Von asiatischen Kampfsportarten geht eine große Faszination aus. Sie versprechen häufig nicht nur eine kämpferische Überlegenheit gegenüber (nicht selten körperlich stärkeren) Gegnern, sondern fast immer auch philosophische Ansätze, die zur Entspannung, Meditation und sogar zur geistigen Erleuchtung dienen. Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt. Heutzutage wird asiatischer Kampfsport im Übrigen auch in sportliche und rein kämpferische Elemente getrennt.
Zunächst waren im Westen nur Karate und Judo bekannt. Mittlerweile steigt das Interesse an weiteren asiastischen Kampfsportarten wie Jiu Jitsu, Aikido oder Kendo. Vor allem die Karate- und Kung Fu-Filmwelle der 1970er (hier allen voran Bruce Lee, Chuck Norris und David Carradine) hat zur Verbreitung von asiatischem Kampfsport im Westen beigetragen. Später kamen dann eher unbekannte Stile wie Aikido oder Kendo hinzu, die aber mittlerweile gleichrangig zu den anderen Kampfsportarten stehen.
Asiatischer Kampfsport wird manchmal in Tabi-Socken, häufiger aber mit blanken Füßen auf gepolsterten Matten ausgetragen, etwa beim Judo oder Karate. Doch in den letzten Jahren hat sich dies zum Teil geändert. Zum einen spielen hygienische Gründe sicherlich eine Rolle.
Die Wiege der Kampfkunst liegt vermutlich in China. Die ältesten Hinweise auf standardisierte Kampftechniken für den Krieg stammen aus dem Jahr 2698 vor Christus. Die Truppen sollten die Verteidigungs- und Angriffstechniken beherrschen, um dem Gegner überlegen zu sein. Heute, mehr als 4700 Jahre später, geht es in den Kampfkünsten aus Asien nicht mehr ums nackte Überleben. Statt dessen betreiben viele eine Kampfkunst wegen der Philosophie, die dahinter steckt, und deren Konzept sich häufig an den Konfuzianismus oder den Buddhismus anlehnt.
Die Entwicklung der Kampfkünste in China ist eng mit der des Militärs verknüpft. 702 gab es hier die ersten Kampfkunstprüfungen, nach denen die Soldaten ihren Rang erhielten. Bis zum Ende der republikanischen Periode im Jahre 1949 blieb die Kampfkunst mehr oder weniger ein Privileg der Soldaten. Erst dann ging Chinas Regierung dazu über, die Kampftechniken als Nationalkunst zu bezeichnen, und machte diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
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Auch in Nord- und Südkorea ist Kampfkunst sehr populär. Die verschiedenen Varianten sind vor allem durch den Buddhismus beeinflusst. Ein traditioneller Stil ist das Taekgyeon, eine Kampfkunst mit tänzerischer Anmutung, deren Bewegungen sich in keinem anderen asiatischen Stil wiederfinden.
Die weltweit bekanntesten Kampfstile aus Japan sind Judo, Karate und Aikido. Diese Disziplinen sind noch relativ jung. Das Judo (japanisch für "sanfter Weg") stammt etwa aus dem 19. Jahrhundert. Sein Begründer Jigoro Kano führte die farbigen Gürtel ein, die den Entwicklungsstand eines Schülers symbolisieren. Kano systematisierte das Judo, indem er Würfe aus dem Ju-Jutsu mit anderen Techniken kombinierte.
Lange vor dem Judo prägten vor allem die Krieger aus der Oberschicht - die Samurai (Diener) - die Kampfkunst in Japan. Der Kodex, den sie befolgen, heißt auf Japanisch Buschido, der Weg des Krieges. Sie waren vor allem für ihre Fähigkeiten mit dem Schwert berüchtigt. Ab dem 17. Jahrhundert bröckelte die Herrschaft der Samurai. 1868 setzten die kaisertreuen Fürstentümer Japans dem Samurai-Regiment ein Ende.
Es gibt eine breite Auswahl an Kampfsportarten, zu den bekanntesten zählen Karate, Judo, Kickboxen, Boxen, MMA oder Krav Maga. Aber es gibt weitaus mehr Kampfsportarten, nicht nur aus dem asiatischen Raum.
Im Prinzip kann jede/r jeden Kampfsport ausüben, egal welches Alter oder körperlichen Voraussetzungen ihr habt. Euer Wille ist entscheidend. Allerdings sind manche Kampfsportarten härter als andere, erfordern mehr Beweglichkeiten etc. Daher eignen sich manche Kampfsportarten besser für manche Geschlechter bzw.
