Am 26. Oktober 2024 kehrt die UFC mit UFC 308 nach Abu Dhabi zurück. Im Mittelpunkt steht der Titelkampf im Federgewicht zwischen Ilia Topuria und Max Holloway, auf den alle Fans gewartet haben.
Der Hauptkampf: Ilia Topuria vs. Max Holloway
Der 27-jährige Spanier mit georgischen Wurzeln, Ilia Topuria, schaffte bei UFC 298 das schier Unmögliche. Derzeit ist Topuria in 15 Kämpfen ungeschlagen und konnte 13 davon vorzeitig beenden. Er gab 2020 sein UFC-Debüt und besiegte Youssef Zalal.
Sein Gegner ist der 32-jährige Hawaiianer Max Holloway. Der ehemalige Champion konnte seinen Titel drei Mal verteidigen und gehört zu den festen Größen seiner Gewichtsklasse, die je in der UFC gekämpft haben. Im Kampf um den symbolischen „BMF“-Gürtel („Baddest Motherfucker“) hat Holloway in der buchstäblich letzten Sekunde Gegner Justin Gaethje auf die Bretter gehauen. Dieser Mega-Knockout sicherte ihm einen Titelkampf gegen Topuria.
Topuria selbstbewusst zu Holloway: „Ich werde in der Mitte des Oktagons stehen, also lass es krachen. Ich werde in den ersten zehn Sekunden dort stehen bleiben und den Fans die besten und aufregendsten zehn Sekunden in der Geschichte der UFC bieten. Wenn er auch in der Mitte stehen bleibt, verspreche ich, dass ich ihn ausknocken werde. Ich werde ihm den Kopf abschlagen.“
Topuria wurde hierzulande in Halle (Westfalen) geboren und zog im Alter von sieben Jahren mit seiner Familie nach Georgien. Mit 15 Jahren zog er nach Spanien, wo er zum ersten Mal ein MMA-Gym betrat. Drei Jahre später gab er sein Profi-Debüt. Seitdem geht es steil nach oben.
Lesen Sie auch: Eine Analyse von UFC 303
Die Stärken von „El Matador“: seine starken Hände und exzellentes Grappling. Von 15 Siegen konnte er 13 vorzeitig gewinnen, entweder durch krachenden Knockout oder Submission.
Co-Main Event: Robert Whittaker vs. Khamzat Chimaev
Neben dem Kampf zwischen Topuria und Holloway steigen auch die beiden MMA-Superstars Khamzat Chimaev (30) und Robert Whittaker (33) in den Käfig. Der Sieger des Kampfes darf sich in baldiger Zukunft Hoffnungen auf einen Titelkampf machen. Der ehemalige Champion Robert Whittaker holte sich den UFC-Mittelgewichtstitel 2017 und verteidigte ihn erfolgreich, bis er ihn 2019 an Israel Adesanya verlor. Seitdem hat Whittaker beeindruckend sechs seiner letzten acht Kämpfe gewonnen.
Auf der anderen Seite steht der ungeschlagene Kämpfer Khamzat Chimaev, der nach einer Pause wieder in den Käfig zurückkehrt. Chimaev, bekannt für seine außergewöhnliche Dominanz, hat in 13 Kämpfen ungeschlagen und sich 2020 einen Namen gemacht, als er innerhalb von nur 10 Tagen in zwei Gewichtsklassen spektakuläre vorzeitige Siege in der UFC errang. Zuletzt besiegte der 30-jährige Khamzat Chimaev den ehemaligen Champion Kamaru Usman.
Weitere Kämpfe bei UFC 308
Bei UFC 308 gibt es für die deutschsprachige MMA-Community besondere Gründe zur Freude, da gleich drei Kämpfer aus Deutschland und Österreich auf der Fightcard stehen. Den Anfang macht der türkisch-österreichische Schwergewichtskämpfer Ibo Aslan, der in seinem zweiten UFC-Kampf auf den ungeschlagenen Brasilianer Raffael Cerqueira trifft. Auch der Düsseldorfer Abus Magomedov steht auf der Fightcard und trifft im Mittelgewicht auf Brunno Ferreira.
