Profis wie Schreiner, Zimmerleute und Dachdecker sehen oft nur den kompletten Austausch oder Neubau als Lösung für morsches oder verrottetes Holz. Allerdings sind die finanziellen Mittel für solch aufwändige Arbeiten oft nicht vorhanden. Dabei sind die fast unglaublichen Fähigkeiten von Epoxidharzen (auch "Epoxi" oder "Epoxid") oft unbekannt.
Epoxidharze sind flüssige Kunststoffe, die auch bei der Holzrestauration einsetzbar sind, um Holz wasserfest zu machen. Sie werden teils als lösungsmittelfreie, wenig riechende Materialien produziert und eingesetzt, beispielsweise beim Boots- und Yachtbau oder beim Bau von Windflügeln. Hier werden sie mittels der von ihnen imprägnierten Fasern (z.B. Glas-, Aramid-, Carbon-) zum Bau von Yachtrümpfen, Rotorblättern oder auch anderen hochbelastbaren Bauteilen genutzt. Teils gibt es diese Harzbasen auch als lösemittel-haltige Beschichtungssysteme wie etwa als Grundierungen und Lacke.
Verwendung von Epoxidharz im Holzbootsbau
Im Holzbootsbau kennt (und mag) man Epoxidharze ebenfalls, weil durch sie hochbelastbare und flexible Verklebungen erstellt werden können und gleichzeitig auch eine 100%ige wasserfeste und dauerhafte Imprägnierung gewährleistet ist. Entscheidend hierbei ist einerseits die Dicke des Aufbaus über dem zu schützenden Holz, andererseits aber auch die Konstruktionsart des Bauteils selbst. Den Rahmen seiner thermischen Ausdehnungen entwickelt Holz sehr viel Kraft, was konstruktiv oder mittels Art und Weise der Beschichtung berücksichtigt werden muss. Am stärksten arbeitet Holz bei Aufnahme oder Abgabe von Wasser!
Insofern empfiehlt sich eine allseitige Beschichtung des Holzes, die zumindest die allzu leichte Aufnahme von Wasser einschränkt. Im Holzbootsbau empfiehlt Time Out Composite - neben der selbstverständlichen Außenbeschichtung - eine Versiegelung des Holzes von der Boots-Innenseite. Denn oftmals ist gerade in maritimer Umgebung die Luftfeuchte auch im Innern von Booten oder Yachten extrem hoch. Kondenswasser oder gar „stehende Nässe“ sollten in diesem Rahmen keinen direkt Zugang zu frei liegenden Holzfasern haben.
Reparatur von morschem Holz mit Epoxidharz
Wie geht man nun vor, wenn man verrottetes Material vorfindet? Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass Holz aus FASERN besteht. Diese Fasern liefern gerade im Verbund mit dem „Epoxydharzsystem SR5550“ die Festigkeit und sollten, wenn sie sich noch nicht in einem zu sehr fortgeschrittenen Stadium der Verrottung befinden, erhalten bleiben; also nicht zu voreilig Kettensäge oder Hammer und Stecheisen ansetzen, um alles zu entfernen: ERHALTEN ist das Stichwort!
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Gänzlich loses Material sollte vorsichtig entfernt werden, anschließend kann mittels Tupfen per Pinselauftrag oder per Bohrungen, die man in das Holz legt, nach und nach eine hohe Sättigung und Durchtränkung des Holzes erreichen. Man kann optisch zunächst deutlich wahrnehmen, wie das Holz das Material aufsaugt. Fördern kann man das Saugverhalten, indem man das Harz noch weiter verdünnt oder von vorneherein ein lösemittelhaltiges Material wie beispielsweise „WOOD IMPREG“ auswählt.
Holzwürmer oder Holzmaden?
Solch lösemittelhaltiges Material tötet übrigens auch eventuell vorhandene Holzwürmer oder Holzmaden ab! Die Sättigung des führt zu einer enormen Verfestigung der vorher „nebeneinander liegenden“ und mehr oder weniger festen Holzteile und -teilchen. Das gesamte Bauteil ist nach Durchhärtung des Epoxidharzes wieder erstaunlich fest und belastbar, und, kann, wenn es allseitig beschichtet wurde sogar dauerhaft im Wasser verbleiben!
