Ralph Macchio als Daniel LaRusso und Pat Morita als Mr. Miyagi haben durch die drei Karate Kid-Filme (1984 bis 1989) Kultstatus bei vielen (Action-)Filmfans erlangt. Im Laufe der Dekaden folgten nicht bloß das Spin-Off The Next Karate Kid - Die nächste Generation (1994) mit weiblicher Besetzung (Hilary Swank) sowie die Neuverfilmung Karate Kid (2010), sondern auch die sehr populäre Serienfortsetzung Cobra Kai (2018).
Die Originalfilme
1984 wurde das erste Mal die Geschichte von dem jungen Karateschüler und seinem Meister erzählt, damals noch mit Ralph Macchio als Schüler Daniel LaRusso und Pat Morita als Mr. Miyagi. Während die Besetzung der beiden Hauptcharaktere zumindest in den ersten drei Filmen gleich bleiben, ist es im vierten Teil auf einmal eine Schülerin (Hilary Swank), die Mr. Miyagi betreut. Seit der Neuauflage aus 2010 ist nicht mal mehr Mr. Miyagi als Meister zu sehen, sondern Jackie Chan in der Rolle des Mr. Han.
Karate Kid (1984)
1984 nahm alles seinen Ursprung: Karate Kid ist längst absoluter Kult - und wenn ihr nur EINEN Film der Reihe sehen wollt, dann diesen. Es passt einfach alles: Daniel LaRusso (gespielt vom ewig jungen Ralph Macchio), der mit seiner Mutter nach Kalifornien zieht und dort als Außenseiter sich mit dem alten Mr. Miyagi (grandios gespielt von Pat Morita) anfreundet - der Rest ist Geschichte. Karate Kid ist Coming-of-Age- und Kampffilm, Ausgangspunkt des Karate Kid-Universums und eine Geschichte über Disziplin, Außenseitertum, innere Stärke und den Triumph des Underdogs.
Weiterlesen Karate ist mehr als nur Kampf. Diese Lektion wird Daniel, ein Teenager aus dem San Fernando Valley, von einem äußerst unkonventionellen Lehrer, Mr. Miyagi, einem älteren Handwerker und Karate-Meister, lernen. Als er Daniel vor Angriffen der Cobra Kai, einer brutalen Gang aus Karateschulschlägern, rettet, bringt Miyagi seinem jungen Freund die Bedeutung von Ehre und Selbstvertrauen bei und schult ihn in der Kunst der Selbstverteidigung. Diese Lektionen werden überlebenswichtig, als der hoffnungslose Außenseiter Daniel bei den jährlichen Karatemeisterschaften im Valley auf den sadistischen Anführer der Cobra Kai, Johnny, trifft.
Karate Kid 2 - Entscheidung in Okinawa (1986)
Zwei Jahre nach dem ersten Teil ging es weiter: Daniel reist gemeinsam mit Mr. Miyagi nach Okinawa, wo Miyagi sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss. Diesmal geht es um alte Familienfehden und Feindschaften, fremde Kulturen und einen brandgefährlichen Gegner, dem es sich zu stellen gilt. Während in Teil eins das Turnierleben im Mittelpunkt stand, beleuchtet Karate Kid II - Entscheidung in Okinawa Emotionen und Ressentiments, aber auch Freundschaft und Traditionen. Man versuchte hier nicht, Teil eins zu kopieren - und das tat dem Nachfolger auch gut.
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Nach über 40 Jahren kehrt Meister Miyagi nach Japan zurück. An seiner Seite sein Schüler und Freund Daniel. Der Grund für die Reise nach Okinawa: Miyagis alter Vater liegt im Sterben und möchte seinen Sohn noch einmal sehen. Außer von seinem Vater wird Miyagi von zwei anderen Menschen erwartet: von Yukie, der Jugendliebe, die ihm über all die Jahre hinweg die Treue gehalten hat und von Sato, dem ehemals besten Freund und jetzigen Erzfeind, der noch eine alte Rechnung mit Miyagi offen hat und ihn zum Zweikampf fordert. Auch für Daniel wird es kein friedlicher Urlaub. Er findet heraus, dass der Sato-Clan die Bauern mit falschen Gewichten betrügt und muss gegen eine ganze Gang von durchtrainierten Karate-Kämpfern antreten …
Karate Kid III - Die letzte Entscheidung (1989)
In Karate Kid III - Die letzte Entscheidung kehrt Oberschurke John Kreese zurück - und der hat wenig überraschend nichts Gutes im Sinn. Sondern Rache. Es geht wild zu im dritten Teil, so sehr, dass Daniel LaRusso fast mit seinem Mentor Mr. Miyagi bricht. Auch die Guten verlieren mal ihren Weg - und wir sehen Daniel dabei zu, wie er wieder auf den rechten Pfad zurückkehrt. Keine Frage: Der dritte Teil ist der düsterste Film der Reihe, da er sich auf den inneren Zwiespalt des Protagonisten fokussiert.
