Kevin James kehrt mit "Das Schwergewicht" in die Kinos zurück. Dies nehmen wir zum Anlass, die sportlichen Aspekte in Kevin James' Karriere zu beleuchten.
Kevin James und der Sport
Nicht nur im Kino ist Kevin James dem Sport nicht abgeneigt, auch im Privatleben spielt Leibesertüchtigung eine große Rolle für den ehemaligen King of Queens, zumindest passiv. Somit ist die Rolle in "Das Schwergewicht" als Lehrer, der sich dem Mixed-Martial-Arts-Kampf zuwendet, gar nicht so ungewöhnlich für Kevin James, wie manch einer vermuten würde.
Frühe sportliche Aktivitäten
Kevin George Knipfing ist der Sohn eines Versicherungsunternehmers und einer Hausfrau und wuchs in Long Island auf. Auf der Highschool war er im Wrestling-Team aktiv, dem auch der spätere Profi-Wrestler Mick Foley angehörte, und an der Universität wurde James als Runningback im Footballteam eingesetzt. Sein Studium des Sportmanagements gab er allerdings nach drei Jahren auf, um sich bei einer Schauspielschule anzumelden. James fühlte sich zum Komödianten berufen.
Kevin James' Karriereweg
Kevin James’ eigene Berufslaufbahn führte ihn von der Stand-Up-Bühne über Sitcoms schließlich auf die Kinoleinwand, wo er sich in Komödien wie "Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme", "Der Kaufhaus Cop" oder "Der Zoowärter" bemühte, das Zwerchfell der Zuschauer zu kitzeln.
Vom Bildschirm auf die Leinwand
Sein Kinodebüt gab Kevin James 2005 als schüchterner, unglücklich verliebter Geschäftsmann in der erfolgreichen romantischen Komödie „Hitch - Der Date Doktor“ an der Seite von Megastar Will Smith und Eva Mendes. Mehr kommerzieller Erfolg war James dann beschieden durch die Zusammenarbeit mit einem anderen ehemaligen Standup-Komiker: Adam Sandler. Nach Cameos in Sandler-Filmen wie „50 erste Dates“, spielte James größere Rollen in gutgelaunt-albernen Komödien wie „Chuck und Larry“ und „Kindsköpfe“. Einen enormen Überraschungshit landete James dann mit „Der Kaufhaus Cop“, einer drolligen „Stirb langsam“-Parodie.
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"Das Schwergewicht": Kevin James als MMA-Kämpfer
Frank Coracis Kampfsport-Komödie „Das Schwergewicht" ist offensichtlich ein Versuch des Komikers Kevin James („Der Kaufhaus Cop", „Der Zoowärter"), seinem bisherigen Rollenschema als liebenswürdiges Dickerchen zu entfliehen. Statt lustig bunt ist schon die Farbgebung des Films überraschend trist und grau. Auch die für James typischen Slapstick-Einlagen sind trotz des Prügel-Plots rar gesät.
Und überhaupt, der „The King of Queens" als Vollkontakt-Keiler, schon allein das klingt nach einer abstrusen Skurrilität. Aber erstens kommt bekanntlich alles anders und zweitens als man denkt: „Das Schwergewicht" mag in vielen Szenen zu dick aufgetragen sein, aber als Mixed-Martial-Arts-Fighter macht Kevin James allen Vorurteilen zum Trotz eine wirklich überzeugende Figur.
Scott Voss (Kevin James) ist mit seinem Job als Biologielehrer in einer heruntergekommenen High-School ziemlich unzufrieden und engagiert sich kaum für die Belange der Schule. Dies ändert sich jedoch, als das Musikprogramm der Schule aufgrund von Budgetkürzungen gestrichen werden soll und die Anstellung des Musiklehrers (Henry Winkler) auf der Kippe steht. Denn Scott hat eine fantastische Idee: Um das benötigte Geld aufzutreiben, die das Musikprogramm und den Musiklehrer retten würden, nimmt er einen Nebenjob als Mixed-Martial-Arts-Kämpfer an.
Zunächst halten ihn die meisten in der Schule deswegen für verrückt, besonders die Schulkrankenschwester Bella (Salma Hayek). Doch was die meisten nicht wissen: Der 42-Jährige war einst ein erfolgreicher College-Wrestler.
In der Highschool war Scott Voss (Kevin James) ein erfolgreicher Ringer.
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Die Motivation hat ihn verlassen. Anstatt engagiert Biologie zu unterrichten, versteckt er sich lieber hinter dem Sportteil der Zeitung vor den Fragen einer Schülerin.
Die Handlung von "Das Schwergewicht"
Als an der Schule geplant wird, den Musikunterricht aufgrund finanzieller Probleme zu streichen, reißt das Biolehrer Scott Voss aus seiner Lethargie. Denn das würde den herzensguten Musiklehrer Marty Streb seine Stelle kosten. Strebs Leidenschaft für Musik und sein Umgang mit den Schülern faszinieren Scott. Er beschließt, für den Kollegen das Geld aufzutreiben, um den Unterricht zu retten.
Scott nimmt zusätzlich einen Job an der Abendschule an. Hier paukt er mit Einwanderern für den Einbürgerungstest und lernt dabei den Holländer Niko kennen. Dieser verdient sein Geld mit Mixed-Martial-Arts (MMA). Als Scott erfährt, dass Verlierer bei einem Profikampf 10 000 Dollar und Gewinner sogar viel mehr bekommen, beschließt er, MMA-Kämpfer zu werden. Auf dem College war er schließlich Ringer, so groß kann der Unterschied nicht sein. Und auch dass das schon 20 Jahre her ist, schreckt den Lehrer nicht ab.
Scott beginnt mit Nikos Hilfe und der musikalischen Unterstützung von Streb, an Kämpfen teilzunehmen. Bei Wettbewerben in zwielichtigen Hallen und Käfigkämpfen muss Scott viel einstecken - bekommt dafür aber immerhin auch die Gelegenheit, die schöne Schulkrankenschwester Bella (Salma Hayek) regelmäßig zu sehen.
Scott kann sich von Kampf zu Kampf steigern und auch das Unterrichten bereitet ihm wieder Freude. Da ein Profi beim Ultimate Fighting Championship ausfällt, bekommt er die einmalige Chance, gegen den berühmt berüchtigten MMA-Kämpfer Ken „der Scharfrichter“ Dietrich zu kämpfen. Das Geld für die Rettung des Musikunterrichts scheint zum Greifen nah.
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„Das Schwergewicht“ erzählt den uramerikanischen Traum. Zwar heißt dieser im Film nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, sondern vom gelangweilten Lehrer zum wilden Kämpfer. Die Botschaft ist aber klar: Kämpfe für deine Leidenschaft.
Kevin James' Vorbereitung
"King of Queens"-Star Kevin James war bisher eher für massig Humor als für Muskeln bekannt. Doch der sympathische Comedian beweist in "Das Schwergewicht", dass er auch ganz anders kann: Als Kampfsport-Neuling mischt er diverse MMA-Käfigkämpfe auf und macht dabei auch noch eine richtig gute Figur. Dafür trainierte sich James nicht weniger als 35 Kilo ab. Sein komisches Talent behielt er glücklicherweise.
Fazit
Kevin James beweist mit seiner Rolle in "Das Schwergewicht" seine Vielseitigkeit als Schauspieler und seine Fähigkeit, auch sportliche Herausforderungen anzunehmen. Seine frühere Erfahrung im Wrestling und Football trug dazu bei, dass er die Rolle des MMA-Kämpfers glaubwürdig verkörpern konnte.