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Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration. Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt.
Die Grundbewegungen, -schläge, -tritte, -würfe und Hebel lassen sich bei allen Sportarten innerhalb von 12 Monaten erlernen. Vorausgesetzt, das Training wird zweimal die Woche besucht.
Kampfkünste die explizit die Kraft des Gegners nutzen, um sie gegen diesen einsetzen sind für körperlich schwache Menschen gut geeignet. Das ist beispielsweise Judo sowie Jiu Jitsu.
Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt. Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch im Notfall helfen können.
Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist.
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Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert.
Es gibt die unterschiedlichsten, asiatischen Kampfsportarten. Einige zielen auf schnelle praktische Anwendbarkeit, während andere erst nach Jahren der Perfektionierung einsetzbar sind, dann aber sehr effektiv.
Die bekanntesten asiatischen Kampfsportarten sind ohne Zweifel Judo und Karate. Beide stammen aus Japan und zielen auf eine effektive Entwaffnung des Gegners ab. Für beide benötigen Sie viel Selbstbeherrschung. Insbesondere im Judo liegt der Fokus darauf, wenig bis keine Verletzungen zu erzeugen und sich dennoch effektiv zu verteidigen.
Körperliche wie geistige Fokussierung und Konzentration stehen bei vielen Kampfsportarten im Vordergrund. Kämpfende sollen nicht blindlings oder im Zorn auf einander losgehen. Die Bewegungsabläufe werden ähnlich wie Tänze einstudiert. Daher - und um ihrer Effektivität im Akutfall Willen - werden die Kampftechniken bis zur Perfektion studiert.
Bei vielen asiatischen Kampfsportarten spielt Körperkraft nur eine untergeordnete Rolle. Mit Hilfe von Hebelwirkungen, Schwung und dem Einsatz von Körpergewicht befähigen sie Frauen wie Männer dazu, auch körperlich überlegene Gegner besiegen zu können.
Asiatische Kampfsporten verfolgen immer eine Mentalität. Diese wird in der Regel gemeinsam mit den praktischen Techniken unterrichtet. Besonders spürbar wird das beim Wing Tsun. Der Name dieses chinesischen Kung-Fu-Stils bedeutet "Schöner Frühling".
Doch nicht nur Japan und China sind Herkunftsländer großer Kampfsportarten. Aus Thailand beispielsweise wurde das Muay Thai Boran sowie das ebenfalls waffenlose Thai-Boxen bekannt. Es hat seinen Ursprung in der ebenfalls thailändischen, allerdings bewaffneten Kampfkunst des Krabi Krabong.
Wer Interesse an asiatischen Kampfkünsten hat, kann zwischen einer Vielzahl von Kursen auswählen: Judo, Taekwondo, Ninjutsu, Avci Wing Tsun, Aikido und Karate. Beim Karate gibt es zudem die Auswahl zwischen den Stilrichtungen Shotokan-Ryu-Karatedo ("Stil des Tigers") und Goju-Ryu-Karatedo ("harter und weicher Stil"). Im Gegensatz zum Karate liegt bei Taekwondo (kommt aus Korea und heißt übersetzt "Fuß, Faust und Weg") der Schwerpunkt bei Beintechniken und Fußtritten.
Für Studentinnen ist das wohl eher unbekannte Kampfkunstsystem Avci Wing Tsun ("immerwährender Frühling") besonders gut geeignet. Avci Wing Tsun wurde vor etwa 300 Jahren von einer Nonne in China entwickelt und ist eine Art Kung-Fu-Stil. Für wen bis jetzt noch nicht das Richtige mit dabei war, wird vielleicht in Aikido ("Der Weg der Harmonie mit der Energie des Universums") seinen Favorit finden.
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Beim weltbekannten und modernen Wettkampfsport Taekwondo wird vorzugsweise mit Fußtechniken gekämpft. Die Techniken sind auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt.
Die russische Kampfkunst Systema zielt auf ein effektives Training ab. Die auf Prinzipien basierenden Bewegungen werden einstudiert und situativ angepasst.
Shaolin Kung Fu zählt zu den bekanntesten Kampfkünsten weltweit. Die chinesische Kampfkunst der Shaolin Mönche besticht durch harte Arbeit und Präzision.
