Der Weg eines Fussballers zum Profi-Geschäft ist alles andere als leicht. Laut einer britischen Studie schafft es statistisch gesehen nur eines von tausend Kindern aus den Jugendabteilungen der grössten Clubs in die Premier League. Die Situation in anderen Ländern sieht sehr ähnlich aus. Demnach ist es keine Überraschung, dass sich einige für einen Karrierewechsel entscheiden und sich auf eine andere Sportart fokussieren.
Obwohl es definitiv ein bisschen seltsam klingt, gibt es tatsächlich mehrere Sportler und Sportlerinnen, die sich trotz der Liebe zum Fussball professionell mit dem Kampfsport beschäftigen.
Bekannte Beispiele für Fussballer im Kampfsport
José Aldo: Der brasilianische Kämpfer entwickelte sich in erster Linie mit seinem mächtigen Low-Kick zu einer echten Ikone in der UFC-Welt. Sein Talent brachte ihm zahlreiche Erfolge, wobei der Titel im WEC Federgewicht unumstritten im Rampenlicht steht. Doch genau wie viele seiner Landsmänner fühlt sich Aldo auch auf dem Fussballplatz sehr wohl. Der Brasilianer hat in vielen Interviews seine Liebe zum Fussball betont. Als grosser Fan war der populäre „Scarface“ in der Jugend beim brasilianischen Grossverein Flamengo aktiv. Vor ein paar Jahren legte er sein fussballerisches Können auch auf einer grossen Bühne unter Beweis, als er in einem Wohltätigkeitsspiel den brasilianischen Superstar Neymar Jr.
Ciryl Gane: Weiter geht es mit einem der athletischsten Kämpfer im UFC-Universum. Bevor er sich vollkommen auf das Kämpfen fokussierte, war Gane in seiner Kindheit an vielen anderen Sportarten interessiert. Abgesehen vom Basketball spielte der Franzose auch Fussball in den niedrigeren Spielklassen Frankreichs. In der Vergangenheit konnten wir ihn bei mehreren Wohltätigkeitsspielen sehen, wo er regelmässig zu den besten Spielern am Platz gehörte. Im Gegensatz zu Aldo ist Gane noch immer im Kampfsport aktiv. Wer über beste UFC Sportwetten in Österreich und anderen Ländern nachdenkt, darf den Franzosen bei grossen Events auf dem Zettel haben. Sein letzter Kampf fand Anfang September laufenden Jahres statt.
Kenny Florian: Während die meisten seiner Landsmänner mit der Liebe zu Basketball oder American Football aufwachsen, war Kenny Florian in seiner Kindheit vom Fußball begeistert. Seine ersten Schritte in der Fussballwelt machte er im Team der Dover-Sherborn Regional High School, wo er einer der Leistungsträger im Team war. Mit fantastischen Leistungen ging es auch in der Fussballmannschaft am Boston College weiter. Obwohl Florian über eine Fussballkarriere nachgedacht hat, entschied er sich aufgrund einer Nahtoderfahrung in Brasilien für einen Wechsel in die Welt von MMA. Hier war er bis 2012 aktiv.
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Jessica Andrade: Eine der erfolgreichsten UFC-Kämpferinnen, Jessica Andrade, träumte in ihrer Kindheit von einer Fussballkarriere. Für eine Brasilianerin ist das jedoch alles andere als ungewöhnlich. Abgesehen vom Fussball war Andrade in ihrer Kindheit auch im Futsal aktiv. Ihr grosses Talent blieb nicht unerkannt, sodass sie ein Vertragsangebot von einem Verein aus Sao Paulo erhielt. Doch da sie damals sehr jung war, waren ihre Eltern gegen einen Umzug in die Grossstadt. Zu diesem Zeitpunkt begann Andrade damit, Judo und Jiu-Jitsu zu trainieren. Dies führte zu einer MMA-Karriere, die noch immer dauert.
Conor McGregor: Spätestens nach seinem Kampf gegen den legendären Khabib Nurmagomedov hat die ganze Welt von Conor McGregor gehört. Der irische Superstar war Jahre vor seinen grossen Kämpfen nahe dran, Fussballer zu werden. Tatsächlich war McGregor jahrelang als Amateur bei Yellowstone Celtic und Slievenamon United aktiv. Doch während es im Fussball nicht über die Amateurklassen hinausreichte, entwickelte sich der Ire zu einer lebenden Legende des Kampfsports.
