Die Faust ist die wichtigste Waffe im Kampfsport. Sie besteht aus 27 Knochen, die durch Gelenke und Sehnen miteinander verbunden sind. Durch die Vielzahl der Knochen ist die Verletzungsgefahr an der Hand jedoch sehr hoch. Um unnötige Verletzungen zu vermeiden, muss jeder Boxer seine Hände richtig bandagieren können. Boxbandagen sind ein wesentliches Element im Kampfsport.
Die menschliche Hand ist ein wahres Wunderwerk der Anatomie - flexibel, kraftvoll, doch gleichzeitig verletzungsanfällig. Sie besteht aus 27 Knochen, 33 Gelenken und über 120 Bändern, Sehnen und Muskeln - viele davon fein verzweigt und empfindlich. Ob im Boxen, Muay Thai, MMA oder Kickboxen - das korrekte Bandagieren der Hände ist essenziell. Es schützt die Knöchel, stabilisiert das Handgelenk, beugt Sehnenverletzungen vor und verlängert die Lebensdauer der Handschuhe.
Profisportler legen entsprechend großen Wert auf ihre gut sitzenden Boxbandagen. Denn die eigene Gesundheit und der sportliche Erfolg hängen unmittelbar zusammen. Die Bandagen sind Stoffstreifen mit einer Daumenschlaufe und Klettverschluss auf beiden Seiten und dienen dem Boxer zum Schutz der eigenen Knochen und Knöchel. Ein weiterer Vorteil der Box Bandagen und Kickbox Bandagen ist es, die im Handschuh sich sammelnde Feuchtigkeit aufzunehmen.
Warum sind Handbandagen beim Kickboxen wichtig?
Boxbandagen an den Händen sind wichtig, um schmerzhaften Verletzungen vorzubeugen. Nicht selten kommt es vor, dass man bei einem Schlag versehentlich mit dem Handgelenk abknickt, sich eine Verletzung am Daumengrundgelenk zuzieht oder die Gelenkkapseln im Bereich der Fingerknöchel darunter leiden. Im Gegensatz zu den anderen Fingern wickeln wir den Daumen 2 mal in Verbindung mit dem Handgelenk.
Beim Boxen wirken hohe Kräfte auf die Handknochen. Sind die Knochen der Faust frei beweglich, können sie beim Auftreffen brechen oder aus ihrer natürlichen Position springen. Dem Schutz der Hände kommt eine wichtige Bedeutung zu. Sie bestehen aus vielen kleinen fragilen Knochen die beim Boxen zusammen gehalten werden müssen, wenn sie auf etwas Hartes auftreffen, wie beispielsweise einem Kopf oder einem Boxsack.
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Boxbandagen sind ein wichtiger und unverzichtbarer Schutz für die Hände von Boxern. Sie schützen vor Schäden am Handgelenk und halten ebenfalls die Fingerknöchel und das Daumengelenk in Schacht.
Deine Finger und Handgelenke werden beim Boxen - im Training und im Ring - extrem beansprucht. Auch, wenn du Boxhandschuhe trägst und die Grundtechniken des Boxens bereits beherrscht, besteht ein Verletzungsrisiko für deine Hände. Zum Schutz dienen Boxbandagen. Sie schützen sowohl deine Haut an den Händen vor Verletzungen als auch Knochen, Sehnen und Bänder - und in der Hand bzw. in den Fingern sind viele Knochen, Sehnen und Bänder.
Bandagen reduzieren beim Boxen nicht nur das Verletzungsrisiko, sie tragen zudem zu einem besseren Halt deiner Boxhandschuhe bei. Die richtigen Handbandagieren ist essenziell, um die vielen kleinen, fragilen Knochen in den Händen zu schützen. Ob beim Boxen, Kickboxen, MMA, Sparring oder Boxsacktraining - die richtige Wickeltechnik ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden.
Training ohne Boxbandagen birgt viele Gefahren. Es verursacht Blutergüsse, Prellungen und wunde Knöchel. Wenn die Knöchel schmerzen, ist es nicht nur ungesund, auch deine Schlagtechnik leidet enorm darunter. Nutze deshalb bei jedem Training unbedingt Boxbandagen.
Warum solltest Du Dir vor jedem Boxtraining die Boxbandagen binden?
