Beim Taekwondo handelt es sich um eine aus Südkorea stammenden Kampfkunst, bei der Füße und Hände benutzt werden.
Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul im Mutterland Südkorea sowie 1992 in Barcelona war Taekwondo eine Demonstrationssportart, erstmals ins olympische Programm aufgenommen wurde es für Frauen und Männer 2000 in Sydney. Gekämpft wird bei Olympischen Spielen jeweils in vier Gewichtsklassen, bei WM und EM gibt es je acht Kategorien.
Es kommt im Taekwondo (übersetzt: „Der Weg des Fuß- und Faustkampfes“) nicht auf Brutalität an, vielmehr gilt es laut der Lehre, die gesamte Kraft genau im Moment des Schlages auf eine möglichst kleine Fläche wirken zu lassen, und dies möglichst schnell. Ebenso soll die gegnerische Kraft in die eigene fließen und diese dadurch effektiver machen.
Auch verpflichten sich Taekwondo-Kämpfer*innen dazu, den Sport in anderen Lebensbereichen nicht zu missbrauchen.
Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1973 statt, die erste EM drei Jahre später. Deutschland war zweimal Gastgeber einer WM (Sindelfingen 1979 und Garmisch-Partenkirchen 2003).
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Ziel im Taekwondo ist es, den Gegner oder die Gegnerin zu treten und zu schlagen, ohne dabei selbst geschlagen zu werden. Gefragt sind schnelle Kombinationen aus Tritten und Schlägen über drei Runden von je zwei Minuten. Punkte werden nach dem Schwierigkeitsgrad der verwendeten Techniken vergeben.
Dr. Dirk Jung, ursprünglich unter Gerd Gatzweiler mit dem Taekwondo in Nordrhein-Westfalen begonnen, errang zwischen 1976 und 1983 mehrere Deutsche- und Europameistertitel (1978 in München und 1980 in Kopenhagen). Nach seiner WM-Bronzemedaille 1977 in Chicago wurde er 1982 erster deutscher Schwergewichtsweltmeister in Ecuador und 1983 Vizeweltmeister in Kopenhagen.
Anfang der Achtziger Jahre trainierte er im „TC Düsseldorf“ und gründete zusammen mit dem ersten deutschen Weltmeister Rainer Müller, dem vierfachen Europameister Richard Schulz und dem zweifachen WM-Dritten Helmut Gärtner den „Top Circle“, aus dem im Laufe der Jahre mehrere Medaillen- und Titelträger bei Europa- und Weltmeisterschaften, hervorgingen.
Im Anschluss an seine aktive Wettkampfzeit betätigte er sich als Landestrainer der NWTU. Die Tätigkeit als Bundestrainer der DTU nahm er von 1984 bis 1988 international erfolgreich wahr. Weiterhin blieb er über mehrere Jahre als Turnierarzt dem Taekwondo verbunden, u. a. auf Weltebene beim WT-Dachverband.
Am 07.11.2019 starb Dirk Jung an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.
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Die Taekwondo Union Hamburg (TUH) gratuliert herzlich ihrem langjährigen Athleten Nader Jahangard zu einem großartigen Erfolg: Bei den World Master Games 2025 in Taipeh, Taiwan, sicherte sich der erfahrene Kämpfer am 29.
In einem international stark besetzten Teilnehmerfeld überzeugte Nader mit beeindruckender Technik, taktischem Feingefühl und großem Kampfgeist. Bereits in den Vorrunden ließ er seine Klasse aufblitzen: Nach einem knappen 5:4 in Runde eins dominierte er seinen ersten Gegner mit einem klaren 9:0 in Runde zwei.
Das Finale versprach Spannung - und hielt Wort: Die erste Runde gewann Nader mit 9:3, die zweite ging knapp mit 7:8 an den Gegner. In der entscheidenden dritten Runde kam es dann zu einem unglücklichen Zwischenfall: Ein eigentlich gezielter Fauststoß in den Brustbereich rutschte leicht in Richtung Hals ab, woraufhin der Gegner nicht weitermachen konnte.
Wir sind stolz auf Naders Leistung und seinen sportlichen Einsatz auf internationalem Parkett. Dieser Erfolg unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität und das Engagement unserer Hamburger Athletinnen und Athleten - auch im Masters-Bereich.
Der Hamburger Nachwuchsathlet Enis Calik gehört zu den vielversprechendsten Talenten im deutschen Taekwondo. Im Jahr 2023 konnte er sich mit außergewöhnlichen Leistungen behaupten und gewann gleich vier deutsche Meistertitel in den Kategorien U18, U21, Senioren und Olympische Klasse.
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Sein großes Ziel? Eine olympische Goldmedaille. Dafür trainiert Enis mit hoher Disziplin und Entschlossenheit. Trotz der Doppelbelastung von Schule und Leistungssport absolviert er täglich intensives Training, um sich technisch, physisch und mental weiterzuentwickeln.