Ronda Rousey: Eine Pionierin im MMA
Ronda Rousey hat sich in den letzten Jahren zum absoluten Aushängeschild der Sportart Mixed Martial Arts (MMA) gemausert. Zum ersten Mal in der Geschichte des kommerziellen Sports ist das absolute Aushängeschild einer Sportart, welche von beiden Geschlechtern professionell ausgeübt wird, eine Frau.
Darauf, dass ausgerechnet im Mixed Martial Arts (MMA) dieser alte Zopf abgeschnitten werden würde, deutete bis vor Kurzem noch gar nichts hin: Als Dana White, Präsident des wichtigsten und grössten Mixed-Martial-Arts-Verbandes UFC, im Jahre 2011 gefragt wurde, wann er Frauen in seinen Kampfkäfigen dulden würde, kam seine Antwort postwendend: «Nie!»
Etwa zur selben Zeit an einem anderen Ort: Eine gewisse Ronda Rousey entschied sich nach drei Blitz-Siegen bei den Amateuren zu den Profis zu wechseln. Ihre Gegnerinnen hatte sie jeweils in weniger als einer Minute erledigt. Zuvor hatte die Bronzemedaillen-Gewinnerin im Judo der Olympischen Spiele von Peking 2008 als Kellnerin in ihrer Bar einen Zusammenschnitt von MMA-Kämpfen gesehen und gedacht, dass dies vielleicht eine Chance für sie wäre, sich aus der postolympischen Tristesse zu kämpfen.
Wie Rousey in ihrer Biographie «My Fight / Your Fight» beschreibt, musste sie phasenweise im Auto übernachten, weil sie sich keine Wohnung leisten konnte. Frühstück bedeutete eine Zigarette und ein Vodka-Espresso. Ausserdem war da noch die Vorliebe für Gras und Schmerzmittel - das gesamte Paket also.
Doch Ronda Rousey ist eine geborene Kämpferin - bereits ihre ersten Stunden auf dieser Welt wurden zum Todeskampf gegen die Nabelschnur, die sich um ihren Hals gewickelt hatte. Rousey erlitt einen Sauerstoffmangel, der ihr Hirn nachhaltig beschädigte - vollständige Sätze sprach sie erst mit sechs Jahren. Sie sei ein «Sleeper», pflegte ihr Vater sie jeweils aufzubauen, wenn die sprachlose Ronda sich wieder einmal nicht ausdrücken konnte und deshalb einen Wutanfall kriegte: In ihr würden Talente schlummern, die sich erst später zeigen würden.
Ihr Vater sollte Recht behalten. Nur leider durfte er das Erwachen seiner Tochter nicht miterleben. Ron erholte sich nie mehr von einem tragischen Schlittelunfall bei dem er sich den Rücken brach. Er beendete bereits todgeweiht und nach langer leidenszeit sein Leben, als Ronda acht Jahre alt war.
Rousey schaffte damit die schnellste Titelverteidigung in der Geschichte der UFC. Rousey ist dreimalige «Female Fighter of the Year» (2012-2014).
Küzlich wurde Ronda Rousey vom Business Insider zur «dominantesten lebenden weiblichen Athletin» gewählt und auch der zu Beginn zaghafte Dana White sagt: «Sie ist ein Game Changer. Sie ist einer der grössten MMA-Stars, wenn nicht der grösste.»
Ein Rousey-Fight ist hingegen wie eine riesige Feuerwerksrakete: Zuerst knallt es furchterregend, dann gibt es ein staunendes Publikum, viele «Aaahs!» und «Ooohs!» und dann ist der Zauber auch schon wieder vorbei. Damit steht sie den Männern in nichts nach.
Rousey-Fights ziehen Publikum an: Ihre Pay-Per-View-Verkaufszahlen müssen sich nicht vor denjenigen der Männer verstecken. Ihr Kampf gegen Miesha Tate war mit dafür verantwortlich, dass UFC 168 mit ca. 1,1 Millionen verkauften Pay-Per-View-Abonnementen die bisher dritt erfolgreichste Veranstaltung der UFC-Geschichte wurde. Mehr PPVs wurden nur in der goldenen Ära um das Jahr 2010 mit Brock Lesnar und Georges St.Pierre verkauft. Deshalb fördert UFC-Präsident Dana White Ronda Rousey wie und wo er nur kann.