UFC 308 Main Card
- TITELKAMPF - Federgewicht: Ilia Topuria gegen Max Holloway
- Mittelgewicht: Robert Whittaker gegen Khamzat Chimaev
- Federgewicht: Lerone Murphy gegen Dan Ige
- Halbschwergewicht Magomed Ankalaev gegen Aleksandar Rakić
- Mittelgewicht: Sharabutdin Magomedov gegen Armen Petrosyan
Übertragung von UFC 308
Die Fightcard von UFC 308 beginnt bereits um 16 Uhr deutscher Zeit. Um 20 Uhr starten dann die Hauptkämpfe. Der kostenpflichtige Streaminganbieter DAZN zeigt das Mega-Event live im TV und Stream. Die Übertragung von UFC 308 beginnt bei DAZN am Samstag um 16:00 Uhr deutscher Zeit mit Beginn der Prelims.
Lesen Sie auch: Alles über UFC 311
Mit dem kostenpflichtigen UFC Fightpass gibt es für Kampfsport-Fans eine weitere Alternative, wo die Übertragung von UFC 308 in der Nacht von Samstag auf Sonntag läuft. Zusätzlich zur Maincard und dem Titelkampf von Topuria vs. Holloway sind beim UFC Fightpass auch die Prelims, also die Kämpfe vor der Maincard zu sehen.
Zeitplan für UFC 308
UFC 308 wird am 26. Oktober 2024 in der Etihad Arena, Yas Island, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, stattfinden. Der Hauptkampf beginnt um 22:00 Uhr MESZ deutscher Zeit.
Wettquoten
Ilia Topuria ist der amtierende Federgewicht-Champion und hat noch nie einen MMA-Kampf verloren (Bilanz von 15-0). In den Topuria vs. Holloway Wettquoten der Buchmacher mit UFC Wetten sieht es so aus, als würde seine Siegesserie um ein Kapitel erweitert werden.
Ergebnisse von UFC 308
Viel Spannung und spektakuläre Fights bot UFC 308 in der Wüste von Abu Dhabi. Der Titel im Federgewicht bleibt in Europa: Bei UFC 308 in Abu Dhabi hat der in Halle (Westfalen) geborene Ilia Topuria seinen Gürtel gegen Max Holloway auf spektakuläre Art und Weise verteidigt. Der Georgier besiegte den Amerikaner in der dritten Runde durch Knockout.
Topuria vs. Holloway
Die Fans erwarteten im Hauptkampf ein Duell der Super-Striker: Topuria ist für seine harten Hände, Holloway für seine schnellen Kombinationen bekannt. Der Champion streute gleich zu Beginn der ersten Runde einen Takedown ein und machte klar, dass sich der US-Amerikaner nicht nur vor der Schlagkraft des Georgiers in Acht nehmen muss. Die besseren Treffer setzte aber Holloway. Er hatte mit Konterhaken seine besten Momente, Topuria konnte mit rechten Geraden Treffer landen - Holloway steckte das aber noch locker weg.
Lesen Sie auch: Herausforderungen im argentinischen und brasilianischen Eisenbahnsektor
In der zweiten Runde erhöhte Holloway das Tempo und die Schlagfrequenz. Champion Topuria hatte an den vielseitigen Kombinationen ordentlich zu knabbern. Nach der zweiten Runde hatte der Herausforderer bereits mehr als 200 Schläge abgefeuert. In der dritten Runde fand "El Matador" aber dann sein Ziel. Topuria schlug mit der linken Hand die Deckung Holloways beiseite und machte Platz für seine rechte Gerade. Die ging dann voll auf die Zwölf und der US-Amerikaner wackelte ordentlich. Der Champion setzte nach, mit einer Schlagsalve nach der anderen. Holloway drehte sich zwar noch aus der brenzligen Situation am Käfigzaun heraus, nur um im nächsten Moment einen linken Haken zu kassieren, der ihn zu Boden schickte. Topuria ließ zwei Schläge folgen, ehe der Referee dazwischenging.
Topuria verteidigte erfolgreich seinen Titel - auf historische Weise. Noch nie wurde Holloway in seinen 34 Profikämpfen zu Boden geschlagen, noch nie ging der Amerikaner zuvor k.o. "Max Holloway war immer eine Inspiration für mich. Er war ein Vorbild für die nächste Generation - und nun bin ich diese Generation", sagte Topuria nach dem Kampf. "Respekt an Ilia", sagt Holloway. Er sei an diesem Abend der bessere Mann gewesen. Nach dem Kampf deutete sich an, dass Topuria nun noch mal gegen den ehemaligen Titelträger Alexander Volkanovski antreten wird.