Es ist äußerst wichtig, dass Du Dir Deine Hände vor dem Boxtraining bandagierst. Falls Du das nicht tust, könntest Du schmerzhafte Verletzungen davontragen. Du könntest Dir zum Beispiel Verletzungen im Handgelenk zuziehen. Das passiert oft, wenn man mit einer falschen Technik gegen den Sandsack haut. Aber auch bei der Pratzenarbeit kann es vorkommen, dass man aus Versehen mit dem Handgelenk abknickt. Nicht nur das Handgelenk kann betroffen sein, sondern auch das Daumengrundgelenk. Gerade bei den Haken, sowohl Uppercuts, als auch bei den Kopfhaken, kann das schon des Öfteren vorkommen. Auch im Bereich der Fingerknöchel kann es in extremen Fällen zu Schäden kommen. Wenn man zum Beispiel einen sehr harten Schlag hat und die Fingerknöchel nicht richtig fxiert sind, kann es zu Verletzungen in den Gelenkkapseln kommen.
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All die aufgeführten Verletzungen führen dazu, dass du letztendlich nicht richtig beim Boxtraining mitmachen kannst, auf Grund der Schmerzen. Deshalb, nimm dir die Zeit und bandagiere IMMER vorher deine Hände!
Arten von Boxbandagen
Es gibt verschiedene Arten von Boxbandagen. Man kann sie jedoch in drei große Kategorien aufteilen. Diese unterscheiden sich in der Zugfestigkeit. Es gibt elastische, halbelastische und unelastische Bandagen. Jeder Art hat seine eigenen vor- und Nachteile.
- Handschuhbandagen: Handschuhbandagen sind besonders gut für Anfänger geeinigt. Denn sie bedürfen keiner besonderen Bindetechnik. Handschuhbandagen bestehen aus Neopren mit dem Zusatz eines speziellen Gels. Wenn die Handschuhe nicht perfekt sitzen, gibt es keine gute Stabilisierung der Handgelenke und somit keinen ausreichenden Schutz.Nicht alle Verbände akzeptieren Handschuhbandagen bei ihren Wettkämpfen. Informiere dich unbedingt vorher, ob solche Bandagen erlaubt sind.
- Elastische Boxbandagen: Elastische Boxbandagen bestehen aus Polyester oder einer Mischung aus Baumwolle und Polyester. Sie sind weich und fühlen sich sehr angenehm an. Eine elastische Binde für das Handgelenk kann straff angelegt werden. Der Vorteil bei diesen ist, dass sie wirklich sehr gut sitzen, weil sie sich gut um die Hand anpassen. Allerdings haben die elastischen Bandagen den Nachteil, das, wenn man sie zu fest um die Hand wickelt, das Blut in den Händen abschnürt. Das hat zur Folge, dass die Bandagen neu gewickelt werden müssen. Und das nimmt wieder Zeit in Anspruch und kann das Boxtraining behindern.
- Unelastische Boxbandagen: Unelastische Boxbandagen bestehen aus Baumwolle. Sie sind sehr strapazierfähig und nehmen die Feuchtigkeit gut auf. Baumwolle ist atmungsaktiv, somit schwitzen die Hände weniger. Außerdem wird Schweiß schnell von dem Naturmaterial aufgenommen und bleibt weniger auf den Handflächen. Für Anfänger ist es jedoch schwierig, die Baumwollbandagen selbst zu binden. Wenn die Bandagen falsch gebunden sind, können Blutergüsse entstehen. Der Vorteil von unelastischen Bandagen ist die feste Wickelmöglichkeit, ohne sich das Blut abzuschnüren. Der Nachteil bei den unelastischen Bandagen ist jedoch, dass sie immer mal gerne verrutschen, gerade wenn sie durchgeschwitzt sind.
- Halbelastische Boxbandagen: Die halbelastischen Boxbandagen aus 100 % Baumwolle bieten dir den idealen Schutz unter den Boxhandschuhen - ganz gleich, ob du am Boxsack trainierst oder mit dem Sparringpartner in den Ring steigst. Sie stabilisieren deine Handgelenke und schützen sie so vor Verletzungen. Wie der Name dieser Bandagen schon beschreibt, haben diese etwas von elastischen und unelastischen Bandagen. Das bedeutet, dass diese sich gut um die Hand anpasst aber auch gleichzeitig fest ist.
Die klassischen Boxbandagen bestehen aus Baumwolle. Dieses Material ist einerseits sehr saugfähig, sodass Schweiß optimal aufgenommen wird. Andererseits ist Baumwolle elastisch genug, um die Boxbandage ausreichend fest um die Hand und Finger zu wickeln, ohne dass man sich Haut und Gefäße eingeschnürt. Damit sind Boxbandagen aus Baumwolle weich - also angenehm zu tragen -, dehnbar und saugfähig.
