Wer hat die meisten WWE Titel gewonnen?

In der langjährigen Geschichte der WWE gab es den ein oder anderen ungewöhnlichen Titelgewinn.

Ungewöhnliche Titelgewinne

In einigen Matches will sich der amtierende Champion einfach nicht geschlagen geben. Es scheint zwar jedem offensichtlich, dass der Champion nicht mehr gewinnen kann, aber verlieren will er trotzdem nicht. In solchen sehr seltenen Momenten kam es schon zur Situation, dass eine Ecke symbolisch das Handtuch zur Aufgabe warf.

Ah ja, der Royal Rumble, das wohl unterhaltsamste Match im ganzen Jahr. 30 Männer und seit 2018 auch Frauen ringen um die Chance ihres Lebens, ein Titelmatch bei Wrestlemania. Doch zweimal stand nicht die Chance, sondern der Titel selbst auf dem Spiel. Das erste Mal 1992 als Ric Flair die damals vakante WWF Championship erringen konnte.

Als Mick Foley am 20. Mai 2019 den neuen 24/7 Titel vorstellte, war die erste Bedingung um sich neuer und gleichzeitig erster 24/7 Champion nennen zu dürfen, den Titel als erster vom Ringboden aufzuheben.

Wenn man einem Wrestling Fan den Ort Montreal und die Jahreszahl 1997 nennt, wissen wohl die allermeisten Bescheid. Es handelt sich um nichts Geringeres als um den legendären Montreal Screwjob, bei dem der damalige WWF Champion Bret Hart entgegen des vorher vereinbarten Matchausgang um den Titel gebracht wurde.

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Schon des Öfteren gab es in Titelmatches bei der WWE die Sonderregel, dass der Titel auch bei Disqualifikation oder Auszählen wechselt. Aber dieser Fall trat bis ins Jahr 2011 nie ein.

Der sogenannte Referee Stoppage ist eine der seltensten Arten, wie ein Match überhaupt enden kann. Hierbei sieht der Referee einen, oder manchmal auch beide als nicht mehr fähig an weiterzukämpfen. Dementsprechend sind Titelwechsel durch einen sogenannten Referee Stoppage fast nie passiert.

Beim Great American Bash 2004 trat der amtierende WWE Champion Eddie Guerrero in einem Texas Bull Rope Match gegen JBL an. Bei dieser Matchart sind beide Wrestler mit einem Seil miteinander verbunden. Ziel ist als erster alle 4 Ringecken Polster innerhalb eines kurzen Zeitfensters zu berühren. Eddie Guerrero schien dies als ersten gelungen zu sein und wurde bereits als Sieger des Matches verkündet. Bis sich der damalige Smackdown GM Kurt Angle auf dem Titantron zu Wort meldete und per Videobeweis nachweisen konnte, dass JBL das 4.

Das Money in the Bank Leitermatch ist eines der beliebtesten Matcharten im WWE Jahr, denn Action ist hier garantiert. Ebenfalls garantiert ist ein Titelmatch für den Sieger des Matches, das in den meisten Fällen auch erfolgreich für den Herausforderer endete. Einen kleinen Unterschied gibt es jedoch im Fall der Siegerin Asuka. Als diese nämlich 2020 das Frauen Money in the Bank Leitermatch gewann, stand nicht der Vertrag, sondern die RAW Women‘s Championship selbst auf dem Spiel.

Als Buddy Rogers 1963 als erstem Wrestler überhaupt die WWF Championship verliehen wurde, war eine einfache Ernennung als neuer Champion nicht genug.

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Was gibt es Schöneres als wenn andere arbeiten und man selbst die Lorbeeren einstreicht? Gemeint ist Booker T der Ende 2005 in einer Best of 7 Match Serie gegen Chris Benoit um die vakante US Championship antrat. Nachdem Booker T bereits 3-0 geführt hatte, verletzte sich dieser. Jedoch gewährte ihm der damalige Smackdown GM Teddy Long einen Vertreter für sich selbst zu organisieren. Dieser Vertreter war Randy Orton, der dann tatsächlich im 7. Match, nachdem Benoit zuvor zum 3-3 ausgeglichen hatte, das entschiedene 7.

