Es ist nicht möglich, über Rekorde zu sprechen und dabei nicht den Namen Bruno Sammartino in den Mund zu nehmen. 2803 Tage am Stück hielt er die WWE-Championship. Um das in Verhältnis zu stellen: Das sind mehr als 7 Jahre! In Worten: 7! Jahre!
Bemerkenswerte WWE-Titelträger und ihre Rekorde
Die WWE-Geschichte ist reich an beeindruckenden Leistungen und unvergesslichen Champions. Hier eine Zusammenstellung einiger der bemerkenswertesten Rekorde und Titelträger:
Längste Zeit ungeschlagen
Andre the Giant war einfach monumental. The Undertaker blieb 21 Mal in Folge bei WrestleMania ungeschlagen.
Die meisten World Championships
Ric Flair und John Cena haben beide je 16 World Championships gewonnen. Allerdings behauptet Flair, er sei ein 23-facher World Champion. Das ist gar nicht unplausibel, so wurden einige Titelwechsel zu NWA-Zeiten nicht anerkannt.
Weitere bemerkenswerte Rekorde
- Schwerster WWE-Champion: Yokozuna brachte während seiner Zeit als WWE-Champion unglaubliche 257 kg auf die Waage.
- Längste totale Zeit als WWE-Tag-Team-Champion: Kofi Kingston regierte insgesamt 975 Tage als Tag-Champ.
- Ältester WWE-Champion: Vince McMahon gewann im Alter von 54 Jahren das höchste Gold seiner eigenen Promotion.
- Jüngster Champion: Nicholas gewann im Alter von 10 Jahren die Raw-Tag-Team-Championship.
Die Geschichte des Intercontinental Titles
Der Intercontinental Title war zu seinen besten Zeiten das zweite Aushängeschild von World Wrestling Entertainment beziehungsweise der World Wrestling Federation. Für eine lange Zeit war der Gewinn des Intercontinental Titles eine Art Bestätigung für den Wrestler, der ihn gewinnen durfte. Eine Bestätigung dafür, dass die Liga hinter ihm steht und er auf dem Weg ist, zu einem Superstar zu werden und "The Big One", den großen WWF World Heavyweight Title eines Tages ebenfalls um die Hüften schnallen zu können.
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Ein kreierter Beginn
Begonnen hat die Tradition dieses Titels mit einem Mann, der inzwischen seit vielen Jahren hinter den Kulissen für WWE arbeitet: Pat Patterson. Im Jahre 1979 kam mit Ted DiBiase ein junger Wrestler zur damaligen WWF und wurde dort schnell zum WWF North American Champion gemacht. Sinn des Titels war es, Midcarder einen Titel im Titanland zu geben, um den sie kämpfen konnten. Nachdem Vince McMahon festgestellt hatte, dass auch andere Ligen einen North American Title führen, beschloss er, etwas Eigenes zu kreieren.
Nachdem der besagte Pat Patterson DiBiase den North American Title abgenommen hatte, ließ man ihn im September ein fingiertes Turnier in Brasilien gewinnen um den North American Title mit dem in Wirklichkeit gar nicht existierenden South American Title zu vereinen. Aus der Vereinigung heraus wurde der WWF Intercontinental Titel geboren und Patterson zum ersten Champion. Den noch existierenden North American Title verlor er Ende 1979 an Seiji Sakaguchi, der den Titel im Jahre 1981 für vakant erklärte, wonach er eingestampft wurde.
Die Achtziger - Die Bedeutung wächst
Mit seiner Ringintelligenz und der Gabe, spannende Matches bestreiten zu können, war Patterson zu diesem Zeitpunkt der glaubwürdigste Heel-Champion für einen Midcard Title der WWF. Im Frühjahr 1980 feuerte sein Manager The Grand Wizard ihn allerdings und präsentierte mit Ken Patera seinen neuen Schützling, der Patterson schließlich am 21. April 1980 auch den Titel abnehmen konnte. Neue Wege beschritt der Titel dann im Dezember des Jahres, als der ehemalige WWWF World Heavyweight Champion Pedro Morales den Titel von Patera gewinnen konnte und somit erstmals ein Main Eventer diesen Titel sein Eigen nennen durfte.
