Taekwondo Schriftzug Koreanisch Bedeutung

Das Wort Taekwondo ist koreanisch und setzt sich aus drei Teilen zusammen. Taekwondo bedeutet wörtlich übersetzt: der Weg des Fußes und der Hand.

Die Bedeutung der einzelnen Silben

  • Tae - der Fuß, mit dem Fuß schlagen oder stoßen.
  • Kwon - die Hand, die Faust mit der Hand oder Faust schlagen oder stoßen.
  • Do - der Weg, der Geist, der geistige Weg. Die spirituelle Ebene des Taekwondo.

Somit könnte man Taekwondo auch mit dem „Weg des Faust und Fußkampfes“ übersetzen.

So wurde Tae Kwon Do ursprünglich auseinander geschrieben, da dies mit dem koreanischen Schriftzeichen ohnehin der Fall ist und war. Um dem „Do“ eine besondere Bedeutung zu geben, wurde später in der arabischen Schrift Taekwon-Do mit Bindestrich geschrieben. Im Zuge der weiteren Versportlichung und unter dem Zeichen von Olympia fiel auch der letzte Bindestrich weg und wir schreiben in der modernen Kampfsportart Taekwondo.

Herkunft des Taekwondo

Taekwondo ist eine Sportart, die im asiatischen Bereich entstanden ist. Es wäre falsch, zu behaupten, dass eine Sportart wie Karate, Taekwondo oder ein bestimmter Wushu-Stil nur auf ein bestimmtes Land eingegrenzt werden kann. In allen Systemen der Kampfkünste gibt es artverwandte Techniken aus anderen Kampfkünsten, die einen gemeinsamen Ursprung haben können, genauso wie sie sich parallel entwickelt haben können. Der menschliche Körper hat eine Vielfalt an Bewegungsmöglichkeiten, die durch Verkettungen nahezu unendlich viele Variationsmöglichkeiten besitzt, aber die elementaren Bewegungsformen sind zählbar und können katalogisiert und kategorisiert werden.

Die koreanische Flagge

Und weil die koreanische Flagge quasi zum Traditionellen Taekwondo dazugehört, haben wir hier für dich eine kleine Einführung in die Symbolik zusammengestellt.

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Der weiße Hintergrund steht symbolisch zum einen für das koreanische Volk und zum anderen für die Reinheit und den Frieden.

Der rot-blaue Kreis in der Mitte ist in zwei Hälften geteilt. Die ineinander verschlungenen Farbflächen in Rot und Blau stellen das Eum- (Um) und Yang-Symbol dar, die koreanische Variante des „Yin und Yang“ aus der chinesischen Philosophie.

  • Eum ist der rote Teil und Yang ist der blaue Teil.
  • Das rote Eum steht symbolisch für Erde und Weiblichkeit.
  • Das blaue Yang steht symbolisch für Himmel und das männliche Prinzip.

Die Einheit des rot-blauen Symbols (Taeguk oder auch taegeuk - wörtlich übersetzt bedeutet „tae“ Größe und „guk“ Ewigkeit) steht für das Universum. Es steht gleichzeitig für die im Universum enthaltenen Gegensätze wie Feuer und Wasser, Tag und Nacht, dunkel und hell, maskulin und feminin, Wärme und Kälte und so weiter. Die Verbindung der Gegensätze bringt das Universum ins Gleichgewicht.

Die schwarzen Strichsymbole um den Kreis herum sind sogenannte Trigramme.

Taeguk-Poomse

Man sagt die Taeguk-Poomse sei die grundlegendste Form des Taekwondo. Taeguk repräsentiert die Tiefe fernöstlicher Philosophie, aus der die Betrachtungsweisen des fernöstlichen Denkens über die Erde, den Kosmos und das Leben entstammen. Schreibt man Taeguk in chinesischer Schrift, so bedeutet das Zeichen "Tae" Größe und "Guk" Ewigkeit. So ist Taeguk auch nicht einfach irgendeiner Form gleichzusetzen, Taeguk hat weder Anfang noch Ende. Dennoch ist Taeguk der Ursprung allen Seins. Die Gedanken über Taeguk sind in der Grundidee des Juyok enthalten.