Der Karatelehrer Kreese kann die schmähliche Niederlage nicht vergessen, die ihm Karate Kid Daniel und sein japanischer Mentor Miyagi beim letzten Turnier zugefügt haben. Mit Hilfe seines reichen Freundes Terry Silver sinnt er auf Rache. Durch miese Tricks wird Daniel gezwungen, gegen den „Bad Boy“ des Karate anzutreten. Karate Kid hat keine Chance, und doch weigert sich Miyagi ihm in der Stunde der Not beizustehen: „Karate bedeutet nur etwas, um Ehre und Leben zu verteidigen. Nicht, um Trophäen und Plastik zu erringen.“ Aber Daniel missachtet die Worte seines Lehrers und schreibt sich in einer Kampfschule ein, die für ihren unbarmherzigen Kampfstil berüchtigt ist.
Karate Kid IV - Die nächste Generation (1994)
Karate Kid IV - Die nächste Generation ist zwar offiziell der vierte Teil, für viele Puristen hat er aber wenig mit dem Original zu tun, da hier erstmals eine neue Protagonistin auftaucht. Die spätere Oscar-Gewinnerin Hilary Swank (mittlerweile längst ein Hollywood-Superstar) spielt Julie Pierce, ein Mädchen, das den Tod ihrer Eltern verarbeiten muss und etwas verloren ist. Mr. Miyagi nimmt sie unter seine Fittiche - und Karate wird zum neuen Lebensmittelpunkt. Man kann den Geist der Originalfilme durchaus spüren und tut jedoch gut daran, dem Film einen eigenen Platz im Kanon einzuräumen.
Der Karate-Meister Mr. Miyagi bekommt in Boston eine neue Schülerin: die aufgewühlte Teenagerin Julie Pierce, die von erbarmungslosen Mitschülern schikaniert wird.
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Das Reboot
Karate Kid (2010)
2010 kam es zum Reboot von Karate Kid. Diesmal spielte Jaden Smith den jungen Dre Parker, der mit seiner Mutter nach China zieht und in Mr. Han (gespielt von Jackie Chan) einen Lehrer findet, der ihn die Kampfsportkunst lehrt. Das für viele etwas Absurde: Auch wenn der Film Karate Kid heißt, steht doch Kung Fu im Zentrum des Films. Es werden viele Themen der Originalfilmreihe übernommen - das Außenseitertum, die Disziplin, die Freundschaft, das Coming-of-Age-Element - und mit modernen Bildern versehen.
In diesem Remake eines Filmklassikers von 1984 lernt Dre in China mithilfe eines Kung-Fu-Meisters, sich endlich gegen die Schikanen eines Fieslings zu wehren.
Karate Kid war einer der beliebtesten Filme der Achtziger, seine erste Fortsetzung war sogar noch erfolgreicher. Die Reihe wurde 2010 mit Jackie Chan als Jaden Smiths Trainer rebootet. Dass es in dem Film trotz des Filmtitels nicht um Karate, sondern um Kung Fu ging, hat die Zuschauer nicht gestört. Der neue Karate Kid wurde zu einem weltweiten Kassenhit mit fast $360 Millionen Einspiel. Das geplante Sequel wurde nichtsdestotrotz nie verwirklicht.
Die Serie
Cobra Kai (2018)
2018 holte man das Karate-Kid-Originaluniversum mit einer Netflix-Serie zurück, die bis heute sehr erfolgreich ist. Cobra Kai setzt 34 Jahre nach dem ersten Karate Kid-Film an. Diesmal ist es aber etwas anders: Denn LaRussos Gegner Johnny Lawrence steht im Mittelpunkt. Der ist zunächst verloren und versoffen und beschließt, sein eigenes Dojo aufzumachen. Es kommt, wie es kommen muss - und doch entwickelt sich alles später ganz anders.
