Scheinkampf Karate: Begriff und Bedeutung

Karate ist eine Kampfkunst, deren Ursprünge bis etwa 500 Jahre nach Chr. zurückreichen. Ursprünglich wurde dafür ein Schriftzeichen verwendet, das ebenfalls “ Kara „ausgesprochen wurde, jedoch “ fremd „, “ chinesisch “ hieß. Bezeichnung für die ursprüngliche Selbstverteidigungsmethode auf Okinawa, bevor sie vom chinesischen Quanfa beeinflußt wurde. Später entwickelte sich unter dem Einfluß der chinesischen Systeme daraus das Tôde und in Folge das Okinawa te und das Kara te.

In dem Wort Tôde (De ist hier eine phonetische Verzerrung von Te) bedeutet Te sowohl im Chinesischen als auch im Okinawanischen „Technik“.

Die Entwicklung des Karate

Er brachte seine Kampfkunstkenntnisse nach China. Dort entwickelte sich über die Jahrhunderte die Kunst des Quanfa ( Kempo, Wushu) mit seinen verschiedenen Ausprägungen ( Kranich-, Tiger- Schlangen-, Panter- und Drachenstil).

Im Japanischen (z.B. buddh. Karate und entspringt als Begriff dem japanischen Zen - Buddismus. Übersetzt bedeutet der Begriff Weg, Pfad, Grundsatz, Lehre, Philosphie, Richtung, Prinzip, Methode usw.

In einer ganz grundlegende Weise ist auch die Form des Universums Leere (Kara), und so ist Leere die Form an sich.

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In der heutigen Zeit ist Karate sehr populär, wird weltweit anerkannt und ausgeübt. Was ursprünglich als Kriegskunst entwickelt wurde, hat sich zu einem aufregenden Kampfsport gewandelt, den in Deutschland ca.

Kihon: Die Basis des Karate

Der Anfänger in einem Karate-Dojo beginnt zunächst mit der Grundschule. Hierzu gehören neben den Aufwärmübungen alle standardisierten Techniken (Waza) aus den Bereichen der Abwehr und des Angriffs. Sie umfasst zahlreiche Abwehrtechniken, Faust- und Fußstöße, wobei besonderer Wert auf einen korrekten Stand, das Gleichgewicht, die Atmung und die Treffgenauigkeit gelegt wird. Man kann diese vielfältig kategorisieren, so z.B.

Wer jedoch die Tiefe und den wahren Wert des Okinawa Karate begreifen will, muss sich immer und immer wieder dem Üben des Kihon widmen. Viele moderne Stilrichtungen vernachlässigen die Grundschule zu Gunsten einiger weniger Techniken, die im wettkampforientierten Training schnelle Erfolge versprechen.

Die Bewegungsabläufe sollen irgendwann so verinnerlicht sein, dass der/die Karateka (Übende des Karate) sie ohne nachzudenken ausführen kann.

Kata: Der Scheinkampf

Das Üben der Kata ist die höchste, anspruchsvollste Stufe des Karatetrainings. Vielfach werden Formulierungen wie Kampf gegen einen imaginären Gegner, Schattenboxen, Scheinkampf oder Formenlauf als Übersetzung verwendet. Äußerlich stellt die Kata einen Scheinkampf gegenüber mehreren Angreifern/Angreiferinnen dar, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Unter Anwendung der Grundschultechniken in verschiedensten Kombinationen werden Zweikampfstrategien, Verteidigung gegen mehrere Gegner, schnelle Richtungswechsel usw. vermittelt.

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Zweck ist jedoch nicht die Ästhetik, als vielmehr Härte und Nutzanwendung für den Kampf. Jede Bewegung hat ihre feste Bedeutung. Das Katastudium verlangt größte Disziplin. Die vielfachen Interpretationsmöglichkeiten für reale Verteidigungssituationen erschließen sich einem Karateka erst durch beständiges Üben und dem sich daraus entwickelnden Instinkt.

Unsere Kata entstammen dem Shuri-Te und Tomari-Te und wurden durch Sensei Chotoku Kyan, dem berühmten Meister des Te (auch Tode, frühere Bezeichnung für die chinesisch beeinflusste Kampfkunst von Okinawa) und Begründer des Sukunaihayashi Shorin Ryu, überliefert. Sein wohl bedeutendster Schüler war Chotoku Kyan, genannt Migwa „kleine Augen“. Seine Lehrer waren Sokon Matsumura, Kosaku Matsumora, Peichin Maeda, Peichin Oyademare und Peichin Yara. Weitere Einflüsse gelangten über Motobu Choki und Itosu Ankoh in unsere Kata. Die genauen Ursprünge sind leider nicht mehr genau nachvollziehbar.

Dieser vielseitige und ästhetische Stil gehört zu den effektivsten und anspruchsvollsten Karate- Stilen überhaupt.

Kumite: Der Freie Kampf

Das freie Kämpfen wird bei uns erst ab fortgeschrittenem Niveau trainiert. Der freie Kampf findet als Zweikampf statt. Die Japaner haben nicht nur die Techniken verfeinert, sie schufen auch die Voraussetzungen, dass aus dem ursprünglich tödlichen Nahkampf ein Sport wurde. Feste Kampfregeln und strikte Disziplin der Kämpfer machen faire Wettkämpfe möglich. Die Kampfpraxis zeigt einen freien Austausch von Angriffen, Abwehren und Gegenangriffen, bis einer der Kämpfer einen Treffer erzielen kann.

Kime: Der Brennpunkt der Kraft

Das ursprüngliche körperliche Ziel des Karate war, einen Gegner mit einer Technik kampfunfähig zu machen. Besonders wichtig ist eine Konzentration aller körperlichen und geistigen Kräfte, um ein Ziel in Sekundenbruchteilen anzugreifen. Das setzt ein großes Maß an technischer Fertigkeit verbunden mit geistiger Kraft voraus. „Kime“ nennt man den Brennpunkt der geistigen und körperlichen Kräfte.

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