Diamantpreise: Ein umfassender Überblick

Bei Diamanten bestimmt die Qualität den Wert - und dabei machen kleine Nuancen große Unterschiede im Preis. Wichtig gleich vorneweg: Auskünfte über die Vergangenheit können wir geben. Vorhersagen über zukünftige Entwicklungen sind Spekulation.

Faktoren, die den Diamantpreis beeinflussen

1. Karatgewicht

Diamanten unterschiedlicher Form lassen sich am besten über den Karatpreis vergleichen. Das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben. Die übliche Abkürzung lautet „ct.“. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Die Karatangabe bei Diamanten erfolgt immer mit zwei Dezimalstellen, z.B. 1,25 Karat. Der Durchmesser eines einkarätigen (runden) Brillanten beträ... Die Verfügbarkeit von Diamanten in Schmuckqualität nach Karatgröße macht es deutlich: Die meisten Diamanten sind kleiner als 1 Karat (ca. 83%), während das Angebot bei steigender Größe knapper und knapper wird. Diamanten zwischen 1 und 2 Karat sind im Gesamtvergleich nur fast ein Zehntel der verfügbaren Steine. Bei Diamanten über 3 ct. sind es nur noch ca. 2% und bei Diamanten über 10 ct. Nimmt man hierzu noch die oben beschriebenen Unterschiede in den höheren und höchsten Qualitätsstufen, wird die Auswahl nochmal um ein Vielfaches enger.

2. Diamantenqualität (Die "4 C's")

Neben der Größe/dem Gewicht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium für den Preis eines Diamanten dessen Qualität. Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er. Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein.

Hier erfahren Sie wissenswertes bezgl. „4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).

  • Farbe (Color): Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River).
  • Reinheit (Clarity): Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind. Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, bzw.
  • Schliff (Cut): Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist auschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.

Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale. Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten). Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.

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3. Zertifizierung

Als weiterer wichtiger Punkt der preisbildenden Kriterien ist das Zertifikat bzw. die Expertise des Diamanten zu nennen. Ein Zertifikat ist quasi der Pass des Diamanten. In ihm sind neben den genauen Maßen des Diamanten alle identitätsgebenden Merkmale enthalten, mit denen der Diamant zweifelsfrei identifiziert werden kann. Der Wert eines Zertifikates ist dabei nur so gut, wie der Ruf des ausstellenden Institutes.

Da Diamanten weltweit gehandelt werden und ihre Preise ebenso weltweit entstehen, sind auch nur Zertifikate von Diamantinstituten zu empfehlen, welche weltweite Anerkennung geniessen. Diese sind das „GIA - Gemological Institute of America“, das „IGI - International Gemological Institute“ und der „HRD - Hoge Raad Voor Diamant“.

4. Schliff-Form

Die Form, in der ein Diamant geschliffen ist, darf nicht mit der Schliffqualität verwechselt werden. Ein Diamant kann in einer Vielzahl verschiedener Formen geschliffen werden, das hat natürlich auch einen Einfluss auf den Brilliant Preis.

Die mit Abstand bekannteste und mit einem Anteil von ca. 85% aller geschliffenen Diamanten, beliebteste ist die Form des (runden) Brillianten. Die Brilliant-Form wird wegen ihrer besonders aufwendigen Schlifform und der dadurch erzielten maximalen Brillianz seit jeher besonders geschätzt und nachgefragt. Die Herstellungskosten sind bei einem Brillianten durch den aufwendigeren Schliff und den größeren Schleifverlust allerdings auch am höchsten.

Dadurch sind Brillanten bei ansonsten gleicher Qualität wie Farbe, Reinheit usw. auch immer teurer als Diamanten in anderen Formen.

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5. Synthetische Diamanten

Interessant ist auch die Mode von im Labor gezüchteten, synthetischen Diamanten als Diamant-Ersatz. Hier spielen gleich mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen sind sie beliebt bei Juwelieren: Wenig finanzielles Risiko im Vergleich zu natürlichen Diamanten bei atemberaubenden Margen. Hinzu kommt oft Unwissenheit über das neue Produkt als Schmuckstein: Viele kaufen die Synthesen mit dem Eindruck, nicht nur etwas Schönes, sondern auch etwas Werthaltiges zu kaufen.

De facto gibt es aber keinen Zweitmarkt für Labordiamanten, deren Preise derzeit bei ca. 1-10% von natürlichen Diamanten liegen - Tendenz weiter rasant fallend. Es wird geschätzt, dass die Preise von Synthesen sogar unter deren Produktionskosten fallen werden. So könnte der scheinbare Vorteil des günstigen Preises die Wahrnehmung von Synthesen ähnlich wie Zirkonia als Modeschmuck zementieren.

Marktentwicklungen und Diamantpreise

In den letzten 5 Jahren haben sich die Diamantpreise so viel bewegt wie lange nicht mehr. Angefangen von Covid-19 und Höchstpreisen in 2022 folgte ein monatelanger Preisverfall auf ein Niveau sogar unter dem vor der Covid-19 Pandemie. Nach über 18 Monaten sinkender Diamantpreise wurde ein Importstop von Rohdiamanten in Indien angeregt, um dem Trend entgegenzuwirken.

Mit steigenden Zinsen und steigenden Kapitalkosten mussten daraufhin viele finanzierten Lager reduziert werden, was zu einem Überangebot am Markt und weiteren Preissenkungen geführt hat. Die großen Diamantproduzenten wie De Beers, Alrosa, Rio Tinto, etc. haben alle auf das neue Preisniveau reagiert und ihre Förderung reduziert. Der Abbau von Diamanten im Tiefbau ist teuer und lohnt sich nur ab einem bestimmten Preisniveau.

