Innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU) bereitet der insgesamt 25. Film erstmals einem asiatischen Superhelden die Bühne: Shang-Chi.
Die Handlung: Eine Familiengeschichte mit Martial Arts
Shang-Chi ist der Sohn von Xu Wenwu, einem Mann, der seit Jahrtausenden unter uns wandelt. Mächtige Ringe mit mystischen Kräften bilden die Grundlage hierfür, machen sie ihn doch unsterblich und unbesiegbar.
Eines Tages beschließt er, dem sagenumwobenen Volk der Ta Lo deren einzigartige Kampfkunst zu entreißen. Dabei trifft er auf die aparte Ying Li, die ihn trotz seiner mächtigen zehn Ringe mit Leichtigkeit zu besiegen vermag. Bei dem Kampf passiert etwas mit Xu Wenwu: Er verliebt sich in seine kampfstarke Zufallsbekanntschaft und beschließt, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen.
Aus der Liebe gehen Shang-Chi und seine Schwester Xialing hervor. Xu Wenwu ist erstmals in seinem Leben wirklich glücklich. Da tauchen gedungene Mörder einer konkurrierenden Organisation auf und meucheln Ying Li.
Sofort schaltet ihr Mann wieder in den Überlebensmodus. Doch Shang-Chi will kein Mörder sein. Er setzt sich ab, taucht unter und lebt fortan in San Francisco ein Leben unter dem Radar, damit sein Vater ihn nicht findet. Doch das geht nicht lange gut.
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Fiese Mörder machen bald Jagd auf Shang-Chi. Der will seine Schwester, die sich ebenfalls von ihrem Vater losgesagt hat, warnen und reist dafür nach Macau.
„Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ ist Teil von Phase 4 im MCU, im Vergleich zu „Black Widow“ aber eindeutig nach den bisher bekannten Ereignissen in „Endgame“ verortet. Dahingehend gibt es diverse kleine Hints und Hinweise.
Neben Kingsley haben es nur sehr wenige nicht asiatische Schauspieler in den Cast geschafft: Tim Roth (Stimme von Abomination) und Florian Munteanu („Creed 2“) als fieses Mitglied der Terrororganisation der Zehn Ringe seien als weitere Ausnahmen genannt.
Inklusive dessen Hang zum Mystischen, zum Fantastischen. Und obschon man im MCU schon einiges zu sehen bekommen hat, waren gruselige, Seelen sammelnde Kreaturen, Drachen und gewaltige Monster noch kein Thema. Auch das lässt „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ abgesehen von dem neuen Helden und seiner Entourage sehr frisch und unverbraucht wirken.
Zu Beginn mutet der Film wie ein reines Wuxia-Abenteuer an. Bietet Bilder von endlosen Weiten, Burgen und riesigen Heeren. Der kurze Abschnitt in San Francisco leitet flugs nach Macau über. Aber dieser starke Schauplatz wird erstaunlich wenig ausgekostet, weil „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ dann direkt zu den Bildern übergeht, die Filme wie „Tiger and Dragon“ salonfähig gemacht haben.
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Bambushaine, traumhaft schöne Dörfer, knallbunte Naturpanoramen - einfach nur schön. Dennoch hat „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ natürlich auch fette Action zu bieten.
Spektakuläre Kampfszenen
Der erste Augenöffner dahingehend steigt zu Beginn in San Francisco, wenn Shang-Chi in einem außer Kontrolle geratenen Bus erstmals zeigt, was er drauf hat, und neben irrer Schnelligkeit coole Bewegungsabläufe in seinen Martial- Arts-Einlagen gegen fiese Attentäter zeigt.
Die zweite starke Actionszene wird in Macau gezündet, im Baugerüst eines gewaltigen Wolkenkratzers. Auch hier zeigt Shang-Chi irre Körperbeherrschung und die Choreographie gerät spektakulär akrobatisch.
