reality-Show mit Interviews, Reportagen und Hintergründen.

WWE in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es eine Wrestling-Szene, darunter die German Wrestling Federation, die seit 1995 Wrestling-Shows veranstaltet.

Mit gleich zwei Veranstaltungen an zwei Abenden hintereinander kommt die WWE, der weltgrößte Wrestling-Verband, nach Berlin. SmackDown war und ist Teil des sogenannten "Brand Splits", bei dem die WWE ihre Wrestler und Shows auf die verschiedenen "Brands", also SmackDown und Raw aufteilt.

Über das deutsche Publikum sagt Gunther, der auch "der Ringgeneral" genannt wird: "Ich mag an Deutschland, dass die Fans am Anfang zwar noch verhalten sind, sie sich dann aber zum Ende hin doch mitreißen lassen. Die gute Leistung im Ring wird honoriert."

WWE-Titelträger (Stand 25.07.2018)

Championship Titelträger seit
WWE Universal Championship Brock Lesnar 2. April 2017
WWE Raw Women's Championship Alexa Bliss 17. Juni 2018
WWE Intercontinental Championship Dolph Ziggler 18. Juni 2018
WWE Cruiserweight Championship Cedric Alexander 8. April 2018
WWE Raw Tag Team Championship The B-Team (Curtis Axel und Bo Dallas) 15. Juni 2018