Im Interview mit Szene Hamburg Sport sprach Enis über seinen Werdegang, seine Motivation und seine Rituale vor Wettkämpfen. Mehr über Enis Calik und seinen beeindruckenden Werdegang gibt es in der aktuellen Ausgabe von Szene Hamburg Sport nachzulesen.
Am 24. und 25. Gwen San Juan verpasste den Titel denkbar knapp - nur ein Punkt trennte sie von der späteren Siegerin. Besonders herausragend war die Leistung von Enis Calik. Seine Überlegenheit im Wettkampf war so eindrücklich, dass er bereits als der „Erling Haaland des Taekwondo“ bezeichnet wird.
Auch der Bundestrainer zeigte sich beeindruckt und betonte, dass Enis über internationale Spitzenqualität verfüge.
Am 08. Februar 2025 fanden die Deutschen Meisterschaften der Kadetten, Junioren, Masters & Para in Wuppertal statt. Das Niveau der Konkurrenz war enorm hoch, doch unsere Kämpfer:innen der TUH stellten sich der Herausforderung mit vollem Einsatz.
Viele unserer Kadetten sind erst zwölf Jahre alt oder werden es in Kürze - dennoch beeindruckten sie mit starken Leistungen. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der U21-Kategorie: Unsere 14- bis 16-jährigen Athlet:innen kämpften beherzt, mussten sich aber oft nur knapp älteren und erfahreneren Gegner:innen geschlagen geben.
- 🥉 Nela sicherte sich den 3. Platz bei den Kadetten.
- 🥉 Johanna erreichte den 3. Platz bei den Junioren.
- 🥇 Tomas holte den 1.
Die TUH ist insgesamt sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen.
Die TUH gratuliert der Sportschule TANGUN zu ihren herausragenden Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften Kadetten, Junioren, Masters & Para am 08. Februar 2025 in Wuppertal. Mit einem starken 3. Platz in der Vereinswertung zeigten die Athletinnen und Athleten ihr außergewöhnliches Können.
Diese herausragenden Erfolge sind das Ergebnis harter Trainingsarbeit, unermüdlichem Einsatz und einem starken Teamgeist.
🥇 Lia Bertram gewinnt GOLD - Mit vier Siegen in vier Kämpfen sicherte sie sich souverän den Titel und bezwang dabei gleich zweimal das Nationalteam Aserbaidschans.
🥈 Gwen San Juan und Nikolai Sparre holen SILBER - Besonders bemerkenswert: Nikolai stand in seinem fünften (!) Kampf dem amtierenden Vize-Weltmeister gegenüber und unterlag nur knapp mit 1:2 Runden.
🥉 Bronze für Nela Alishahi - Auch Nela zeigte eine herausragende Performance und belohnte sich mit einem Platz auf dem Podium.
Diese Ergebnisse unterstreichen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der TUH.
Die Taekwondo Union Hamburg e.V. (TUH) freut sich, zwei herausragende Nachwuchstalente für die bevorstehende Kadetten-Weltmeisterschaft in Fujairah, Vereinigte Arabische Emirate, bekannt zu geben.
Vom 10. bis 14. Beide Athletinnen überzeugten durch starke Leistungen beim WM-Vorbereitungslehrgang in Hennef und sicherten sich damit ihre Nominierung für das Nationalteam. Ein weiterer Grund zur Freude: Norman Jagow, ebenfalls von der Sportschule TANGUN, wurde zum neuen Bundes-Assistenztrainer der Deutschen Taekwondo Union (DTU) berufen.
Mit diesen starken Leistungen haben sich beide Athletinnen die Chance auf eine Nominierung zur Kadetten-Weltmeisterschaft verdient.
Am 16. und 17. April 2025 finden in Tallinn, Estland, die Taekwondo-Europameisterschaften Poomsae statt - und mit dabei ist erneut Steven Behn. Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr möchte Steven an seine Leistung anknüpfen und Deutschland sowie die Taekwondo Union Hamburg würdig vertreten.
Zum einen wurde Steven Behn, langjähriger Leistungstrainer des Taekwondo Team Fuhlsbüttel e.V., als Bundestrainer für das FISU-Taekwondo-Team nominiert - eine besondere Auszeichnung für seine kontinuierliche Arbeit im Leistungssport. Zum anderen feierten wir einen echten Meilenstein: Leah Lawall (Taekwondo Team Fuhlsbüttel e.V.) holte gemeinsam mit Anna S. und Adina M.
Michel Mialki, Präsident der Taekwondo Union Hamburg: „Es macht mich besonders stolz, dass wir in Hamburg Sportlerinnen und Trainer haben, die auf internationaler Bühne bei einem Turnier dieser Größenordnung so herausragende Leistungen zeigen.
Matthias Behn, Haupttrainer in Fuhlsbüttel, der Leah zu jeder Zeit unterstützt, zeigte sich nach dem Gewinn der Bronzemedaille sichtlich emotional.