Löcher, die etwa durch das Bohren entstanden sind, aber auch offene, rissige Stellen im Holz lassen sich mittels angedicktem lösungsmittelfreiem Epoxydharzsystem „SR5550“ füllen:
- zunächst werden das „SR5550“-Harz und Härter „SD550x“ (die Auswahl der Härter-Topf- bzw. Verarbeitungszeit erfolgt je nach Umgebungsbedingungen, Können und angesetzte Menge) wieder sorgsam miteinander gemischt,
- etwas davon wird auf die zu füllende Stelle aufgetragen, um zunächst offenes Holz in der Tiefe zu imprägnieren,
- mittels Füllstoff „WOODFILL 250“ zur je nach selbst gewünschter Spachtel- oder Füll-Konsistenz angedickt, können größere Stellen gefüllt / geflickt, Astlöcher verfüllt, Unebenheiten überbrückt usw. werden;
- der Auftrag erfolgt mittels Spachtel, Pinsel, oder per Spritze bzw. mechanisch bearbeitet werden.
Nach Anschliff mittels feinem Schleifpapier halten Lacke und Farben auf dieser Oberfläche, so dass eine Anpassung an die umgebenden Farben von Holz oder Bauteil möglich ist. Sollten Sie nicht von uns und “alles aus einer Hand“ beziehen wollen, vorher Fremdmaterialien auf Verträglichkeit untereinander testen!
Abschluss mit Klarlack und UV-Stabilisierung
Als ungefülltes Material härtet das „SR5550“-Epoxydharzystem ähnlich wie Klarlacke transparent aus, so dass eine Sicht auf Holz wieder möglich ist. Als Endbeschichtung sollten Epoxydharze im Außenbereich immer eine klare oder farbige Abschlussschicht erhalten, da sie nicht UV-stabil sind und zur Vergilbung neigen. Bei uns haben sich ein- und zwei-komponentige Boots- bzw. Marinelacke von NAUTIX und bei Hightech-Anwendungen und allerhöchstem Anspruch an die Qualität und Dauerhaftigkeit MAP YACHTING Lacke bewährt.
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Eine Vergilbung hat im Normalfalle keinen Einfluss auf die mechanische oder chemische Festigkeit unserer Harze und ist rein optischer Natur. Für dauerhaft im Wasser befindliches Holz sollten keine Lacke verwendet werden, hier lebt man mit der etwas eingeschränkteren UV-Stabilität der Epoxydharze am besten. Fragen Sie uns, wenn Sie entsprechenden Informations- oder Material- und Zubehör-Bedarf haben, wir beraten Sie ausführlich und helfen Ihnen gerne weiter!
Werkzeuge für die Holzbearbeitung
Keine Angst - du musst dir nicht sofort eine komplette Werkstatt zulegen, um mit dem Holzwerken anzufangen. Viele Profis schwören sogar darauf, zuerst mit Handwerkzeugen die Grundlagen zu lernen, bevor man zu großen Maschinen greift. Als Einsteiger reicht eine überschaubare Grundausstattung völlig aus. Wichtig ist eher, die Funktionsweise der Werkzeuge zu verstehen und im Umgang sicher zu werden.
Handwerkzeuge
Beginnen wir oldschool: Handwerkzeuge sind günstig, langlebig und bringen dir ein Gefühl fürs Material. Ganz oben auf der Liste steht natürlich die Säge. Für den Anfang reicht eine Fuchsschwanz-Säge (eine universelle Handsäge mit festem Blatt und Griff) - damit kannst du Bretter ablängen (also kürzen) und auch mal der Länge nach durchsägen. Viele schwören inzwischen auf die japanische Zugsäge, die auf Zug schneidet statt auf Druck. Vorteil: sehr feiner, präziser Schnitt bei weniger Kraftaufwand.
Schon das Zersägen eines simplen Brettes kann zur Herausforderung werden, wenn die Säge entweder mit der Breite des Brettes völlig überfordert ist, oder das Sägeblatt stumpf ist und man schließlich rohe Gewalt walten lässt. Nicht nur dass es äußerst zermürbend sein kann, mit einer solchen Säge zu arbeiten, es ist auch extrem gefährlich. Die meisten Unfälle bei Sägearbeiten geschehen aus diesen Gründen. Eine gute und vor allem auch passende Säge ist demnach ein absolutes Muss für jeden Heimwerker.