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Das Juyok, das "Buch der Verwandlungen" gehört zu den führenden Büchern der fernöstlichen Philosophie. Aus Taeguk werden acht Grundphänomene philosophischer Ideen entwickelt, von denen jede durch eine entsprechende Bezeichnung (Charakter) präsentiert wird. Die Taeguk Bewegungsformen (Poomse) basieren auf diesen acht Grundphänomenen (ebenso die Bewegungsabläufe der Palge). Demgemäß werden die Bewegungsrichtungen dieser Formen (Poomse) von acht Symbolen oder "Palge" repräsentiert, auf deren Linien man sich bewegt. Die wesentlichen Punkte der Poomse sollen dazu dienen, die Geschwindigkeit des Atems und der Bewegung exakt aufeinander abzustimmen und die richtige Verlagerung des Körpergewichtes bei schnellen Bewegungen zu erlernen.

Die Taeguk Formen im Detail

  • Die Bewegungsabläufe in Taeguk 1 (Il) Chang sind dem "Keon" der Palge gewidmet. Dies ist der wichtigste "Ge" der 64 (oder verkürzt: acht) "Ge" im Buch der Veränderungen. Keon repräsentiert Himmel und Licht. Der Himmel schenkt und Regen und die Sonne gibt uns Licht und läßt alles wachsen. Deshalb ist Keon der Anfang des Lebens auf der Erde, die Quelle der Schöpfung. Keon-Ge ist der kraftvolle und männliche Ge. Er kann mit einem Drachen verglichen Werden, der von seiner Wohnstätte auf der Erde auffliegt, dem Himmel entgegen. Analog dazu beginnt Taeguk mit Keon, nämlich dem Himmel. Bei der Komposition dieser Form sind Stand und Schritte so gewählt worden, daß sie für Anfänger geeignet sind. In Taeguk 1 (Il) Chang ist Chirugi auf Chungdan-chirugi beschränkt. Makki hingegen wird auf allen drei Stufen (Chungdan-, Hadan- und Sungdan-makki) ausgeführt.
  • Die Bewegungsformen Taeguk 2: (Ih) Chang ist der Idee des "Tae" der Palge gewidmet. "Tae" bedeutet hier Fröhlichkeit. In diesem Zustand ist der Geist von Festigkeit geprägt, während die äußere Erscheinung Ruhe ausstrahlt, so daß Lächeln und Tugend vorherrschen. Demgemäß soll dieser Bewegungsablauf ruhig aber kraftvoll ausgeführt werden.
  • Taeguk 3 (Sam) Chang ist dem "Ri" der Palge gewidmet, dem Symbol für das Feuer und die Sonne. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier durch den Gebrauch des Feuers. Das brennende Feuer gibt dem Menschen Licht, Wärme, Begeisterung und Hoffnung. In Anlehnung an diese Idee sollen die Bewegungen abwechslungsreich und mit Leidenschaft ausgeführt werden. Die Bewegungen basieren in der Hauptsache auf Hadan-makki, Ap-chagi, Chirugi, Jebipum und Mok-chigi. Aktionen der Hände, der Füße und des Körpers werden nacheinander zur Verteidigung genutzt.
  • Die Bewegungsfolge des Taeguk 4 (Sa) Chang folgt der Idee des "Jin" der Palge. "Jin" symbolisiert Donner und Blitz. Diese flößen Furcht ein und lassen uns erzittern. Daraus entsteht der Gedanke, daß wir ruhig und tapfer handeln müssen, auch im Angesicht von Gefahr und Furcht. Danach wird uns dann der blaue Himmel und die Sonne wieder lachen. Die Bewegungen bestehen aus Sonnal-makki, Jebipum, Mok-chigi, Chirugi, Chungdan-pakkat-makki etc. Pakkat-makki ist eine der schwierigen Arten von Chungdan-makki. Bei der Ausführung von Jebipum ist darauf zu achten, daß der Standfuß nicht vom Boden abgehoben wird, bevor der Körper ganz gedreht worden ist.
  • Taeguk 5 (Oh) Chang ist nach dem "Seon" der Palge, dem Symbol des Windes gestaltet. Es gibt zwar so schreckliche Stürme wie Taifune und Tornados, die eigentliche Natur des Windes ist aber sanft - die Frühlingsbrise streicht sanft über die Blumen. Der Wind symbolisiert eine demütige Geisteshaltung, er steht für wiederkehrende gutartige Aktionen. Die Bewegung läuft hier teils ruhig und gleichmäßig ab wie eine sanfte Brise, teils aber auch so kraftvoll wie ein Sturm.
  • Taeguk 6 (Yuk) Chang ist dem "Gam" der Palge, dem Wasser gewidmet. Wasser ist flüssig und formlos und verliert daher auch nie seine Beschaffenheit. Es fließt immer bergab. Diese Vorstellung lehrt uns, daß wir Schwierigkeiten und Mühsal überwinden können, wenn wir mit Selbstvertrauen vorwärts gehen. Die Bewegungen, die nach dieser Idee gestaltet sind folgen dem Bild des fließenden Wassers, wobei die einzelnen Teile durch Fußstöße überbrückt werden.
  • Taeguk 7 (Chil) Chang folgt in seinem Lauf der Idee des "Gan" der Palge. "Gan" bedeutet "oberer Haltepunkt" und symbolisiert einen Berg. Wir sollten anhalten, wenn wir anhalten müssen und wir sollten vorwärtsgehen, wenn wir vorwärts gehen müssen. Anhalten und Fortschreiten, jedes ist zu seiner Zeit nötig, wenn man was erreichen will. Ein Berg bewegt sich nicht. Der Mensch muß die Stabilität (Standfestigkeit) eines Berges besitzen. Das heißt, wir sollen nicht überhastet handeln. Dieser Gedanke hat im TKD Eingang gefunden. Obwohl schnelle Aktionen schön aussehen, sollten wir wissen, wann und wo ein Halt angebracht ist.
  • Taeguk 8 (Pal) Chang ist dem "Gon" der Palge gewidmet. "Gon" symbolisiert die Erde, die die Quelle allen Lebens ist. Alle Dinge haben ihr Leben von der Erde, wachsen aus ihr, beziehen von ihr grenzenlos Nahrung und Energie. In der Erde ist die schöpferische Kraft des Himmels verkörpert. Die Erde ist nie ganz mit Worten zu beschreiben, Sie umfaßt alles, aus ihr wächst alles. Diese Poomse ist die letzte Übung des Schülers, eine letzte Hürde auf dem Weg zum Danträger.

