Kevin Pannewitz: Vom Fußball zum MMA-Kämpfer

Der ehemalige Profifußballer Kevin Pannewitz wagt einen Neustart als Käfigkämpfer. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, befindet sich der 31-Jährige seit drei Wochen im Training für einen Mixed-Martial-Arts-Fight im Herbst.

Der Gegner: Martin Fenin

Sein Gegner wird der Tscheche Martin Fenin (35) sein, der einst bei Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus als Profi aktiv war. Veranstalter des Events ist "OKTAGON MMA", die größte Organisation in Europa.

Pannewitz' Motivation

"Ich will mir und allen da draußen beweisen, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will! Der Sportler in mir wird jetzt die härteste Sportart der Welt, MMA, bezwingen", wird Pannewitz in der Zeitung zitiert.

Herausforderungen und Vorbereitung

Um sein Ziel zu erreichen, muss Pannewitz ein tägliches Kampfsport-Training absolvieren und eine strenge Diät einhalten. Vor Trainingsstart brachte er 139 Kilo auf die Waage, das Gewichtslimit für den Kampf liegt bei 83 Kilo. Das bedeutet, Pannewitz muss 56 Kilogramm abnehmen.

Auf dem Weg zum MMA-Kämpfer wird der 31-Jährige in den nächsten Monaten von einem Film-Team begleitet. Ab Sonntag erscheint auf dem YouTube-Kanal von „OKTAGON DEUTSCHLAND“ alle zwei Wochen bis zum Kampf eine neue Folge.

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Rückblick auf die Fußballkarriere

Pannewitz galt einst als großes Talent, wurde 2010 A-Jugend-Meister mit Hansa Rostock. Doch schon früh hatte er mit Disziplinlosigkeiten und Übergewicht zu kämpfen. 2012 holte ihn Felix Magath zum VfL Wolfsburg. Als er endlich in Form war, folgte der nächste Fehltritt: Im Sommer 2013 randalierte er betrunken in einer fremden Wohnung, woraufhin sein Vertrag aufgelöst wurde.

Danach spielte er in der Berlin- und Brandenburg-Liga, bevor er 2017 beim FC Carl Zeiss Jena noch einmal den Sprung in Liga 3 schaffte. Aber auch dort erschien er alkoholisiert zum Training, was zu einer Suspendierung führte. Nachdem ihm der FC Carl Zeiss Jena im Januar 2019 aufgrund von neuerlichen Gewichtsproblemen fristlos gekündigt hatte, spielte er für den Berliner Kreisligisten FC Amed.

Weitere Stationen und Erfolge

Im September 2020 gewann Pannewitz die RTL2-Show "Kampf der Realitystars" und sicherte sich damit ein Preisgeld von 50.000 Euro. Anschließend arbeitete er als Straßenfeger in Berlin. Momentan ist der Ex-Profi Trainer bei Delay Sports, dem Kreisliga-Klub von Social-Media-Superstar Elias Nerlich.

Kontroversen und Selbstkritik

In einem SPORT1-Interview hatte Pannewitz erklärt, unter Felix Magath extrem gelitten zu haben. Er zeigte sich aber auch selbstkritisch: "Ich bin schon in das eine oder andere Fettnäpfchen getreten."

Fenin im Visier

Auch der einstige Frankfurt-Stürmer Fenin (96 Pflichtspiele, 14 Tore) hat nicht mehr die Bestform einstiger Bundesliga-Tage, ist dem erforderlichen Kampfgewicht aber deutlich näher. Er wird von der MMA-Organisation seit Jahresbeginn auf seinem Weg zum Kampfsportler begleitet, konnte bislang aber nicht alle in seinem Umfeld überzeugen.

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Pannewitz' bisheriger Weg im Überblick

StationZeitraum
Hansa Rostock JugendBis 2010
VfL Wolfsburg2012-2013
FC Carl Zeiss Jena2017
FC Amed (Berliner Kreisliga)Nach 2019
Straßenfeger in BerlinNach 2020
Trainer bei Delay SportsAktuell

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