Ude-Hishigi-Juji-Gatame: Eine Judo-Technik im Detail

Die Ude-Hishigi-Juji-Gatame ist eine der bekanntesten und effektivsten Hebeltechniken (Kansetsu-Waza) im Judo, die im Bodenkampf (Ne-Waza) angewendet wird. Dabei wird das Ellbogengelenk des Gegners überstreckt, um ihn zur Aufgabe zu zwingen.

Grundprinzipien und Ausführung

Im Kern geht es darum, den Arm des Gegners zu strecken, ihn in die richtige Position zu drehen und dann Druck auf das Ellbogengelenk auszuüben. Die Effektivität des Hebels hängt davon ab, wie gut der Arm des Gegners fixiert und gestreckt ist.

Grundposition:

  • Uke befindet sich in Rückenlage.
  • Tori belastet Ukes Oberkörper mit dem Knie.
  • Tori streckt Ukes Arm und fixiert Ukes Hand mit Kopf und Schulter.
  • Tori dreht Ukes Arm, so dass Ukes Ellenbogen von Toris Oberkörper weg zeigt.

Hebelwirkung:

Die Durchführung des Hebels erfolgt, indem Tori mit beiden Händen Ukes Ellenbogen in Richtung von Toris Bauch/Oberkörper zieht und damit das Ellenbogengelenk überdehnt. Wichtig ist, dass der Arm des Uke gestreckt und fixiert ist, bevor der Hebel angewendet wird. Wenn der Arm gestreckt ist, braucht es nicht viel Kraft, bis der Hebel wirkt.

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Varianten der Fixierung

Ukes Arm muss nicht zwangsweise mit dem Kopf-Schulter-Bereich fixiert werden. Genauso gut ist auch eine Festlegung an Toris Oberarm möglich. Ukes Unterarm liegt dann in Toris Ellenbogenbeuge.

Drehung und Belastung

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Arm gleichzeitig gedreht und belastet werden soll oder ob zuerst gedreht und dann belastet werden soll. Einige argumentieren, dass der Arm so hingedreht werden muss, dass der Ellenbogen zur Decke zeigt, und dann geradlinig Richtung Matte belastet wird. Andere sind der Meinung, dass der Arm gestreckt und nicht gedreht werden soll, da es sich sonst physikalisch gesehen nicht um einen Hebel handelt.

Die richtige Vorgehensweise hängt von der Position von Tori und Uke ab, sowie davon, wie und wann Tori den Arm des Uke "erwischt".

Die Rolle der Streckung

Einige argumentieren, dass Ukes Arm gestreckt und schon Druck auf dem Ellbogen sein muss. Dies wird als Vorteil angesehen, da der Arm bereits in einer Position der Schwäche ist. Wenn der Arm gestreckt ist, braucht es nicht viel Kraft, bis der Hebel wirkt.

Ude-Hishigi-Juji-Gatame im Kontext von Ne-Waza

Ude-Hishigi-Juji-Gatame gehört zu den wichtigsten Bodentechniken (Ne-Waza) im Judo. Im Ne-Waza geht es darum, den Gegner am Boden durch Halte-, Hebel- oder Würgetechniken zu kontrollieren.

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Weitere Ne-Waza Techniken:

  • HALTEGRIFFE / OSAE-KOMI-WAZA: Kesa-Gatame, Yoko-Shio-Gatame, Kami-Shio-Gatame
  • HEBELTECHNIKEN / KANSETSU-WAZA: Ude-Garami, Ude-Gatame, Waki-Gatame, Hara-Gatame, Ashi-Gatame, Kannuki-Gatame
  • WÜRGER / SHIME-WAZA: Juji-Jime, Okuri-Eri-Jime, Hadaka-Jime, Ryote-Jime, Kata-Te-Jime, Ashi-Jime, Kata-Ha-Jime

Die Bedeutung des Studiums von Judo

Seit der Gründung des Kôdôkan Jûdô ist Jûdô zu etwas geworden, das nicht nur als Methode der Selbstverteidigung, sondern auch als eine Möglichkeit zur Schulung des Körpers und zur Kultivierung des Geistes studiert werden sollte.

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