Daniel Schwindt: Vom Weihnachtsfest in den MMA-Käfig

Ein etwas anderes Weihnachten stand für Daniel Schwindt an, denn der MMA-Fighter aus Baden-Württemberg sprang kurzfristig bei Oktagon MMA ein und sicherte sich damit den größten Kampf seiner noch jungen Karriere. So wird Weihnachten etwas anders ablaufen, was das Festmahl angeht. Letztlich kein Problem für Schwindt.

Wenn an Weihnachten bei den Schwindts im Schwabenland groß aufgetischt wird, guckt Daniel Schwindt gezwungenermaßen ein wenig in die Röhre, denn der MMA-Kämpfer muss sich an Heiligabend mit trockener Hähnchenbrust und Brokkoli zufriedengeben, damit er keine Probleme mit dem Gewicht bekommt. Alles für den ersten Käfigkampf in einer großen internationalen Organisation - dieser Traum wird für den 26-Jährigen am 29. Dezember bei Oktagon 65 in Prag wahr.

“Tatsächlich ist es nicht zum ersten Mal so, dass ich auf Weihnachten verzichte. Mir fällt es auch nicht schwer, den Leuten beim Essen zuzusehen und selbst nur Wasser zu trinken oder leichte Kost zu essen. Das Wichtige an Weihnachten ist für mich das Beisammensein mit der Familie - und daran ändert sich auch in diesem Jahr nichts", sagt der Mittelgewichtkämpfer aus dem Stuttgarter Kong's Gym im Interview mit RTL/ntv. Entsprechend sei seine Mutter auch nur kurz geschockt gewesen nach seiner Ankündigung, gegen Jahresende noch einmal in den Käfig zu steigen, und habe gleich nach seinem Gewicht gefragt.

Das muss der 26-Jährige bis Prag reduzieren. Schwindt nimmt wenige Tage vor dem Kampf bis zu acht Liter Wasser pro Tag auf, trickst damit die Nieren aus und kann, sobald er mit dem Trinken aufhört, sehr schnell viel Flüssigkeit verlieren. Die restlichen Pfunde purzeln in kräftezehrenden Schwitzprozessen. Das verlorene Wasser nimmt Schwindt dann nach dem offiziellen Wiegen wieder auf. Fette, Kohlenhydrate oder Salze, an denen es beim klassischen Weihnachtsessen ja nicht mangelt, binden das Wasser im Körper und würden diesen Abnehmprozess deutlich erschweren.

Der Kampf gegen Radovan Úškrt

Doch nicht nur in diesem Bereich muss sich Schwindt anpassen. Er ist zwar seit Wochen in der Vorbereitung auf einen anderen Kampf gewesen, der letztlich nicht zustande gekommen ist, springt in Prag sehr kurzfristig ein. Sein Gegner wird der Slowake Radovan Úškrt sein. "Er hat harte Hände und harte Kicks - dazu schon einige Leute schlafen geschickt. Er ist ein guter Allrounder, aber ich sehe mich in allen Bereichen vorne", sagt Schwindt. Auch wenn die Vorbereitung nicht dem Slowaken gegolten habe, könne man "einige Dinge für die Trickkiste vorbereiten".

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Der neue Vertrag bei Oktagon war für Schwindt ein vorweihnachtliches Geschenk, nun will er es in Prag krachen lassen. "Einen Kampf planen, das geht nicht", erklärt der Schwabe.

Schwindts erfolgreiches Debüt bei Oktagon

Besser hätte sein Jahr nicht enden können! Zum ersten Mal überhaupt kämpfte der deutsche MMA-Fighter Daniel Schwindt am vergangenen Sonntag bei Oktagon. Gleich bei seinem Debüt gewann er in Prag gegen Radovan Úškrt. Jetzt verrät er, was der Sieg mit ihm gemacht hat. Der Deutsche hatte erst am Mittwoch seinen Vertrag bei Oktagon unterschrieben, in allerletzter Minute! Der Kampf bedeutete für ihn damit nicht nur ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk - durch seine Unterschrift besiegelte Schwindt auch die Absage an besinnliche Festtage.

Ein Verzicht, den auch seine Liebsten hautnah miterlebten: „Ich habe nach dem Kampf sofort meine Familie angerufen und habe die Freude in ihren Gesichtern gesehen. Das ist im Endeffekt das, wofür ich das mache. Für meine Familie.“ Schon jetzt ist klar: Der Sieg wird nicht sein letzter Kampf bei Oktagon gewesen sein, mindestens noch drei weitere Fights sollen folgen.

Daniel Schwindt und We Love MMA

Bereits seit 10 Jahren gehört die schwäbische Metropole zum festen Bestandteil im Tourkalender von We Love MMA. Seiner Zeit schmückte noch ein so ein illustrer Name wie Dustin Stoltzfus die Fightcard von Deutschlands härtester Liga. Sieben weitere Kämpfe für We Love MMA inklusive dreier Titel sollten folgen, bevor Stoltzfus in die weltweit größte Liga UFC (Ultimate Fighting Championship) wechselte. 10 Jahre später schickt sich Eugen Black-Dell an das erste Mal seinen We Love MMA Titel zu verteidigen.