Mit diesem Schritt gab man dem Titel noch zusätzliche Bedeutung und festigte seinen Stand als zweitwichtigsten Titel im Titanland. Die Bedeutung spiegelte sich dann auch in der ersten großen Fehde um diesen Titel wieder, als sich Pedro Morales und Don Muraco einige Schlachten gegeneinander lieferten und der Titel zwischen 1981 und 1983 unter den beiden auch mehrfach den Besitzer wechselte, wonach sich beide als zweifache Champions in die Geschichtsbücher eintragen konnten. Beide hielten den Titel während einer ihrer Regentschaften jeweils über ein Jahr, zählt man beide Regentschaften zusammen, hielt Morales mit 618 Tagen den Titel auch bisher insgesamt am längsten.
In die zweite Regentschaft von Muraco fiel zudem noch das historische Steel Cage Match gegen Jimmy Snuka im Madison Square Garden, welches Mick Foley oft als Grund für seine Entscheidung, Wrestler zu werden, bezeichnet hat. Abgeben musste Muraco den Titel letztlich am 11. Februar 1984 in einem Match gegen Tito Santana, der seinen Titel fortan bei fast jeder Show verteidigte und damit als der Inbegriff des Fighting Champions angesehen wurde. Gegner waren dabei unter anderem der ehemalige World Champion The Iron Sheik, Paul Orndorff oder auch Greg Valentine, dem es letztlich gelang, Santana zu entthronen, ehe sich der Mexikaner das Gold gut neun Monate später in einem Steel Cage Match zurückholen konnte.
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Die neue Version wurde dann 14 Jahre lang genutzt. Auch während seiner zweiten Regentschaft verteidigte Santana seinen Titel bei jeder Gelegenheit und besiegte Legenden wie Terry Funk oder Cowboy Bob Orton. Doch im Februar 1986 beendete mit Randy Savage ein Mann diesen Run, der von vielen als einer der größten Intercontinental Champions bezeichnet wird. Als arroganter und rücksichtsloser Heel wurde er Mitte der 80er Jahre zum Hassobjekt der Fans und lieferte sich gleich zu Beginn eine Fehde mit George "The Animal" Steele, der sich zu Savages Managerin Miss Elizabeth hingezogen fühlte und dieser sogar Geschenke schickte.
Elizabeth war zu höflich, um diese Dinge abzulehnen, doch Savage sah dies anders und begann, George Steele immer wieder bei sich bietenden Möglichkeiten zu attackieren. Mit einem Match der beiden bei WrestleMania II bekam diese Fehde sogar viel Aufmerksamkeit und Steele die Unterstützung aller Fans, die ihn letztlich jedoch nicht zum Sieg tragen konnten. Die Matches von Savage waren gut und so konnte er sich sogar in einem Match gegen Hulk Hogan durchsetzen, als er diesen durch Count Out bezwang. Die wohl größte Fehde von Savage war allerdings die gegen Ricky "The Dragon" Steamboat. In deren Verlauf verletzte Savage Ricky Steamboat sogar mit dem Ringgong, und der Drache kehrte erst Monate später zurück und forderte Savage entgegen der Empfehlung der Ärzte zu einem Match bei WrestleMania III heraus.
Am Tag, als Hulk Hogan vor über 70.000 Fans Andre The Giant im Main Event einen Bodyslam verpassen konnte, lieferten sich Savage und Steamboat nicht nur das Match des Abends, sondern sogar einen wahren Klassiker, der als bestes Intercontinental Title Match des vergangenen Jahrtausends gehandelt wird. Dieses Match war durch zahlreiche Nearfalls an Spannung kaum zu überbieten und am Schluss gelang es Steamboat tatsächlich, einen Bodyslam von Savage mit einem Einroller zu kontern und das Match und damit den Titel zu gewinnen.
