Die Bundeswehr plant, die Sonderabzeichen für das erfolgreiche Bestehen der Einzelkämpferlehrgänge 1 und 2 zu ändern. Bisherige Träger des Abzeichens „Führer einer auf sich gestellten Gruppe“ erhalten mit Anpassung des Einzelkämpferlehrganges und Überführung des Verfahrens durch das Zentrum Innere Führung in die Vorschrift (Anzugsarten) ohne gesonderten Antrag die Trageberechtigung für das neue Sonderabzeichen „Einzelkämpfer“.
Die Änderung des Einzelkämpferabzeichens ist ein Schritt zurück zur alten Praxis. Absolventen des seit 1965 eingeführten vierwöchigen Einzelkämpferlehrganges haben ebenfalls das Sonderabzeichen mit zwei Eichenlaubblättern erhalten.
Aussehen des Abzeichens
Das Aussehen des Abzeichens ist identisch zum derzeitigen Abzeichen „Führer eines Jagdkommandos“. Hier sind die Details:
- Heer/Luftwaffe: Zwei silberfarbene Eichenlaubblätter mit Eichel auf grüner Unterlage mit silberfarbener Eichenlaubumrandung auf grauem/blauem, ovalem Grundtuch.
- Marine: Zwei goldfarbene Eichenlaubblätter mit Eichel auf grüner Unterlage mit goldfarbener Eichenlaubumrandung auf dunkelblauem, ovalem Grundtuch.
Das Sonderabzeichen „Jagdkommando“ zeigt zwei silberfarbene Eichenlaubblätter mit Eichel auf grüner Unterlage mit silberfarbener Eichenlaubumrandung auf grauem/blauem, ovalem Grundtuch und dem Schriftzug „Jagdkommando“.
Voraussetzungen für das Sonderabzeichen „Jagdkommando“
Trageberichtigte des Sonderabzeichens „Jagdkommando“ sind Lehrgangsteilnehmer, die den Jagdkampflehrgang (Einzelkämpferlehrgang Teil 2) mit Erfolg abgeschlossen haben. Das heißt in den zwei nicht ausgleichbaren Fächern „Führer bzw. Führerin eines Jagdkommandos/einer Teileinheit im Jagdkommando“, „Ausbilder bzw.
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Die Einzelkämpferausbildung
"Die Einzelkämpfer" als Spezialeinheit oder separate Truppengattung gibt es nicht. Es gibt einen Einzelkämpferlehrgang, wenn man diesen besteht bekommt man eine Auszeichnung und ist somit Einzelkämpfer. Einzelkämpfer ist keine Truppengattung, sondern ein Lehrgang, bei dem es nicht darum geht - wie man zunächst vielleicht vermuten könnten - alleine irgendwo zu überleben und Rambo zu spielen, sondern darum, zu erlernen, wie man eine auf sich selbst gestellte Gruppe führt, und zurück zu seinen eigenen Truppenteilen findet. Die Auszeichnung zeigt, dass der Soldat in der Lage ist, alleine seine Grenzen zu überschreiten und bereit ist alles zu geben um sein Ziel zu erreichen.
Mit dem absolvierten EKL1 erhält man sozusagen die Qualifikation "Führer einer auf sich gestellten Gruppe". Stell dir ein Szenario vor, bei dem in einem Gefecht ein kleiner Truppenteil, z.B. eine Gruppe, vom Rest ihres Zuges und der Kompanie abgeschnitten wird. Der Gruppenführer hat nun die Aufgabe, seine Gruppe selbstständig und ohne weitere Unterstützung wieder zu seinem übergeordneten Truppenteil zurück zu führen. Auf eine solche Situation bereitet ihn der EKL1 vor. Es geht also nicht um Kampfaufträge ("getarnte Annäherung an ein feindliches Objekt und dieses mit Sprengsätzen vernichten"), sondern ausschließlich darum, eine auf sich gestellte Gruppe zu führen.
Wer den EKL1 besonders gut absolviert hat, darf dann noch den EKL2 besuchen. Dieser baut natürlich stark auf dem EKL1 auf, erweitert die Qualifikation des Lehrgangsteilnehmers aber zum "Führer eines Jagdkommandos". Bitte beachten: Das hat nichts mit der gleichnamigen österreichischen Spezialeinheit zu tun!! Ein solches Jagdkommando wird bei der deutschen Bundeswehr anlassbezogen gebildet.
Beispiel: Ein Fallschirmjägerbataillon sichert ein Objekt, ein kleines Dorf oder was auch immer. Es wird eine feindliche Kommandooperation im Umfeld des Objekts aufgeklärt, d.h. irgendjemand bemerkt irgendwie, dass feindliche Spezialkräfte in der Umgebung operieren, womöglich mit dem Ziel, das Objekt aufzuklären oder es zu vernichten. Auf Befehl des Bataillonskommandeurs bildet eine seiner Kompanien ein Jagdkommando. Dazu gibt der Kompaniechef einem seiner Zugführer, der eben diese Qualifikation hat, einen entsprechenden Befehl. Der Zug bekommt den Auftrag, das umliegende Gelände nach feindlichen Kräften zu durchsuchen und sie ggf. zu vernichten. Ist dieser Auftrag erfüllt, gliedert der Kompaniechef das Jagdkommando wieder in die Sicherung des Objekts ein.
Weitere Abzeichen
Neben dem Einzelkämpferlehrgang 2 gibt es als nächst höhere Stufe das ähnlich zum neuen Sonderabzeichen „Einzelkämpfer“ (ehemals Einzelkämpfer Teil 2) aussehende Abzeichen mit goldener Umrandung für die spezialisierten Kräfte des Heeres mit erweiterter Grundbefähigung (EGB). Auch dieses Abzeichen wurde bereits in der Vergangenheit verliehen.
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Heutige Trageberichtigte sind Soldaten, die das Abzeichen nach erfolgreichem Absolvieren der EGB-Ausbildung durch den Leiter des Ausbildungszentrums Spezielle Operationen bzw. seinen Stellvertreter verliehen bekommen haben. Soldaten die die EGB-Ausbildung vor 2017 absolviert haben, können die nachträgliche Verleihung durch den Kommandeur der Luftlandebrigade 1 bzw. beim Kommandeur Division Schnelle Kräfte, wenn sie keine Angehörige der Luftlandebrigade 1 sind, beantragen.
„Voraussetzung für die Aushändigung ist die erfolgreiche Teilnahme an der Basisausbildung Teil II zum Kommando- bzw. Fernspähkommandosoldaten bzw. zur Kommando- bzw. Fernspähkommandosoldatin und Versetzung in das Kommando Spezialkräfte. Das Abzeichen für Kommandosoldaten wird als Anerkennung der erbrachten höchsten physischen und psychischen Kräfteeinsatz erfordernden Leistungen und der damit verbundenen besonderen Befähigung als Kommandosoldat bzw.
Absolventen des Lehrganges „Führer im Fallschirmjägerspezialeinsatz“ - von 1990 bis 1994 ein Lehrgang für die Kommandoführer der Kommandokompanien der drei Luftlandebrigaden der 1.
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