Der Schweizer Schuhhersteller Künzli stellt den Betrieb ein. Der traditionsreiche Schweizer Schuhhersteller Künzli wird per Ende Jahr seine Geschäftstätigkeit einstellen. Der Schweizer Sneaker- und Gesundheitsschuhhersteller Künzli wird Ende des Jahres seine Geschäftstätigkeit einstellen. Die Künzli SwissSchuh AG verschwindet vom Markt. Zum Jahresende ist Schluss. Das teilt das Unternehmen mit.
Die Geschichte von Künzli
Die Künzli SwissSchuh AG hat eine lange Tradition: Im Jahr 1927 gründete Werner Künzli ein Unternehmen zur Herstellung von Sportschuhen. 1955 übernahm sein Sohn Kurt Künzli das Geschäft und entwickelte Künzli zum Inbegriff von Schweizer Sportschuhen. Zu seinen zentralen Erfindungen gehörte auch die 5er Patentschnürung in den 50er Jahren, die nicht nur dem Fuß besonderen Halt gibt, sondern sich auch schnell mit ihren prägnanten fünf Streifen zum Markenzeichen der Künzli-Schuhe entwickelte. In den 70-er Jahren entstand der Stabilschuh mit den seitlichen Stabilisatoren als Künzli Ortho-Schuhe. In den 70-er Jahren entstand der Stabilschuh mit den seitlichen Stabilisatoren; fortgeführt als Künzli Ortho®. Ab 2005 entstand die Künzli-Sneakerlinie mit den bekannten fünf Künzli-Steifen.
Produkte und Innovationen
Damit würden die Künzlischuhe zur Therapie von Knöchel- und Bänderverletzungen ebenso verschwinden wie die edel-kultigen Sneakers mit den fünf Künzli-Streifen. Die medizinischen „Künzlischuhe“ zur Therapie von Knöchel- und Bänderverletzungen verschwinden damit ebenso wie die Sneakers mit den fünf Künzli-Streifen.
Schon 2005 entstand die Künzli Sneakerlinie, kultige Ledersneakers mit den bekannten 5 Künzli-Steifen in bestrickendem Design - mit geboren durch die Ausrüstung des Schweizer Olympiateams von 2004 bis 2012. Die Orthoschuhe seien, besonders bei Achillessehen und Sprunggelenksverletzungen, nicht aus der modernen Therapie wegzudenken. Auch dieser Bereich wachse aufgrund der schnelleren Heilung mit den Schuhen und durch innovative Produktumsetzungen.
2012 verlor Künzli sein ureigenes Markenzeichen durch einen Angriff des aus Künzli entstandenen US Konzerns K-Swiss.
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Gründe für die Geschäftseinstellung
Obwohl die Firma gesund sei und wachse, sei es trotz einer sorgfältigen und professionell unterstützten Nachfolgeplanung nicht gelungen, eine adäquate Nachfolgelösung zu finden, berichtet Firmeninhaberin Barbara Artmann in einer Pressemitteilung. Barbara Artmann schließt ihr Unternehmen Künzli zum Jahresende. Eine Schweizer Traditionsmarke gehe damit verloren. Barbara Artmann (63) bedauert dies zutiefst: «Ich habe meine Rolle immer als Hüterin der Marke Künzli verstanden. Es war nicht leicht, Künzli auf die Zukunft einzustellen und fit zu machen. Dies ist uns in den letzten Jahren gelungen.
Künzli sei oft gegen den Strom geschwommen und habe die komplexe Vermarktung in Medizin und Mode sowie die anspruchsvolle Herstellung der einzigartig konstruierten Schuhe erfolgreich meistern können. Dies jedoch und die aktuelle Marktsituation hätten eine Geschäftsübergabe wohl maßgeblich vereitelt.
Aktuelle Situation und Zukunftspläne
Künzli sei bestrebt, den Betrieb geordnet herunterzufahren. Dies bedeute, dass die Kernprodukte Künzli Ortho® bis ins vierte Quartal bezogen werden können, ggfs. auf Vorbestellung bei vorhandenen Rohwaren. Überhänge und Restposten sowie Sneakers würden voraussichtlich bis ins erste Quartal 2025 erhältlich sein bzw. abverkauft. Für die 11 Mitarbeitenden des Teams am Hauptsitz in Windisch ließen sich Kündigungen nicht vermeiden.
„Künzli bedankt sich bei Kunden, Kooperationspartnern und Fans für die gute Zusammenarbeit, die konstruktive Hilfe und das Vertrauen in die spezielle Kompetenz aber auch die Liebe zu den besonderen Schuhen“, schreibt Barbara Artmann in ihrer Pressemitteilung.
Übernahme durch Roberto Martullo
Der Schweizer Schuhhersteller Künzli ist gerettet. Der Unternehmer Roberto Martullo werde Künzli als neuer Inhaber „zunächst persönlich operativ führen“, heißt es in einer Mitteilung der Firma. „Künzli hat meine Jugend begleitet. Meine Turnschuhe und meine Fußballschuhe waren von Künzli und meine Favoriten. Ich konnte einfach nicht zuschauen, dass diese Schweizer Ikone verschwinden soll“, erklärt der neue Inhaber weiter. Übernommen wird Künzli formell zum Januar 2025. Für Artmann war es wichtig, dass die Firma in Schweizer Händen bleibt. „Die Bekanntgabe der anstehenden Schließung aufgrund einer fehlenden Nachfolgelösung führte zu großer Resonanz und öffnete einen Interessenkreis auch außerhalb der Orthopädie- und Schuhbranche.
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Produktion und Standorte
Am Hauptsitz in Windisch erfolgt Entwicklung, Rohwareneinkauf, Vermarktung und Verkauf. Eine eigene Produktionsstätte in Albanien stellt die Schuhe her. Künzli betreibt ein eigenes Werk in Albanien, in dem die Schuhe hergestellt werden. Die Mitarbeiter am Hauptsitz erhielten bereits das Angebot, die Kündigungen einvernehmlich aufzuheben.
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