Karat: Definition und Einheit

Das Karat (Abk. kt oder C) ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Karat ist eine Maßeinheit, die den Reinheitsgrad von Gold angibt und auch für Gold verwendet wird.

Karat als Feingehalt von Gold

Mit diesem Feingehalt ist der Gewichtsanteil von reinem Gold gemeint, der in der gesamten Masse einer Legierung vorliegt.

Der Feingehalt gibt den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an und wird üblicherweise in Promille (‰) angegeben.

Zum Beispiel bedeutet ein Feingehalt von 750/1000, dass die Legierung zu 75 % aus reinem Gold und zusätzlichen 25 % Legierungsmetallen besteht, wie Silber, Kupfer und Palladium. Der Rest der Legierung sind andere Metalle, die zur Härte und Farbe der Legierung unserer Ringe beitragen.

In Europa werden Feingehaltsangaben wie 585/1000 (entspricht 14 Karat) und 750/1000 (18 Karat) häufig verwendet. Ein Schmuckstück mit einer Feingehaltsangabe von 750/1000 enthält 75 % reines Gold und 25 % andere Metalle. Ein Schmuckstück mit einer Karat-Angabe von 18 Karat entspricht einem Feingehalt von etwa 750/1000.

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In der Praxis bedeuten beide Angaben letztendlich dasselbe: den Goldanteil in der Legierung. Die Wahl zwischen Feingehalts- und Karat-Angaben hängt oft von regionalen und traditionellen Präferenzen sowie von gesetzlichen Anforderungen ab.

Wenn der Gold-Feingehalt in Karat angegeben wird, erfolgt dies in x/24 Teilen. So hat beispielsweise einkarätiges Gold einen Gewichtsanteil von 1/24 der Gesamtmasse, also knapp 4,2 Prozent.

Hierbei ist zu beachten, dass es sich um eine theoretische Angabe handelt. In der Praxis sieht es etwas anders aus: Durch Verunreinigungen, die sich kaum vermeiden lassen, wird die Reinheit etwas beeinträchtigt. So kann man davon ausgehen, dass 24-karätiges Gold eine Reinheit von nicht 100, sondern 99,99 Prozent hat.

Neben der Maßeinheit Karat ist auch die Angabe in 1/1000 Teilen bei Goldlegierungen üblich. In dem Fall hätte 24-karätiges Gold einen Anteil von 999,9 Teilen. Dieses wird auch als Feingold bezeichnet. Gold mit einem Feingehalt von 333 besteht zu 1/3 aus dem reinen Edelmetall.

Somit entspricht 24 Karat reinem Gold. In der Schmuckindustrie werden oft 24 Karat (reines Gold), 18 Karat (75 % Gold), 14 Karat (58,5 % Gold) und andere Karat werte verwendet, um den Goldgehalt in der Legierung anzugeben.

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Die Bezeichnung „333er-Gold“ bezieht sich auf eine Goldlegierung, bei der der Feingehalt 33,3 % beträgt. Das bedeutet, dass nur ein Drittel der Legierung aus reinem Gold besteht, während der Rest aus anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Zink besteht.

Typische Goldlegierungen sind Kupfer oder Silber, aber auch die Verschmelzung mit Palladium und weiteren Metallen ist möglich. Der Zweck hinter diesen Verschmelzungen ist hauptsächlich die Verhärtung des relativ weichen Goldes. Aber auch Farbgoldlegierungen sind beliebt, um dem Edelmetall eine besondere Farbgebung zu verleihen.

In Deutschland regelt dies das sogenannte „Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren“. Das Gesetz besagt, dass die Reinheit des Edelmetalls mindestens 8 Karat, entsprechend eine 333-er Feinheit, haben muss, um als Gold verkauft zu werden. Dies gilt für Goldlegierungen.

Übersicht der Goldlegierungen und Karatwerte

LegierungKaratGoldanteil
3338333/1000 = 33,3%
3759375/1000 = 37,5%
58514585/1000 = 58,5%
75018750/1000 = 75,0%
87521875/1000 = 87,5%
90021,6900/1000 = 90,0%
91622916/1000 = 91,6%
96523,2965/1000 = 96,5%
999,9, Feingold24999,9/1000 = 99,99%

Karat als Maßeinheit für Edelsteine

Der Begriff leitet sich vom metrischen Karat ab, das auch als Gewichtseinheit für Edelsteine verwendet wird, dort aber für 0,2 g (1⁄5 Gramm) steht und sich Kt oder ct schreibt.

Das metrische Karat gilt als Maßeinheit, mit der die Masse von Edelsteinen angegeben wird. Genauer handelt es sich bei Karat um eines der Qualitätsmerkmale von Diamanten. Von diesen gibt es vier wichtige, die auch als die vier Cs bezeichnet werden. Sie sind eine große und allgemein anerkannte Hilfe, wenn es darum geht, den Preis eines Diamanten festzulegen.

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Sie wissen nun bereits, dass das metrische Karat als Gewichtseinheit zu verstehen ist, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht. Mit Hilfe dieser Maßeinheit ist es möglich, das Gewicht und den Preis von Edelsteinen zu bestimmen.

