Gold Karat Nummer Bedeutung: Ein umfassender Leitfaden

Karat, oft mit kt. oder C. oder ct. abgekürzt, ist eine Maßeinheit von großer Bedeutung in der Schmuckherstellung. Sie wird verwendet, um den Gehalt an reinem Gold in einer Legierung zu bestimmen. Es wird auch verwendet, um die Masse von Edelsteinen zu messen, hier wird das metrische Karat verwendet.

Ursprung des Wortes Karat

Das Wort Karat stammt aus dem Französischen "le carat". Der Ursprung des Wortes liegt jedoch im Griechischen, wo "kerátion" die Verkleinerungsform von Horn ist. Die relevanten Schoten für das Karat sind die Hülsenfrüchte des Johannisbrotbaums, die früher als Maßeinheiten beim Wiegen verwendet wurden, weil sie angeblich immer die gleiche Größe und das gleiche Gewicht hatten. Ein Karat war nun das spezifische Gewicht eines getrockneten Samenkorns dieser Frucht.

Das metrische Karat entspricht heute 200mg.

Karat als Maßeinheit für Gold

Karat wird als Angabe des Feingehalts von Gold genutzt, wobei Gold mit einem Karat zu 1/24 des Gesamtgewichts aus Gold besteht. 24 karätiges Gold wird auch 999er Gold genannt und besteht zumindest theoretisch aus 99,9% reinem Gold. Gebräuchlich in der Schmuckherstellung sind 333er (8 Karat), 375er (9 Karat), 585er (14 Karat), 750er (18 Karat) Gold.

Der Begriff Karat (kt) bezeichnet den Feingehalt von Gold und gibt an, wie viel reines Gold in einer Legierung enthalten ist. Das Karat-System stammt ursprünglich aus der Antike und teilt Gold mathematisch in 24 gleiche Teile ein.

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Die Karat-Bezeichnung macht es einfach, den Goldanteil zu berechnen: Teilen Sie einfach die Karat-Zahl durch 24 und multiplizieren mit 100. So erhalten Sie den Prozentsatz an reinem Gold.

In Deutschland und Europa wird der Goldgehalt meist als Feingehalt in Tausendstel angegeben: 750er Gold bedeutet 750 Teile reines Gold von 1000 Teilen. Diese Angabe ist präziser als das Karat-System und wird besonders bei hochwertigem Schmuck und Goldbarren verwendet.

Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden. Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.

Der Reinheitsgrad wird offiziell in Promille (1/1.000) angegeben und als 3-stellige Zahl ausgedrückt. So hat 333er-Gold einen Goldanteil von 333/1.000, also 33 Prozent - dies entspricht 8 Karat.

Karat Tabelle

Wer wissen möchte, welche Gold Karatzahl welchen Feingehalt hat, kann unsere große Gold Karat Tabelle nutzen und den passenden Wert ablesen. Es sind auch einige eher selten vorkommende Goldlegierungen mit aufgeführt.

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KaratFeingehalt (Tausendteile)ungefähre Prozentangabe
8 Karat33333.3%
9 Karat37537.5%
10 Karat41741.7%
14 Karat58558.5%
18 Karat75075%
20 Karat83383.3%
21 Karat87587.5%
22 Karat91691.6%
24 Karat99999.9%

Die Bedeutung von Karat für den Wert des Goldes

Außer zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen wird die Bezeichnung Karat auch zur Angabe des Feingehalts von Gold verwendet. Das Karat ist die Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. 24 Karat entsprechen reinem Gold. 1 Karat in einer Legierung entspricht 1/24-Gewichtsanteil des reinen Goldes - in Prozent ausgedrückt: 4,167 Prozent.

Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.

Goldlegierungen

Da reines Feingold für die Schmuckverarbeitung zu weich ist, fügt man normalerweise Legierungspartner wie Silber oder Kupfer hinzu. Karat gibt an, wie viel reines Gold in einer solchen Goldlegierung vorhanden ist.

Härte und Haltbarkeit: Reines Gold ist sehr weich und würde bei täglichem Tragen schnell verkratzen oder sich verformen.

Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.

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Was die Zusammensetzung betrifft, so lassen sich viele Elementen zu einer Goldlegierung schmelzen. Gebräuchliche Beimischungen sind Kupfer, SiIber, Nickel, Palladium, Platin, Titan, Cadmium, Zink oder Zinn.

Typische Verwendungen:

  • 333er Gold: Mindestuntergrenze für Goldanteil, um sich in Deutschland offiziell als Goldschmuck bezeichnen zu dürfen
  • 375er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in Großbritannien
  • 417er Gold: Mindestuntergrenze für Goldschmuck in USA
  • 585er Gold: Populäre Schmucklegierung, da relativ hochwertig bei gleichzeitig hoher Kratzfestigkeit. Gern genommen für Goldohrringe, ein Goldarmband oder eine goldene Uhr
  • 750er Gold: Auch “Kronengold” genannt. 750er Schmuckgold wird gern verwendet für relativ hochwertigen Schmuck, etwa eine Goldkette. Auch für Zahngoldlegierungen

Welche Goldlegierung ist die richtige Wahl?

Für Alltagsschmuck eignet sich 585er Gold am besten, da es robust und wertvoll ist. 750er Gold wählen Sie für besondere Anlässe, während 999er Gold hauptsächlich als Wertanlage dient.

Farbgoldlegierungen

Goldfarben spielen vor allem bei der Schmuckherstellung eine große Rolle. Der Goldton kann rötliche, gelbliche, grünliche oder weißliche Farbtöne haben.

  • Gelbgold: Kupfer, Silber. Je nach Mischverhältnis Farbtöne von hellgelb bis gelborange
  • Rotgold: Kupfer, Silber. Höherer Kupferanteil sorgt für rötlichen Schimmer und macht Legierungen härter
  • Roségold: Kupfer, Silber. Wie Rotgold, aber Kupferanteil etwas geringer
  • Weißgold: Palladium, Silber, Nickel, Platin. Weiß-blasser Farbton. Ursprünglich als Platinersatz in Pforzheim entwickelt.

Die Punzierung

Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt.

Karat bei Diamanten

Wichtig: Verwechseln Sie Goldkarat nicht mit dem Karat für Edelsteine! Bei Diamanten misst Karat das Gewicht (1 Karat = 0,2 Gramm), bei Gold die Reinheit.

Für die Bestimmung der Masse von Edelsteinen wird Karat als gesetzliche Maßeinheit genutzt. Dabei ist ein metrisches Karat 0,2g, was 2*10-4 kg entspricht.

Das metrische Karat ist eine Einheit zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen: ein Karat entspricht 0,2g.

Wie auch für alle anderen Edelsteine gilt für Diamanten, dass das Gewicht eines Karats 0,2g entspricht.

Die Karatangabe gibt also nur Auskunft über das Gewicht eines Diamanten und nicht - wie oft angenommen - über seine Größe.

Karat gehört neben Farbe, Schliff und Reinheitsgrad zu den wichtigsten Kriterien um den Wert eines Diamanten festzulegen.