Ninjutsu war früher die Art der japanischen Spionage und wird heute mit der Kampfkunst der Ninja umschrieben. Mit den Kampftechniken haben sie sich Zugang zum Wissen geschaffen.
Das Modern Arnis ist die Weiter- und Zusammenführung der vielen Filipino Martial Arts Unterstile. Es nutzt das jahrhundertealte und ausgeklügelte Kampfsystem und passt es an moderne Gegebenheiten an.
Kyusho Jitsu „die Kunst der Vitalpunkte“ ist keine Kampfkunst, wird aber in einigen Kampfsportarten angewandt. Du kannst die Druckpunkte auf 3 Arten einsetzen, sie können heilend, hemmend oder zerstörend auf die Nervenleitbahnen des menschlichen Körpers wirken. Möchtest du mehr über die Vorteile der Nervendruckpunkte und ihre kraftvolle Wirkung erfahren?
Kung Fu bedeutet ‘Etwas durch harte, geduldige Arbeit Erreichtes’ und wird im Westen mit chinesischen Kampfkünsten / Stilen in Verbindung gebracht.
Kali auch bekannt unter Arnis oder Escrima, ist eine philippinische Kampfkunst, welche sich hauptsächlich auf die Auseinandersetzung mit Waffen (Stock & Schwert) spezialisiert hat.
Hapkido ist die zweitpopulärste Kampfkunst aus Korea neben dem weltweit bekannten Taekwondo. Charakteristisch sind zahlreiche Wurf-, und Hebeltechniken, sowie Schlag- und Tritttechniken. Erfahre mehr über die 3 Vorteile und die 3 Grundprinzipien des Hapkido. Außerdem wie du durch die menschlichen Schwachstellen erfolgreich deinen Gegner besiegst. Lies jetzt unseren Beitrag!
Der Kampfstil Kalarippayat oder auch Kalaripayattu genannt, hat seine Wurzeln im südindischen Kerala. Auch heutzutage ist die Kampfkunst noch in Südindien weit verbreitet. In der altindischen Kriegsführung traten zwei Kalarippayat Krieger gegeneinander an, um die Streitigkeiten zweier Herrscher zu entscheiden. Der Kampf ging dabei um Leben und Tod.
Mit Kampfkunst (engl.: martial art; martial heißt „kriegerisch“ und art „Kunst“) sind in der Regel Selbstverteidigungstechniken aus östlichen Kulturen gemeint, etwa chinesische Kampfkünste wie Kung-Fu, japanische wie Aikido oder das koreanische Taekwondo.
Jeder Kampfsport hat eigene Techniken und Schwerpunkte. Beim Ringen besteht ein enger Körperkontakt und beim Boxen werden Schläge primär aus der Distanz abgegeben. Bei einigen Kampfsportarten sind Tritte verboten, bei anderen geben sie gerade den Ausschlag. Manche Kampfsportarten lassen sich den Stilen „weich“ und „hart“ zuordnen. Weich bedeutet, die Energie von gegnerischen Angriffen aufzufangen und umzuleiten. Eigene Attacken werden nicht in voller Härte ausgeführt (zum Beispiel beim Aikido). Harte Kampfsportarten zielen ursprünglich darauf ab, das Gegenüber zu verletzen. Zu dieser Art Kampfsport gehört zum Beispiel Taekwondo.
In Deutschland etablierte Kampfsportarten wie Judo oder Karate werden in vielen Sportvereinen angeboten. Bei Disziplinen wie Krav Maga, die erst langsam an Bekanntheit gewinnen, gibt es meist nur in größeren Städten entsprechende Trainingsangebote. Generell ist jede Kampfsportart für alle Altesrgruppen geeignet: Kinder lernen ihren Körper und körperliche Koordination besser kennen. Älteren Menschen kann Kampfsport helfen, körperliche Fähigkeiten aufrechtzuerhalten.
Aikido ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen.
Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung.
Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten.
Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken.
Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt.
Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge.
Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.
Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.
Liste asiatischer Kampfsportarten
Die Kampfsportarten Liste ist sortiert nach dem ABC, soweit dies sinnvoll möglich ist.
- Adlerkrallen Kung Fu: Die Krallen des Adlers werden in diesem chinesischen Kampfsport von den Händen gebildet. Angegriffen werden die Vitalpunkte des Körpers.
- Affen Kung Fu: In diesem chinesischen Kampfsport werden die Bewegungen eines Affen imitiert. Der Kämpfer klettert zwar nicht auf Bäumen herum, wird aber fast so beweglich.
