Seit Jahrtausenden übt Gold eine große Faszination auf uns Menschen aus. Das Edelmetall mit dem satten, warmen Schimmer wurde erstmals in der Jungsteinzeit zu Schmuck verarbeitet und bis heute hat es nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Heute wird Gold in der Schmuckherstellung immer als Legierung verwendet, um seine Eigenschaften zu optimieren, aber auch seine Farbe zu verändern.
Was Sie über Goldlegierungen wissen sollten
Eine Goldlegierung für Schmuckstücke sollte das Beste aus zwei Welten vereinen: Als Edelmetall reagiert Gold nur sehr träge und nur mit wenigen Stoffen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es getragen werden kann, ohne anzulaufen und auf die Haut abzufärben. Allerdings ist reines Gold ein sehr weiches Metall und deshalb ohne weitere Beimischungen nicht für die Schmuckfertigung geeignet - der Goldschmuck würde leicht verbiegen und schon von geringen Belastungen Kratzer und Dellen davontragen.
Woraus besteht Gold? Gold ist zunächst einmal ein Element, das in der Natur auch in Reinform vorkommt. Das Edelmetall mit der satt-orangegelben Farbe ist in purer Form allerdings sehr weich - zu weich, um es als Schmuck zu verwenden, denn es würde rasch verformen und durch Kratzer und Abdrücke unansehnlich werden. Deshalb wird Gold für Schmuckstücke immer mit anderen Metallen in einer Schmelze gemischt, um seine Eigenschaften zu optimieren.
Verschiedene Goldlegierungen und ihre Eigenschaften
Die verschiedenen Goldlegierungen werden mit einem Prägestempel, der Punze, versehen, um damit den Feingehalt an Gold zu kennzeichnen. Dabei gibt es die in Europa gebräuchlichen Angaben des Feingehalts in Teilen von 1000 und die Karat-Angaben, die in Teilen von 24 angegeben werden. In der Tabelle siehst du alle Goldlegierungen mit Karat-Angaben im Überblick sowie die Verwendung dieser Goldart.
Für Schmuckstücke liegt in unserem Kulturkreis dieser „Mittelweg“ bei einem Legierungsanteil zwischen 375er und 750er Gold. 375er Gold eignet sich aufgrund der höheren Härte sehr gut für Alltagsschmuck, der tagtäglich getragen wird. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass wegen des verhältnismäßig geringen Feingoldgehaltes der Schmuck minimal nachdunkeln kann. 585er Gold ist ein guter Mittelweg, wenn man ein wertvolles Stück besitzen möchte, aber dieses auch regelmäßig tragen möchte. Gerade für Eheringe bietet sich diese Legierung an. 750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt. Noch höhere Legierungen werden hauptsächlich in außer-europäischen Kulturkreisen getragen, vornehmlich als Statussymbol.
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Farben von Goldlegierungen
- Gelbgold: Hier wird das Feingold mit Silber und Kupfer vermengt, um die gelbe Farbe beizubehalten, aber eine höhere Härte und bessere Bearbeitbarkeit zu erreichen.
- Roségold: Bei Roségold wird der Anteil von Silber zugunsten des Kupfers verringert. Die größere Beimengung von Kupfer gibt dem Gold eine zarte, pastellige rosenfarbene Tönung.
- Rotgold: Rotgold enthält nur sehr wenig oder gar kein Silber mehr. Die Beimengung von Kupfer gibt der Legierung eine kräftig rötliche Färbung.
- Weißgold: Weißgold enthält kein Kupfer, stattdessen wird das Feingold mit Silber, Palladium und geringen Mengen Zink legiert. Oft wird Weißgoldschmuck rhodiniert, also mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, um einen noch strahlenderen weißen Glanz zu erreichen.
- Graugold: Graugold ist eine Legierung aus Feingold und Palladium und Silber. Der Verzicht auf Zink verschiebt die Farbe durch den hohen Palladium-Anteil deutlich ins Graue.
Auch innerhalb einer Goldfarbe wie Gelbgold und Roségold gibt es feine, aber sichtbare Unterschiede im Goldton. Allerdings ist jede Legierung eine eigene Rezeptur des Herstellers, da lediglich der Goldgehalt festgeschrieben ist, nicht jedoch das Verhältnis der anderen Materialien. Daher sind die Färbungen der Goldlegierungen auch nicht einheitlich. Lediglich eine Tendenz lässt sich erkennen: Ein höherer Feingoldanteil in der Mischung ergibt eine deutlichere Gelbtönung. So erkennt man beispielsweise eine Farbunterschied zwischen 585er Gold zu 750er, wenn man beide Goldlegierungen direkt nebeneinander betrachtet. Das 750er Gold ist etwas satter gelb, weil der Goldanteil hierin höher ist.