Steamboat, dem eine große Zukunft als Intercontinental Champion vorausgesagt wurde, hatte dann allerdings nur eine relativ kurze Regentschaft, da er im Juni 1987 den Titel schon wieder an den The Honky Tonk Man verlor. Begründung soll die Geburt des Sohnes von Ricky Steamboat gewesen sein, weswegen der Dragon mehr Zeit mit seiner Familie verbringen wollte. Vielleicht wäre es ohne das familiäre Glück auch Steamboat gewesen, der zum Intercontinental Champion mit der längsten Einzel-Regentschaft geworden wäre. So hielt The Honky Tonk Man den Titel über ein Jahr lang, genauer gesagt ganze 454 Tage.
Dabei besiegte er unter anderem Stars wie Bam Bam Bigelow, Randy Savage oder selbst Hulk Hogan, wobei seine "Erfolge" meist durch Count Out- oder Disqualifikations-Niederlagen zustande kamen. Als der Mann, der es schaffen könnte, diese Regentschaft zu beenden, galt 1988 Brutus Beefcake. Beefcake und der Honky Tonk Man führten in diesem Jahr eine lange Fehde gegeneinander und der Herausforderer erreichte natürlich einen Sieg durch DQ bei WrestleMania IV. Der erste SummerSlam wurde dann als das Datum vermutet, welches den Wechsel bedeuten sollte, doch Ron Bass attackierte Beefcake vor dem Match und schaltete ihn damit aus. Der Champion schien dadurch erneut ungeschoren davon zu kommen, doch dann tauchte The Ultimate Warrior auf und beendete die Titelregentschaft des Honky Tonk Man in einem Match, welches gerade mal 27 Sekunden dauerte.
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Der Warrior wurde mit diesem Titelgewinn zum neuen Helden der Fans und auch, wenn seine wrestlerischen Fähigkeiten bei weitem nicht an die vorheriger Champions herankamen und die Titelverteidigungen dadurch etwas schwach waren, sorgte seine Popularität für den nötigen Ausgleich. Bei WrestleMania V war der Warrior nach wie vor unbesiegt innerhalb der WWF und setzte sein Gold gegen Rick Rude aufs Spiel, mit dem er bereits seit längerer Zeit eine Fehde führte. Der Titelgewinn Rudes kam damals für viele überraschend, da er zwar als der bessere Wrestler galt, der Warrior allerdings eines der Zugpferde der Liga war und dessen Siegesserie durch die Unterstützung von Rudes Manager Bobby Heenan beendet wurde.
Und Rude machte seine Sache als Champion gut, auch wenn seine Regentschaft letztlich nur bis zum SummerSlam 1989 andauerte, wo der Warrior sich den Titel zurückholen konnte. In der Folge besiegte der Krieger diverse Wrestler wie Dino Bravo, Randy Savage, Mr. Perfect und sogar Andre The Giant.
Die Neunziger - Eine neue Generation brilliert
Mit diesen Erfolgen war es nur eine Frage der Zeit, bis der Warrior zum Top-Herausforderer auf den WWF Heavyweight Title von Hulk Hogan wurde. Das große Aufeinandertreffen der beiden Publikumsmagneten fand dann bei WrestleMania VI statt, wo beide Titel auf dem Spiel standen. Mit dem Sieg des Warriors wurde eindeutig bewiesen, dass ein Intercontinental Champion durchaus das Zeug dazu habe, im Main Event mitzumischen und Heavyweight Champion zu werden, was dem Gold weiteres Prestige verlieh.
Kurz nach diesem Erfolg musste sich der Warrior für einen Titel entscheiden und erklärte damit den Intercontinental Title zum ersten Mal in seiner inzwischen fast elfjährigen Geschichte für vakant. Acht Wrestler nahmen an einem Turnier um das Gold teil und im Finale konnte Mr. Perfect dann den zweifachen Intercontinental Champion Tito Santana am 23. April 1990 besiegen. Mit Perfect wurde jemand Champion, der sich zuvor schon Matches mit Hulk Hogan geliefert hatte und in der Vergangenheit bereits den AWA World Heavyweight Title hielt. In seiner Zeit besiegte er Wrestler wie Tito Santana und Brutus Beefcake bei mehreren Gelegenheiten, musste sich allerdings auch in vielen WWF Heavyweight Title Matches dem Warrior geschlagen geben, was ein wenig den Glanz des Titels nach WrestleMania VI schmälerte.