Rousey hat Mut zu unverblümten (und meist cleveren) Statements. Damit eckt die 28-Jährige zwar immer wieder an. Das allerdings liegt wieder einmal im Trend, wie man bei anderen Superstars wie bei Branchenkollege Conor McGregor, bei Fussballer Zlatan Ibrahimovic oder bei Boxer Flyod Mayweather beobachtet werden kann.
Auch wenn es sicherlich der Hauptverdienst von Ronda Rousey selbst ist, ihrer Dominanz, ihrer Gesamterscheinung, dass sie als erste Frau in der Geschichte eine gemischte Sportart dominiert, wird es auch geholfen haben, dass MMA eine junge Sportart ist.
Dana White hat in einem Punkt Wort gehalten: Optische Ungleichheiten gibt es bei den Frauen in der UFC tatsächlich kaum.
Der Einfluss von Podcasts auf die US-Wahl und die Rolle von Dana White
Donald Trump nutzte Podcasts aktiv für seine Wahlkampfstrategie. Podcasts erreichten Millionen von jungen Wählern und halfen bei Trumps Wiederwahl. Joe Rogan spielte eine Schlüsselrolle in Trumps Kommunikationsstrategie. Kamala Harris konnte eine ähnliche Podcast-Popularität nicht erreichen.
Nachdem ihn Trump nach seiner Siegesrede auf die Bühne geholt hatte, lobte Dana White, Chef der UFC, des weltgrössten Veranstalters von - extrem blutigen - Mixed-Martial-Arts-Kämpfen, zunächst im Stil eines Box-Ansagers Trump und fügte dann an: «Ich möchte noch ganz schnell ein paar Leuten danken: den Nelk Boys, Adin Ross, Bussin’ with The Boys und - last but not least - the mighty and powerful Joe Rogan.»
Noch kuscheliger wird es nur, wenn man weiss, dass Rogan seit vielen Jahren Whites wichtigster Kommentator am UFC-Käfig ist. So etwas wie der Anchorman, das Gesicht der Organisation. Einer von den Jungs, der Oberboy.
Bro-Guru Elon Musk ist vom Podcast-Impact zutiefst überzeugt.
Als Trump sich dem rituellen «60 Minutes»-Kandidaten-Interview des Senders CBS und auch einer zweiten TV-Debatte mit Harris verweigerte und deutlich weniger für TV-Werbung ausgab als die Demokraten, staunten die Medien nicht schlecht. Aber er ahnte, dass ihm kumpelhafte, weitschweifige Gespräche mit unkritischen, ja adorierenden «Bros» mit Millionen-Reichweite mehr bringen würden als sein Gestolper durch ein hartes Frage-Pingpong vor einem Publikum, das stimmentechnisch wohl schon entschieden war.
Bei der Vereidigung von Donald Trump (78) zum 47. Präsident der Vereinigten Staaten am Montag, 20. Januar, waren unter den Anwesenden auch einige zuvor nicht angekündigte Prominente, die den Präsidenten während seines Wahlkampfes unterstützt hatten. Darunter war auch Reality-TV-Star Caitlyn Jenner (75). Weiter nahm Podcaster Joe Rogan (57) teil, dessen dreistündiges Interview mit Trump und anschliessende Unterstützung von manchen als entscheidend für die Wahlentscheidung junger Männer und unentschlossener Wähler angesehen wurden. Rogan erhielt einen der exklusiven Plätze in der Rotunde des US-Kapitols, nachdem die Zeremonie wegen eisiger Temperaturen nach innen verlegt und die Zahl der Gäste stark reduziert worden war. Er postete ausserdem ein Foto - vermutlich vom Vorabend - mit Trump und Dana White (55), der ebenfalls bei der Amtseinführung dabei war. Der UFC-CEO ist ein langjähriger Unterstützer Trumps und sprach dieses Jahr auf dem Republikanischen Nationalkonvent.