Der Einfluss des Goldanteils auf den Preis
Der verschieden hohe Goldanteil beeinflusst auch den Preis von Goldlegierungen. Für reines Feingold gibt es tagesaktuelle Ankaufspreise (an der Börse gelten hierbei andere Preise als für den Goldschmied, aktuell liegt der Börsenpreis für Feingold bei rund 60 - 70 Euro pro Gramm) und von diesen abhängig ist dann auch der Preis der daraus gefertigten Goldlegierung: Je mehr Feingold enthalten ist, desto teurer ist auch die Legierung. So sind Schmuckstücke aus 375er Gold auf das Goldgewicht gerechnet günstiger als Schmuck aus 750er Gold, das durch die größere Goldmenge das hochwertigere Material ist.
Dennoch eignet sich das 375er Gold gerade aufgrund der hohen Beimischungen anderer Legierungsmetalle hervorragend für Alltagschmuck: Da das Gold sehr hart ist, kann es Tag für Tag getragen werden und ist dabei verhältnismäßig unempfindlich, durch den relativ niedrigen Anschaffungspreis ist auch ein neues Trend-Piece absolut erschwinglich und durch geschickte Legierungstechniken strahlt auch dieser Goldschmuck wunderschön und edel. Die Legierungen mit deutlich höherem Goldanteil bis zu 750er Gold sind deutlich teurer und werden häufig für zeitlose Klassiker, die auch in etlichen Jahren noch stilvoll und edel wirken sollen, verwendet.
Gold Karat Tabelle
Sie haben Goldschmuck, in dem eine Karat Angabe gestempelt ist und würden nun gerne wissen, wie hoch der Feingehalt ist? Hier finden Sie eine Gold Karat Tabelle, in der alle gängigen Karatzahlen in Feingehalt und Prozent angegeben sind.
Karat ist eine Maßeinheit, um die Reinheit von Gold in Goldlegierungen anzugeben. Je mehr Gold in der Legierung vorhanden ist, desto höher die Karatzahl. 24 Karat ist die höchste Karatzahl und steht für Gold mit einer Reinheit von 99,9%, also 999er Gold. Die niedrigste gängige Karat-Angabe ist 8 Karat und steht für 333er Gold, das vor allem in Deutschland zu finden ist. Gold Karat wird entweder als „K“ oder „kt“ abgekürzt und im Schmuck gestempelt.
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Allerdings wird Karat auch als Gewichtseinheit verwendet. So steht 1 Karat für 0,2 Gramm und wird auch als metrisches Karat bezeichnet. Diese Angabe bezieht sich meist auf Edelsteine, wie Diamanten und wird abgekürzt als „ct“ angegeben.
Gold Karat Tabelle: Welcher Wert entspricht welcher Feinheit?
| Karat (kt) | Feingehalt in Tausendsteln | Goldanteil in Prozent* |
|---|---|---|
| 8 kt | 333er Gold | 33,3 % |
| 9 kt | 375er Gold | 37,5 % |
| 10 kt | 417er Gold | 41,7 % |
| 14 kt | 585er Gold | 58,5 % |
| 18 kt | 750er Gold | 75 % |
| 20 kt | 833er Gold | 83,3 % |
| 21 kt | 875er Gold | 87,5 % |
| 22 kt | 916,66er Gold | 91,666 % |
| 24 kt | 999er Gold | 99,9 % |
*Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich
585er Gold im Detail
585er-Gold, auch unter 14 Karat Gold bekannt, bezeichnet eine Goldlegierung, die vorwiegend in der Schmuckherstellung ihre Anwendung findet. Wenn Sie Ihren Goldschmuck genauer betrachten, entdecken Sie sicherlich einen Stempel mit drei Ziffern auf dem Verschluss. Dieser Goldstempel wird vom Goldschmied eingelassen und gibt Aufschluss über die Legierung und somit den Feingoldgehalt des Schmuckstückes. Gemessen wird hier immer in Tausendstel Teilen.
585 Gold bezeichnet also eine Legierung, die zu 58,5 % aus reinem Gold besteht. Der restliche Teil setzt sich aus Legierungspartnern zusammen. Dem Gold können Edelmetalle wie Silber, Platin oder Palladium beigemengt werden. In der Schmuckherstellung ist 585 Gold bei Goldschmieden eine besonders beliebte Legierung, da sie eine gute Balance zwischen Härte, Farbe und Goldgehalt aufweist. Gegenüber äußeren Einflüssen erweist sie sich daher als äußerst robust. Darüber hinaus ist 585 Gold auch eine erschwinglichere Option im Vergleich zu höherkarätigen Legierungen wie 750er-Gold (18-Karat) oder 24-Karat-Gold.
