22 Karat Gold Zusammensetzung: Alles, was Sie wissen müssen

Sie haben ein Schmuckstück geerbt oder gefunden und möchten wissen, ob es aus Gold ist? Dann sind Sie hier richtig. Gold wird seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schmuck genutzt.

Wie erkennt man Goldschmuck?

Es gibt verschiedene Tricks, um herauszufinden, ob Ihr Ring oder Ihre Halskette aus Gold ist.

  • Wenn Sie zunächst einen Magneten in die Nähe Ihres Schmuckstücks halten, sollte er nicht angezogen werden, da Gold kein magnetisches Metall ist.
  • Das Metall verfärbt sich nicht und hinterlässt keine Spuren auf der Haut.
  • Sie können versuchen, Ihren Schmuck mit einem speziellen Goldpoliertuch zu polieren.

Was bedeutet Karat bei Gold?

In der Welt des Schmucks wird das Karat des Goldes mit den Buchstaben "ct" bezeichnet und ist eine Maßeinheit zur Angabe des Reinheitsgrades eines Edelmetalls (nicht zu verwechseln mit der Maßeinheit für das Gewicht eines Diamanten).

Karat (abgekürzt als „K“ oder „kt“) ist eine Maßeinheit, die den Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung angibt. Karat wird häufig verwendet, um den Goldgehalt in Schmuck, Münzen und anderen Goldgegenständen zu messen und zu kennzeichnen.

Ein Karat entspricht einem Zwanzigstel (1/20) des Gesamtgewichts der Goldlegierung. Mit anderen Worten, wenn Sie von einem 24-Karat-Gold sprechen, bedeutet dies, dass das Gold zu 100 Prozent rein ist, da 24/24 Karat reinem Gold entsprechen.

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Die verschiedenen Karat-Stufen

Hier ist ein Überblick über die gängigsten Karat-Stufen und ihre Zusammensetzung:

  • 24-karätiges Gold: 99,9 % reines Gold (der höchste Prozentsatz, den wir kaufen können). Es entspricht den Goldnuggets, die in ihrem Rohzustand gefunden werden. Diese Art von Gold wird jedoch nicht für Schmuck verwendet, da es zu weich ist.
  • 22-karätiges Gold: Besteht zu 91,6 % aus reinem Gold und zu 8,33 % aus Metallen wie Silber, Zink, Kupfer und anderen Metallen, die die Legierung bilden. Die wohl bekannteste Goldmünze der Welt, der südafrikanische Krugerrand, hat 22 Karat und besteht aus 22 Teilen Gold sowie 2 Teilen Kupfer, was für die charakteristische orangerote Tönung sorgt.
  • 18-karätiges Gold: Ist dafür bekannt, dass es den höchsten Anteil an reinem Gold (75 %) enthält. Im Allgemeinen besteht 18-karätiges Weißgold aus 75 % reinem Gold, dem Silber, Palladium und Kupfer zugesetzt werden.
  • 9-karätiges Gold: Kann nicht als massives Gold bezeichnet werden, sondern ist eine Goldlegierung. Aufgrund seines geringen Goldgehalts oxidiert es im Laufe der Zeit und ist daher nicht die beste Wahl für die Herstellung von hochwertigem Schmuck.

Was ist mit 750er Gold bzw. 18 Karat?

Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. 750 von 1000 Teilen sind reines Gold. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. In Deutschland gibt es zudem noch 333er Gold.

Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B. 750).

Die hochwertigste und beliebteste Legierung für Goldschmuck in der Schweiz ist 18 Karat (750), die auch wir nutzen. Eine 18 Karat (750er) Legierung besteht in der Regel aus Feingold, Silber und Kupfer. Die Anteile an Silber und Kupfer variieren wie erwähnt je nach gewünschter Goldfarbe.

Die Bedeutung von Goldlegierungen

Reines Gold (Feingold) wird für die Schmuckherstellung in der Regel mit Silber und Kupfer legiert (vermischt), sodass die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit optimiert werden können, denn Feingold ist extrem weich und somit nicht sehr stabil und alltagstauglich. Die sogenannte «Legierung» wird dann z.B. als 18 Karat bzw. 750er Gold bezeichnet.

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Goldlegierungen sind die Verbindung zweier oder mehrerer Metalle. Dadurch konnten man die Eigenschaften dieser Metalle verbessern und deren Verwendungsmöglichkeiten erweitern.

Goldlegierungen werden durch Erhitzen von Gold und anderen Metallen gemeinsam eingeschmolzen. Damit war es möglich, glänzende und robuste Münzen, brillante Schmuckstücke sowie massive Goldbarren für Anleger herzustellen.

Mithilfe von Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel oder Zink können die Eigenschaften und das Erscheinungsbild von Gold erheblich verändert und somit die Qualität verbessern.