- Aikido: Die einst blutigen japanischen Kampfsportarten wurden im Aikido zu einer pazifistischen Körperkunst umgewandelt. Das Ziel ist nicht mehr der Sieg.
- Arnis/Eskrima/Kali: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
- Baguazhang: Der Kämpfer im Baguazhang steht nie still. Er kann es mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen. Die Kraft holt er der gespeicherten Bewegungsenergie. Jeder Angriff ist eine Drehung, die gleichzeitig ein Ausweichen und den Angriff enthält. Jahrelanges im Kreis laufen ist die Grundlage für das unglaubliche Können.
- Bājíquán: Ist die chinesische Kampfkunst „Faust der acht Extreme“. Ziel des Trainings ist es, einen Gegner mit einem einzigen Schlag besiegen zu können.
- Budo: Japanische Kampfkünste werden unter dem Oberbegriff Budo zusammengefasst. Im Gegensatz zu reinen Kriegskünsten ist der Budo Kampf auch stets durch eine innere Do-Lehre geprägt.
- Chai Jitsu: Eine mit dem japanischen Jiu Jitsu verwandte Kampfkunst. Die Bewegungen eines Angreifers werden blockiert und dann wird die Kontrolle über ihn übernommen.
- Ditang Quan (Bodenfauststil): Ditang Quan (Bodenfauststil) ist ein alter chinesische Kampfstil in der Shaolin Tradition. Das heutige Ditang Quan enthält Techniken aus dem Affen Kung Fu und dem Betrunkenen Boxen.
- Drachen Kung Fu: Der Drache ist in China ein Symbol für geistige Stärke. Der Kämpfer ist gewandt und flexibel.
- Fu Lung Pai: Fu Lung Pai ist ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Die Wurzeln dieses Kampfsportes liegen im Tigerstil und Drachenstil.
- Gatka: Ist der Kampfsport der indischen Sikhs. Wurde entwickelt aus dem Kundalini Yoga.
- Hapkido: Dieser Kampfsport hat seine Wurzeln im japanischen Daito-Ryu Aiki Ju-Jutsu. Er hat sich dann aber in Korea selbständig und stilübergreifend weiterentwickelt.
- Iaido: Die Kunst mit dem Messer zu fechten. Ein Kampfsport aus Japan.
- Jeet Kune Do: Ist der Kung Fu Stil, der von Bruce Lee entwickelt wurde. Es ist eigentlich eine individuelle Zusammenstellung von Techniken.
- Jiu Jitsu: Ein Grundprinzip im japanischen Kampfsport Jiu Jitsu ist: Nachgeben, um zu siegen. Wie verteidige ich mich, wenn ich keine Waffe trage? Nicht mit brachialer Gewalt, sondern mit Technik und Prinzipien. Ist ursprünglich eine Kampfkunst der Samurai.
- Jo-Do: Jo-Do ist ein alter japanischer Kampfsport mit dem Kurzstock, dem „Jo“. Der Kurzstock wird dabei nur zur Verteidigung gegen das Samurai Schwert (Katana) eingesetzt.
- Judo: Der Weg des Judo beginnt mit einer Fallschule. Der Übende muss fallen können, ohne sich zu verletzen, bevor er richtig mit diesem japanischen Kampfsport beginnen kann.
- Kalarippayat/Kalaripayattu: Ist ein südindischer Kampfsport aus Kerala. Die Übungen sind verbunden mit Praktiken aus Yoga und Ayuerveda.
- Karate: Der Kampfsport Karate ist der Weg der „leeren Hand“. In ihm sind chinesische Kung Fu Techniken und japanische Kampftraditionen zu einem neuen System verschmolzen.
- Kendo: Moderner japanischer Schwertkampf. Ist mehr ein Zen Weg des Schwertes.
- Krabi Krabong: Eine Kampfsportart aus Thailand. Es umfasst waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen.
- Kranich Kung Fu: Gerade in Asien gibt es viele Kampfsportarten, die den Kranich zum Symbol haben. Der Kranich kann endlos warten, um in einem günstigen Moment zuschlagen zu können.
- Kyudo: Zen lernen mit einer Bogenzeremonie.
- Lanzenfechten: Das Lanzenfechten geht zurück auf die Zeit der Samurai. Mit der Lanze holten die Fußsoldaten die Reiter von ihrem Pferd. Wird heute immer noch als Kampfsport praktiziert.