Höhere Poomsae Formen

  • Koryo: Korea. Koryo ist der Name einer alten Dynastie (918 bis 1392 n.Chr.) nach der das heutige Korea benannt ist. Das kulturelle Erbe aus dieser Zeit ist sehr bedeutend. Deshalb entspricht das Diagramm, auf dessen Linien die Bewegungen ablaufen, dem Schriftzeichen für "der Gelehrte".
  • Kumgang: Diamant. Das Wort selbst bedeutet: zu fest, um zerbrochen zu werden. Für buddhistische Mönche ist es aber auch die Bezeichnung für die Überwindung seelischer Schmerzen durch Weisheit und Tugend. Auch der schönste Berg Koreas wird Kumgang-San genannt. Die Bewegungsrichtungen folgen daher dem Schriftzeichen für »der Berg«. Entsprechend den Bedeutungen von Kumgang sollen die Bewegungen geistige Kraft und die Härte eines Diamanten ausdrücken.
  • Taebaek: Heiliger Berg. Korea wurde der Sage nach vor 4100 Jahren auf dem Berg Baeku gegründet. Dieser Berg trug früher den Namen Taebaek; er ist der größte und erhabenste Berg Koreas. Diese Poomse demonstriert nicht nur Schnelligkeit und Genauigkeit, sondern auch Strenge und Entschlossenheit.
  • Pyongwon: Ebene. Eine große und offene Ebene erstreckt sich endlos und gibt dem Betrachter das Gefühl majestätischer Freiheit und grenzenloser Weite. Das Diagramm verläuft dementsprechend auf einer Linie.
  • Sipjin: Zehn (Dezimalsystem). Das Zehnersystem ist eine ständige numerische Wiederholung des Wertes zehn, einhundert, eintausend, eine Million, eine Billion.... Damit ist die Zahl 10 Symbol für grenzenloses Wachstum. Das Wachstum ist aber nur bei einer systematischen und geregelten Ordnung wirkungsvoll. Das Diagramm dieser Poomse ist das Schriftzeichen für "10". Die Bewegungen sind abwechslungsreich, aber geordnet und diszipliniert.
  • Jitae: Erde. Gemäß dem fernöstlichen Glauben kommt alles Leben aus der Erde hervor und kehrt in sie zurück. Lebewesen und Naturphänomene ändern und formen sie fortlaufend. Poomse Jitae vereint diese Eigenschaften der Erde in ihren Bewegungen.
  • Chonkwon: Himmel. In alter Zeit wurde der Himmel als Herrscher über das Universum verehrt. Poomse Chonkwon ist durchdrungen von Bewegungen, die voll Erhabenheit und Vitalität sind, wie ein in den Himmel aufsteigender Adler.
  • Hansu: Wasser. Wasser wird als der Ursprung des Lebens angesehen. Die Eigenschaften des Wassers - ruhig, wild, flüssig, anpassungsfähig - sind auch typisch für die Bewegungen bei dieser Poomse.
  • Ilyo: Geist und Einheit. Im Buddhismus bezeichnet man den Zustand der geistigen Ausbildung, in dem Geist und Körper zu einer Einheit verschmelzen, Ilyo. Die höchste Aufgabe des Taekwondoin ist es, diesen Zustand Ilyo zu suchen. Das Ziel ist eine Disziplin, bei der man mit konzentrierter Aufmerksamkeit bei jeder Bewegung alle weltlichen Gedanken und Dinge abschüttelt.

