Welche Karat ist die beste Wahl für Schmuck?

Gold ist seit Jahrhunderten eines der begehrtesten Edelmetalle auf der Welt. Seine Reinheit wird oft in Karat gemessen, wobei Karat nicht nur eine Einheit der Masse, sondern auch ein Maßstab für die Reinheit von Gold ist.

Was ist Karat?

Sie fragen sich, was Karat ist? Karat ist eine Maßeinheit, um die Reinheit von Gold in Goldlegierungen anzugeben. Je mehr Gold in der Legierung vorhanden ist, desto höher die Karatzahl. 24 Karat ist die höchste Karatzahl und steht für Gold mit einer Reinheit von 99,9%, also 999er Gold. Die niedrigste gängige Karat-Angabe ist 8 Karat und steht für 333er Gold, das vor allem in Deutschland zu finden ist. Gold Karat wird entweder als „K“ oder „kt“ abgekürzt und im Schmuck gestempelt. Allerdings wird Karat auch als Gewichtseinheit verwendet. So steht 1 Karat für 0,2 Gramm und wird auch als metrisches Karat bezeichnet. Diese Angabe bezieht sich meist auf Edelsteine, wie Diamanten und wird abgekürzt als „ct“ angegeben.

Karat als Maßeinheit

Karat (Abkürzung: „K“ oder „kt“) bezieht sich normalerweise auf das Gewicht von Edelsteinen, wobei ein Karat etwa 0,2 Gramm entspricht.

Karat als Maß für Reinheit

Der Karatwert von Gold gibt an, wie viel reines Gold in einer Legierung enthalten ist. Reines Gold hat eine Reinheit von 24 Karat, was bedeutet, dass es zu 100 % aus Gold besteht.

Verschiedene Karatstufen und ihre Eigenschaften

Die unterschiedlichen Goldlegierungen werden als Karat bezeichnet. Wenn Sie Gold kaufen, das 24 Karat hat, bedeutet das, dass Sie 100 % reines, unverfälschtes Gold haben. Die allgemeine Regel lautet also: Der Wert von Gold verhält sich proportional zu seiner Reinheit - je reiner das Gold, desto höher der Wert.

Lesen Sie auch: Ratgeber zur Wahl der passenden Kampfsportart

  • 24 Karat: Reines Gold ist 24 Karat. Es ist jedoch auch das weichste und anfälligste für Kratzer und Verformungen. Repräsentiert das Gold in seiner reinsten Form, das heißt 99,9% Gold. Aufgrund seiner hohen Reinheit ist es extrem weich und formbar, was es weniger geeignet für täglich getragenen Schmuck macht. Ein 24K Goldarmband kann ein atemberaubendes Stück für besondere Anlässe sein, ist jedoch besser für Events reserviert, anstatt es täglich zu tragen.
  • 18 Karat: 18 Karat Gold besteht aus 75 % reinem Gold und 25 % anderen Metallen. Besteht aus 75% Gold und 25% anderen Metallen (wie Kupfer oder Silber). Eine 18K Goldkette strahlt nicht nur intensiv, sondern ist auch stark genug, um regelmäßigen Gebrauch zu widerstehen.
  • 14 Karat: Mit etwa 58,3 % reinem Gold ist 14 Karat Gold robuster als 18 oder 24 Karat. Enthält 58,3% Gold und 41,7% andere Metalle. Es ist noch widerstandsfähiger und weniger anfällig für Schäden, was es zu einer beliebten Wahl für täglich getragenen Schmuck macht. Wenn du einen Verlobungsring suchst, der dem täglichen Verschleiß standhält, ohne seine Schönheit zu verlieren, wäre ein 14K Ring ideal.
  • 10 Karat: Dies ist die niedrigste Karatstufe, die noch als „Gold“ verkauft werden kann.

Tabelle der Goldlegierungen

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Goldlegierungen:

Goldlegierung / Feinheit entspricht Karat Anteil Feingold
333er Gold 8 Karat 333 Tausendteile vom Gewicht
375er Gold 9 Karat 375 Tausendteile vom Gewicht
417er Gold 10 Karat 417 Tausendteile vom Gewicht
585er Gold 14 Karat 585 Tausendteile vom Gewicht
750er Gold 18 Karat 750 Tausendteile vom Gewicht
833er Gold 20 Karat 833 Tausendteile vom Gewicht
875er Gold 21 Karat 875 Tausendteile vom Gewicht
Feinheit 916,667 22 Karat 916,667 Tausendteile v. Gewicht
Feinheit 999,9 24 Karat 999,9 Tausendteile vom Gewicht