Bittere Feinde, gegnerische Dojos, neues Blut: Daniel und Johnny lassen in dieser Fortsetzung der „Karate Kid“-Filme alte Rivalitäten aus dem West Valley wieder aufleben.
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Mit nostalgischem Fanservice, selbstironischem Kitsch und einer Reihe junger sympathischer Hauptfiguren wurde "Cobra Kai" zu einem echten Phänomen und entfachte das Interesse am Karate-Kid-Franchise wieder. Viele jüngere "Cobra Kai"-Fans haben die Filme erst durch die Serie entdeckt und das brachte Sony natürlich auf den Plan, die Reihe auch im Kino wiederzubeleben.
Die Zukunft: Karate Kid: Legends (2025)
Mit Karate Kid Legends beginnt eine neue Ära für das Franchise. Zwei Universen treffen aufeinander: der originale Handlungsstrang mit Ralph Macchio und das Reboot von 2010. Damit hätte wohl niemand gerechnet: Daniel LaRusso trifft auf Mr. Han, Ralph Macchio auf Jackie Chan. Im Zentrum steht eine neue Generation von Kämpferinnen und Kämpfern. Wir bekommen neue Charaktere zu sein, auch einen neuen Hauptcharakter. Kein Ende, sondern ein neuer Anfang.
Die Serie „Cobra Kai“ neigt sich dem Ende zu, doch die Geschichte des Franchises wird nahtlos fortgesetzt: „Karate Kid: Legends“ steht in den Startlöchern. Viele kennen es als Kult-Klassiker aus den 80ern, andere als den Vorgänger der Netflix-Serie „Cobra Kai“: Das Karate Kid-Franchise wird noch einmal über die große Leinwand flimmern. Diesmal trifft Daniel LaRusso auf Mr. Han, den Mentor aus dem „Karate Kid“-Remake von 2010 - das Pendant zu Mr. Doch was darfst Du noch von „Karate Kid 6“ erwarten?
„Karate Kid: Legends“ kommt am 29. Mit der Fortsetzung verspricht Columbia Pictures die „Rückkehr zum originalen Karate Kid-Franchise“. Die Handlung soll direkt an das Ende der Serie „Cobra Kai“ anknüpfen.
Sony Pictures veröffentlichte bereits mehr zur Handlung: Nach einer Familientragödie wird das Kung-Fu-Wunderkind Li Fong (Ben Wang) aus seiner Heimat Peking gerissen und zieht mit seiner Mutter nach New York City. Dort fällt es ihm schwer, seine Vergangenheit loszulassen und sich in der neuen Umgebung einzufinden. Als ein neuer Freund in Schwierigkeiten steckt, entscheidet sich Li, an einem Karatewettbewerb teilzunehmen - doch seine bisherigen Fähigkeiten allein reichen nicht aus. In dieser entscheidenden Phase tritt Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han (Jackie Chan) auf den Plan und bittet das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso (Ralph Macchio) um Unterstützung.
Zunächst das Wichtigste: Ja, der originale Karate Kid-Darsteller Ralph Macchio wird in „Karate Kid 6“ mitspielen und in seine Stammrolle als Daniel LaRusso schlüpfen. Außerdem ist Jackie Chan wieder an Bord und wird erneut als Mr. Han zu sehen sein. Darüber hinaus wird auch Joshua Jackson mitspielen, den Du möglicherweise als Pacey Witter in der Serie „Dawson’s Creek“ gesehen hast. Auch Shaunette Renée Wilson ist mit dabei.
Der kreative Kopf hinter der Serie ist Rob Lieber, der auch bereits das Drehbuch für den Disney-Streifen „Die Coopers - Schlimmer geht immer“ verfasst hat. Die Regie übernimmt Jonathan Entwistle.
Ganz besonders freut sich Ralph Macchio über die Zusammenarbeit mit Jackie Chan, wie er in einem Interview verrät: „Er ist eine Legende und es ist großartig, dass wir diese Möglichkeit bekommen haben. Er war wundervoll.“ Zudem ergänzt Macchio: „Viel Herz, viel Seele, viel Fürsorge. Das ist, was ich über Jackie sagen kann. Wie lange er selbst noch als Karate Kid vor der Kamera stehen wird, weiß Ralph Macchio noch nicht. Gedanken hat er sich dazu aber bereits gemacht: „Wenn es sich nicht mehr ehrlich anfühlt, höre ich auf.“ Bis dahin ist hoffentlich noch lange Zeit.
