Andreas Wappler: Judo-Karriere und Erfolge

Die Judo-Szene der DDR war in den 1980er Jahren von zahlreichen Talenten geprägt. Internationale Wettkämpfe boten eine Bühne, um sich mit Athleten aus anderen Ländern zu messen und Erfahrungen zu sammeln. Hier ein Einblick in die Wettkämpfe und Erfolge, an denen DDR-Judoka teilnahmen.

Junioren-Weltmeisterschaften 1986 in Rom

Eine kleine Delegation von zwei Sportlern, Trainer Karl-Heinz Werner und Kampfrichter Kurt Rödel reiste zu den erstmals auf dem europäischen Kontinent stattfindenden WM der Männer U21 in die italienische Hauptstadt. 178 Sportler aus 38 Ländern beteiligten sich an diesem Wettkampf vom 11. Bis 13. April. Unsere beiden Sportler kämpften am Sonnabend im Sportpalast PALA-EUR, der mit 3000 - 5000 Zuschauern besetzt war.

Jens Geisler vom SC Leipzig im Halbschwergewicht ging im ersten Kampf gegen den Kubaner Salgado auf die Matte. Beide konnten keine Wertung erzielen, und bei annähernd ausgeglichenem Kampfverlauf gab wohl der Rio-Ashi-Dori-Angriff des Kubaners in der letzten Minute, bei dem sich Jens zwar noch abdrehen konnte, den Ausschlag für das Hantei-Urteil zugunsten des Kubanischen Sportsfreundes. Da nach dem bei WM traditionell gültigen K O.-System mit einfacher Hoffnungsrunde gekämpft wurde, hieß es nun zu warten, ob der Kubaner das Finale errei-chen würde.

Und er schaffte das mit einer beeindruckenden Leistung. Damit kam Jens Geisler in die Hoffnungs-runde und besiegte in seinem ersten Kampf Morishita (Kanada), den er in die Defensive drängte und der wegen Passivität mit Shido bestraft wurde, dann Chiu Heng mit Kampfrichter- entscheid. Im Kampf um die Bronzeme-daille konnte er sich weiter steigern und Kodama (Japan) ebenfalls durch eindeutigen Kampfrichterentscheid bezwingen.

Thomas Müller vom ASK Vorwärts Frankfurt/O. im Schwergewicht hatte es von der Papierform her sogar noch schwerer getroffen. Nachdem er im ersten Kampf den physisch sehr starken Ahlfeld (BRD) mit Yuko für Harai-Goshi bezwungen hatte, erwartete ihn der UdSSR-Vertreter Darznieks. Obwohl keine Wertung fiel, war Thomas ständig der aktivere Kämpfer, so daß der Kampfrichterentscheid zu seinen Gunsten in Ordnung ging.

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Im Kampf um den Einzug in das Finale kämpfte er gegen Konno Yun (Japan). In diesem verbissen geführten Kampf hatte Thomas „zwei schwache Minuten“ zu überwinden, in denen er auch einen Koka am Mattenrand abgab. In der letzten Kampfminute mobilisierte er noch einmal alle Kräfte, kam zu zwei Koka-würdigen Angriffen, die leider vom Kampfgericht nicht honoriert wurden. Somit ging dieser Kampf unglücklich verloren. Im Kampf um die Bronzemedaille konnte der Jugoslawe Vuicevic nur zwei Minuten Widerstand leisten, bevor ihn Thomas Müller mit Ko-Soto-Gake warf und durch Osae-komi-waza endgültig besiegte.

Einzelsieger (Auszug)

  • 60 kg: 1. Nogushi (Japan)
  • 65 kg: 1. Carabetta (Frankreich)
  • 71 kg: 1. Mikoya (Japan)
  • 78 kg: 1. Laats (Belgien)
  • 86 kg: 1. Kyu Kim (Südkorea)
  • 95 kg: 1. Pechurow (UdSSR), 3. Geisler (DDR)
  • +95 kg: 1. Kubacki (Polen), 3.