Als Nächstes: der Hammer. Ein solider Schreinerhammer mit glatter Bahn (Schlagfläche) und einem Klaue hinten zum Nagelziehen ist dein Freund fürs Leben. Jeder, der sich schon einmal handwerklich betätigt hat, weiß: Der Hammer ist nicht nur ein simples Werkzeug, sondern ein unverzichtbarer Begleiter für eine Vielzahl von Aufgaben. Seine Evolution hat eine Vielzahl von Formen und Varianten hervorgebracht, die jeweils für spezifische Jobs konzipiert sind, die jeweils für spezifische Jobs konzipiert sind. Doch welcher Hammer eignet sich am besten für welche Tätigkeit?
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Hobbyhandwerker wissen, wie wichtig es ist, im Alltag auf die Vorteile eines Hammers zurückgreifen zu können. Damit einer optimalen Nutzung dieses Werkzeugs nichts im Wege steht, ist es allerdings wichtig, einige Grundregeln zu beachten. Aber worauf sollte man eigentlich Wert legen, wenn man gerade dabei ist, einen neuen Hammer zu kaufen? Die folgenden Abschnitte liefern Antworten auf diese Fragen und zeigen auf, dass auch ein klassisches Werkzeug mit einer jahrtausendealten Geschichte nicht „einfach so“ genutzt werden sollte. Auch scheinbar einfache handwerkliche Abläufe wollen immerhin durchdacht sein.
Zusätzlich zum Hammer solltest du einen Gummihammer (Schonhammer) parat haben, falls du mal etwas zusammensetzen musst, ohne das Holz zu beschädigen (z. B. Weiter geht’s mit dem Hobel. Ein Handhobel wirkt aufs Erste einschüchternd - viele Anfänger trauen sich nicht dran. Aber Hobeln ist eine Kunst, die unglaubliche Ergebnisse liefert: Babyglatte Oberflächen, exakt passende Kanten, passgenaues Abrichten von krummen Brettern. Für den Start genügt ein Einfachhobel oder Schlichthobel (so nennt man einen kleinen bis mittleren Hobel, z. B. einen Putzhobel). Mit ihm kannst du Kanten brechen (leichte Phase anschrägen), Überstände abhobeln oder eine Oberfläche glätten.
Weiteres wichtiges Handwerkzeug: Stechbeitel bzw. Stemmeisen. Das sind die Meißel für Holz. Ein Satz von 2-3 Größen (z. B. 10 mm, 20 mm, 30 mm Breite) reicht am Anfang. Natürlich brauchen wir auch etwas zum Messen und Anreißen: Ein Zollstock oder Maßband und ein Bleistift sind Pflicht, ebenso ein Winkel (Schreinerwinkel oder Kombinationswinkel), damit deine Linien schön rechtwinklig werden. Verschiedene Messgeräte gehören ebenso wie eine Auswahl an Hand- und Elektrowerkzeugen zur Grundausstattung jeder Hobbywerkstatt.
Nicht zu vergessen: Schraubendreher in ein bis zwei gängigen Größen (Schlitz und Kreuz). Selbst wenn du später meist den Akkuschrauber nutzt, ein klassischer Schraubendreher gibt dir ein Gefühl dafür, wann eine Schraube "sitzt". Ein Schleifklotz gehört ebenfalls in die Kiste - das ist eigentlich kein richtiges Werkzeug, sondern ein flacher Holz- oder Korkklotz, um den du Schleifpapier spannst, damit du beim Schleifen eine plane Auflage hast.
Zu guter Letzt ein oft unterschätzter Helfer: Zwingen bzw. Klemmen! Mindestens zwei Schraubzwingen oder Federklemmen solltest du haben, um Werkstücke fixieren zu können. Nichts ist gefährlicher und ungenauer, als ein Brett mit der einen Hand festhalten und mit der anderen sägen zu wollen. Also klemm das Teil lieber an den Tisch - deine Finger und die Genauigkeit danken es dir. Anfangs reichen ein paar günstige Zwingen aus dem Baumarkt.
Du siehst, viel braucht es nicht: Eine Säge, ein Hammer, Hobel, Stechbeitel, Schraubendreher, Winkel, Maß, Bleistift und ein paar Klemmen - damit bist du schon recht gut gerüstet.