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Eine Goldkette, Ohrringe, ein Armreif oder gar ein Ehering müssen einiges beim Tragen aushalten. Tagtäglich sind Schmuckstücke äußeren Einflüssen wie Schweiß, Kosmetika und Kratzern ausgesetzt. Die Legierung erhöht die Härte und Haltbarkeit des Goldes. Schmuckstücke sind weniger anfällig für Kratzer oder Verformungen und halten den Einflüssen des täglichen Lebens stand. Zugleich lässt sich diese Legierung dank niedriger Schmelztemperatur sehr gut in verschiedenste Formen bringen und härten.
Anders als eine Anlagemünze aus Gold wie eine Britannia Gold, die hauptsächlich zum Zwecke des Hortens gefertigt ist, kommt Goldschmuck tagtäglich zum Einsatz. Als sehr weiches Metall neigt es dazu, sich zu verformen. Auch ist es gegenüber äußeren Einflüssen wie Kratzern sehr empfindlich und für die Schmuckherstellung nicht praktikabel. Aus diesem Grunde werden in Schmuckstücken Legierungen eingesetzt, um die Härte und Haltbarkeit zu erhöhen.
Der aktuelle Wert von 585 Gold
Der 585 Gold Preis richtet sich nach dem tagesaktuellen Börsenpreis für Gold an der Londoner Börse. Der aktuelle Wert von 585 Gold pro Gramm hängt vom aktuellen Goldpreis auf dem Weltmarkt ab. Dieser Preis wird täglich aktualisiert und ist online auf verschiedenen Finanzplattformen abrufbar. Der aktuelle Goldpreis wird in der Regel in Euro oder US-Dollar pro Feinunze (ca. 31,10 Gramm) angegeben.
Um den Preis pro Gramm zu ermitteln, muss dieser Preis durch 31,1 geteilt und mit dem Goldanteil der Legierung (in diesem Fall 0,585) multipliziert werden. Die Zahl 585 auf einem Goldschmuckstück bedeutet, dass das Schmuckstück aus einer Goldlegierung besteht, die zu 58,5 % aus Gold und zu 41,5 % aus anderen Metallen besteht. Diese sind in der Regel Silber, Kupfer oder andere Metalle sein.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, 585 Gold zu verkaufen. Eine Möglichkeit ist der Verkauf an eine Scheideanstalt. Diese bieten in der Regel einen einfachen Ankaufsprozess an, bei dem das Gold gewogen, nach Feingehalt analysiert und entsprechend des tagesaktuellen Preises für Gold an der Börse bewertet wird. Alternativ können Sie auch einen Goldankauf in der Nähe aufsuchen. Es ist generell ratsam im Vorfeld, mehrere Angebote einzuholen, um den bestmöglichen Preis für Ihre Schmuckstücke zu erzielen. Sprechen Sie am besten den Goldankäufer oder auch Juwelier immer nach seinen Bewertungsmethoden an. Denn einige Anbieter orientieren sich ausschließlich am Tagespreis, was in der Regel weniger Geld für Ihr Gold bedeuten kann.
Der 14 Karat Gold Preis fällt niedriger aus, da hier in 1 Gramm Gold nur 58,5 % Feingold beinhaltet ist. Mit Stand vom 18.04.2024 rechnet man hier mit einem Börsenkurs von 41,92 €.
Karat bei Gold und Edelsteinen
Der Begriff Karat hat je nach Zusammenhang zwei unterschiedliche Bedeutungen: Bei Gold steht Karat (kt oder K) für den Feinheitsgrad des Goldes. Es gibt an, wie hoch der Anteil an reinem Gold in einer Legierung ist. 24 Karat entsprechen reinem Gold. Bei Edelsteinen wie Diamanten steht Karat (ct) für das Gewicht des Steins. 1 Karat entspricht genau 0,2 Gramm.
Bei Gold beschreibt „Karat“ nicht das Gewicht, sondern den Feinheitsgrad, also den Anteil an reinem Gold in einer Legierung. Gold wird in 24 Karat unterteilt:
- 24 Karat = 100 % reines Gold
- 18 Karat = 75 % Feingoldanteil (z. B. 750er-Gold Trauringe)
- 14 Karat = 58,33 % Feingoldanteil (z. B. 585er-Gold Trauringe)
- 8 Karat = 33,33 % Feingoldanteil (z. B. 333er-Gold Trauringe)
Wenn Sie also wissen möchten, wie viel Gramm reines Gold in einem Schmuckstück enthalten ist, benötigen Sie zwei Werte: Den Karatwert (z. B. 14 Karat) und das Gesamtgewicht des Gegenstandes (z. B. 10 Gramm). Dann können Sie das Gewicht mit der richtigen Formel berechnen.
Formel zur Umrechnung: Reines Gold (g) = (Karat / 24) × Gesamtgewicht (g)
Wo finde ich Angaben zum Karat Wert?
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.
Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise.