Sowohl in dieser Actionszene als auch in der Buseinlage dominieren Hand-to-Hand-Kombats, mit größtenteils langen Einstellungen eindrucksvoll in Szene gesetzt und von passender Musik vorwärtsgetrieben.
Noch ein weiterer Fight muss dringend genannt werden: Das Aufeinandertreffen von Xu Wenwu und Ying Li ist ein traumhaft schöner Tanz von zu Beginn verfeindeten, dann gefühlt mit jeder Bewegung einander mehr zugewandten Charakteren.
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Nach diesen genialen Actioneinlagen, bei denen man wirklich Spaß hat beim Zuschauen, schaltet der Film von Destin Daniel Cretton („Just Mercy“) einige Gänge zurück.
Charakterzeichnungen und Besetzung
Denn Marvels Martial-Arts-Streifen hat auch eine Menge zu erzählen, denn vor allem Xu Wenwu ist ein Meisterstück in Sachen ambivalenter Charakterzeichnung. Der obendrein massivst davon profitiert, dass Hongkong-Edelmime Tony Leung („The Grandmaster“) ihn einfach irre charismatisch auf die Leinwand nagelt.
Infolgedessen hasst man den Charakter in den einen Szenen inbrünstig, in den nächsten wünscht man ihm einfach nur das Beste. Und wenn sich Xu Wenwu zum Ende noch einmal komplett verändert, wird er zu einem wunderschön tragischen Charakter.
Dagegen fällt ausgerechnet Shang-Chi heftig ab. Der grundsätzlich sympathische Charakter wirkt trotz seiner bewegten Vergangenheit zu glatt und zu nichtssagend. Doch auch Xialing, die von Meng’er Zhang gespielte Schwester von Shang-Chi, verfängt nicht wirklich beim Zuschauer.
Da kommt die leider erst spät, dafür dann aber umso dringlicher im Film aufschlagende Michelle Yeoh („Boss Level“) deutlich besser davon. Wie Tony Leung lässt sie ihr Charisma spielen und klatscht die jugendlichen Darsteller reihum an die Wand.
Bevor Larson und Ruffalo jedoch ihren Teil zum Film beitragen können, muss dieser seinen Showdown zünden. In diesem dreht Hollywoods Rechenpower wieder amtlich hoch. Was allerdings auch bedeutet, dass der geerdete, physische Part der Action weitgehend Pause hat.
Riesige Monster beherrschen nun die Leinwand, Fights werden zu Lightshows und Leben werden wortwörtlich ausgesaugt. Alles kurzweilig, alles höchst spektakulär, aber nicht mehr so gewitzt, wie die ersten Actioneinlagen. Auch die Ringe werden nicht mehr gar so genial eingesetzt, wie in manch kleinerer Actionszene zuvor.
Dafür dürften die Ringe für das MCU in Zukunft eine verdammt große Rolle spielen. In technischer Hinsicht bekommt man von „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ die volle Breitseite in Sachen schwelgerisch schöner Bilder mit viel asiatischem Flair, gereicht an einem wirklich traumhaft schönen Score - bei dem nur manche Rapsongs etwas deplatziert wirken.
Ein asiatischer Held, viel fernöstliches Flair und der starke Fokus auf den für diesen Kulturkreis so wichtigen Mystizismus machen „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ zum „Black Panther“ für asiatische Marvel-Fans. Die bekommen hier eine Vollstbedienung.
Während die eigentliche Rahmenhandlung keine Bäume auszureißen vermag und im Mittelteil auch etwas geschwätzig gerät, wodurch man die 132 Minuten Laufzeit auch zu spüren bekommt, ist der Kern der Geschichte um Shang-Chis schwierige Familienverhältnisse wirklich stark erzählt.
Auch und vor allem, weil Tony Leung als Vater des Helden durchweg eine fantastische Performance abliefert, die im Grunde den ganzen Film überstrahlt. Zudem fühlt sich der Film etwa im Vergleich zu „Black Widow“ wieder wichtiger an.
