Thorsten Legat, bekannt für seine Zeit als defensiver Mittelfeldspieler, hat sich nach seiner Fußballkarriere dem Kampfsport zugewandt. Seine Leidenschaft für Kampfsportarten begleitet ihn schon seit seiner Jugend.
„Ich liebe Kampfsport, der hat mich schon als Junge fasziniert“, sagt Legat.
Aktuell trainiert der Ex-Profi im Bereich Mixed Martial Arts (MMA). MMA ist eine Vollkontaktsportart, die eine Vielzahl von Kampftechniken erlaubt. Erlaubt sind Fäuste, Füße, Ellenbogen und Knie, wobei Schläge in die Genitalien und auf den Kehlkopf verboten sind.
Bereits seit dem Frühjahr stand fest, dass Legat 2018 sein MMA-Debüt geben wird. Am 1. September bestritt der 234-malige Bundesliga-Spieler von VfL Bochum, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Schalke 04 bei der MMA German Championship in der Kölner Lanxess-Arena ein Promi-Duell.
Sein erster Gegner war Fitnesstrainer Dominic Harrison. Legat ist in dem Metier nicht ganz unerfahren. Seit rund 40 Jahren betreibt er Kampfsport für den Hausgebrauch: Judo, Jiu-Jitsu, Taekwondo, Kung-Fu, Karate. „Auch schon als Fußballer. Das hat nur niemand bemerkt“, meint er.
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Sich vor großem Publikum gegen einen körperlich deutlich überlegenen Rivalen auszutoben, reizt ihn, sagt der 49-Jährige.
Zwei-Meter-Muskelpaket Harrison ist 20 Zentimeter größer, 23 Jahre jünger, 14 Kilo schwerer. Der bei der Hashtag-Generation angesagte Influencer, wie Werbeträger in den sozialen Kanälen genannt werden, ist verheiratet mit Playmate und Reality-TV-Sternchen Sarah Nowak. Die Fangemeinde ist riesig. „Ich weiß nicht, ob er einstecken kann. Sonst macht er ja in Hantel, Yoga und Pilates“, beschreibt Legat seinen Rivalen.
Im Oktagon zu stehen, dem Achteck-Käfig bei MMA, erinnere ihn an früher, sagt Legat.
„Ich bin in der Gosse aufgewachsen. Wenn es da Streit gab, konntest du auch nicht weglaufen. So ist es auch jetzt im Käfig.“
Nach dem Kampf will Legat einen Schlusspunkt setzen. „Danach werde ich nie wieder Hochleistungssport machen“, behauptet er und reibt sich die Schulter.
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Schon als Fußballer habe er „klare Kante“ bevorzugt. „Aber ich hätte noch aggressiver sein müssen“, meint er. Das war er manchmal jenseits des Platzes. Seine Passion für Kampfsport floss in sein Fußballspiel ein. „In meinen Gegenspielern habe ich meinen Vater gesehen. Ihm wollte ich es zeigen“, verrät er. Legat hasste seinen Vater. „Er hat mich als Kind missbraucht und misshandelt.“ Einzelheiten beschreibt er in der Autobiografie „Wenn das Leben foul spielt“.
„Deshalb bin ich zum Kampfsport. Ich wollte mich wehren können. Das habe ich geschafft.
Im Fußball war er aber besser. Außerdem gab es mehr Geld. „Vom Straßenkind zum reichen Mann, das war toll“, feixt Legat. Finanziell gehe es ihm gut. „Ich bin zufrieden. Ich war immer sparsam.“ Mit seiner Frau, sagt er, ist er in der Immobilienbranche zugange.
Als ihn ein Knorpelschaden im Knie zum Karriereende als Fußball-Profi gezwungen hatte, fiel Legat in ein Loch. Er stürzte und stürzte. „Erst war es ein Bier am Tag, dann ein Kasten, dann anderthalb. Ich hatte Selbstmordgedanken“, gesteht er. Seine Frau drohte: „Wenn du so weitermachst, verlierst du mich und die Kinder.“ Seither trinkt Legat keinen Alkohol mehr. Er erwarb die A-Trainer-Lizenz, wurde Trainer von Jugend-Teams und Landesligisten.
Vor allem im Fernsehen (Ich bin ein Star - holt mich hier raus, Grill den Hensler, Schlag den Star) wird Legat gefragt, ist er als Reality-Macho dabei. „Das hat einen anderen Menschen aus mir gemacht“, meint er. „Und es gibt auch noch ein bisschen Geld.“ Obendrein kitzelt es sein Ego. „Die Leute mögen mich. Ich erzähle die Wahrheit, ohne jemanden zu beleidigen. Es wäre doch schade, wenn es Thorsten Legat nicht mehr im Fernsehen zu sehen gibt.
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Patrick Bork (38) arbeitet als Lehrer in Oer-Erkenschwick. Am Samstag (11.3.) wird der Wahl-Recklinghäuser Patrick Bork, der als Lehrer in Oer-Erkenschwick arbeitet, als Patrick „Cy“ Bork in der Turbinenhalle in Oberhausen als Wrestler in den Ring steigen und gegen den Ungarn „Icarus“ seinen ersten Kampf in dieser Kampfsportart bestreiten.
Kampfsport hat schon immer eine große Rolle im Leben von Patrick Bork (38) gespielt. Zwar habe er es auch ganz klassisch mit Fußball versucht, glücklich gemacht habe der Ballsport ihn aber nicht, sagt er rückblickend. Die Eltern meldeten ihn beim Judo an. Mit Erfolg: 2006 wird er deutscher Meister im Karate. Später entdeckt er die gemischten Kampfkünste (MMA) für sich, gründet sogar einen eigenen Verein: die Vestside Warriors in Recklinghausen. Dort hat er auch mit Dietmar Appel zusammengearbeitet.
Verstärkung bekommt er dabei von Ex-Fußballer Thorsten Legat und Ex-Kickbox-Weltmeister Michael Smolik. Beide werden von Patrick Bork trainiert.