Pionierpokal der männlichen Schüler

Erstmals wurden die Wettkämpfe um den Pionierpokal der männlichen Schüler als Mannschaftsturnier mit Sportlern der AK 12 ausgetragen. Von 14 Bezirken (außer Gera) standen Bezirksauswahlmannschaften auf der Parchimer Tatamis. Insgesamt trafen sich 154 Aktive, um ihren technisch-taktischen Ausbildungsstand im Turnier zu testen. Den äußeren Rahmen für diese Pokalkämpfe wurden von der Sektion Judo der BSG Hydraulik Nord Parchim unter Sektionsleiter Peter Schmoldt in hervorragender Weise geschaffen.

Das Turnier wurde im KO-System mit präzisierter Hoffnungsrunde ausgetragen. Das Leistungsniveau in dieser Altersklasse wurde erwartungsgemäß von den TZ-Sportlern bestimmt. Dabei war eine Leistungsdifferenz in den Bezirksauswahl-mannschaften auffällig.

Platzierungen:

  1. Potsdam
  2. Karl Marx Stadt
  3. Neubrandenburg und Berlin

Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“

Wie im Vorjahr traten aus 14 Bezirken Schülerinnen der AK 10-13 zu den Endkämpfen um den Wanderpokal der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ an. Leider fehlte erneut Neubrandenburg mit seinen Besten. Während sich in der Mannschaftsentscheidung die Berlinerinnen durchsetzten, gab es noch weitere interessante Fakten.

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Bereits ihre vierten Pionierpokal-Wettkämpfe erlebten Sabine von Heiden (sie sprach die Anja-Eröffnung) und Winnie Leupold, die beide auch gewannen. Mit den meisten registrierten Kämpfen (282) ging Anja Lach- mann, die den zweiten Platz belegte, in die Pokalvergleiche.

Mannschaftsergebnis

  1. Bezirksauswahl Berlin
  2. Bezirksauswahl Potsdam
  3. Bezirksauswahl Erfurt und Dresden
  4. Bezirksauswahl Rostock und Schwerin

Einzelsiegerinnen

  • 30 kg: 1. Haberney (Dynamo Brandenburg)
  • 32,5 kg: 1. Wall (Dynamo Ribnitz)
  • 35 kg: 1. Buczior (Medizin Erfurt)
  • 37,5 kg: 1. Steeck (Dynamo Brandenburg)
  • 40 kg: 1. Leupold (Lok Werdau)
  • 42,5 kg: 1. Gräf (HSG Jena)
  • 45 kg: 1. Von Heiden (Rotation Berlin)
  • 50 kg: 1. Exner (Rotation Berlin)
  • 55 kg: 1. Krüger (Dynamo Brandenburg)
  • +55 kg: 1.

Internationales Turnier in Kiew

In der Hauptstadt der Ukrainischen SSR, in Kiew, trafen sich vom 16. bis 21. April im Rahmen einer Ver- anstaltung des Sportkomitees der befreundeten Armeen Judoka von vier Kontinenten bei einem stark besetzten internationalen Turnier. Teilnehmer waren Auswahlmannschaften der befreundeten Armeen aus Bulgarien, der CSSR, Ungarn, Kuba, der MVR, Polen, Rumänien, Syrien, Angola, der KVDR, der DDR und der UdSSR.

Schirmherr und aufmerksamer Beobachter dieser Wettkämpfe war der sowjetische Flieger-Kosmonaut Generalleutnant Viktor W. Gorbatkow. Die Auswahl der UdSSR, die in jeder Gewichtsklasse vier Teilnehmer stellen konnte, behielt auch fünf Turniersiege im eigenen Land. Die ernsthafteste Konkurrenz hatten sie in den Vertretern aus der KVDR und aus Kuba.

Die fünf Vertreter des ASK Vorwärts Frankfurt/O. blieben mit zwei Bronzemedaillen etwas unter den Erwartungen, schlugen sich aber noch achtbar im großen Feld der Teilnehmer.

