Die Judo Vereinigung Siegerland (JVS) hat eine lange und bewegte Geschichte. Im Spandauer Saal der Siegerlandhalle wurden auf der Delegiertenversammlung der Judovereinigung Siegerland (JVS) wichtige Tagesordnungspunkte durch das höchste Vereinsgremium diskutiert und entschieden.
Finanzielle Herausforderungen und sportliche Erweiterung
Neben den Wahlen war "der vereinseigene Geldbeutel" einer der wichtigsten Aspekte. Die finanzielle Situation der JVS ist angespannt. Das Geschäftsjahr 2007 schloss sie mit einem Verlust von 9800 Euro ab. Auch die stetige Erweiterung des Sportangebots durch Sportarten wie Chinese Boxing, Ringen und Extreme Martial Arts (E.M.A.) erfordern neben hohem persönlichen Einsatz umfangreiche Investitionen, um den Sportbetrieb auf hohem Niveau durchführen zu können.
Mitgliederzahlen und Ehrungen
Neben der betrüblichen finanziellen Situation gab es im vergangenen Jahr aber auch Positives zu verzeichnen. Die Mitgliederzahlen stiegen erstmals seit fünf Jahren wieder leicht an. Demnach gehörten der JVS zum 31. Auch über die Ehrung einiger langjähriger Mitglieder konnte sich der Vorstand freuen.
Neuwahlen des Vorstands
Satzungsgemäß stand die Neuwahl des geschäftsführenden Vorstands an. In den vergangenen Monaten waren bereits der Geschäftsführer Jens Walbersdorf und die stellvertretende Geschäftsführerin Inga Braf-Strohmann aus persönlichen Gründen von ihren Ämtern zurückgetreten. Auch der 1. Der neue Vorsitzende ist zugleich auch der jüngste in der Vereinsgeschichte: Gewählt wurde der 28-jährige Dominik Hartmann, der von nun an die Geschicke des Vereins leiten wird. Unterstützt wird er dabei von der neuen Geschäftsführerin Sibylle Zöllner und ihrer Stellvertreterin Maria Bischopink-Schlemper. Zu Kassenprüfern wurden Joachim Berger und Werner Schmidt bestellt. Das Amt des 2. Vorsitzenden konnte vorerst noch nicht besetzt werden.
Erfolge der Judoka
Die Kämpfer des Vereins waren im Mannschaftbereich von der Bezirksliga bis hin zur zweiten Bundesliga (mit der JKG Siegerland) vertreten. Auch viele Erfolge auf Einzel-Turnieren bereichern die Club-Historie. Titel bei westdeutschen Meisterschaften oder der Gewinn des Rhein-Ruhr Pokals in Duisburg belegen dies.
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Jugendarbeit und Aktivitäten
Die Judo-AG wurde 2011 ins Leben gerufen, nachdem das FJM schuleigene Judomatten mit finanzieller Hilfe des Fördervereins hatte anschaffen können. So konnte nun endlich die Judoübungsstätte („Dojo“) mit den neuen Judomatten ausgelegt werden. Auf diesen sind unter anderem Kampf-, Rauf- und Ringspiele möglich, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Zweimal jährlich findet am FJM eine Kyu-Gürtelprüfung statt, in der die ambitionierten Judoka ihre Technikkenntnisse demonstrieren können, um die Prüfung zum nächst höher graduierten Gürtel abzulegen. Ferner erhalten die Judoka mit der Prüfung zum 8. Kyu-Gürtel (weiß-gelb) die Möglichkeit, an Judomeisterschaften teilzunehmen, ohne dass eine Vereinszugehörigkeit vorliegen muss.
Prinzipien des Judo
Die Grundprinzipien des traditionellen Judos gehen auf Jigaro KANO (1860-1938) zurück. Gemäß diesen ist Judo eine durch Regeln kontrollierte Zweikampfsportart, die sich auf zentrale Prinzipien stützt: das technische Prinzip lässt sich als „Bester Einsatz von Geist und Körper“ beschreiben und beinhaltet eine deutliche Absage an das Kräftemessen. Durch die Gesetze des Nachgebens, Ausweichens und Gleichgewichtbrechens unter Zuhilfenahme der Hebelgesetze soll durch einen effektiven Gebrauch von „Geist und Körper“ ein ökonomischer Krafteinsatz erzielt werden.
Wettkampferfolge
Auch die Wettkampferfolge der Judoka des FJM bei den Schulsportwettkämpfen lassen sich sehen: Letztes Jahr stellte das FJM-Team vier Mannschaften, die bei den Bezirksmeisterschaften in Hagen starteten und couragiert ihre Kämpfe absolvierten.
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