Diamanten als Wertanlage

So sind Diamanten zur Wertanlage immer häufiger als physischer Sachwert in den Fokus der Anleger gerückt. Denn der Diamant hat entscheidende Vorteile: So hat sich zum Beispiel der Preis für Diamanten in den vergangenen 25 Jahren positiv entwickelt. Auch konjunkturbedingte Ereignisse konnten dem Preis von Diamanten langfristig nichts anhaben. Darüber hinaus besitzt der Diamant den größten Wert auf kleinstem Raum.

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Wir setzen bei Anlagediamanten ausschließlich auf die allerhöchsten Qualitäten: nur lupenreine, exzellent geschliffene Diamanten in den reinsten Farben kommen aus unserer Erfahrung bei einem Investment in Diamanten in Frage.

  • Lupenreine Diamanten
  • in den höchsten Farben
  • in exzellentem Schliff
  • mit den Zertifikaten GIA, HRD Antwerp und PREMIUM VALUE
  • nur in den gesuchten Größen

Wir vertrauen ausschließlich - wie fast alle Diamantexperten weltweit - auf das Zertifikat des „Gemological Institute of America“ (GIA). Dieses Institut und sein Zertifikat verfügen international über die höchste Reputation. Sie sind der Garant für eine seriöse Qualitätsbestimmung, die die Grundlage für eine realistische Preisbestimmung darstellt.

Preisbeispiele und Orientierungshilfen

Die Rapaport Diamant Preisliste ist eine von Martin Rapaport 1978 ins Leben gerufene wöchtentlich erscheinende Preisliste für Diamanten. Sie ist reserviert für Händler und Juweliere und hilft ihnen weltweit bei der Preisgestaltung von Diamanten für den Verbraucher. Die darin gelisteten Preise (in USD) dienen nur als Orientierungshilfe für Preisveränderungen. Sie sind keine festgelegten Preise.

Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bieten wir Ihnen exklusiv hier mit der Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange) an. Sie soll Ihnen als erste grobe Orientierung für den angemessenen Preis von Diamanten dienen.

Beispielrechnung anhand der IDEX-Preisliste:

Die IDEX (International Diamond Exchange) stellt die Preise für Diamanten im Brillantschliff in Ihrer Diamantenpreisliste in US-Dollar pro Karat und unterteilt den Diamantpreis bei gleicher Qualität (Farbe und Reinheit), in verschiedene Gewichtsklassen z.B. 1,00 ct. bis 1,24 ct. dann 1,25 ct. bis 1,49 ct. usw.

Als Beispiel soll nun ein 1 Karat Diamant Preis ermittelt werden. Dieser Einkaräter-Diamant liegt in der Range 1,00ct. bis 1,24ct. (siehe rechte Diamantenpreisliste oben). Einkarat Diamanten dieser Größe/dieses Gewichts kosten in der höchsten Qualität der Farbe D und der Reinheit IF 27.130 USD pro Karat (siehe rote Markierung).

Dieser Diamant 1 Karat Preis ist bei einem Einkaräter mit bspw. 1,03 Karat dann mit dem Faktor 1,03 zu multiplizieren. Unser Beispiel 1 Karat Diamant Preis liegt somit für einen Einkaräter mit 1,03 Karat bei 27.943,90 USD oder anders formuliert, hat der 1 Karat Diamant einen Wert von 27.943,90 USD.

In Euro umgerechnet: Sollte der aktuelle Dollar-/Eurokurs bspw. bei 1,20 liegen, teilen Sie 27.943,90 USD durch 1,20 und erhalten mit 23.286,58 Euro den 1 Karat Diamant Wert für unseren Beispieldiamanten.

Nicht berücksichtigt sind hier die Mwst.

Weitere wichtige Aspekte

  • Ethische Herkunft: Für uns bei DIAMONDAS ist es selbstverständlich, dass wir ausschließlich Diamanten zur Wertsicherung verkaufen, welche eine lückenlose Herkunft aus ethisch einwandfreien Quellen nachweisen können.
  • Erfahrung und Sachkenntnis: In der Welt der Diamanten haben Erfahrung und Fachwissen höchste Priorität. Schon kleinste, kaum wahrnehmbare Nuancen haben einen großen Einfluss auf den Preis und auch auf die Wiederverkäuflichkeit eines Diamanten.
  • Wiederverkauf: Wer sein Vermögen langfristig auch durch den Kauf von Diamanten als Sachwert schützen will, sollte die Verkäuflichkeit zu einem späteren Zeitpunkt bedenken.

Berücksichtigen Sie bei eventuellen Preisvergleichen für Diamanten bitte, dass der billigste Diamant (mit oftmals nur auf den ersten Blick gleichen Eigenschaften) selten der beste Diamant ist! Dies gilt ganz besonders bei Diamanten zur Wertanlage, wo jedes Detail zählt!

Selbstverständlich können Sie auch Diamanten/Brillanten in anderen Größen, Qualitäten oder Schliffen (Schliffform) von uns erhalten.

Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.

Bis auf wenige kurzfristige Ausnahmen, ist die Nachfrage immer größer gewesen, als die Produktion von hochwertigen Diamanten. Dadurch ist auch der Diamanten-Preis langfristig immer gestiegen und wird es aller Voraussicht nach auch weiter.