Systema Kampfkunst in Baden-Württemberg: Ein umfassender Überblick

Systema, eine russische Kampfkunst, erfreut sich auch in Baden-Württemberg wachsender Beliebtheit. Dieser Artikel beleuchtet die Prinzipien, das Training und die Verbindungen zu anderen Kampfkünsten, die Systema auszeichnen.

Was ist Systema?

Systema, auch bekannt als Russian Martial Art, ist eine auf alten slawischen, europäischen und asiatischen Kampfsystemen basierende Version waffenloser Selbstverteidigung, welche vor dem zweiten Weltkrieg wissenschaftlich überarbeitet wurde. Im Gegensatz zum bekannteren („Sport-“) Sambo und dem im russischen Militär und der Polizei angebotenen („Selbstverteidigungs-“) Sambo, stellt Systema keine einfache Mischung aus Kampfsportarten dar.

Es ist die bis heute unbekannteste und am besten geheim gehaltene Version tödlicher Nahkampfkunst. Bis heute haben sich verschiedene Linien aufgespalten, welche jede für sich das gesamte System etwas anders interpretiert und lehrt. Nur wenige Schulen bieten dieses stark abgewandelte und teilweise auch als Systema oder Russian Martial Art benannte Nahkampfsystem gegen Bezahlung an.

Die Prinzipien von Systema

Systema ist sehr defensiv. Atmung und die Psyche spielen eine große Rolle. Es geht nicht so sehr um vorgegebene Bewegungsabläufe, sondern darum im entscheidenden Moment entspannt zu sein, um intuitiv richtig zu handeln.

Systema Training

Systema-Trainer Andreas Weitzel und Sonny Puzikas zeigen den Teilnehmern, wie man sich verhält, wenn man angegriffen wird. Was tue ich, wenn mir jemand ein Messer an den Hals hält? Was, wenn jemand versucht mich zu würgen? Es geht also um Selbstverteidigung.

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Systema und andere Kampfkünste

Sambo ist eine Kampfsportart, die neben eigenen auch Elemente aus dem Thaibox, Karate, Jiu-Jitsu, Ringen und Judo enthält. Sambo soll traditionelle fernöstliche Kampfkünste mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren. Vor allem die Polizei und die Streitkräfte sollten davon profitieren.

Verbindungen und Kontroversen

Es gibt Berichte von Verbindungen von „Systema“-Kämpfern mit der „Reichsbürger“- und Pegida-Szene.

Weitere Aspekte von Kampfkunst

Die Kampfkünste dienen darüber hinaus aber zur Gesunderhaltung des gesamten Körpers. Sie halten die Gelenke intakt und machen den Körper leistungsstark und widerstandsfähig.

Neben der körperlichen Entwicklung erlernt man beim Karate auch Übungen, welche die Balance, die Koordination im Raum, also allgemein die Motorik ausbilden. Karate trainiert neben dem Körper auch den Geist, bzw. das Gehirn.

Karate: Mehr als nur Sport

Der sportliche Aspekt des Karate spielt eine eher untergeordnete Rolle, je länger man sich mit dieser Kunst befasst. Die Kampfkünste dienen darüber hinaus aber zur Gesunderhaltung des Körpers.

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Ein klassisches Karatetraining deckt die Bereiche Aufwärmen, Grundschule, Partnerübungen, lockeres Kämpfen, Formen, Waffentraining und im Idealfall Abdehnen mit ein.

Die Rolle von Zen und Achtsamkeit

Viele Karate-Trainierende werden die einfachen, für manche aber auch lästigen Anfangs- und Endbegrüßungen kennen. Man sitzt auf den Fersen, die Hände auf den Oberschenkeln und schließt für eine Zeit die Augen. Dieser kleine Anklang des Zen-Buddhismus, diese kleine Meditation soll den Übenden auf das Training vorbereiten.

Achtsam sein auf das, was man gerade tut. Spitzensportler kommen während des Trainings in eine Art Tunnel, in der nur das Training existiert. Nichts anderes. Das kann einem auch im normalen Karate-Training ergehen. Man konzentriert sich voll auf die gestellte Aufgabe und es existiert nichts anderes.

Immer wieder die Achtsamkeit schulen, seine Konzentration auf die jetzige Situation lenken, nicht auf Morgen und nicht auf Gestern.

Die Bedeutung von Werten und Ethik

Die meisten traditionellen Schulen der Kampfkunst haben strenge Regeln im Bereich der Etikette und der Ethik. Diese Regeln stammen aus der Zeit, als diese Kampfkünste entwickelt wurden. Sie dürfen daher nicht als Dogma gesehen werden, sondern dienen als Leitfaden für eine positive Entwicklung des Charakters.

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Wer Karate im traditionellen Sinne leben möchte, muss also folglich eine konzentrierte, ernsthafte Haltung zu dieser Kampfkunst mitbringen.

Bekannte Persönlichkeiten im Systema

Mikhail Ryabko ist das Oberhaupt der altrussischen Kampfkunst Systema, ehemaliges Mitglied und Ausbilder der Spetsnaz (Eliteeinheit der russischen Armee), sowie Ausbilder verschiedener Spezialeinheiten der Polizei und des Militärs in Taktik, Nahkampf, Überleben und Psychologie.