Welche Bandagen bieten den besten Schutz?
Welche Boxbandagen den besten Schutz bieten, lange halten und einen hohen Tragekomfort bieten haben wir in einem Vergleich ermittelt. In diesem Boxbandagen Test haben wir unterschiedliche Modelle bzgl. Besonders gut haben und die Moncada Boxbandagen gefallen. Mit der angenähten Daumenschlaufe ist das Binden deutlich einfacher und auch ohne Unterstützung eines Partners möglich.
- HÖCHSTE QUALITÄTSANSPRÜCHE - Unsere Boxbandagen vereinen das Beste aus 2 Welten: anschmiegsam und angenehm zu tragen, ohne ständiges Neuwickeln. Dank optimierter Materialzusammensetzung, bieten diese gleichzeitig gute Schweißaufnahme und hohen Tragekomfort.
- VERLETZUNGSFREI - Die Bandagen bieten optimalen Schutz für Hand, Finger, Knöchel, Mittelhand und Handgelenk. Vermeide Verletzungen, Arztbesuche und Zwangspausen durch den Einsatz von Boxbandagen.
- EXTRA-BREITER KLETT - Klettverschluss ist extra-breit und hochwertig doppelt vernäht, um lästige Klettverschluss-Abrisse im Training oder Kampf zu verhindern. Zudem ergibt sich ein gleichzeitig hoher Tragekomfort.
Wie lang sollten die Bandagen sein?
Das ist eine Frage, die ich mir auch am Anfang immer gestellt habe, weil es verschiedene Längen gibt. Jedoch habe ich nach einer gewissen Zeit festgestellt, dass es am besten ist, wenn die Bandagen sehr lang sind. Je länger Deine Bandagen sind, desto mehr Stoff hast Du auch, welches Deine Gelenke schützt. Man braucht sich mal nur die Wickelmethode bei den Profis anzuschauen. Die Profis arbeiten richtig mit Tapes und Pads, die man sich in die Fingerknöchel legt. Warum machen die das? Weil die Hände dadurch extrem geschützt sind.
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Bei der Länge der Boxbandage kommt es vor allem auf die Größe deiner Hände und die Wickeltechnik an. Kleinere Hände benötigen weniger Material, größere Hände mehr. Die Standard-Boxbandagen sind zwischen 2,5 und 4,5 m lang. Bandagen mit 2,5 bis 3,5 m Länge reichen in der Regel vollkommen aus. Für Erwachsene sind 4 bis 4,5 Meter optimal. Kleinere Hände kommen auch mit 3,5 Metern zurecht.
Es gibt Bandagen in Länge von 2,5m. Diese Länge ist eher für Kinder bis zehn Jahre geeignet. Dann gibt es Bandagen mit einer Länge von 3,5m, welche sich für Kinder von zehn bis 14 Jahren eignen. Dann gibt es Bandagen mit 4,5m Länge. Diese Bandagen sind ab einem Alter von 15 Jahren geeignet.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Boxbandagen richtig binden
Die richtige Wickeltechnik ist entscheidend für das Bandagieren der Hände. Eine falsch gewickelte Bandage ist ebenso ineffektiv wie keine Bandage. Die folgende Anleitung führt Sie Schritt für Schritt zum richtigen Wickelergebnis.
- Beginne damit, die Schlaufe der Boxbandage um deinen Daumen zu legen. Die Schlaufe der Bandage hängen Sie um Ihren Daumen und ziehen die gesamte Boxbandage straff nach unten, damit die Daumenschlaufe unter etwas Spannung steht.
- Wickle die Bandage zweimal um dein Handgelenk. Anschließend wird die Bandage zwei- bis viermal von innen nach außen um das Handgelenk gewickelt. Nun wickelst du die Bandage viermal um dein Handgelenk.
- Führe die Box-Bandage quer über den Handrücken, lege sie zwischen kleinen Finger und Ringfinger und ziehe sie dann zurück zum Handgelenk. Danach wird die Bandage vom Handgelenk aus quer über den Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger gelegt. Alternativ können Sie auch bei dem kleinen Finger und dem Ringfinger anfangen.
- Ziehe die Bandage nun zwischen Ringfinger und Mittelfinger. Für die Methode zwischen Daumen und Zeigefinger wird die Bandage straff gezogen und nun einmal um den Zeigefinger gewickelt. Danach wieder einmal um das Handgelenk. Dieser Vorgang wird nun für alle anderen Finger exakt auf diese Weise wiederholt: Einmal um den Mittelfinger und danach wieder um das Handgelenk. Im Anschluss um den Ringfinger und wieder um das Handgelenk. Zum Schluss um den kleinen Finger und wieder um das Handgelenk. Wer anders herum begonnen hat, führt auch dies genauso aus.