Nachdem „Avengers: Endgame“ gewissermaßen den Höhe- und zu einem gewissen Grad Endpunkt im MCU darstellte, lautete die Frage: Wie geht es weiter? „Spider-Man: Far from Home“ stand unter Sony-Ägide etwas außerhalb der Hauptfilme, „Black Widow“ spielte zeitlich vor dem großen Finale und wirkte eher wie ein Zwischenfilm.
Die titelgebenden zehn Ringe verleihen ihrem Träger unheimliche Kampfkraft. Dabei handelt es sich zum Beginn des Films um Xu Wenwu (Tony Leung Chiu-Wai), der nicht altert, erst in antiken Zeiten gegnerische Heere zusammenkloppt und dann die Geheimorganisation der zehn Ringe aufbaut, mit der er ins Weltgeschehen eingreift, aber im Verborgenen bleibt.
Als der Machtmensch im Jahr 1996 jedoch das verborgene Dorf Ta Lo einnehmen und sich dessen Kräfte zu eigen machen will, besiegt ihn dessen Wächterin Jiang Li (Fala Chen) im Kampf. In der Gegenwart des Films ist ihr Spross Shang-Chi (Simu Liu) ein junger Mann in San Francisco, nennt sich jedoch Sean und geht einem Malocherjob als Parkhilfe bei einem Nobelhotel nach.
Das macht er gemeinsam mit seiner besten Freundin Katy (Awkwafina), deren Freunde und Verwandte sie im romantischen Sinne füreinander geschaffen halten, und ist gar nicht an einem Heldenjob interessiert. Sean und Katy fliegen nach Macao, machen Seans Schwester Xialing (Meng’er Zhang) ausfindig, hinter der Wenwus Truppen ebenfalls her sind, doch sind zu spät: Sean, Katy und Xialing werden eingesackt und zu Wenwu gebracht.
Der will ihnen jedoch nichts Böses, sondern mit ihrer Hilfe Ta Lo ausfindig machen, um die verstorbene Li dort wieder zu erwecken. „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ ist am Ende des Tages kein richtungsgebender Film für das MCU, dafür sind seine Versatzstücke doch zu sattsam bekannt.
Das Erbe der Vergangenheit und komplizierte Familienstrukturen bestimmten schon die „Thor“-Reihe und „Black Panther“, den Schatten des übermächtigen Übervaters fühlte auch Peter Quill alias Star-Lord in „Guardians of the Galaxy 2“ und die Zusammenführung einer dysfunktionalen Familie praktizierte „Black Widow“ erst kürzlich.
Den Bauklötze staunenden Sidekick, der Sprüche reißt und später ins Geschehen eingreift, gab es in der exakten Version noch nicht, aber Figuren wie Roddy Rhodes aus der „Iron Man“-Reihe oder Rocket und Groot aus den „Guardians of the Galaxy“-Filmen können schon als Vorläufer gelten. Die gefährliche Mischung aus außerweltlichem Übel und menschlicher Hybris als Plotmotor ist natürlich ebenso Ehrensache wie die bombastische Finalschlacht, bei der mal wieder das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht.
„Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ dreht da bestenfalls im Detail an den Stellschrauben, funktioniert aber deutlich autarker als manch anderer MCU-Beitrag. Wenn Carol Danvers alias Captain Marvel (Brie Larson) und Bruce Banner alias Hulk (Mark Ruffalo) während der Credits vorbeischauen, ist dies noch am ehesten eine Einbindung in den Avengers-Kosmos, während die Gastrollen von Wong (Benedict Wong) aus „Doctor Strange“ und Trevor Slattery aus „Iron Man 3“ eher ein netter Bonus sind, deren Vorgeschichte Marvel-Neulinge nicht unbedingt zu kennen brauchen.
