Karat (engl. Carat) definiert das Gewicht eines Diamanten. "Karat" oder Karatgewicht ist ein Maß dafür, wie viel ein Diamant wiegt und wird mit Kt abgekürzt. Ein Karat ist eigentlich ein Fünftel Gramm oder 200 mg. Das Karat kann weiter in 100 "Punkte" unterteilt werden und ein Punkt entspricht 0,01 Kt. Dies ermöglicht eine sehr genaue Messung mit bis zwei Stellen nach dem Komma.
Damit Sie sich die unterschiedlichen Karatgrößen besser vorstellen können, wurde dieses Tool entwickelt. So bekommen Sie ein Gefühl für die Relationen und erleichtern sich die Wahl des für Sie passenden Diamanten.
Der Juwelier kann somit einen Stein, der weniger als 1 Kt wiegt, beispielsweise mit 0,25 Kt beschreiben oder 25 Punkt. Das Karatgewicht wird in Karat mit zwei Dezimalstellen angegeben. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Ein sogenannter Halbkaräter wiegt demnach 0,1 Gramm und wird auch als 50 Punkter bezeichnet.
Grundsätzlich spricht man bei Karat-Gewichten unter 1 Karat von „Punkten“: beispielsweise von einem 75 Punkter für einen Stein mit 0,75 Karat. Das Karatgewicht ist eine Maßeinheit für das Gewicht eines Diamanten und einer der wichtigsten Faktoren bei der Bestimmung seines Wertes. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm, also dem Gewicht einer Büroklammer.
Im Jahr 1907 wurde dann schließlich Karat als offizielles, metrisches Maß für Edelsteine festgelegt. Sechs Jahre später akzeptierten die USA das Maß und Europa und Großbritannien folgten ein Jahr darauf.
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Es ist wichtig zu beachten, dass sich der Begriff "Karat" Kt vom Begriff "Karat" kt unterscheidet, letzterer ist der Wert, welcher die Reinheit, den Feingehalt von Gold bezeichnet.
Der Einfluss des Karatgewichts auf die Größe und den Wert eines Diamanten
Das Karat-Gewicht gibt nicht, wie vielfach angenommen, unmittelbare Auskunft über die Größe eines Diamanten. Zwei Diamanten mit dem gleichen Karat-Gewicht können unterschiedlich groß erscheinen. Das Karatgewicht eines Diamanten hängt eng mit seiner Größe zusammen, drückt jedoch etwas Anderes aus. Darüber hinaus gibt es andere Faktoren, welche die Größe eines bestimmten Steins beeinflussen können. Die wichtigsten sind der Schliff und die Form.
Mit immer größer werdenden Abmessungen des Steins steigen auch das Karatgewicht und sein Preis. Warum ist dies so? Je größer der Diamant ist, desto seltener ist er. Weniger als einer von einer Million abgebauter Rohsteine ist groß genug, um ein einzelnes Stück in 1 Kt zu schleifen. In diesem Fall zahlen Sie nicht nur insgesamt mehr, sondern auch in Bezug auf ein Karat Diamant.
Das Karat-Gewicht ist das Kriterium welches den Wert eines Diamanten am stärksten beeinflusst. Umso schwerer ein Diamant, also umso mehr Karat, desto höher der Preis. Größere Diamanten sind seltener und gefragter als kleine Diamanten. Der Diamantenpreis steigt daher nicht proportional mit seinem Gewicht, sondern exponentiell.
Das bedeutet, dass ein Einkaräter nicht doppelt so viel wie ein Halbkaräter, sondern ein Vielfaches davon kostet (bei ansonsten gleicher Qualität). Demzufolge ist der Preis eines großen Diamanten nicht nur aufgrund des höheren Gewichtes, sondern auch durch einen höheren Preis pro Karat, teurer.
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Bei Diamanten gibt es “magische Schwellen“ bei denen es zu Preissprüngen kommt. Ein 1 Karat Diamant etwa kostet deutlich mehr als ein 0,95 Karat Diamant, obwohl der Unterschied in der Größe kaum sichtbar ist. So kann man teilweise bares Geld sparen, indem man einen Diamanten mit einem nur geringfügig geringeren Gewicht kauft.
Weitere Faktoren, die die Größe und das Aussehen eines Diamanten beeinflussen
Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein runder Diamant mit einem Gewicht von 0,90 Kt und mit guten Proportionen größer erscheint als ein Diamant mit einem Karatgewicht von insgesamt 1,00 Kt. Daher ist es sehr wichtig auch andere Kategorien zu berücksichtigen, die verwendet werden, um den Wert und die Qualität eines Diamanten zu bestimmen. Wenn Sie einen Stein mit bloßem Auge betrachten, wird Ihr Eindruck wahrscheinlich eher von seinen Proportionen als vom Karatgewicht selbst beeinflusst.