Elektrowerkzeuge
Auch wenn Handwerkzeuge toll sind, können ein paar Elektrowerkzeuge den Einstieg erleichtern und Projekte beschleunigen. Fangen wir mit der Bohrmaschine an - genauer gesagt, einem Akkuschrauber oder Akkubohrer. Dieses Gerät ist ein wahrer Allrounder: Du kannst damit Löcher bohren (klar), aber auch Schrauben eindrehen oder mit Aufsätzen mischen, schleifen, polieren. Und denk dran: Fürs Bohren in Holz benötigst du Holzbohrer, erkennbar an der Zentrierspitze vorne. Die gängigsten Durchmesser (3, 4, 5, 6, 8 mm) reichen für den Anfang.
Absolute Handwerkerprofis nutzen Akkuschrauber und Akku-Bohrschrauber selbstverständlich bei den vielfältigsten Arbeiten im und am Haus. Die nützlichen Elektrowerkzeuge bieten nämlich überzeugende Stärken, die einfach jeder in den eigenen vier Wänden selbst nutzen kann. Ob schrauben, bohren oder befestigen - die kompakten Allrounder erleichtern den Alltag einfach ganz entscheidend.
Weiter zum Schleifer: Händisches Schleifen ist super für Feinarbeit, aber wenn du mal eine größere Fläche glätten willst (z. B. eine Tischplatte oder ein ganzes Regalbrett), freust du dich über eine elektrische Schleifmaschine. Für Anfänger empfehlenswert ist ein Schwingschleifer oder Exzenterschleifer. Der Schwingschleifer vibriert mit dem Schleifpapier in kleinen Kreisen - gut für den Grobschliff und Flächen. Mit einem Exzenterschleifer ist es möglich, problemlos verschiedene Materialien mit unterschiedlichen Schleifgraden zu schleifen. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Schwingschleifer führt der Exzenterschleifer leicht elliptische Rotationsbewegungen durch, was ein deutlich feineren Abtrag und ein gleichmäßigeres Schliffbild ermöglicht. Daher ist der Exzenterschleifer für die meisten Schleifarbeiten die erste Wahl, ein guter Allrounder eben. Viele Einsteiger holen sich einen Deltaschleifer (Dreieckschleifer) für Ecken und Kanten, aber der ist eher Ergänzung. Wichtig bei Maschinen: Gehörschutz tragen!
Last but not least, die Stichsäge (Fuchsschwanz’s elektrischer Bruder gewissermaßen). Die Stichsäge ist wahrscheinlich das liebste Elektrowerkzeug vieler Heimwerker, weil sie so vielseitig ist. Sie hat ein dünnes auf-und-ab bewegliches Sägeblatt, mit dem du sowohl gerade Schnitte als auch Kurven schneiden kannst. Perfekt, um Bretter zuzuschneiden, Ausschnitte zu machen (z. B. Für Anfänger ist sie relativ sicher und leicht kontrollierbar - setz das Blatt an, halte die Säge gerade, und führ sie langsam entlang deiner angezeichneten Linie. Moderne Stichsägen haben Pendelhub-Einstellungen; für feine Schnitte stell den Pendelhub gering ein, für schnelle grobe Schnitte höher.
Im Dschungel der Werkzeuge sticht ein unverzichtbarer Helfer besonders hervor: die Stichsäge. Seit ihrer Erfindung in den 1940er Jahren hat sie sich zu einem der vielseitigsten Werkzeuge in Werkstätten und Haushalten entwickelt. Egal, ob du professioneller Handwerker bist oder dich an DIY-Projekten versuchst, die richtige Stichsäge zu finden, kann eine Herausforderung sein. Das Arbeiten mit der Stichsäge kann eine wahre Freude sein, wenn man weiß, was man tut. Diese vielseitige Maschine ist ein unverzichtbares Werkzeug für Heimwerker und Profis gleichermaßen.
Holzarten für Anfänger
Bevor wir zu Sägen und Schrauben kommen, lohnt es sich, ein wenig über den Werkstoff Holz zu plaudern. Holz ist nicht gleich Holz - jede Holzart hat ihre Eigenheiten. Es gibt weiches Holz, hartes Holz, Holz, das gut für draußen taugt, und solches, das lieber im Trockenen bleibt. Für uns Anfänger gilt: Je besser du die Grundarten kennst, desto gezielter kannst du das richtige Material für dein Projekt wählen.
Weichholz vs. Hartholz
Grundsätzlich unterscheidet man grob zwischen Weichhölzern und Harthölzern. Weichhölzer stammen meist von Nadelbäumen (Fichte, Kiefer, Tanne usw.), die schnell wachsen. Harthölzer kommen überwiegend von Laubbäumen (Eiche, Buche, Ahorn, Kirschbaum etc.), die langsamer wachsen und engere Jahresringe ausbilden. Das macht das Holz dichter, schwerer und robuster.