Beim SummerSlam 1990 sollte es dann zu einem weiteren Match gegen Brutus Beefcake kommen, der schon einmal als künftiger Intercontinental Champion im Gespräch war. Doch ein Unfall beim Paragliding machte Beefcake einen Strich durch die Rechnung und hielt ihn lange Zeit aus dem Ring fern. Wieder wurde kurzfristig ein anderer Gegner gesucht und im ehemaligen NWA World Heavyweight Champion Kerry Von Erich auch gefunden, welcher mittlerweile als "The Texas Tornado" antrat. Wieder einmal schockierte ein Intercontinental Title Match die Wrestlingfans, als der Tornado Mr. Perfect in kurzer Zeit besiegen konnte, um sich das wertvolle Gold zu sichern.
Die Fehde mit Mr. Perfect wurde natürlich fortgesetzt, doch gleichzeitig legte sich der Texas Tornado auch noch mit dem "Million Dollar Man" Ted DiBiase an, was ihm schließlich zum Verhängnis werden sollte. Bei einem Match im November war es nämlich ausgerechnet DiBiase, der Perfect half, seinen Titel wieder zu gewinnen. Der zweite Run von Perfect hielt dann neun Monate mit Siegen über Roddy Piper, The British Bulldog und andere, doch am Ende musste er beim SummerSlam 1991 seinen Titel nach einem tollen Match an Bret Hart abgeben. Vor allem die Leistung von Perfect in diesem Match kann nicht stark genug honoriert werden, da er mit erheblichen Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, die ihn sogar zu einem zeitweisen Rücktritt zwangen.
Auch mit dem Hitman hatte man wieder einen Champion, der rückblickend als einer der größten in der Geschichte bezeichnet wird. In tollen Matches verteidigte der Sohn des legendären Stu Hart sein Gold gegen andere Legenden wie Ted DiBiase oder Ric Flair. Im Jahre 1992 war es dann zwei Tage vor dem Royal Rumble The Mountie, der die Tage als Champion für Hart beendete. Die überraschende Niederlage wurde mit einer Grippe von Hart begründet, der dadurch nicht fit ins Match gegangen war. In Wirklichkeit soll sich Hart allerdings in Vertragsverhandlungen befunden haben und die WWF wollte lieber auf Nummer sicher gehen, um im Ernstfall keinen aktuellen Champion ziehen lassen zu müssen.
Dass The Mountie als Champion tatsächlich eine kurzfristige Übergangslösung war, ließ sich auch wegen der Tatsache vermuten, dass beim Royal Rumble Roddy Piper den Titel gewann und diese Regentschaft des Kanadiers damit die bis zu diesem Zeitpunkt mit Abstand kürzeste aller Zeiten war. Piper, seit langem ein wichtiger Stützpfeiler der Liga, holte damit seinen ersten Titel in der WWF und verteidigte diesen bis zu WrestleMania VII in Indianapolis. Dort traf er dann auf seinen guten Freund Bret Hart und die beiden Publikumslieblinge lieferten sich ein spannendes Match, an dessen Ende der Hitman den Gürtel siegreich in die Luft stemmen konnte.
In der Folge verteidigte er seinen Titel in einer Serie von guten Matches gegen Shawn Michaels, der sich einige Monate zuvor von seinem Tag Team Partner Marty Jannetty abgewandt und diesen durch die Schaufensterscheibe von Brutus Beefcakes Barber Shop befördert hatte, konnte das Gold aber jedes Mal verteidigen. Neue Wege ging die WWF dann mit dem SummerSlam 1992, der im Londoner Wembley Stadion und damit in Europa stattfand. Dort war Brets eigener Schwager, der "British Bulldog" Davey Boy Smith, sein Gegner. Als Lokalmatador war der Bulldog selbstverständlich der Favorit der Fans und das Match, welches sogar den Main Event bildete und damit ein WWF Heavyweight Title Match zwischen Randy Savage und den Ultimate Warrior übertrumpfte, wurde zu einem wahren Klassiker.