Was erwartet Dich im neuen Karte Kid-Film? In den ersten drei Karate Kid-Filmen aus den 80ern dreht sich alles um den Karate-Lehrer Mr. Die Wege von Miyagi und LaRusso kreuzen sich vorerst nur als Nachbarn. Als sich jedoch der Jüngling dem Mobbing seiner Mitschüler stellen muss, eilt sein späterer Meister ihm zur Hilfe und weckt sein Interesse an Karate. Im zweiten Teil reist Mr. Miyagi, in Begleitung von LaRusso, nach Okinawa, um seinem sterbenden Vater die letzte Ehre zu erweisen. Dort angekommen trifft Miyagi nicht nur auf seinen alten Feind Sato (Danny Kamekona), sondern auch auf seine große Liebe Yukie (Nobu McCarthy).
Abgesehen vom Quasi-Reboot mit Jackie Chan und Jaden Smith, dessen 140-minütige Laufzeit ihn zum Ausreißer der Reihe macht, war jedes Karate-Kid-Sequel mit Pat Morita als Mr. Miyagi kürzer als sein Vorgängerfilm. Der erste Film war 127 Minuten lang (die jedoch wie im Flug vergingen), der zweite 113 Minuten, der dritte 111 und der vierte, in dem spätere Oscarpreisträgerin Hilary Swank zu Miyagis neuer Schülerin wird, 107. Diesen Trend setzt Karate Kid: Legends diesen Monat nahtlos fort.
Obwohl die Serienmacher von "Cobra Kai" vehement beteuert haben, dass Karate Kid mit Chan nicht Teil des offiziellen Kanons ist und Jackie Chan im "Cobra Kai"-Universum als Schauspieler existiert, widerspricht der neue Film dieser Erklärung, indem er die Welten der Original-Filmreihe und des Reboots in einem Universum zusammenbringt.
Jackie Chan und Ralph Macchio kehren als Mr. Han und Daniel LaRusso darin zurück, um Hans ehemaligen Schüler Li Fong (Ben Wang aus "American Born Chinese") für einen Karate-Wettbewerb zu trainieren.
Die Ereignisse von "Cobra Kai" werden in Karate Kid: Legends nicht ignoriert. Der Film spielt drei Jahre nach dem Serienfinale. Eine große Rolle spielt die Serie in dem Film aber auch nicht und außer Macchio wurden bislang keine weiteren Rückkehrer angekündigt, was viele Johnny-Fans verärgert hat.
Ming-Na Wen ("Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.") spielt in dem Film Li Fongs Mutter, Sadie Stanley ("Die Goldbergs") seine Freundin Mia und Aramis Knight ("Into the Badlands") seinen Karate-Widersacher Connor.
Karate Kid: Legends wird am 29. Mai in die deutschen Kinos kommen.
Alle genannten Filme und Serien findest du auf verschiedenen Streaming-Plattformen. Über die verlinkten Titel auf JustWatch kannst du jederzeit prüfen, wo sie aktuell verfügbar sind - egal ob im Abo, zum Leihen oder Kaufen.
Li kämpft damit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen, während er versucht, Anschluss bei seinen neuen Klassenkameraden zu finden. Doch obwohl er nicht kämpfen will, scheint der Ärger ihn zu verfolgen. Als ein neuer Freund seine Hilfe braucht, nimmt Li an einem Karatewettbewerb teil - aber seine Fähigkeiten allein reichen nicht aus. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han holt das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso zu Hilfe und Li lernt eine neue Art zu kämpfen, indem er die Stile der beiden Meister für den ultimativen Martial-Arts-Showdown miteinander vereint.
Ich habe bereits wiederholt über den Trend zunehmend längerer Franchise-Filme geschrieben. Dass es auch anders geht und es für jede Regel auch Ausnahmen gibt, zeigt demnächst Sonys Karate Kid: Legends.
Du willst vorher noch „Cobra Kai“ Staffel 6 weiterschauen? Die „Karate Kid“-Fortsetzung erscheint am 29.
Als ein neuer Freund seine Hilfe braucht, nimmt Li an einem Karatewettbewerb teil - aber seine Fähigkeiten allein reichen nicht aus. Lis Kung-Fu-Lehrer Mr. Han holt das legendäre Karate Kid Daniel LaRusso zu Hilfe und Li lernt eine neue Art zu kämpfen, indem er die Stile der beiden Meister für den ultimativen Martial-Arts-Showdown miteinander vereint.