Weitere Goldlegierungen

  • 333er Gold: Mindestuntergrenze für Goldanteil, um sich in Deutschland offiziell als Goldschmuck bezeichnen zu dürfen
  • 375er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in Großbritannien
  • 417er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in USA
  • 585er Gold: Populäre Schmucklegierung, da relativ hochwertig bei gleichzeitig hoher Kratzfestigkeit. Gern genommen für Goldohrringe, ein Goldarmband oder eine goldene Uhr
  • 750er Gold: Auch “Kronengold” genannt. 750er Schmuckgold wird gern verwendet für relativ hochwertigen Schmuck, etwa eine Goldkette. Auch für Zahngoldlegierungen
  • 833er Gold: Hochwertiger Schmuck
  • 875er Gold: Für besonders hochwertigen Goldschmuck, etwa ein Gold-Collier
  • 895er Gold: Historische Goldmünzen. Auch “Pistolengold” genannt (Pistole = historische spanische Goldmünze)
  • Feinheit 900: Diverse Goldmünzen wie etwa die Goldmünze Tscherwonetz. Auch “Münzgold” genannt
  • Feinheit 916,667: Diverse Goldmünzen, wie etwa der Kürgerrand. Aufgrund der Kupferbeimischung gilt der Kügerrand als weniger kratzempfindlich
  • Feinheit 965: Auch “Thaigold” genannt. Hier wenig gebräuchlich
  • Feinheit 986: Manche Goldmünzen wie etwa Kaiser Franz Joseph Dukaten aus Österreich. Auch “Dukatengold” genannt
  • Feinheit 995: Mindestgehalt für Goldbarren.
  • Feinheit 999: Manche Goldmünzen wie z.B. China Panda. Als 999er Goldschmuck in China populär
  • Feinheit 999,9: Gängig für viele Anlagegold-Produkte, also Goldmünzen und Goldbarren.

Die Wahl des richtigen Karats

Die Wahl des richtigen Karatwerts hängt von individuellen Vorlieben, Budget und Verwendungszweck ab. Karat ist ein wichtiger Faktor beim Kauf von Goldschmuck. Es bestimmt nicht nur den Goldgehalt, sondern auch die Haltbarkeit und den Wert des Schmucks.

Schönheit vs. Haltbarkeit

Höherer Karatwert bedeutet mehr Gold, was eine wärmere Farbe und mehr Glanz verleiht.

Preis und Wert

Höhere Karatwerte bedeuten teurere Schmuckstücke aufgrund des höheren Goldgehalts.

Reines Gold und seine Grenzen

Nicht unbedingt. Die Wahl des Karats hängt vom Verwendungszweck und den persönlichen Vorlieben ab. Ein 24K Ring kann für den täglichen Gebrauch weniger praktisch sein, da er anfälliger für Kratzer oder Verformungen ist. In der Regel nicht. Verlobungsringe bestehen meist aus 18K oder 14K Gold, das ein gutes Gleichgewicht zwischen Reinheit und Haltbarkeit bietet.

Lesen Sie auch: Traditionelle japanische Kampfkünste

375er Gold (9 Karat)

9 Karat (9k) Gold bietet eine ideale Mischung aus Schönheit und Widerstandsfähigkeit, die es zu einer hervorragenden Wahl für Schmuckliebhaber macht. 9 Karat Gold besteht zu 37,5% aus reinem Gold. Die restlichen 62,5% setzen sich aus hochwertigen Metallen wie Kupfer, Silber, Nickel oder Zink zusammen. Diese Zusammensetzung sorgt für eine beeindruckende Balance zwischen Eleganz und Robustheit. Es ermöglicht dir, mehr für dein Geld zu bekommen, ohne Kompromisse bei Stil oder Qualität einzugehen. Die Zugabe anderer Metalle macht 9 Karat Gold extrem widerstandsfähig. Es ist weniger anfällig für Kratzer und Verformungen, was bedeutet, dass dein Schmuck länger schön bleibt. Ob Gelbgold, Weißgold oder Roségold - es gibt für jeden Geschmack und Anlass das passende Stück.

Viele 9 Karat Gold-Legierungen sind so konzipiert, dass sie hautfreundlich sind und weniger Allergien auslösen. Das bedeutet, dass du deinen Schmuck ohne Sorgen tragen kannst.

585er Gold (14 Karat)

585er Gold ist ein guter Mittelweg, wenn man ein wertvolles Stück besitzen möchte, aber dieses auch regelmäßig tragen möchte. Gerade für Eheringe bietet sich diese Legierung an.

750er Gold (18 Karat)

750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt.

Goldlegierungen und ihre Farben

Goldfarben spielen vor allem bei der Schmuckherstellung eine große Rolle. Der Goldton kann rötliche, gelbliche, grünliche oder weißliche Farbtöne haben.

Lesen Sie auch: Gürtelsystem im Karate

  • Gelbgold: Kupfer, Silber. Je nach Mischverhältnis Farbtöne von hellgelb bis gelborange
  • Rotgold: Kupfer, Silber. Höherer Kupferanteil sorgt für rötlichen Schimmer und macht Legierungen härter
  • Roségold: Kupfer, Silber. Wie Rotgold, aber Kupferanteil etwas geringer
  • Grüngold: Silber, Cadmium, Kobalt. Weniger verbreitet
  • Weißgold: Palladium, Silber, Nickel, Platin. Weiß-blasser Farbton. Ursprünglich als Platinersatz in Pforzheim entwickelt.

Goldfarben kurz erklärt:

  • Kupfer erzeugt Rot.
  • Palladium oder Nickel ergeben in Goldlegierungen Weiß. Zur Aufhellung wird häufig eine Rhodiumschicht aufgebracht.
  • Silber führt in Goldlegierungen zu Grün.
  • Cadmium liefert zwar ein sattes Grün, ist jedoch toxisch und heute weitgehend tabu.

Violette, blaue und schwarze Goldvarianten sind oft spröde und werden in der Schmuckindustrie überwiegend nur zur oberflächlichen Färbung eingesetzt.

Achtung Gesundheit: In der EU ist die Nickelabgabe aus Schmuck streng geregelt; bei älteren oder günstigen Stücken aus nickelhaltigem Weißgold ist Vorsicht geboten.

Goldlegierungen im industriellen Bereich

Titan-Gold-Legierungen: Gelten als besonders fest. Interessant für die Medizintechnik.