RWE Westfalen-Weser-Ems Netzservice GmbH: Tätigkeitsfelder und Entwicklungen

Die RWE Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH (RWE WWE) ist als Dienstleister für die zuverlässige Verteilung und den Transport von Strom, Gas und Wasser sowie für das technische Management von Netzen und Netzanschlüssen in der Region Westfalen-Weser-Ems verantwortlich - an 365 Tagen im Jahr und das rund um die Uhr.

Personelle Veränderungen bei RWE WWE

Dr. Achim Schröder (38), kaufmännischer Leiter der RWE Westfalen-Weser-Ems Verteilnetz GmbH (RWE WWE), Dortmund, übernimmt zum 1. Januar 2005 die Geschäftsführung der Netzgesellschaft. Schröder tritt die Nachfolge von Dr. Michael Schmidt an, der diese Position vorübergehend auch bei der Essener RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH (RWE RR) ausgeübt hat, teilte RWE Westfalen-Weser-Ems mit. Schmidt soll sich künftig auf seine Aufgaben als kaufmännischer Geschäftsführer der RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz GmbH konzentrieren.

Technische Richtlinien für Erzeugungsanlagen

Generell gilt diese Richtlinie für neu an das Mittelspannungsnetz anzuschließende Erzeugungsanlagen sowie für bestehende Erzeugungsanlagen, an denen wesentliche Änderungen durchgeführt werden (z.B. Repowering). Alle Anforderungen dieser Richtlinie sind von den Erzeugungsanlagen ab dem 01. Januar 2010 einzuhalten. Ausnahme sind die Anforderungen an die dynamische Netzstützung nach Kapitel 2.5.1.2, die erst ab dem 01. Januar 2011 gelten.

Eine Erzeugungsanlage kann aus einem einzelnen Generator oder aus mehreren Erzeugungseinheiten bestehen (z.B. Windpark). Die elektrische Energie kann von Synchron- oder Asynchrongeneratoren mit oder ohne Umrichter oder von Gleichstromgeneratoren (z.B. BHKW) erzeugt werden.

Anschluss von Erzeugungsanlagen:

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  • Erzeugungsanlagen sind an einem geeigneten Punkt im Netz, dem Netzanschlusspunkt, anzuschließen.
  • Die angefragte Einspeiseleistung wird nach Stellung des Netzanschlussantrages des Anschlussnehmers vom Netzbetreiber netztechnisch geprüft.
  • Funktionsprüfungen und Abnahmen werden für Anlagenteile und Funktionen, die die Anschlussanlage betreffen, nach Vorgabe und im Beisein des Netzbetreibers durchgeführt.
  • Zur Inbetriebsetzung gehört die Funktionsprüfung der Entkupplungsschutzeinrichtungen an den Erzeugungseinheiten.

Netzrückwirkungen: Die durch die Zu- und Abschaltung von Generatoreinheiten oder Erzeugungseinheiten bedingten Spannungsänderungen am Verknüpfungspunkt führen nicht zu unzulässigen Netzrückwirkungen, wenn die maximale Spannungsänderung aufgrund der Schalthandlung an einer Erzeugungseinheit den Wert von 2 % nicht überschreitet.

Kurzschlussstrom: Durch den Betrieb einer Erzeugungsanlage wird der Kurzschlussstrom des Netzes, insbesondere in der Umgebung des Netzanschlusspunktes, um den Kurzschlussstrom der Erzeugungsanlage erhöht. Wird durch die Erzeugungsanlage der Kurzschlussstrom im Mittelspannungsnetz über den Bemessungswert erhöht, so sind zwischen Netzbetreiber und Anschlussnehmer geeignete Maßnahmen, wie die Begrenzung des Kurzschlussstromes aus der Erzeugungsanlage (z.B. durch Drosselspulen), zu vereinbaren.

Anschlussanlage: Der Anschluss der Erzeugungsanlage bzw. der Kundenanlage mit Erzeugungsanlage an das Netz des Netzbetreibers erfolgt über eine Anschlussanlage. Der Netzbetreiber gibt die erforderlichen Kennwerte für die Dimensionierung der Anschlussanlage am Netzanschlusspunkt vor (z.B. Bemessungsspannungen und Bemessungs-Kurzzeitstrom).

Schutz der Anlagen: Der Anlagenbetreiber ist für den zuverlässigen Schutz seiner Anlagen verantwortlich. Zur Sicherung der dauerhaften Funktionsfähigkeit sind die Schutzsysteme vor Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen zu prüfen.

Entkupplungsschutzeinrichtungen: Aufgabe der hier beschriebenen Entkupplungsschutzeinrichtungen ist es, zum Schutz der Erzeugungsanlage und anderer Kundenanlagen am Netz, die Erzeugungsanlage bzw. die Erzeugungseinheiten bei Störungen im Netz vom Netz zu trennen.

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Zusammenarbeit mit LOGIBALL

Die RWE bezieht von LOGIBALL Daten im Shape-Format mit direktem geografischem Bezug für die Regionen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Diese Datenbasis hat der Anbieter für Navigationsdaten und -karten aus Herne für die Bedürfnisse des Netzbetreibers verfeinert. Das LOGIBALL Map Engineering-Team fügte Informationen der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) sowie des Landes Niedersachsen in Form von Ortsteilen und Gemeindeinformationen hinzu. Zum anderen wurden Points of Interest an den Schnittpunkten des Netzsystems mit Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen erzeugt, um im GIS System eine schnelle Ortung zu ermöglichen. In Zukunft ist eine Erweiterung der Datenbasis auf Versorgungsgebiete in weiteren Bundesländern geplant.

Batteriespeicher als Teil der Energiewende

Batteriespeicher sind ein bedeutender Teil der Energiewende, denn sie speichern Energie, wenn im Netz eine Überproduktion an Strom herrscht und stellen diese wieder zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird. RWE betreibt aktuell Batteriespeicher mit einer Leistung von rund 1.200 Gigawatt weltweit und baut dieses Batteriespeicherportfolio kontinuierlich aus.

Einen Großspeicher hat RWE im Dezember 2024 und Februar 2025 in Nordrhein-Westfalen in Betrieb genommen. An den Standorten Neurath und Hamm wurden insgesamt 690 Blöcke mit Lithium-Ionen-Batterien installiert. Mit der Entscheidung für bestehende Kraftwerksstandorte nutzt RWE technologieübergreifende Synergievorteile. Das System reagiert sekundenschnell und kann über die Dauer von einer Stunde seine Leistung erbringen. Dadurch trägt die Anlage zur Stabilisierung des Netzes und einer zuverlässigen Stromversorgung bei. RWE kommt hierbei die langjährige Expertise im Bereich der Energiespeicherung zugute - Projektplanung, Modellierung, Systemintegration und Inbetriebnahme des Projekts übernimmt RWE in Eigenregie. Das konzernweite Gemeinschaftsprojekt ist ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel.

Übersicht Batteriespeicher RWE

Standort Anzahl Blöcke Technologie Inbetriebnahme
Neurath 690 Lithium-Ionen Dezember 2024 / Februar 2025
Hamm 690 Lithium-Ionen Dezember 2024 / Februar 2025

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