- Als nächstes bindest Du die Bandage 4x um Deine Fingerknöchel. Nun wickelst du die Bandage einmal um das Handgelenk herum, ziehst sie zwischen Zeigefinger und Daumen straff und umwickelst einmal den Daumen. Lege die Schlaufe um den Daumen, sodass die Bandage über deiner Handinnenfläche liegt. Wickle die Bandage nun über den Handrücken um den kleinen Finger.
- Führe die Bandage über den Handrücken zum Daumen. Den Daumen binden wir genau anders herum, also nicht von außen sondern von innen. Im Gegensatz zu den anderen Fingern wickeln wir den Daumen 2 mal in Verbindung mit dem Handgelenk.
- Zu guter Letzt wickeln Sie die Bandage erneut um Ihr Handgelenk.
So sieht die korrekt bandagierte Hand aus. Glückwunsch! Du hast deine Hand erfolgreich bandagiert.
Wichtige Hinweise zum richtigen Bandagieren
- Die Bandage, die Sie dafür verwenden, sollte eine dezidierte Boxbandage sein und keinesfalls Stretch-Anteil haben, weil sie sonst nicht richtig stützt.
- Fangen Sie nicht zu fest anzubinden, weil Sie sich sonst das Blut absperren könnten.
- Achten Sie darauf, dass vor allem das Handgelenk gut gestützt wird und achten Sie darauf, dass Sie zum Schluss bequem eine Faust machen können.
- Drückt die Bandage oder staut sich das Blut, ist sie zu fest gebunden.
Nicht zu lasch, nicht zu fest: Deine Blutgefäße und Nerven dürfen niemals abgeschnürt sein. Fühlen sich deine Finger taub an, solltest du sofort lockerer wickeln. Achte darauf, dass sich beim Binden keine Falten in der Bandage schlagen. Bewege beim Binden immer wieder die Finger und balle eine Faust. So merkst du sofort, ob du zu lasch oder zu fest gewickelt hast, und ob du deine Hand noch ausreichend bewegen kannst.
Du solltest dich jederzeit wohlfühlen. Wenn deine Hand entspannt ist, sollten die Boxbandagen sich angenehm anfühlen. Wird die Hand zur Faust geballt, sollten die Bandagen sich straff anziehen. Mit der Zeit wirst du merken, welche Art der Boxbandagen zu dir passt und wie stark du sie bilden solltest. Manche Sportler mögen, wenn die Handgelenke ein wenig Spielraum haben, das verschafft Mobilität.
Pflege der Boxbandagen
In der Regel ist das Waschen von Boxbandagen in der Waschmaschine kein Problem. Tatsächlich solltest du die Bandagen regelmäßig nach dem Training waschen, denn immerhin saugen sie sehr viel Schweiß auf. Wäschst du sie nicht, wird irgendwann ein unangenehmer Geruch entstehen, der im schlimmsten Fall auf deine Boxhandschuhe übergeht.
Achte aber darauf, dass du einen Waschgang bis maximal 30°C wählst. Stecke die Boxbandagen am besten in einen Wäschebeutel oder alternativ einen Kopfkissenbezug, um sie beim Waschen zu schonen - vor allem, wenn du sie zusammen mit anderen Kleidungsstücken wäscht.
Boxbandagen zu bügeln, ist für gewöhnlich nicht notwendig. Nach dem Trocknen kannst du sie einfach straff aufrollen und dabei leicht in Form ziehen.
Nach jeder Trainingseinheit - das verhindert Gerüche, Bakterienbildung und Hautirritationen.
Trocknen: Lufttrocknung auf einem Wäscheständer oder an einem Haken.
Aufbewahrung: Aufgerollt in einem Netz oder einer Tasche.
Fazit
Egal ob du Amateur-, Freizeit oder Profixboxer bist, für jeden Boxer ist es essenziell die Boxbandagen richtig wickeln können. Ein guter Kämpfer muss sich nicht nur mit den Bindetechniken, sondern auch mit der Bandagen Länge auskennen.
Das richtige Bandagieren der Hände ist entscheidend für jeden Kampfsportler. Richtig bandagierte Hände ermöglichen härteres Training, saubere Technik und nachhaltige Gesundheit.