Der Bulldog konnte sich vor heimischen Publikum seinen ersten Singles Title in der Liga sichern und musste diesen in der Folge ebenfalls hauptsächlich gegen Shawn Michaels verteidigen. Der Heartbreak Kid war es dann schließlich auch, der Smith den Titel bei Saturday Nights Main Event am 27. Oktober 1992 abnehmen konnte. Mit Michaels hatte man auf den ersten Blick einen Glücksgriff als Champion gefunden, da er neben seiner Qualitäten im Ring allein durch seine natürliche Ausstrahlung schon den Hass der Fans auf sich zog und diese somit zum Einschalten bewegte, um sehen zu können, wie er den Titel abgeben muss. Bei der Survivor Series verlor er zwar ein Match gegen Bret Hart, in welchem es allerdings nur um dessen WWF Heavyweight Title ging. In den Wochen und Monaten danach besiegte er aber viele Wrestler wie Bob Backlund oder Marty Jannetty und verlor bei WrestleMania IX gegen Tatanka nur durch Count Out.
Am 17. Mai 1993 war es dann Michaels ehemaliger Tag Team Partner Marty Jannetty, der Shawn bei RAW in einem Match besiegen konnte, welches viele als eines der Besten des Jahres 1993 bezeichneten, um sich den Titel zu sichern. Es dauerte dann allerdings gerade mal 20 Tage bis Michaels sich den Titel wieder holen konnte. Nach fast vier Monaten mit wenigen Titelverteidigungen, zog On Air-Präsident Jack Tunney die Reißleine und nahm Shawn Michaels den Titel ab, da er diesen nicht oft genug aufs Spiel setzte. Die wahren Gründe, die zu dieser Aberkennung und Suspendierung...
Größter WWE Champion der Geschichte - Top 25
Hier ist eine Liste der größten WWE Champions der Geschichte, basierend auf einer Umfrage unter CyBoard-Benutzern:
- Randy Savage (220 Punkte)
- Bob Backlund (141 Punkte)
- Edge (107 Punkte)
- Kurt Angle (104 Punkte)
- The Ultimate Warrior (98 Punkte)
- John Bradshaw Layfield (90 Punkte)
- Ric Flair (83 Punkte)
- Mankind (77 Punkte)
- Chris Jericho (71 Punkte)
- Billy Graham (61 Punkte)
- Yokozuna (57 Punkte)
- Eddie Guerrero (56 Punkte)
- Brock Lesnar (40 Punkte)
- Andre the Giant (34 Punkte)
- Buddy Rogers (33 Punkte)
Die Regentschaft von The Honky Tonk Man
The Honky Tonk Man, bürgerlich Roy Wayne Farris, ist bis heute als WWE Intercontinental Champion mit der längsten Regentschaft am Stück bekannt. Er holte sich den Titel am 2. Juni 1987 von Ricky Steamboat und hielt ihn sagenhafte 454 Tage.
Nachdem Santino Marella den WWE Intercontinental Championship am 17. August 2008 ein zweites Mal beim SummerSlam gewinnen konnte, versuchte er sich als größter Intercontinental Champion aller Zeiten zu etablieren. Dabei wollte er unbedingt den Rekord von The Honky Tonk Man als längster Champion brechen. Den Rekord als längster Intercontinental Champion konnte er allerdings bei Weitem nicht brechen, da er den Titel nach nur 85 Tagen an William Regal verlor.
The Honky Tonk Man wurde im Jahr 2019 in die WWE Ruhmeshalle aufgenommen. Sein Laudator war Jimmy Hart.
WWE Championship
Die WWE Championship (zu deutsch WWE Meisterschaft) ist einer der beiden wichtigsten Wrestlingtitel der WWE und wird an Einzelwrestler des RAW-Rosters vergeben. Aufgrund seiner Geschichte als ursprünglicher Haupttitel der Promotion gilt dieser Titel heute als einer der prestigeträchtigsten Titel im Wrestling.