Farbgoldlegierungen

Farbgoldlegierungen sind Goldlegierungen, die speziell entwickelt wurden, um verschiedene Farbtöne im Vergleich zum traditionellen Gelbgold zu erzielen. Diese Legierungen werden in der Schmuckherstellung verwendet, um eine breite Palette von ästhetischen Optionen für Juweliere und Schmuckdesigner zu bieten.

  • Gelbgold: Diese Goldlegierung trägt eine lange Tradition und ist die am häufigsten verwendete Legierung. Gelbgold enthält 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Um den charakteristischen gelben Farbton zu erzielen, werden in der Regel Silber und Kupfer in die Legierung eingemischt.
  • Weißgold: Um dies zu erreichen, wird Gold mit Metallen wie Nickel, Palladium oder Platin in eingemischt. In einigen Fällen kann auch Zink oder Silber verwendet werden, um den Farbton leicht anzupassen. Der genaue Anteil und die Art des beigemischten Metalls können die Farbnuance und die Eigenschaften der Legierung beeinflussen. Typischerweise enthält Weißgold 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold.
  • Roségold: Die feminine Erscheinungsform des Goldes im rosafarbenen Mantel hat einen kennzeichnenden warmen Glanz, der durch Verschmelzung von Kupfer und Gold zustande kommt. Der rosafarbene Farbton von Roségold variiert je nach Kupfergehalt und kann von einem zarten Rosa bis zu einem tiefen Rot reichen.

Pflege von Goldschmuck

Echtes Gold darf im Laufe der Zeit weder seine Farbe noch seinen Glanz verlieren.

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Wie bereits erwähnt, sollte Gold weder seine Farbe verlieren noch stumpf werden. Wenn Sie Ihren Ring, Ihre Halskette oder andere goldene Accessoires gründlich reinigen möchten, empfehlen wir Ihnen Gold Clean.

Das Bad enthält einen Korb, in den Sie den Schmuck für eine schnelle und einfache Reinigung (2 Minuten) vorsichtig legen können. Danach einfach abspülen und die gereinigten Stücke gut abtrocknen.

Hagerty bietet auch zwei Produkte für die Pflege von Gold- oder Platinschmuck mit Edelsteinen (z. B. Dies sind Jewel Clean, das Reinigungsbad, und Jewel Cloth, das imprägnierte Tuch.

Gold als Wertanlage

Goldbarren und Goldmünzen bleiben ein unverzichtbares Anlageprodukt für diejenigen, die in Edelmetalle investieren möchten. Aber Gold ist nicht gleich Gold, denn in Sachen Reinheit können sich Goldprodukte voneinander unterscheiden. Dieser Unterschied wird - unter anderem - in Karat angegeben.

Feingehalt von Anlagegold

Damit der Handel von Gold weitgehend steuerfrei gestaltet werden kann, ist es für Investoren entscheidend, dass ihre Werte als Anlagegold anerkannt werden.

Anlagegold ist in der Europäischen Union über die Sonderregelungen für Anlagegold unter anderem durch die folgenden Punkte definiert:

  1. Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendsteln
  2. Goldmünzen mit einem Feingehalt von mindestens 900 Tausendsteln, die nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, die in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und die üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 % übersteigt

Festhalten lässt sich, dass Goldanleger im Falle von Goldmünzen mindestens 900er Gold (900/1000 bzw. 21,6 Karat) und im Falle von Goldbarren mindestens 995er Gold (995/1000 bzw. 23,9 Karat) kaufen sollten.

Beliebte Anlage-Goldmünzen

Wie bereits erwähnt müssen Anlage-Goldmünzen einen Feingehalt von mindestens 90% aufweisen. Darüber hinaus müssen sie in ihrem Herkunftsland als Zahlungsmittel gelten oder gegolten haben und nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein. Außerdem darf ihr Verkaufswert nicht den Metallwert der Münze um mehr als 80% übersteigen.

Im deutschsprachigen Raum erfüllen diverse Anlagemünzen diese Vorgaben, wobei die folgenden Goldmünzen zu den beliebtesten zählen:

  • Wiener Philharmoniker: Aufgrund ihres Feingehalts von 999,9 zählt diese Münze zu den meistverkauftesten Europas.
  • Krugerrand: Die erstmals 1967 geprägte Münze hat einen Feingehalt von 22 Karat (91,67%)
  • Britischer Sovereign: Die Münze hat einen Feingehalt von etwa 22 Karat (91,67%). Auf der Vorderseite der Münze befindet sich das Profil des Souveräns von England.
  • Maple Leaf: Die Maple Leaf-Goldmünze gehört zu den bekanntesten Prägungen weltweit und hat eine Reinheit von 999,9.

Nun wissen Sie, wie man Goldschmuck erkennt und pflegt.

Karat-Skala für Gold
Karat Goldanteil
24 Karat 99,99%
22 Karat 91,7%
21 Karat 87,5%
18 Karat 75,0%
14 Karat 58,5%
9 Karat 37,5%
8 Karat 33,3%