Bemerkenswerte Rekorde

  1. Jüngster Champion: Nicholas. Wir starten mit einem Rekord, der wohl - wie die meisten auf dieser Liste - nie gebrochen werden wird. Denn bei WrestleMania 34 gewann der erst 10-jährige Nicholas an der Seite von Braun Strowman die Raw-Tag-Team-Championship! Damit wurde er zum jüngsten Titelträger aller Zeiten.
  2. Ältester WWE-Champion: Vince McMahon. Vom jüngsten Champion zum ältesten Champion. Denn im Alter von 54 Jahren gewann Vince McMahon persönlich das höchste Gold seiner eigenen Promotion.
  3. Längste Zeit im Besitz den MITB-Koffers: Carmella. Bei Money-in-the-Bank ist die Spannung am Ende des Matches nicht vorbei, sondern fängt gerade erst an! Wann wird der Vertrag auf ein Titelmatch eingelöst? Manche Wrestler lassen sich richtig Zeit. Die, die sich am längsten Zeit gelassen hat, war Carmella. 287 Tage hielt sie den Koffer, bis sie ihn am 10. April 2018, zwei Tage nach WrestleMania, gegen Charlotte Flair einlöste und die SmackDown-Womens-Championship gewann.
  4. Längste totale Zeit als WWE-Tag-Team-Champion: Kofi Kingston. Bevor sich Kofi Kingston aller Hürden zum Trotz das größte WWE-Gold sichern konnte, war er ein Tag-Team-Spezialist; und ist es noch immer. Das sieht man an der beeindruckenden Zahl der zusammengerechneten Tage, an denen er als Tag-Champ regierte: nämlich 975!
  5. Kürzestes Match in der WWE-Geschichte: Chris Jericho/Jerry „The King“ Lawler vs Tazz/Naked Mideon. Darf man den nächsten Rekordhaltern auch gratulieren? Naja, zumindest den Siegern dieses Matches. Denn Jerry Lawler rollte in diesem Tag-Match während einer RAW-Episode Tazz schon ein, bevor die Ringglocke ertönt war. Tazz konnte sich nicht befreien, Ding Ding, 1 2 3, Ding Ding, Match vorbei.
  6. Schwerster WWE-Champion: Yokozuna. Vor allem in den frühen Jahren der WWE waren die Titelträger allesamt muskelbepackte Schwergewichte. Doch niemand war so ein Schwergewicht, wie Yokozuna es zu seiner Zeit als WWE-Champion war. Während er den Titel hielt, brachte er unglaubliche 257 kg auf die Waage.
  7. Längste Zeit ungeschlagen bei WrestleMania: The Undertaker. Zu diesem Rekord muss man nicht viel sagen. 21 Mal in Folge blieb der Undertaker bei WrestleMania ungeschlagen. Er sammelte und sammelte Seelen, bis eine Seele kam, die nicht aufgesammelt werden wollte. Bei WrestleMania 30 versetzte Brock Lesnar das ganze WWE-Universum in einen Schockzustand, als die Hand des Ringrichters zum dritten Mal auf dem Boden aufschlug und die Streak damit gebrochen war.
  8. Die meisten World Championships: Ric Flair. Okay, wer ist denn jetzt der Rekordhalter? Ric Flair und John Cena haben beide je 16 World Championships gewonnen. Oder? Auf dem Papier, ja. Allerdings behauptet Flair, er sei ein 23-facher World Champion. Das ist gar nicht unplausibel, so wurden einige Titelwechsel zu NWA-Zeiten nicht anerkannt.
  9. Längste Zeit ungeschlagen: Andre the Giant. Undertakers Streak war imposant, mystisch. Aber die Serie von Andre the Giant war einfach monumental.
  10. Längste WWE-Titel-Regentschaft: Bruno Sammartino. Es ist nicht möglich, über Rekorde zu sprechen und dabei nicht den Namen Bruno Sammartino in den Mund zu nehmen. 2803 Tage am Stück hielt er die WWE-Championship. Um das in Verhältnis zu stellen: Das sind mehr als 7 Jahre! In Worten: 7! Jahre!

John Cena: Ein Ausnahmekönner

John Cena, geboren am 23. April 1977 in West Newbury, Massachusetts, ist einer der bekanntesten Namen im Wrestling. Aktuell steht er bei World Wrestling Entertainment unter Vertrag, wo er als Free Agent Brand-übergreifend auftritt.

John Cena rangiert, laut WWE, auf dem ersten Platz der meisten World Title Regentschaften aller Zeiten mit insgesamt 16 Titeln. Er gewann im Verlauf seiner Karriere 13 mal die WWE Championship und 3 mal die WWE World Heavyweight Championship, womit er gleichauf mit Ric Flair, der ebenfalls 16-mal einen World Title gewann, liegt. Jedoch gewann Flair nach eigenen Angaben 21 mal einen World Title, wobei die wahre Zahl zwischen 16 und 25 Titeln variiert.

Mit über 1.200 Tagen als WWE Champion befindet sich John Cena auf Platz 4 der zeitlich-längsten Titelträger in der Gesamtbetrachtung. Lediglich Bruno Sammartino, Bob Backlund und Hulk Hogan haben mehr Tage ihres Lebens als WWE Championship-Träger verbracht.

Titel und Auszeichnungen von John Cena

OrganisationTitelAnzahl
Ohio Valley WrestlingOVW Heavyweight Championship1
Ohio Valley WrestlingOVW Southern Tag Team Championship1 (mit Rico)
Ultimate Pro WrestlingUPW Heavyweight Championship1
World Wrestling EntertainmentWWE Championship13
World Wrestling EntertainmentWWE World Heavyweight Championship3
World Wrestling EntertainmentWWE United States Championship5
World Wrestling EntertainmentWWE Tag Team Championship2 (mit David Otunga & The Miz)
World Wrestling EntertainmentWWE World Tag Team Championship2 (mit Shawn Michaels & Batista)

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