- Lethwei: Ist ein Vollkontakt Boxkampfstil. Der traditionelle Kampfsport stammt aus Myanmar (Burma). Das Besondere sind die gefährlichen, aber erlaubten Kopfstöße.
- Mokuso: Meditation Mokuso (jap.
- Muay Boran: Ist eine Kampfsportart aus Thailand.
- NanQuan: NanQuan ist ein Oberbegriff für die chinesischen Kampfkünste südlich des Jangtse Stromes.
- Ninjutsu: Ist die Kampfkunst der japanischen Ninja. Die Tradition der Schattenkrieger steht außerhalb der Tradition der Ninja. Die Wurzeln für diese Kampfkunst liegen im chinesischen Kung Fu.
- Panantukan/Suntukan: Ein Boxstil von den Philippinen. Der andere Name „Suntukan“ bedeutet übersetzt „Schlägerei“ und so erscheinen viele Techniken dann auch. Erlaubt sind Stöße mit dem Ellbogen oder dem Kopf, ebenso Tritte und Kniestöße.
- Pencak Silat: Ist ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei). Es ist eigentlich die Zusammenfassung oder Vereinigung verschiedenster lokaler Stile.
- Qwan Khi Dao: Dieser Kampfsport stammt aus Vietnam und wird auch genannt: Qwan Khi Dao. Er ist eine Kombination aus alten chinesischen und vietnamesischen Kung Fu Techniken.
- Sambo: Sambo ist eine russische (sowjetische) Kampfsportart. Es wurde entwickelt aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen.
- Shaolin Kung Fu: Das Shaolin Kloster ist eines der großen, legendären Zentren der chinesischen Kampfsportarten. Es gilt als Geburtstätte vieler Kung Fu Stile. Es gibt nicht einen, großen „Shaolin Kung Fu Stil“ sondern viele Stile, die mit dem Shaolin Kloster verbunden werden.
- Shuai Jiao: Ist das alte chinesische Ringen. Bedeutet in etwa „Horn-Stoßen“. Damals trugen die Kämpfer noch Helme mit Hörnern. Damit versuchte man den Gegner zu treffen.
- Shorinji Kempo: Ein Kampfsport mit chinesischen Wurzeln. Beeinflusst durch japanische Karate Stile. Dieser Stil entstand in den 1980er Jahren in Japan. Das Ziel war, eine weltweite Kampfsportart zu entwickeln, die aus den effizientesten Techniken anderer Stile zusammengesetzt ist.
- Sumo: Doch auch beim Kendo gilt inzwischen das meditative Element als wichtig. Ganz ähnlich ist es beim Sumo, das zwar ohne Waffen auskommt, aber eher aggressiv in der Anwendung ist.
- Taekwondo: Während der Besatzungszeit (1910 bis 1945) entwickelte sich aus dem japanischen Karate das Taekwondo. Tae heißt Fuß, Kwon steht für Faust und Do für Weg. Der Begriff für den neuen Stil wurde allerdings erst 1955, zehn Jahre nach Ende der japanischen Kolonialherrschaft, durch den südkoreanischen General Choi Hong-hi geprägt.
- Tai Chi: Heute gelten Stile wie Tai Chi (das als „Schattenboxen“ gegen imaginäre Gegner im Prinzip oft mehr als Gymnastik denn als Kampfkunst betrachtet wird) als ebenso populär wie das reine Wettkampf-Judo der 70er Jahre.
- Tang Soo Do: Ist weniger der Name für einen Stil als mehr der Name für koreanische Kampfkunstverbände.
- Vovinam: Vovinam ist eine vietnamesische Kampfkunst, welche auch mit Waffen trainiert. Die Werte und Prinzipien der Menschlichkeit werden gleichermaßen vermittelt.
- Wing Chun/Wing Tsun: Im Wing Chun folgt man zum Beispiel eher der „sanften“ Federtechnik und leitet die Energie des Angreifers wirkungsvoll ab. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten.
- Wushu: Die Regierung in China erkannte lange nur das moderne Wushu an, das sie in den 1950ern entwickeln ließ. Diese Kampfkunst kombiniert verschiedene Stile miteinander. Viele Kampfkünstler lehnen Wushu daher ab.
- Xingyiquan: Xingyiquan oder auch Xing Yi Quan (Hsing-I Chuan) ist eine traditionelle chinesische innere Kampfkunst, die sich durch ihre geradlinigen, explosiven Techniken auszeichnet und sich gut zur Selbstverteidigung eignet.