Was für „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ spricht und sein Alleinstellungsmerkmal ist, ist seine Verwurzelung in der Tradition des Hongkong-Kinos und chinesischer Folklore, die über ein bloßes Schielen auf den kassenträchtigen chinesischen Markt hinausgeht. Gerade in den Szenen in Ta Lo werden chinesische Fabelwesen untergebracht, die sogar in der Finalschlacht mitkäbbeln, im Hauptcast finden sich quasi nur asiatische Darsteller bzw. amerikanische Schauspieler asiatischer Abstammung und Verweise auf Martial Arts in der Popkultur finden sich über den Film verteilt.
So repräsentieren verschiedene Abschnitte bzw. Kampfszenen verschiedene Stile: Das Werben von Xu Wenwu und Jiang Li gemahnt an Wuxia-Werke wie „Tiger & Dragon“ oder „House of Flying Daggers“, ein Untergrund-Fightclub, in dem auch Sumo-Ringer, Zauberer und grüne Echsenwesen bei One-on-One-Kämpfen mitkloppen erinnert an Prügelspiele wie „Street Fighter II“ oder „Tekken“, ein Gefecht auf einem Bambusgerüst an einer Hausfassade steht in der Tradition von entsprechenden Szenen aus „Rush Hour 2“ oder „Born to Fight“ mit Cynthia Rothrock.
Hauptdarsteller Simu Liu hatte neben Schauspiel- auch Stunterfahrung, was man seinen Kampfszenen durchaus anmerkt. Die Actionszenen unter der Beteiligung von Stunt Coordinator Christopher Clark Cowan („Wonder Woman“) und der Kampfchoreographen Alan Tang („Wolves“), Andy Cheng („6 Underground“) und Guillermo Grispo („Kingsman: The Secret Service“) haben durchaus Druck, wobei eine Schlägerei in einem außer Kontrolle geratenen Bus und die Flucht aus dem Fightclub (inklusive der erwähnten Gerüstklopperei) mit ihren längeren Einstellungen, ihren Einfällen und ihrer starken Choreographie am meisten Eindruck hinterlassen.
Der Showdown geht in Ordnung, ist bisweilen aber etwas zu CGI-lastig und etwas zu schnell geschnitten, gerade für die 3D-Version des Films. Während man Simu Liu („Antisocial 2“) seine Körperbeherrschung neidlos zugestehen muss, sieht es mit dem Leading-Man-Charisma etwas schlechter aus - eine Casting-Coup wie dereinst bei der Besetzung von Chris Hemsworth als Thor ist den Marvel-Leuten dieses Mal nicht gelungen. Liu ist eher solide, aber immerhin sympathisch und könnte in eventuellen Sequels sicher noch eine Schippe drauflegen.
Awkwafina („Jumanji - The Next Level“) ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, macht als Sidekick aber durchaus Laune. Das größte Charisma verströmen allerdings die altehrwürdigen Hongkong-Heroes Tony Leung Chiu-Wai („Hard-Boiled“) und Michelle Yeoh („Master Z: The Ip Man Legacy“) als Antipoden, die ein großer Gewinn für den Film sind.
Die meisten tragenden Rollen sind mit bisher unbekannten Gesichtern wie Schauspieldebütantin Meng’er Zhang besetzt, die aber saubere Arbeit leisten und vom Vertrauen in den Stoff zeugen. Regisseur Destin Daniel Cretton ist eigentlich eher im Bereich des Indie-Dramas daheim, drehte unter anderem „Short Term 12“ und „Schloss aus Glas“ mit der späteren Marvel-Heldin Brie Larson.
Dies dürfte ihn unter anderem für den Film empfohlen haben, dessen komplizierte Familienbeziehungen und ambivalente Charaktere er gut erforscht. Es gibt sicherlich Superheldenfilme, die diese Strukturen komplexer und emotionaler untersuchten, aber „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ schafft es zwischen den Actionszenen Interesse für seine Charaktere zu erwecken, ihnen Profil zu verleihen und ihre Motivationen nachvollziehbar zu machen.
