Die Geschichte des Judo ist eng mit den Namen Jigoro Kano und Erwin Bälz verbunden. Erwin Bälz, Professor an der Kaiserlichen Universität in Tokio, bemerkte einen "Rückgang der Tradition und der körperlichen Bewegung" sowie einen "Fortschritt bei den Wissenschaften" der Studenten. Der junge Kano griff diese Anregung gerne auf.
Schon vorher hatte er sich mit der alten, aus China stammenden Selbstverteidigung Jiu-Jitsu beschäftigt. Diese "Geheimwissenschaft" wurde schon von der mittelalterlichen japanischen Krieger-Kaste der Samurai in verschiedenen Schulen von den Meistern an die Schüler weitergegeben. Nach dem Ende der Feudalherrschaft Mitte des vorletzten Jahrhunderts und dem damit verbundenen Verlust der Vormachtstellung der Samurai geriet diese Kunst der Kampfart, die im Schlachtfeld angewendet auch durchaus tödliche Techniken beinhaltete, mehr und mehr in Vergessenheit.
Kano trug sein Wissen aus verschiedenen Schulen zusammen, verzichtete dabei allerdings auf schmerzhafte bzw. verletzende und gefährliche Techniken. Er entwickelte so eine Kampfsportart mit Techniken, die der Verteidigung dienten. Er nannte diese neue Form JUDO, den sanften Weg. Hierdurch versuchte er das Prinzip "Siegen durch nachgeben" ebenso auszudrücken, wie die Erlangung körperlicher Kunstfertigkeit und die Möglichkeit der geistigen Persönlichkeitsentwicklung.
Die Entwicklung des Judo-Sports in Deutschland ist durch verschiedene Ereignisse geprägt. Im Jahre 1906 legen auf Einladung von Kaiser Wilhelm II. zwei japanische Kreuzer in Kiel an. Nach einer Vorführung dieser Nahkampftechniken gibt dieser Anweisung einen Jiu-Jitsu-Lehrer zu engagieren. Der bedeutendste Schüler ist Erich Rahn. Er gründet noch im selben Jahr die erste deutsche Jiu-Jitsu-Schule (die bemerkenswerter Weise heute noch existiert) in Berlin.
Erst im Jahr 1922 wird in Frankfurt/Main durch Alfred Rhode wieder der erste Verein in Deutschland gegründet. Er war es auch der 1925 Kontakte zu englischen Judo-Vereinen aufnimmt, während Jiu-Jitsu hierzulande Einzug in den Hochschulen hält. Nach langen Bemühungen finden 1929 internationale Judo-Wettkämpfe zwischen London und Frankfurt statt. Unter Alfred Rhode fand in Frankfurt 1932 die erste internationale Judo-Sommerschule mit japanischen Lehrern statt.
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Jigoro Kano, inzwischen selbst Professor, hält 1933 mehrere Lehrgänge in Deutschland ab. Ein Jahr später finden in die ersten europäischen Judo-Einzelmeisterschaften in Dresden statt. 1952 gründete sich mit dem Nordrhein-Westfälischen Judo-Ring der erste Nachkriegs-Verband. Kurz darauf wurde von Alfred Rhode das deutsche Dan-Kollegium (DDK) gegründet. Bereits 1953 bestand mit Ilse Brief die erste Frau in Deutschland die Prüfung zum 1.Dan.
Nach langen Anstrengungen und Bemühungen wird der Judo-Sport 1964 in Tokio "olympisch". Das Jahr 1965 ist für den Judo-Sport in Deutschland nicht nur geprägt durch eine explosionsartige Steigerung der Mitgliederzahlen (über 30.000) sondern hauptsächlich durch Han Ho San´s Berufung zum Bundestrainer des DJB. Keiner wird damals gedacht haben, dass er erst 1999 als dienstältester Bundestrainer aller Sportarten in den verdienten Ruhestand geht.
Der Startschuss für die Judo-Bundesliga fällt im Jahr 1969. Im gleichen Jahr erringen Klaus Glahn, der seine Wettkampfkarriere bis 1973 erfolgreich fortsetzt, und Peter Herrmann jeweils Silbermedaillen bei den Weltmeisterschaften.
Peter Herrmann als 3. Vorsitzender des VfB Stolzenau
Die Beteiligung der Mitgliederversammlung des VfB Stolzenau am 8. März litt unter der damals grassierenden Erkältungswelle. So konnte der 1. Vorsitzende Karsten Hahn nur knapp 40 Mitglieder und einige Gäste, darunter Bürgermeister Friedhelm Siemann im „Hotel zur Post“ begrüßen. Im Mittelpunkt der harmonischen Versammlung standen, neben dem Bericht des 1.
Hahn berichtete, dass die Mitgliederzahl gegenüber den Vorjahren weiter gesteigert werden konnte und weiterhin über der 600er Marke liegt. Momentan fehlt es insbesondere an Trainern und Betreuern im Bereich Jugendfußball. An den Ausbildungskosten beteiligt sich der Verein bzw. übernimmt sie u. U. sogar ganz.
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Wie erfolgreich man als Übungsleiter im VfB sein kann, zeigt das Beispiel des langjährigen Übungsleiter Judo, Klaus Thaldorf. Bereits seit elf Jahren leitet Thaldorf, meistens unterstützt durch seine Ehefrau Petra, das Training. Die Träger des braunen Gürtels betreiben ein solch gutes Training, dass die Sporthalle freitags „aus allen Nähten platzt“ und eine Mattenfelderweiterung notwendig wird.
Nach dem positiven Kassenbericht von Kassenwart Fabian Witte, wurde der Versammlung eine weitere moderate Erhöhung der Übungsleiterentschädigungen vorgeschlagen. Trotzdem die letzte Erhöhung noch nicht lange zurückliegt, sahen die Verantwortlichen diese als notwendig an. Nicht ganz ohne Diskussion stimmte die Versammlung der Veränderung aber zu.
Der Vorsitzende erläuterte den Stand des 2015 von den Mitgliedern beschlossenen „Projekt 2020“. Das Projekt beinhaltet die mittelfristige Planung und Umsetzung von Investitionen des VfB seit 2015 bis zum Jahre 2020. Mehr als geplant, konnte von den Vorhaben bereits umgesetzt werden und kommt den Mitgliedern, aber auch den weiteren Nutzern der Weserkampfbahn (Schulen, Feuerwehren, Privatpersonen) zu Gute.
In seinen Grußworten bedankte sich Bürgermeister Siemann bei den Mitgliedern des VfB für die auch im letzten Jahr erheblichen ehrenamtlich geleisteten Arbeiten. Insbesondere in der Weserkampfbahn, wodurch auch die Unterstützung des Kreisjugendfeuerwehrzeltlager gewährleistet war. Trotz der nicht besonders guten Finanzsituation der Gemeinde Stolzenau ermutigte er die Verantwortlichen, im Rahmen des Vereinsförderkonzeptes Zuschussanträge für die Materialien für die geplanten Sanierungsmaßnahmen z. B.
Die Wahlen gingen schnell über die Bühne und brachten ausschließlich einstimmige Ergebnisse. So wurde Karsten Hahn erneut zum 1. Vorsitzenden gewählt und geht in seine dritte Amtsperiode. Zwei Jahre war die Position des 3. Vorsitzenden unbesetzt; nun wird dieses Amt von Peter Herrmann besetzt. Kassenwart Fabian Witte bekam ebenfalls das volle Vertrauen und wurde einstimmig wiedergewählt. Vakant bleibt leider der Posten des Pressewartes.
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