Einzelsieger

  • 60 kg: 1. Kim En Kem (KVDR)
  • 65 kg: 1. Zin Zen Tschel (KVDR)
  • 71 kg: 1. Mesablitschwili (UdSSR)
  • 78 kg: 1. Budjukin (UdSSR)
  • 86 kg: 1. Seljakow (UdSSR)
  • 95 kg: 1. Worobjew (UdSSR)
  • +95 kg: 1. Fis (Kuba), 3. Scherping (DDR)
  • Alle Kategorien: 1. Sintschenko (UdSSR)

Internationales Jugendturnier in Meißen

Mitte April war es wieder einmal soweit, die besten Nachwuchsjudokas aus sieben sozialistischen Ländern be-warben sich beim traditionellen internationalen Jugendturnier um die begehrten Pokale mit den Blauen Schwertern in Meißen. Um es gleich vorweg zu nehmen, die DDR-Athleten erreichten mit vier Siegen und jeweils fünf zweiten und dritten Rängen und insgesamt 70,5 Punkten die erfolgreichste Bilanz seit 1977.

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Reihenfolge

  1. DDR 4/5/5 - 70,5
  2. UdSSR 3/0/2 - 28,0
  3. Bulgarien 0/0/3 - 10,5
  4. Rumänien 0/1/1 - 8,5
  5. Ungarn 0/1/1 - 8,5
  6. CSSR 0/0/1 - 3,5

Europameisterschaften in Belgrad

Zum ersten Mal fanden die EM in Jugoslawiens Hauptstadt Belgrad statt, und man kann es vorwegnehmen, daß es Meisterschaften von rundherum gutem Niveau waren. Wenn sie überhaupt einen Makel aufzuweisen hatten, dann, daß nur 141 Aktive aus 24 Ländern um die Medaillen kämpften. „Wir sind in der EJU zur Zeit 35 Länder,, und somit kann diese Zahl natürlich nicht befriedigen. Vor allem Länder, die kurzfristig unbegründet absagten, müssen sich ernste Vorwürfe gefallen lassen“, kritisierte EJU-Präsident Kurt Kucera bereits bei der Auslosungs-veranstaltung.

Für die kleine DDR-Mannschaft, aus der wegen einer in Jugoslawien erlittenen Trainings-verletzung plötzlich noch Europameister (U21) Axel Lobenstein vom SC Leipzig ausfiel, ging es jedenfalls um eine solche Einstellung, denn schwere Kontrahenten hatte schließlich das Tableau zu bieten. Doch die Andreas Paluschek (ASK), Sven Loll. Henry Stöhr (beide Dynamo Hoppegarten) sowie Ramon Pink (SCL) verfuhren nach der Devise, das Bange machen nicht gilt.

Einzelsieger und DDR-Platzierungen

  • 60 kg: 1. Csak (Ungarn)
  • 65 kg: 1. Sokolow (UdSSR), 5. Paluschek (DDR)
  • 71 kg: 1. Hajtos (Ungarn)
  • 78 kg: 1. Wienecke (BRD), 3. Pink (DDR)
  • 86 kg: 1. Seisenbacher (Österreich)
  • 95 kg: 1. Van de Walle (Belgien)
  • +95 kg: 1. Wilhelm (Niederlande), 2. Stöhr (DDR)
  • Alle Kategorien: 1.

DDR-Studentenmannschaftspokal

Nach den territorialen Ausscheidungskämpfen der Studentenmannschaften der Universitäten und Hoch- und Fachschulen in den Bezirken der DDR trafen sich beiden Erstpalzierten jeder Gruppe, insgesamt zwölf Mann-schaften, zum Endausscheid um den DDR-Studentenmannschaftspokal am 10. Mai in der Sporthalle der Wil-helm Pieck-Universität Rostock. Dieser Pokal wird im Wechsel mit den Titelkämpfen um den DDR-Studen- teneinzelmeister alle zwei Jahre ausgekämpft.

Die Judoka der Rostocker Universität und das Organisatoren-kollektiv unter der Leitung des Sportsfreundes Friedhelm Bark gaben ihr Bestes, um diesen Höhepunkt im Stu-dentenjudo gut vorzubereiten und dafür ei- nen würdigen Rahmen zu schaffen. Eine Besonderheit der Mann-schaftskämpfe im Studentensport ist die Ungewissheit über die Kampfstärke der einzelnen Einrichtungen, die ich jährlich durch die immatrikulierten Studenten und den Studienabschluß kampfstarker Judoka wesentlich ändern kann.