So kann man Marvel sicher anrechnen, dass sie den ersten Multimillionen-Dollar-Superheldenfilm mit asiatischem Hero auf die Beine gestellt haben und sich beim Casting nicht von Starpower leiten ließen, doch „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ ist von seiner Struktur und seinen Themen gewissermaßen Erwartungserfüllung im Genre.
Das immerhin mit Drive, starken Actionszenen und phantasievollem Asia-Touch, aber auch kleinen Hängern in der Mitte und bekannten Vorbildern. Der Film läuft seit dem 2. September 2021 in den deutschen Kinos - und auch nur dort, da man sich gegen einen parallelen Run auf Disney+ entschieden hat.
Endlich kommt hier was neues und dann ist es nicht von mir, sondern eine Review von Conny zu “Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings”. Doch gleich von Beginn an blitzen Hinweise durch, dass Shaun viel mehr ist als nur der nette asiatische junge Mann von nebenan, der mit seiner Schulfreundin Katy (Awkwafina) mal eine Nacht durchfeiert und bei einem Parkservice seinen Lebensunterhalt bestreitet.
Wie von einer guten Origin Story erwartet - holt seine Vergangenheit ihn in Form eines Schlägertrupps ein und Shaun weiß, dass sein Versteckspiel zu Ende ist. Denn wenn sein Vater ihn aufgespürt hat, ist nicht nur er in Gefahr. Doch dreht sich die Geschichte nicht nur um Shang-Chi, sondern auch um Xialing (Meng’er Zhang), die dem Titelhelden in Nichts nachsteht.
Keine Sekunde hat man das Gefühl, dass sie als Frau weniger leisten oder kämpfen kann, im Gegenteil, ihr Part der Geschichte nimmt genauso viel Raum ein. Erfrischend emotionsgeladen und doch mit knallharter Durchschlagskraft, folgt man den Geschwistern, die das gleiche Trauma auf ganz unterschiedliche Weise bewältigt haben und sich plötzlich ihrer größten Herausforderung stellen müssen: ihrem Vater und ihrem Familienerbe.
Trotzdem ist Xu Wen Wu die tragende Säule des Films. Sei es die stoische Ruhe eines Herrschers, die verdrehte Liebe zu seinen Kindern oder seine tiefe Trauer, durch schauspielerisches Können untermauert Tony Leung die Emotionalität des Films und treibt in seiner Suche nach dem, was ihm am wichtigsten ist, nicht nur die Handlung voran, sondern seine Familie ins Unglück.
Seine Motive sind gewiss nicht neu, aber für mich ist Wen Wu einer der Gegenspieler im MCU, dem ich hauptsächlich Sympathie entgegenbringe. Und das muss man als Kopf einer Terrororganisation erstmal leisten. Katy fühlt sich dagegen nur wie eine Mitläuferin an, ihre Rolle selbst weist kaum Entwicklung vor, da sie meist für die Gags zuständig ist - dies jedoch in gewohnter Awkwafina-Qualität.
Und dann gibt es noch eine Überraschung im Film, die für Lacher sorgen wird und ihn auf eine herrlich selbstironische Art mit der MCU Phase 2 verknüpft.
Ein absoluter Augenschmaus sind die Kampfszenen. Choreographiert u.a. durch Brad Allan, langjähriges Mitglied des JC Stunt Teams und verantwortlich für Filme wie „Kingsman“, wirbelt der (fast komplett kampferprobte) Cast mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit und Präzision durch den Film.
Die unterschiedlichen Auffassungen, wie man Macht einsetzt, ob man kontrolliert, zerstört oder bewahrt, verknüpfen sich zum roten Faden, während man staunt, wie viele verschiedene Angriffe, Tricks und Luftkampfeinlagen mit den Zehn Ringen der Macht möglich sind, deren Koordination zudem auch perfekt umgesetzt wurde.
