TSG Nordwest Judo: Eine traditionsreiche Geschichte

Die TSG Nordwest 1898 gehört zu den traditionsreichen Vereinen in Niederursel und feiert ihr 125-jähriges Bestehen. Am 14. Oktober stellen sich die Abteilungen im Nordwestzentrum vor. Anlässlich des Geburtstages zeigen verschiedene Abteilungen ihr Angebot am Nordwestzentrum.

Die Anfänge und Entwicklung des Vereins

Die Geschichte des Vereins beginnt mit der Gründung der TG Niederursel im Jahr 1898. Damals traten einige Sportler aus dem Turnverein Niederursel aus. Durch die Fusionierung mit dem Turn- und Sportverein Nordweststadt im Mai 1970 lösten sich die TG Niederursel und der TSV Nordweststadt auf; samt neuer Satzung entstand in der Folge die Turn- und Sportgemeinde Nordwest 1898.

„Wir haben eine von Kommen und Gehen geprägte Vereinsgeschichte“, erzählt Lutz Ullrich, seit 2003 Vorsitzender der TSG. Während durch die Fusionierungen die Mitgliederzahlen stiegen und das Sportangebot größer wurde, spalteten sich einzelne Abteilungen mit eigenen Vereinsgründungen ab. So haben die Fußballer 1919 einen eigenen Verein gegründet, 2018 wurde die Tennisabteilung als eigenständiger Verein ausgegliedert und 2021 wechselten die meisten Leichtathleten und Leichtathletinnen zur Eintracht.

Das Sportangebot der TSG Nordwest

Der Verein ist von ursprünglich 26 Mitgliedern bei der Gründung 1898 auf mehr als 3500 Mitglieder gewachsen. Sport bietet er in mehreren Abteilungen an: Badminton, Basketball, Gymnastik, Handball, integrative Sportgruppe, Judo, Klettern, Leichtathletik, Prellball, Schwimmen, Ski und Snowboard, Tanzen , Tischtennis, Turnen, Vovinam. Seit 2006 gibt es auch ein Fitness-Studio mit Sauna.

Dennoch ist die TSG Nordwest mit über 3500 Mitgliedern - davon 50 Prozent Kinder und Jugendliche - einer der größten Sportvereine in Frankfurt. In den inzwischen 17 Abteilungen werden pro Woche rund 200 Sportkurse angeboten. Bei den Kindern sind vor allem Judo und Schwimmen sehr beliebt, bei den Erwachsenen Gymnastik und Volleyball.

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Ebenso hat die TSG Belegzeiten in den Turnhallen der umliegenden Schulen, sogar auf dem Riedberg. „Wir brauchen allerdings dringend einen Sportplatz“, sagt Ullrich. Im ganzen Nordwesten gebe es keinen mehr, nachdem auf dem Gelände an den Ernst-Reuter-Schulen (ERS) die Sportflächen für die Europäische Schule weggefallen seien.

Sportliche Erfolge und Herausforderungen

Neben den Herausforderungen, die so ein großer Verein mit sich bringt, gibt es auch sportliche Erfolge zu feiern. Heinrich Seitz gewann 1999 bei den Jugend-Europameisterschaften eine Bronzemedaille im Diskuswerfen. Jonas Stüdemann wurde dreimal deutscher Meister im Mehrkampf, 2010 schafften der Kugelstoßer Mario Habich und der Hammerwerfer Maximilian Becker den Sprung ins Nationalteam. Lara Wondrak erturnte sich im gleichen Jahr vier Silbermedaillen bei den deutschen Jugendmeisterschaften.

Passend zum Jubiläum hat die Judoka Lena Djeriou bei den diesjährigen Europameisterschaften Bronze gewonnen.

Die TSG Nordwest beim Ball des Sports

Für den Deutschen Judo-Bund (DJB) sind die Judoka David Ickes, Lena Djeriou, Lennart Slamberger, Mathilda Niemeyer, Kevin Abeltshauser und Fabian Kansy auf der Bühne aktiv. Ergänzt wird das Programm durch unser Kata-Weltmeisterpaar Ulla Lossen und Wolfgang Dax-Romswinkel und einen Auftritt der jungen Judoka der TSG Nordwest 1898 Frankfurt.

Der Ball des Sports stellt für die Sporthilfe die sowohl finanziell als auch ideell wichtigste Veranstaltung im Jahr dar.

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