Schliff
Schliff: Je höher der Schliffgrad ist, desto mehr einfallendes Licht tritt über die Tafel wieder aus, desto schöner & intensiver funkelt & brilliert der Diamant. Und desto größer wirkt der Diamant für das menschliche Auge. Steine mit niedrigeren Schliffgraden wirken demnach selbst bei gleichem Durchmesser der Tafel und gleicher Karatzahl immer kleiner als Steine mit höherem Schliffgrad. Es ist dadurch möglich, dass ein Stein mit kleinem Karat-Gewicht und weniger Tafeldurchmesser, aufgrund seines höheren Schliffgrades, größer wirkt, als ein größerer Stein mit niedrigerem Schliffgrad.
Yorxs empfiehlt bei den drei zur Wahl stehenden Schliffkriterien (Schliffgrad, Symmetrie, Politur) beim Brillantschliff und den zwei Schliffkriterien (Symmetrie, Politur) bei den übrigen Schliffarten keine Abstriche zu machen.
Form
Das Aussehen eines Diamanten wird auch von seiner Form beeinflusst. Beispielsweise vergrößern längliche Designs (Marquise, Oval) den Diamanten optisch. Trotzdem können sich auch zwei Steine mit gleicher Form und gleichem Karatgewicht in anderen Proportionen unterscheiden. Auch die Tiefe und die Abmessungen der Tafel sind zu berücksichtigen.
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Die Tiefenangabe in % drückt das Verhältnis zwischen der Gesamttiefe des Steins (Abstand zwischen Tafel und Kalette) und seinem Durchmesser aus. Deshalb ist es so wichtig, dass der Schleifer diesen Koeffizienten im idealen Bereich hält. Auch die Proportionen der Tafel sollten nicht vom richtigen Verhältnis abweichen. Beide Eigenschaften beeinflussen unter anderem die Brillanz des Diamanten. Bei einem tief geschliffenen Stein liegt der größere Teil des Karatgewichts in der Tiefe des Pavillons verborgen (er hat also eine höhere Tiefe), was aber zu einem kleineren Durchmesser führt als bei einem perfekt geschliffenen Diamanten. Ein Diamant mit einer geringeren Tiefe sieht größer aus.
Fassung
Darüber hinaus werden das Aussehen des Diamanten und seine Größe auch durch die Platzierung des Steins im Schmuck beeinflusst. Die Fassung eines Diamanten kann den Edelstein größer erscheinen lassen als er tatsächlich ist.
Tafel und Tiefe
Tafel: Die Tafel stellt den sichtbaren Bereich des Diamanten bei der Draufsicht dar. Dies ist die häufigste Ansicht eines gefassten Diamanten. Tiefe: Ein besonders tiefer Stein wirkt meist kleiner als ein etwas flacherer. Ein großer Anteil des Gewichtes befindet sich bei tiefen Steinen im unteren Teil des Diamanten.
Tabelle: Karatgewicht und ungefähre Größe verschiedener Diamantformen
Die folgende Tabelle zeigt die ungefähre Größe verschiedener Diamantformen bei einem Karatgewicht von 1 Kt:
| Form | Ungefähre Größe | Ausmaße (Länge x Breite) | Krone (Gesamtfläche in mm²) |
|---|---|---|---|
| Brillant | Rund | 6,5 mm | 33,2 |
| Prinzess | Viereckig | 5,5 mm | 30,3 |
| Oval | Länglich | 8 x 5,5 mm | 34,6 |
| Marquise | Länglich | 11,5 x 5,5 mm | 49,3 |
Es ist durchaus üblich, dass ein 0,5 karätiger Stein 5 mm messen kann. Das führt dann dazu, dass beide Größen verwechselt werden. Ein 6,35 mm Stein kann jedoch bereits 1 Kt haben. Es ist daher zu beachten, dass das Karatgewicht nicht direkt proportional zu seinen Abmessungen ansteigt.
Die Geschichte des Karat-Begriffs
Der Begriff Karat stammt vom griechischen Wort „Keration“ und der arabischen Bezeichnung „qirat“. Beide Ausdrücke bedeuten „Schote des Johannisbrotbaums“. Der Pflanzensamen wurde vor langer Zeit als Gewicht zum Wiegen von Gold und Edelsteinen genutzt. Es wurde lange Zeit angenommen, dass das Gewicht des Samens ungewöhnlich einheitlich sei. Forscher widerlegten diese Annahme.
In der Blütezeit des Byzantinischen Reiches wurden anstelle von Johannisbrotsamen Glassteine mit einem Gewicht von 196 mg, die dem durchschnittlichen Gewicht von Johannisbrot entsprachen, zum Wiegen von Münzen verwendet. Es stellte sich heraus, dass die Samen zwar auf den ersten Blick gleich aussehen, ihr Gewicht aber tatsächlich unterschiedlich ist, weshalb auf ihre Verwendung verzichtet wurde und man auf diese Glassteine umstieg.
