Kickboxen ist eine vielseitige Kampfsportart, die Schläge und Tritte kombiniert. Es gibt verschiedene Stile und Formen des Kickboxens, die jeweils eigene Regeln und Schwerpunkte haben. Die Anzahl der Runden und die Dauer eines Kampfes können je nach Stil, Verband und Wettkampfform variieren. Hier ein Überblick über die übliche Anzahl von Runden im Kickboxen.
Die Ursprünge des Kickboxens
Die frühesten Ursprünge des Kickboxens gehen auf das 13. und 14. Jahrhundert und eine Kunst namens Muay Boran zurück, die ein Vorläufer des Muay Thai war. Dabei handelte es sich um ein Kampfsystem, das von den siamesischen Kriegern verwendet wurde und sich später zu einem sehr beliebten Sport entwickelte. Das moderne Kickboxen entstand in den 1950er Jahren in Japan als eine Mischung aus Karate und Muay Thai Regeln und Techniken.
Verschiedene Stile des Kickboxens
Es gibt viele verschiedene Stile des Kickboxens, darunter:
- Japanischer Stil
- Amerikanischer Stil
- Niederländischer Stil
- Savate (französisches Kickboxen)
- Muay Thai (thailändisches Boxen)
Jeder Stil hat seine eigenen Schwerpunkte und Regeln.
K-1: Ein bekannter Name im Kickboxen
K-1 ist der Name der berühmten Kickboxing-Promotion aus Japan, die in den 90er und 2000er Jahren sehr beliebt war. Der Buchstabe K steht für „Karate, Kickboxen und Kung Fu“, eine Mischung aus den Techniken, die Kickboxer damals verwendeten. Ishii wollte einen Kampfsport schaffen, in dem Kämpfer aus verschiedenen Kampfsportarten gegeneinander antreten können. Das größte K-1-Format war der „K-1 World Grand Prix“, ein offenes Gewichtsturnier.
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K-1-Kämpfe sind im Turniermodus auf drei Runden zu je drei Minuten, mit möglicher Verlängerung auf bis zu fünf Runden, festgelegt. Diese relativ geringe Rundenzahl hängt mit der Turnierregelung zusammen die nach dem Ausscheidungsprinzip verläuft, so dass ein Kämpfer an einem Abend bis zu drei Kämpfe absolvieren muss.
Das grundlegende Ziel beim K-1 ist es, wie bei anderen Vollkontaktsportarten, durch Knockout oder Kampfrichterentscheidung zu gewinnen. Es gilt die „Drei-Niederschläge-Regel“ und der „verbindliche Acht-Count“.
Rundenanzahl im Kickboxen
Die Rundenanzahl im Kickboxen kann je nach Organisation, Kickboxverband und Art des Kampfes variieren.
Allgemeine Richtlinien:
- Die meisten Kämpfe dauern 3 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert.
- Titelkämpfe gehen oft über 5 Runden, wobei jede Runde ebenfalls 3 Minuten dauert.
- Für Anfänger kann die Rundenlänge auf 2 Minuten reduziert werden.
- Im K-1 sind Knie-Techniken zusätzlich erlaubt, was den Kampf noch härter macht. Wettkämpfe werden in einem Ring ausgetragen und bestehen meist aus drei Runden à zwei Minuten.
Leichtkontakt und Kick Light:
- Auf Landesebene sind im Leichtkontakt und Kick Light 2 Runden à 2 Minuten mit 1 Minute Pause oder 1,5 Minuten mit 30 Sekunden Pause üblich.
Muay Thai:
- Die Kämpfe im Muay Thai gehen über 5 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert.
- Die Kämpfer haben zwischen den Runden eine 2-minütige Pause.
Weitere Faktoren:
- Abweichungen sind möglich, im Allgemeinen ist die Kampfzeit von der Klasse der Kämpfer abhängig und ob es sich um einen Turnierkampf handelt oder nicht.
- Das Gewicht der Kämpfer muss gleich oder ähnlich sein.
- Kämpfer sollten nach Möglichkeit ähnliches Niveau vorweisen können.
Kampfgericht und Regeln
Ein Kampfrichter leitet den Kampf und kontrolliert die Kickboxer vor und während des Kampfes. Er bestimmt auch, ob der Kickbox-Kämpfer angezählt wird, wann das Anzählen nach einem Niederschlag beginnt und stoppt. Der Kampfrichter kann einen Kampf jederzeit beenden, wenn ein Kickboxer in Gefahr ist.
Wichtige Regeln:
- Es gilt die „Drei-Niederschläge-Regel“.
- Es gilt der „verbindliche Acht-Count“.
- Alle Boxtechniken, inkl. Backfist, sind erlaubt.
- Punkte werden nur für erlaubte Techniken vergeben.
- -1 Punkt für Schläge unterhalb der Gürtellinie.
Die verschiedenen Disziplinen im Kickboxen
Unter dem modernen Kickboxen fasst man mehrere Disziplinen zusammen. Das Semikontakt Kickboxen auch Pointfighting genannt, Leichtkontakt Kickboxen und das Vollkontakt Kickboxen.
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Semikontakt Kickboxen (Pointfighting):
- Beim Kickboxen Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer am Körper des Gegners der Kampf kurzzeitig unterbrochen.
- Die Kickbox Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung, und jeder Treffer wird von drei Kampfrichtern bewertet.
- In dieser Disziplin werden saubere Techniken belohnt, die ein erlaubtes Ziel treffen und einen leichten Kontakt herstellen.
Leichtkontakt Kickboxen:
- Die Leichtkontaktkämpfe werden meistens auf Matten gekämpft.
- Es gehr darum, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen.
- Der Kampf wird nach jedem Treffer nicht unterbrochen, sondern weitergeführt.
- Leichtkontakt Kämpfer sind meistens technisch sehr gut und verfügen über gute Kondition.
Vollkontakt Kickboxen:
- Das Vollkontakt Kickboxen wird meistens im Boxring gekämpft.
- Der Kampf kann sowohl nach Punkten, aber auch durch einen Knockout (K.O.) gewonnen werden.
- Ein K.O. kann sowohl durch einen Niederschlag des Gegners als auch durch seine Kampfunfähigkeit (technischer K.O.) erzielt werden.
Kickboxen als Fitnesstraining
Kickboxen ist nicht nur ein reiner Wettkampfsport, es kann auch als Fitnesstraining betrieben werden. Es ist eine Sportart, die den gesamten Körper trainiert. Von der Gymnastik bis zur Atmung und Konzentration. Beim Training werden viele Kalorien verbraucht und Stress effektiv abgebaut.
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