In Deutschland lautet die Abkürzung für Karat bei Diamanten kt. Die Abkürzung für Karat als Maßeinheit für Gold lautet in Deutschland ebenfalls kt oder auch K. In Österreich und der Schweiz ist bei Diamanten die internationale Schreibweise Carat gebräuchlicher. Daher lautet die Abkürzung für der Maßeinheit für Diamanten hier ct. Für den Feingehalt von Gold ist in Österreich und der Schweiz hingegen die Schreibweise Karat gebräuchlich und daher die Abkürzung kt. Speziell bei Uhreneinprägungen wird häufiger die Abkürzung „C“ verwendet.

Eine weitere Maßeinheit gibt es bei sehr kleinen Diamant-Exemplaren: die Unterteilung in Punkte. Hierbei erfolgt eine Unterteilung des Karats in 100 Punkte. Ein Halbkaräter würde demnach ein Gewicht von 50 Punkten aufweisen.

  • 0,5 Karat = 50 Punkte
  • 0,75 Karat = 75 Punkte
  • 1 Karat = 100 Punkte

Die Diamanten Entstehung im Detail erklärt. Wie entstehen Diamanten, welche Voraussetzungen müssen zur Entstehung vorherrschen und was ist das Besondere an der Entstehung.

Die Karatzahl ist einer der Faktoren, welche die Wirkung des Edelsteins am Ring beeinflussen. Wenn Sie den Kauf eines Eherings oder eines Verlobungsrings planen, fragen Sie sich daher vermutlich: „Wie viel Karat sollte ich für den Diamanten des Eheringringes oder Verlobungsringes wählen?

Sie finden beim Juwelier Verlobungsringe ab ungefähr 0,10 Karat. Hier ist der Diamant allerdings kaum zu sehen. Wenn Sie eine schlichte Variante suchen, ist dies jedoch vielleicht genau die richtige Wahl. Soll es etwas traditioneller sein? Dann wählen Sie den Klassiker, einen Einkaräter, also einen Diamanten mit einem Karat. Mehr als drei Karat sollten es allerdings nicht werden, wenn Sie oder Ihr Partner nicht der Typ für besonders exzentrische Schmuckstücke sind.

Karat und zugehörige Größen

KaratGröße (ca.)
0,01 kt1,35 mm
0,02 kt1,75 mm
0,03 kt2,00 mm
0,04 kt2,20 mm
0,05 kt2,40 mm
0,10 kt3,00 mm
0,25 kt4,10 mm
0,50 kt5,20 mm
1,00 kt6,50 mm
2,00 kt8,20 mm
3,00 kt9,30 mm
5,00 kt11,00 mm

Woher kommt die Bezeichnung Karat?

Hinter dem Begriff Karat, wie wir ihn kennen, verbirgt sich eine alte Geschichte. Das Wort ist zurückzuführen auf das Griechische „keras“, was so viel bedeutet wie „Horn“. Gemeint ist hiermit die Frucht des Johannisbrotbaums, die in ihrer Form an ein Hörnchen erinnert.

Eben diese Frucht des Johannisbrotbaums soll vor vielen Jahren als Gewicht für das Abmessen von Edelsteinen und Gold gedient haben. Verbreitet war nämlich die Meinung, dass die hörnchenförmigen Schoten stets dasselbe Gewicht von 0,2 g aufwiesen und somit eine zuverlässige Hilfe bei der Ermittlung des Gewichts der edlen Substanzen sei.

In unseren allgemeinen Sprachgebrauch soll das Wort Karat bzw. Carat übrigens über das lateinische Wort carratus oder das französische Wort le carat gekommen sein.

Das Wort „keras“ diente dabei als Hinweis auf die Früchte des Johannisbrotbaumes. Die Hülsenfrüchte haben die Form von einem Horn. Den Früchten selbst wurden die Samen entnommen und kamen als Gewichtssteine zum Einsatz. Verwendet wurden sie, weil sie alle eine einheitliche Größe aufweisen. Das durchschnittliche Gewicht der Samen lag, nach vergangenen Meinungen, bei 0,2 g.

Heute wird die Maßeinheit Karat verwendet, die Abkürzung lautet kt, um den Feingehalt von Gold angeben zu können. Sie macht deutlich, wie hoch der Anteil an Gewicht des reinen Goldes innerhalb der gesamten Masse ist. Bei der Goldlegierung kann der Anteil an reinem Gold variieren. Daher ist es wichtig zu wissen, wie hoch dieser Anteil tatsächlich ist.

Auch die Geschichte des Karat-Begriffs für Goldlegierungen geht auf die griechischen und römischen Vorbilder der Johannisbrotbaum-Samen zurück.

In Deutschland gab es früher das Karat als kleines Gegengewicht, mit dem man die Feinheitsbestimmung des Goldes vornahm. Dieses Gewicht entsprach dem 24.Teil einer Mark, 1 Karat wiederum teilte sich in 12 Grän als Untereinheiten auf.

Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze, der Solidus, hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat.

Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt. Keration ist der griechische Name für die kleinste Gewichtseinheit des Römischen Reiches, die der römischen Silbermünze Siliqua entsprach. Das Keration wog etwa 0,189 Gramm.