  1. HSG Humb.
  2. 3.
  3. 3.
  4. 5.
  5. 5.

DDR-Meisterschaften 1986 in Köthen

Nach den EM im Mai in Belgrad ist für die besten Kämpfer des DJV der DDR die Saison noch längst nicht beendet. So waren sie bei den „Spielen des guten Willens“ in Moskau im Einsatz, werden beim Weltcup in Wien ebenso ihre Visitenkarte abgeben, wie bei den EM der Männer unter 21 Jahre im November in Leonding. Unter all diesen Aspekten - die Spitze der Auswahl war zum Zeitpunkt der Titelkämpfe ebenfalls in Leonding - waren die DDR-Meisterschaften 1986 in Köthen noch einmal eine Bestandsaufnahme für Auswahltrainer Henry Hempel.

In überragender Form im Vergleich zur Konkurrenz stellten sich dabei an den zwei Wettkampftagen die Aktiven des SC Dynamo Hoppegarten vor, die allein sechs Goldmedaillen auf ihrem Erfolgskonto verbuchen konnten.

Einzelsieger

  • 60 kg: 1. Arnold (SC Dynamo)
  • 65 kg: 1. Broege (SC Dynamo)
  • 71 kg: 1. Münstermann (SC Leipzig)
  • 78 kg: 1. Hoffmann (SC Dynamo)
  • 86 kg: 1. Borawski (SC Leipzig)
  • 95 kg: 1. Brandt (SC Dynamo)
  • +95 kg: 1. Olhorn (SC Dynamo)
  • Alle Kategorien: 1.

Spiele des guten Willens in Moskau

Wieder einmal war Moskau Treffpunkt hervorragender Judokas aus vielen Ländern der Welt. Zu den Wettkämpfen des Guten Willens hatten die Organisatoren Aktive aus 19 Ländern eingeladen, die vom 16. Bis zum 20.Juli im Sportzentrum der Freundschaft ihre Besten ermittelten. Die Organisation, Betreuung und die Durchführung der Veranstaltung standen auf einem sehr hohen Niveau, teilweise fühlte man sich wieder in die Atmosphäre der Olympischen Spiele 1980 versetzt.

Seitens des Judoverbandes der DDR gingen Henry Stöhr, Andreas Preschel, Roland Borawski, Thomas Münstermann, Andreas Paluschek auf die Tatamis. Leider konnte diese kleine Mann-schaft nicht an die Erfolge vergangener Moskauhöhepunkte - so der Olympischen Spiele 1980 und der WM 1983 anknüpfen. Keinem unserer Kämpfer gelang eine Finalteilnahme. Nur Roland Borawski kam auf einen Medail-lenplatz, während Europameister Henry Stöhr und seine weiteren Mitstreiter mit ihren Platzierungen die Erwar-tungen nicht erfüllten.

In fünf der acht Kategorien gelang es jeweils nur einem ausländischen Gast, in das Finale vorzustoßen, und dabei konnten die Gastgeber nur einen Sieger stellen. Siebenmal erklang dagegen die Hymne der UdSSR und in drei Gewichtsklassen gab es sogar ein reines Finale durch Kämpfer der Gastgebermannschaft.

Dies errangen die UdSSR-Judokas durchweg gegen ausgezeichnete internationale Konkurrenz. Sie demonstrier-ten gegenüber dem Abschneiden bei den EM dieses Jahres in Belgrad einen enormen Leistungsanstieg, sie drückten damit dem Gesamtniveau den Stempel auf. Die Reihenfolge der zur Austragung gekommenen Ge-wichtsklassen erfolgte nach dem Prinzip des Zeitplanes Olympischer Spiele oder WM. Ausgetragen wurden die Kämpfe auf einer Matte und nach dem in Europa gültigen Reglement (K O.-System mit doppelter Hoffnungs-runde).

Einzelsieger

  • 60 kg: 1. Mukai (Japan)
  • 65 kg: 1. Chamchojew (UdSSR)
  • 71 kg: 1. Schkarin (UdSSR)
  • 78 kg: 1. Schestakow (UdSSR)
  • 86 kg: 1. Siwzew (UdSSR), 3. Borawski (DDR)
  • 95 kg: 1. Poddubny (UdSSR)
  • +95 kg: 1. Weritschew (UdSSR)
  • Alle Kategorien: 1.

Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Tirgoviste

Im Zeitraum vom 31. Juli bis 5. August 1986 fanden die diesjährigen Jugendwettkämpfe der Freundschaft in Tirgoviste (Rumänien) statt. Insgesamt gingen 84 Aktive aus zehn Ländern an den Start, wobei sich Rumänien als Gastgeber in den einzelnen Gewichtsklassen mit Doppelbesetzung beteiligte. Der DJV der DDR nahm mit einer Mannschaft von sieben Athleten der Jahrgänge 1968 und jünger teil.

Bis auf Sven Noack, der im vergan-genen Jahr bei den JWdF in Ungarn die Bronzemedaille erkämpfen konnte, waren alle anderen Sportler erst-malig Teilnehmer an einer solchen großen internationalen Bewährungsprobe. Nach den Vorleistungen dieses Altersbereiches im Aufbautraining beim internationalen Turnier der Jugend und dem bis zu diesem Zeitpunkt angebotenen internationalen Wettkampfergebnissen war ein ausgezeichnetes Abschneiden in diesem Wettkampf von vornherein eine äußerst schwierige Aufgabe.

Im Ergebnis der Nominierung konstituierte sich in der Reihenfolge der Gewichtsklassen folgende Mannschaften: Mirko Grosche (SC Leipzig), Hans Jürgen Gamradt, Mike Schulz (beide SC Dynamo Hoppegarten), Peter Kiefer und Sven Noack (beide SC Leipzig), Lutz Gold-mann und Mike Griese (beide SC Dynamo Hoppegarten). Nach verletzungsbedingten Ausfall von Mirko Grosche in der Vorbereitungsphase kam der Ersatzmann Heiko Schuster (SC Dynamo Hoppegarten) zum Einsatz.

Einzelsieger

  • 60 kg (11 TL.): 1. Patrascu (Rumänien)
  • 65 kg (11 TL.): 1. Ju Long (KVDR)
  • 71 kg (11 TL.): 1. Julian (Bulgarien)
  • 78 kg (11 TL.): 1. Ependiew (UdSSR)
  • 86 kg: 1. Szabo (Rumänien)
  • 95 kg (10 TL.): 1. Walew (Bulgarien), 2. Goldmann (DDR)
  • +95 kg (9 TL.): 1. Dame (Bulgarien)
  • Alle Kategorien (10 TL.): 1.

Länderkampf beim Volksstimme-Fest in Wien

In der Wiener „Volksstimme“ vom 30./31. August stand es geschrieben: „Es wird ein Länderkampf, der den Judo-Anhängern alles bieten wird, was sie sich beim Volksstimme-Fest wünschen. Einen sehr starken Gegner, der für Spannung sorgt, und natürlich mitreißende Kämpfe auf hohem Niveau. Schwierig wird freilich der Wunsch des heimischen Publikums zu erfüllen sein, den Länderkampf auch zu gewinnen. Gegner ist nämlich die Auswahl der DDR, in deren Reihen international bekannte und erfolgreiche Judokas stehen“.

Neben dem rein sportlichen Teil bei diesem Vergleich stand vor allem eine interessante Neuheit im Mittel- punkt, die auf der Festwiese ihre Weltpremiere erlebte. Weiße, blaue und rote Kimonos fanden Verwendung, mit deren Hilfe die Kämpfe auch optisch noch attraktiver gestaltet werden sollen. „Wie viele Anhänger des Judos bin ich eher skeptisch diesem Test gegenüber eingestellt gewesen, doch nunmehr finde ich farbige Kleidung zumindest nicht mehr unmöglich. Die DJV-Mannschaft war eine Mischung erfahrener Athleten vom Schlage der Henry Stöhr, Klaus-Peter Stollberg und Roland Borawski sowie junger Talente wie Ralf Schade, Sven Loll und Axel Loben-stein.

  1. 2.
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U-21-Turnier in Olsztyn

Das traditionelle U-21-Turnier in Olsztyn Anfang September hat längst seinen festen Platz in der Vorbereitung des Judo-Nachwuchses auf die EM gefunden. Auch in diesem Jahr war wieder eine potentielle Zahl an chancenreichen EM-Startern für Leonding auf den Tatamis, und damit hatte das gesamte Turnier auch das entsprechend gute Niveau. Namentlich die bekanntesten Aktiven waren der junge Seniorene...