Chimaev vs. Whittaker
Das Co-Main-Event wurde von zwei absoluten Fan-Lieblingen bestritten. Der unbeugsame Khamzat Chimaev forderte Robert "The Reaper" Whittaker heraus. Der Sieger sollte sich für einen Titelfight in Stellung bringen. Und Chimaev überraschte den Australier gleich nach wenigen Sekunden mit einem Takedown. Chimaev presste seinen Gegner am Käfigzaun an den Boden und kontrollierte das Geschehen mehrere Minuten. Pure Dominanz. Er setzte zu Aufgabeangriffen an, streute Schläge ein. Schließlich fand er seine Submission, mit der er Whittaker nach dessen Bekunden den Kiefer ausrenkte. Der Australier klopfte umgehend ab und Chimaev war der Sieger. Nun wolle er um den Mittelgewichttitel in der UFC kämpfen, sagte der gebürtige Tschetschene nach seinem Sieg.
Ankalaev vs. Rakic
Zwischen Magomed Ankalaev und dem Österreicher Aleksandar Rakic sollte sich ebenfalls ein Herausforderer herauskristallisieren - allerdings im Halbschwergewicht gegen Champion Alex Pereira. Rakic war in der ersten Runde sehr agil auf den Beinen. Er beschäftigte den Russen mit Kicks zum Kopf, die alle in die Deckung gingen. Dazu hatte er immer wieder gute Jabs im Repertoire, Ankalaev war aber der etwas schnellere Mann. Die höhere Schlagfrequenz dürfte dem Österreicher aber die erste Runde bei den Punktrichtern gesichert haben.
Ankalaev hatte aber in der zweiten Runde einen besseren Rhythmus, er fing Rakic bei seinen Vorstößen immer wieder mit seiner starken linken Geraden ab. Der Österreicher versuchte immer wieder, mit Kicks zum Bein zurück in den Kampf zu finden. Das gelang aber nur bedingt. Rakic war gut auf den Beinen und agil, so dass er wirklich heftigen Schlägen ausweichen konnte. Das muss seine Ringecke dazu veranlasst haben, ihm in der Rundenpause zu sagen, dass er im Kampf klar nach Punkten vorn liege. Die zweite Runde ging aber klar an den Russen. Entsprechend verließ sich Rakic in Runde drei auf seine Agilität, landete hier und da ein paar Treffer, kassierte aber auch von Ankalaev. Die letzten beiden Minuten verbrachten beide Fighter im Clinch am Käfigzaun, nachdem Rakic einen Takedown nicht durchbringen konnte. Auch in dieser Runde hatte Ankalaev die besseren Treffer und siegte letztlich durch Punkte.
Magomedov vs. Ferreira
Aus deutscher Sicht wollte Abus Magomedov für ein Ausrufezeichen im Mittelgewicht sorgen. Der Düsseldorfer hatte mit Renan Ferreira aber einen echten Brocken, Spitzname "Hulk", vor den Fäusten. Magomedov startete die erste Runde souverän, spielte seinen Reichweitenvorteil geschickt aus und landete Kicks zum Körper und gute Jabs. Er trieb den Brasilianer vor sich her und ließ ihn nicht zur Entfaltung kommen.
In der zweiten Runde unterlief Magomedov allerdings ein Fehler. Die gefährlichste Waffe Ferreiras war bereits in den letzten Kämpfen dessen rechte Overhand, ein halbkreisförmiger Schlag mit der starken Hand. Und genau da lief der Deutsche rein. Der kraftvolle Treffer rüttelte den 34-Jährigen ordentlich durch, er versuchte das Geschehen sofort auf den Boden zu verlagern. Das gelang Magomedov und hier hatte der ehemalige Bundesligaringer klare Vorteile. Er dominierte den Kampf und eroberte den Rücken, versuchte Aufgabegriffe anzusetzen, die Ferreira aber noch abzuwehren wusste.
In der dritten Runde kassierte Magomedov aber erneute heftige Schläge des Brasilianers. Erneut setzte er zum Takedown an und konnte sich an die Beine Ferreiras klammern. Von hier arbeitete er sich wieder Schritt für Schritt in die Top-Position am Boden. Nach rund einer Minute konnte er einen Aufgabegriff (Arm-Triangle) ansetzen. Der Düsseldorfer sicherte sich damit den zweiten Sieg in Folge.
Aslan vs. Cerqueira
Auch der Österreicher Ibo Aslan gewann seinen Kampf - und das noch eine Nummer spektakulärer. Er brauchte nur wenige Sekunden und insgesamt 17 Schläge, um seinen Gegner Raffael Cerqueira durch technischen Knockout zu besiegen.