Zum Titelkampf kommt für Black-Dell nun ein ganz besonderer Kämpfer in die Porsche-Arena Stuttgart. Exakt vor einem Jahr brachte Nikoloz Abramishvili, dem Mann aus dem Rheinland-pfälzischen Kues die letzte Niederlage bei. Jetzt sinnt es Eugen Black-Dell nach einer Wiedergutmachung. Ein in der MMA Szene heiß erwartetes Match wird es zwischen dem Lokalmatadoren Chris Fischer und dem Düsseldorfer Frederic Vosgröne geben. Es ist nicht nur die klassische MMA Auseinandersetzung zwischen einem Ass im Grappling und einem im Striking. Es sind gleichzeitig auch zwei der heißesten Eisen, die der deutsche Mixed Martial Arts Sport bei den Newcomern zu bieten hat.

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Mit Daniel Schwindt steht ein hoffnungsvoller Stuttgarter auf der Fightcard. Der Mann vom Kongs Gym und Trainingskollege von Christian Jungwirth bekommt es mit dem erfahrenen Boxer Robert Wagner aus Wiesbaden zu tun.

Die Maincard von We Love MMA Stuttgart liefert mit dem Saarbrücker Alyamin Okhirov gegen Rafiullah Esmati aus Weingarten sowie dem Schweizer Mervan Gencer gegen Berhan Berktas aus Ingolstadt zwei weitere packende Kämpfe. Acht weitere Duelle runden den Abend ab und werden für eine explosive Fightnight in der Porsche Arena sorgen. Am 26. Oktober 2024 heißt es We Love MMA 74 in der Porsche-Arena. Einlass ist für alle MMA-Fans ab 18 Jahren möglich.

Der Main Event des Abends zwischen Nikoloz Abramishvili und Eugen Black-Dell fesselte das Publikum. Daniel Schwindt (Kongs Gym Stuttgart) beendete seine Begegnung gegen Veselin Dimitrov (Luzern MMA) in der ersten Runde durch technisches K.O. In der darauffolgenden Schlacht zwischen Alyamin Okhirov (RFS Pro-Center Saarbrücken) und Rafiullah Esmati (MG Sports Weingarten) triumphierte Okhirov durch technisches K.O. Im letzten Amateur-Duell des Abends setzte sich Michael Obodozie (Phoenix Sport Akademie Kassel) durch technisches K.O.

Daniel Schwindt bei Oktagon 68

Beim MMA-Event „Oktakon 68“ in der Schleyerhalle stieg nach der Absage von Christian Jungwirth der junge Stuttgarter Daniel Schwindt in den Käfig. Dabei überzeugte er auf ganzer Linie und beendete seinen Kampf vorzeitig. Eigentliche hätte es das ganz große Spektakel vor heimischer Kulisse werden sollen: Beim Mixed-Martial-Arts-Event „Oktagon 68“ hätte Christian Jungwirth, einiger der wenigen richtigen deutschen Stars des wegen seiner härte umstrittenen Vollkontaktsports, endlich wieder in Stuttgart gekämpft. Wenige Tage vorher die traurige Nachricht: Jungwirth hatte sich verletzt. An seiner Stelle stieg sein Teamkollege Daniel Schwindt, der ebenfalls in Kong’s Gym in Fellbach trainiert, am Samstag gegen den Tschechen Marek Bartl in der Schleyerhalle an.

Schwindt war bis zu jener Nacht bei Oktagon MMA - zusammen mit KSW aus Polen die wichtigste Organisation des Sports in Europa - ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Er konnte dort bereits einen überzeugenden Sieg vorweisen, hatte zuvor aber nur bei kleineren Veranstaltungen gekämpft. In Stuttgart setzte er mit seinem Sieg durch technisches K.o. in der zweiten Runde jetzt ein Ausrufezeichen.

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Bereits in Runde eins dominierte er den Kampf, Bartl rettete sich aber bis zum Gong. In Runde zwei wirkte es dann zunächst so, als sei er zu forsch herangegangen: Der viel erfahrenere Marek Bartl klingelte Schwindt mit einem guten Treffer an, doch erholte sich irgendwie, drehte den Kampf am Boden und brachte den Ringrichter kurz vor dem Ende der Runde dazu dazwischenzugehen. Der Tscheche konnte sich nämlich gegen die Attacken des Stuttgarters nicht mehr verteidigen. Wichtig: entsteht der Eindruck beim MMA, dass ein Kämpfer die Angriffe des anderen nicht mehr vernünftig blocken kann, gilt der Kampf als entschieden.

Christian Jungwirth, der ebenfalls vor Ort war, schloss seinen Teamkollegen nach dem Kampf in die Arme. Mit der starken Performance dürfte sich Schwindt garantiert für weitere hochkarätige Kämpfe empfohlen und dazu beigetragen haben, dass die Region Stuttgart sich weiter als MMA-Hochburg etabliert.

Das Duell Schwindt-Bartl war nicht das einzige, das Kampfsportfans am Samstag in der Schleyerhalle ein Spektakel geboten hatte. So kürte sich der Ire Will Fleury mit seinem Punktsieg um den vakanten Schwergewichtstitel gegen den Bulgaren Lazar Todev zum Doppelchampion - den Gürtel im Light Heavyweight besaß Fleury bereits. Für Titelträume ist es für Schwindt vielleicht noch etwas zu früh.

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