Ob eine Holzart als „hart“ oder „weich“ gilt, richtet sich nach ihrer Rohdichte. Ein berühmtes Beispiel ist Balsaholz - es fühlt sich an wie Styropor und ist ultraleicht, und trotzdem zählt es botanisch zu den Harthölzern (weil es ein Laubbaum mit relativ hoher Dichte ist).
Beide haben ihre Vorzüge. Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer neigen z. B. Oft entscheidet auch der Einsatzzweck: Für einen Dielenboden oder einen massiven Tisch nimmt man lieber Hartholz, für eine Zimmertür oder ein Vogelhaus kann Weichholz ausreichen.
Fichte und Kiefer
Die Fichte gehört zu den bekanntesten und am weitesten verbreiteten Baumarten in Europa. Sie ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil unserer Wälder, sondern auch ein vielseitig einsetzbares Holz mit zahlreichen interessanten Eigenschaften.
Kiefer ist ein wahrer Alleskönner unter den Hölzern und findet in vielen Bereichen Verwendung. In diesem Artikel erfährst Du alles Wissenswerte rund um das Thema Kiefer: von den unterschiedlichen Arten über die Verarbeitung bis hin zur Pflege und Haltbarkeit.
Gerade am Anfang willst du ein Holz, das einfach zu bearbeiten ist und Fehler verzeiht. Viele erfahrene Holzwerker empfehlen deswegen Kiefer oder Fichte als Einstiegs-Holz. Diese Nadelhölzer sind preisgünstig und in jedem Baumarkt als Bretter oder Latten erhältlich. Sie sind relativ weich, was bedeutet: Deine Säge gleitet recht leicht hindurch, du kannst Nägel mit weniger Kraft einschlagen und auch das Schleifen geht fix.
Für kleinere Basteleien eignet sich auch Pappel-Sperrholz gut: Das ist ein sehr weiches, leichtes Holz in Plattenform, ideal um z. B. Dekorationen auszuschneiden (mit der Laubsäge oder Stichsäge). Es splittert kaum und kostet nicht viel.
Wenn du etwas stabileres bauen möchtest wie ein Regalbrett, kannst du auch zu Leimholzplatten greifen. Das sind in der Regel vorgefertigte Platten aus miteinander verleimten Holzstücken, z. B. Fichte oder Buche. Eine Leimholzplatte Buche bringt dich schon in den Bereich der Harthölzer: Buche ist deutlich härter als Kiefer.
Nimm für die ersten Gehversuche lieber ein weiches Holz, damit du nicht frustriert bist, wenn das Werkzeug klemmt. Übrigens: Die Holzfeuchte ist auch ein Faktor. Nimm möglichst trockenes Holz (kammergetrocknet), denn feuchtes Holz lässt sich schlechter bearbeiten und kann sich beim Trocknen verziehen.
Greif ruhig zu Zuschitten oder Reststücken aus der Reste-Kiste - viele Baumärkte haben so etwas günstig da.
Nachhaltigkeit in der Holzbearbeitung
Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, was schon mal großartig ist. Aber nicht jedes Stück Holz, das man kaufen kann, stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
PEFC Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, entstanden aus einer Initiative der Holzwirtschaft. „Reines Plantagenholz“ Plantagen werden auch oft dort angelegt, wo früher Urwälder standen.
Diese Zeichen geben an, dass das Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern kommt.
Tropenholz wie Teak, Mahagoni & Co. ist für Anfängerprojekte nicht nur unnötig teuer und schwer zu bearbeiten, es hat oft auch einen fragwürdigen ökologischen Fußabdruck. Für draußen findest du auch Alternativen: statt Tropenholz nimmt man z. B. oft Lärche oder Robinie (Pseudo-Akazie).
Ein kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit ist auch, Holzabfälle zu minimieren: Plane deinen Zuschnitt effizient, verwende Verschnittstückchen für kleinere Teile oder als Feuerholz.
Ein Tipp: Für Küchenbretter oder Spielzeug unbedingt unbehandeltes Vollholz nutzen und am besten auf chemische Lacke verzichten.
Insgesamt gilt das alte Forstmotto: Nachhaltigkeit heißt, nicht mehr Holz zu entnehmen, als nachwächst.
