Das Lied "Das Narrenschiff" von Karat vermittelt ein ergreifendes Bild der menschlichen Existenz.
Das Schiff, das seit vielen hundert Jahren durch die Welt fährt, symbolisiert das Leben der Menschen, die oft von Hochmut und Eitelkeit getrieben werden.
Die Zeilen über die Fahne, die im Winde weht, präsentieren eine Metapher für die instabile Natur des Lebens, wo die Richtung häufig unklar ist.
Die Narren, die in der Runde tanzen, stehen für die Menschen in der Gesellschaft, die oft ohne nachzudenken agieren und Betrug über Tugend stellen.
Die Maskerade, die im Text erwähnt wird, zeigt, dass die Menschen oft ihre echten Gefühle und Absichten hinter einer Fassade verbergen.
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Dies führt zu einem trüben Fest, das metaphorisch für die Unterwelt steht - einem Ort, an dem die wahrhaftigen Werte verloren gehen.
Abschließend wird betont, dass diese Art von Leben niemals endet, da Das Narrenschiff, unabhängig von den Winden und Stürmen, weiterhin auf dem gleichen Kurs fährt.
Das "Narrenschiff" von Sebastian Brant, veröffentlicht im Jahr 1494, ist ein Meisterwerk der deutschen Literatur des Spätmittelalters und der Frührenaissance.
Dieser satirische Text präsentiert eine Vielzahl von menschlichen Schwächen und Laster, eingebettet in die Allegorie einer Schiffsreise, auf der die Narren zu der Narragonien genannten Insel der Narren segeln.
Brants Werk ist nicht nur wegen seiner literarischen Qualität bedeutend, sondern auch, weil es Einblicke in die sozialen, politischen und religiösen Verhältnisse seiner Zeit bietet.
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Sebastian Brant (1457/58-1521) war ein deutscher Jurist, Universitätsprofessor und Humanist.
Geboren in Straßburg, einem wichtigen Zentrum des frühen Humanismus, spielte Brant eine zentrale Rolle in der intellektuellen und kulturellen Landschaft seiner Zeit.
Das "Narrenschiff" ist eine Sammlung von 112 kurzen, satirischen Gedichten, die in der Form von Moralsatiren geschrieben sind.
Jedes Gedicht behandelt ein spezifisches Laster oder eine menschliche Dummheit, wie Geiz, Eitelkeit, Trunksucht oder den Missbrauch von Macht.
Das Schiff, das nach Narragonien segelt, dient als Metapher für die Torheit der menschlichen Gesellschaft, die blind für ihre eigenen Fehler und Laster ist.
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Das späte 15. Jahrhundert war eine Zeit des Umbruchs in Europa.
Der Buchdruck, erst kürzlich erfunden, revolutionierte die Verbreitung von Wissen und Ideen.
Dieses neue Medium ermöglichte es Brant, seine Botschaften einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Gleichzeitig zeigten sich Risse in der mittelalterlichen Ordnung, und das "Narrenschiff" spiegelt die zunehmende Unzufriedenheit mit der Kirche und den herrschenden Klassen wider.
Die zentralen Themen des "Narrenschiffs" umfassen menschliche Laster und Tugenden, die Kritik an gesellschaftlichen Zuständen und die Frage nach der wahren Weisheit.
Brant nutzt das Schiff und die Seefahrt als leitende Metaphern, um die Narrheit der Menschen zu illustrieren, die sich von ihren Lastern treiben lassen, ohne das rettende Ufer der Vernunft und Tugend zu erreichen.
Im Verlauf des Konzerts kam ein Klassiker nach dem anderen über die Rampe.
Kein Hit fehlte und mit ausgewählten Album-Tracks wie "Tanz mit mir", ".. und der Mond schien rot" oder "Marionetten" wurde die Setlist noch mit einer ordentlichen Würzmischung aufgepimpt.
Es fällt gar nicht weiter auf, dass nicht ein einziger Titel der Neuzeit im aktuellen Programm zu finden ist, man vermisst sie aber auch nicht.
Gegen die großen Nummern von einst hätten sie eh keine Chance, sie passen einfach nicht ins Gesamtbild, und ins Gedächtnis der Leute hat sich von all den Liedern seit 2005 sowieso keins ins Ohr graben können.
Es scheint so, und ich persönlich empfinde es auch als solches, als sei KARAT inzwischen ihre eigene Coverband geworden.
Wieder was, was sie mit SMOKIE gemeinsam haben.
Aber das Spielen ihrer Hits macht KARAT bis auf wenige Ausnahmen ausgesprochen gut.
Immerhin wurde uns in den Zugaben mit "Weitergeh'n" ein einziges Lied aus der Nach-Herbert-Ära unter das ansonsten gut abgeschmeckte Menü gemischt.
Tat nicht weh, versalzte einem nicht die Suppe und stach auch nicht sonderlich heraus.
Weh tat allerdings die neue Interpretation von "Magisches Licht".
Die Nummer hat in der jetzigen Form komplett ihren ursprünglichen Reiz verloren und es will sich einem überhaupt nicht erschließen, wie man aus diesem wunderbaren Stück, bei dessen Arrangement sich Ed Swillms ja was gedacht hat, eine solche Pianobar-Fassung zu Recht dengeln kann.
Eigentlich ein Grund, den Saal umgehend zu verlassen und das parallel zum KARAT-Konzert einen Saal weiter stattfindende Weihnachtskonzert aufzusuchen.
Den Höhepunkt des Abends bildete natürlich der Überhit dieser Formation, den sich sogar Peter Maffay für seinen Umzug aus dem Schlager- in den Deutschrockbereich ausgeliehen hatte: "Über sieben Brücken".
Die Leute im Gewandhaus waren schier aus dem Häuschen, sangen unter der Anleitung von Gotthilf Fischer … ähm Claudius Dreilich mit und ließen sich vom vorn agierenden Tanzorchester in eine regelrechte Hochstimmung versetzen.
Das nahende Ende der Veranstaltung im Blick, gaben Publikum und Band nochmal alles, und die Leute ließen sich auch gern von der Band anstecken.
Dies war den Musikern schon vorher mit Songs wie "Jede Stunde", "Albatros" oder "Narrenschiff" gelungen, sie setzten mit dieser inzwischen zur Kategorie "Volkslieder" gehörenden Nummer aber kurz vor dem Ende des Programms noch die Krone auf das dramaturgisch gut gegliederte Programm.
Ja, das kann sie … die KARAT-Band.
Leute mit den live präsentierten Klassikern aus dem eigenen Backkatalog abholen und ihnen damit einheizen.
Auch das hat sich nicht verändert.
Die Kompositionen von Ed Swillms sind halt unkaputtbar und man kann sie immer wieder und wieder hören, ohne dass sie einem über werden.
Am Ende des Tages … ist zu konstatieren, dass der Rockdino nicht mehr viel Bewegungsfreiheit zu haben scheint.
Bekommt man bei KARAT live was Neues zu hören?
Nein!
Ist da irgendwo eine Entwicklung zu spüren?
Auch nicht!
Ist da noch Potential für die Zukunft?
Ach was … Wofür denn auch?
Die Leute, die zu KARAT kommen, kommen - anders wie vielleicht bei CITY oder SiLLY - nicht wegen neuer Lieder in die Konzerte.
Sie wollen die Hits hören, die die Band groß gemacht haben.
Man erwartet dort eigentlich auch nichts Neues mehr (ich sag nur SMOKIE), zumal von den derzeit dort spielenden Herren auch keiner was Brauchbares abliefen könnte, das auch nur in die Nähe der großen Vorlagen von Ed und Herbert kommen würde.