Die WWE Championship war ursprünglich die World Wide Wrestling Federation (WWWF) World Heavyweight Championship. 1973 wurde dem Titel der World-Status (engl. Weltmeisterschaft) aberkannt, nachdem die WWWF erneut der National Wrestling Alliance beitrat. Nachdem die Liga die NWA wieder verlassen hatte, erhielt der Titel seinen World-Status zurück und wurde bekannt als WWF World Heavyweight Championship.
Im März 2001 kaufte die World Wrestling Federation die Konkurrenzliga World Championship Wrestling. Die WWF Championship wurde bei der PPV Veranstaltung Vengeance am 9. Dezember 2001 mit der WCW Championship vereinigt und zur Undisputed WWF Championship (engl. „unangefochtene WWF-Meisterschaft“). Die WWF wurde 2002 aufgrund eines Rechtsstreites mit dem World Wildlife Fund in „WWE“ umbenannt, wodurch der Titel in WWE Undisputed Championship umbenannt werden musste.
Der letzte Undisputed Champion Brock Lesnar wurde bei der Aufteilung der WWE in die zwei Shows RAW und SmackDown! SmackDown zugeordnet und die WWE schuf die World Heavyweight Championship. Daraufhin wurde der Undisputed-Titel in WWE Championship umbenannt.
World Heavyweight Championship
Am 2. September 2002 wurde "Undisputed" im Namen des Titels entfernt, nachdem Brock Lesnar zu SmackDown! wechselte. Man erschuf darauf den World Heavyweight Champion Titel, wodurch der Undisputed Titel nicht mehr unangefochten war und somit in WWE Championship umbenannt wurde. Der Big Gold Belt, den der World Heavyweight Champion als Symbol für den Titel trägt, wurde bereits als WCW und NWA World Heavyweight Championship Gürtel benutzt.
Der World Heavyweight Titel blieb bis 30. Juni 2005 bei RAW. Der damalige Champion Batista wurde dann zu SmackDown! und der damalige WWE Champion John Cena zu RAW gewechselt, wodurch die beiden Haupttitel das Roster wechselten. Am 30. Juni 2008 wechselte man den Titel wieder zurück zu RAW.
Anders, als in den Pionierjahren des Wrestling (Anfang des 20. Jahrhunderts), wo um Titel durchaus noch real gerungen wurde, repräsentieren die heutigen Titel nicht mehr den sportlichen Erfolg. Vielmehr werden die als hochwertig dargestellten Titel an denjenigen vergeben, der beim Publimkum am beliebtesten ist, damit man diesen bei Großveranstaltungen antreten lassen und möglichst viel Geld verdienen kann.
Der aktuelle World Heavyweight Champion ist Edge. Er durfte diesen Titel am 26. Edge verlor am selben abend seine WWE Chamionship an Triple H. Vor dem Elimination Chamber Match um den World Heaweight Champion Titel attakierte er Kofi Kingston, sodass dieser nicht mehr am Match teilnehmen konnte.
Häufigste WHC Titelgewinne:
- Edge (6 Regentschaften)
- Triple H (5 Regentschaften)
- Batista (4 Regentschaften)
- The Undertaker (3 Regentschaften)
- CM Punk (3 Regentschaften)
- Chris Jericho (3 Regentschaften)
Insgesamt längste Regentschaften (alle Tage zusammen):
- Triple H mit insgesamt 616 Tagen
- Batista mit insgesamt 509 Tagen
- Edge mit insgesamt 296 Tagen
- The Undertaker mit insgesamt 213 Tagen
- CM Punk mit insgesamt 160 Tagen
- Kane mit insgesamt 154 Tagen
- Chris Benoit mit insgesamt 154 Tagen
Die längsten Regentschaften am Stück:
- Batista mit 285 Tagen
- Triple H mit 280 Tagen
- Kane mit 154 Tagen
- Chris Benoit mit 154 Tagen
- The Undertaker mit 140 Tagen
- King Booker mit 126 Tagen
- Batista mit 126 Tagen
Die WWE-Geschichte ist geprägt von beeindruckenden Leistungen und unvergesslichen Momenten. Die hier aufgeführten Rekorde und Titelträger sind nur einige Beispiele für die außergewöhnlichen Athleten, die die Welt des Wrestlings geprägt haben.
