Karate Kid: Altersempfehlung und Filminhalt

Im Herbst 2022 wurde ein neuer „Karate Kid“-Kinofilm angekündigt, was bei vielen Fans zunächst Skepsis auslöste. Schließlich galt die gefeierte Netflix-Serie „Cobra Kai“ bereits als perfekte Weiterführung des legendären Franchise. Doch nun erweist sich die Zusammenführung der beiden Welten in „Karate Kid: Legends“ als Erfolgsgeschichte.

Handlung und Inhalt

Erst stirbt sein Vater, dann muss der zwölfjährige Dre auch noch mit seiner Mutter nach Peking ziehen. In dem fremden Land findet Dre keine Freunde. Kaum hat er sich mit einem Mädchen aus seiner Klasse angefreundet, bekommt er auch schon Ärger mit dem brutalen Kung Fu-Schüler Cheng. Hilfe findet Dre schließlich bei dem schweigsamen Hausmeister Han, der selbst einmal Kung Fu Meister war. Dieser trifft mit Chengs Kung Fu-Lehrer eine Vereinbarung: Dre wird bei einem Wettkampf gegen Cheng antreten, bis dahin aber soll dieser ihn in Ruhe lassen. Zunächst sieht Dre in den langatmigen Übungsstunden bei Han keinen Sinn. Aber nach und nach merkt er, dass es bei Kung Fu nicht darum geht, jemanden anzugreifen.

Nach einer traumatischen Familientragödie muss das überaus talentierte Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) sein Zuhause in der chinesischen Hauptstadt Beijing verlassen und mit seiner Mutter nach New York City ziehen. Dort fällt es ihm schwer, sich in die neue, ungewohnte Umgebung einzufügen und Anschluss an seine Mitschüler zu finden. Obwohl Li Konflikte meiden möchte, scheint er immer wieder in schwierige Situationen zu geraten. Als ein Freund seine Unterstützung benötigt, entscheidet er sich, an einem Karatewettbewerb teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass seine Fähigkeiten allein nicht ausreichen. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) bittet deshalb Karate-Legende Daniel LaRusso (Ralph Macchio) um Unterstützung. Gemeinsam zeigen sie Li, wie er die unterschiedlichen Kampfstile der beiden Meister vereinen kann, um sich auf einen entscheidenden Martial-Arts-Showdown vorzubereiten.

FSK-Freigabe und Altersempfehlung

Der Film wurde von der FSK ab 12 Jahren freigegeben. Die körperlichen Konflikte beinhalten natürlich auch ein gewisses Maß an Gewalt, das nicht für eine jüngere Zielgruppe geeignet ist. Da die Figuren jedoch als klar positiv und negativ konnotiert werden und die Helden sich in der Regel selbst verteidigen und nicht als Aggressor auftreten, wurde der neue Teil ebenfalls mit einer FSK-Freigabe ab 12 Jahren eingestuft.

Tatsächlich gibt es eine Möglichkeit für jüngere Zuschauer*innen, den Film im Kino zu genießen. Hierfür gibt es eine „PG-Regelung für die Freigabe ab 12 Jahren“. Diese Parental-Guidance-Regelung erlaubt es Kindern ab sechs Jahren, Kinofilme mit einer Freigabe ab 12 zu besuchen. Voraussetzung dafür ist, dass ein Elternteil oder eine erziehungsbeauftragte Person sie dabei begleitet.

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Die FSK prüft Filme darauf, für welche Altersgruppen sie geeignet sind. Dabei gibt es offiziell fünf Einstufungen für die Altersfreigabe:

  • Ab 0 freigegeben: Bei diesen Filmen hat die FSK eine nachhaltig negative Wirkung für alle Altersgruppen ausgeschlossen.
  • Ab 6 freigegeben: Ab diesem Alter können Kinder zunehmend spannende und bedrohliche Momente verarbeiten.
  • Ab 12 freigegeben: Jugendliche in der Pubertät befinden sich in einer Phase der Selbstfindung, die mit Unsicherheiten und Verletzbarkeit verbunden sein kann.
  • Ab 16 freigegeben: In diesem Alter kann davon ausgegangen werden, dass das Publikum über umfangreiche mediale Erfahrungen verfügt und Genres sowie überzeichnete Darstellungen zuverlässig einordnen kann.
  • Ab 18 freigegeben: Diese Freigabe erhalten Filme, deren Inhalt für Kinder und Jugendliche beeinträchtigend ist und dementsprechend keine Jugendfreigabe bekommen haben.

Kritische Auseinandersetzung

Das Remake des gleichnamigen Jugendfilms aus dem Jahr 1984 folgt im Prinzip der Handlung des Originals, richtet sich aber auch aufgrund des verjüngten Protagonisten an ein Publikum ab ca. zehn Jahre. Die dynamischen Kampfszenen, die akrobatischen Bewegungen sowie das betont coole Verhalten von Will-Smith-Sohn Jaden als Dre werden diese Zielgruppe durchaus ansprechen. Ärgerlich ist jedoch der Unterton des Films: China wirkt hier wie ein - im negativen Sinne - fremdes und abweisendes Land. Am Anfang passt dies noch zu der Gefühlswelt von Dre. Doch der Junge interessiert sich überhaupt nicht für Land und Leute und erweist sich als überraschend lernresistent. Seine Integration „erarbeitet“ er sich vielmehr über den Sieg im Ring - und das ist eine durchweg fragwürdige Lösung.

Fazit

„Karate Kid: Legends" hat eine Altersfreigabe ab 12 Jahren bekommen. Das bedeutet, dass nur Personen, die mindestens 12 Jahre alt sind, diesen Film im Kino sehen dürfen. Allerdings dürfen Kinder in Begleitung ihrer Eltern schon ab sechs Jahren den Film sehen.

Der Film verbindet die klassische „Karate Kid“-Reihe um Daniel LaRusso (Ralph Macchio) mit dem Reboot von 2010, in dem Mr. Han (Jackie Chan) als Kung-Fu-Lehrer auftrat. Jackie Chan macht in diesem Film einfach unglaublichen Spaß.

Besetzung

  • Jackie Chan als Mr. Han
  • Ralph Macchio als Daniel LaRusso
  • Ben Wang als Li Fong

Weitere Informationen

Kinostart: 29. Mai 2025

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