Dieser Artikel befasst sich mit den Judo Wettkampfregeln speziell für Damenmannschaften, dem zugehörigen Ligasystem und den übergeordneten Prinzipien des Judo.
Das Ligasystem im Judo
Das Ligasystem ist analog zu den Ebenen der Meisterschaftsserien gegliedert. Hierbei gibt es Unterschiede zwischen den Ligen für Männer- und Damenteams.
Damenmannschaften
Da weniger Vereine ein Damenteam stellen, ist die Bayernliga dort die niedrigste Klasse. Bei den Frauen gibt es nur eine Bundesliga mit 4 Gruppen á 4-5 Teams. Bei diesen obersten Ligen außerhalb Bayerns, gibt es 7 statt 5 Gewichtsklassen, die pro Durchgang jedoch nur einfach besetzt werden.
Die Kämpfe werden im selben Modus ausgetragen wie die Bezirksliga. Das Niveau der Kämpfe ist höher und die Fahrstrecken sind weiter (ganz Bayern vs. “nur” Oberbayern).
Männermannschaften
Die Bezirksliga bildet bei den Männern die niedrigste Klasse. Wir sind dort seit einigen Jahren mit unserem Herrenteam, den Blue Hornets, vertreten. Je nach Anzahl der teilnehmenden Teams ist die Liga in einem Jeder-gegen-jeden-Modus (wie 2023) oder zwei Gruppen Nord und Süd gegliedert (wie 2024).
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An einem Kampftag kämpfen die beiden Teams in 5 jeweils doppelt besetzten Gewichtsklassen einen Hin- und einen Rückkampf, sodass insgesamt 20 Punkte vergeben werden. Am Ende der Saison hat der Sieger die Möglichkeit zum Aufstieg in die Landesliga.
Auch im Männerbereich gibt es die Bayernliga. Zwischen ihr und der Bezirsksliga gibt es noch die Landesliga, die in eine Nord- und eine Südtabelle aufgeteilt ist. Die jeweiligen Meister kämpfen am Ende der Saison um den Aufstieg in die Bayernliga.
Oberhalb der Ligen der Landesverbände, wie die Bayernliga eine ist, gibt es die Bundesliga und die 2. Bundesliga. So werden pro Begegnung 14 Punkte unter den Mannschaften aufgeteilt.
Was bedeutet Bushido (Budo)?
„DER WEG DES KRIEGERS“ umfasst alle Kampfkünste Japans. Ethik, Religion und Philosophie werden durch BUSHIDO zusammengefasst und auf direkte Weise vertieft. DO bedeutet im Japanischen WEG, die Methode oder die Lehre, durch die man das Wesen seines Geistes und seines ICHS vollkommen verstehen kann.
Das Schriftzeichen BU bedeutet eigentlich den Kampf anhalten und beenden.
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Was ist eigentlich Judo?
Judo entstammt ursprünglich von den Samurai. Diese japanische Ritterkaste betrieb Jiu-Jitsu als waffenlose Selbstverteidigung. Im ausgehenden 19. Jahrhundert endeckte der japanische Student Kano Jigoro die in Vergessenheit geratene Kampfkunst und lernte bei verschiedenen Meistern. Kano sah in Judo nicht nur eine sportliche Disziplin sondern vor allem auch ein Erziehungssystem zur Ausbildung der Persönlicheit.
Bis zu seinem Tod war Kano Jigoro „in Sachen Judo“ unterwegs und erreichte, daß Judo 1964 olympische Disziplin wurde. Heute gibt es sportliche Vergleiche von den Kreis- bis hin zu Weltmeisterschaften.
Kano gründete ein neues System für körperliche und geistige Kultur sowie für das Gewinnen von Wettkämpfen. Er nannte dies "Kodokan Judo".
Wie wir die Leitsätze des Judo verstehen
- Die Übenden sind Partner und unterstützen sich wechselseitig beim Erlernen der Judotechniken. Der Partner ist immer aktiv am Lernen beteiligt, indem er sich vereinbarungsgemäß verhält.
- Man soll stets darum bemüht sein das Prinzip einer Technik zu erkennen, um diese bewußt zu üben. Gelingt eine Technik nicht und hat man sie ausgiebig geübt, so stellt man sie zurück. Keinesfalls soll man mit Gewalt an eine Technik herangehen. Man soll sich immer an den Gegebenheiten und dem momentanen Leistungsstand, auch des Partners, orientieren.
Bevor zwei Judoka miteinander Üben oder Kämpfen verbeugen sie sich voreinander. So bekunden Sie, daß Sie sich gegenseitig achten und sich an die Regeln des Judo halten. Sie versprechen sich also sich nicht absichtlich gegenseitig zu verletzen und die Bewertungen des Trainers oder Kampfrichters zu respektieren. Der Überlegene gestaltet seine Handlungen immer so, daß keine unnötige Gefahr für den Gegner oder Partner besteht. Im Wettkampf ist jedoch der Kampfrichter ausgleichende Instanz.
Ziel und Sinn der Judoausbildung
Angezogen von der Neugier einzutauchen in die Geheimnisse der Stärke der großen Budomeister kommen Kinder und Erwachsene zu den Budosportarten. Judo mit einer Bewegungsvielfalt und seiner sanften Lehre begeistert geradezu viele für ihre Umwelt empfindsame Menschen, um für sich selbst oder für die Kinder Hilfe auf dem Weg in einer immer aggresiveren Gesellschaft zu finden. Judo bietet schließlich für jeden Anspruch etwas, es verschafft den Judoka Gelegenheit ihren Spieltrieb auszuleben und durch sportliche Betätigung etwas gesünder zu leben.
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Durch ein ausgeklügeltes Gürtelsystem erarbeitet man sich Wissen und Fertigkeiten, die man in sich trägt und durch die Farbe des Gürtels sichtbar werden. Neben dem Training und den Prüfungen hat man die Möglichkeit bei Turnieren den Vergleich zu suchen. Reifere Judoka stetzen sich mit der „Kata“ auseinander und erleben wie wichtig es ist sich mit dem Übungspartner zu verständigen, ihm zu helfen, um eine gemeinsames Ziel zu erreichen. Wer nicht mehr „kämpft“ kann seine Erfahrungen als Übungsleiter oder als Kampfrichter einbringen und so mit dem Judo verbunden bleiben.
Man schließt Freundschaften und Bekanntschaften für eine Zeit oder fürs Leben und kann alle Bekannten am eigenen Leib verspüren. Judo bietet also eine Möglichkeit in der Auseinandersetzung mit sich und dem Gegenüber den eigenen Weg zu finden und auf ihm zu bleiben.