Entstehung und Entwicklung des Taekwondo

Wie in vielen Ländern, aus denen Kampfsportarten hervorgegangen sind, gibt es auch in Korea eine jahrhundertealte Tradition an Kampfkünsten. Es ist jedoch kein direkter ursächlicher Einfluss von ihnen auf die Entstehung und anfängliche Entwicklung dessen, was später Taekwondo werden sollte, festzustellen.

Die gelegentlich anzutreffende Behauptung, einer der propagierten Vorläufer des Taekwondo stamme bereits vom legendären Staatengründer Dangun ab, Taekwondo sei somit letztlich über 4000 Jahre alt und somit die älteste Kampfkunst Ostasiens, entbehrt jeder historischen Grundlage.

Die Fünf Ursprungsstile

Nach der Unabhängigkeit Koreas im Jahr 1945 kehrten dann aber Koreaner zurück in ihr Heimatland, die in Japan und der Mandschurei japanisches Karate gelernt hatten. Sie eröffneten die fünf ursprünglichen Kampfkunst-Schulen, aus denen später das Taekwondo entstehen sollte. All diese Schulen endeten auf Kwan, was im wörtlichen Sinne „Halle" bedeutet.

Hier ist eine Zusammenfassung der fünf ursprünglichen Kampfkunst-Schulen:

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  • Lee Won-Kuk hatte Shotokan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und begann bereits 1944, Dangsudo in seiner Schule, dem Cheongdo-Kwan („Halle des wahren Weges") in Seoul, zu unterrichten. Lee flüchtete 1953 aus politischen Gründen nach Japan und emigrierte 1976 in die USA.
  • Hwang Ki lernte ab 1936 in der ebenfalls japanisch besetzten Mandschurei vermutlich Karate, auch wenn er den Stil später als einen chinesischen ausgab. 1945 gründete er in Seoul den Moo Duk Kwan (etwa „Halle der Kampftugenden"). Seinen Stil nannte er zunächst ebenfalls Dangsudo, später dann, in Korea, Subakdo. Auf internationaler Ebene behielt er den Namen Dangsudo (geschrieben „Tang Soo Do", abgekürzt TSD) bei, unter dem sein Stil vor allem in den USA heute noch betrieben wird.
  • Chun Sang-Sup hatte Judo und Karate während seines Studiums in Japan gelernt und schloss sich 1946 dem Yeonmu-Kwan an, der größten Seouler Judo-Schule, wo er neben Judo auch Gongsudo unterrichtete. Chun gilt als im Korea-Krieg verschollen. Seine Schüler änderten den Schulnamen daraufhin in Jido-Kwan („Weg der Weisheit").
  • Yoon Byung-In kehrte als ranghöchster koreanischer Karateka aus Japan zurück, wo er bei Kanken Toyama (Shudokan-Stilgründer) den 5. Dan im Shudokan-Karate erreicht hatte. Er soll in der Mandschurei auch Kwon Bop (chinesisches Quanfa/Kung fu) gelernt haben. Ebenfalls 1946 gründete er den Changmu-Kwan im Seouler YMCA und nannte seinen Stil (vermutlich aus politischen, das heißt anti-japanischen Gründen) Kwon-Bop („Faustmethode"). Yoon wurde vermutlich während des Korea-Krieges nach Nordkorea verschleppt.
  • Ro Byung-Jik hatte zusammen mit Lee Won-Kuk Shotokan-Karate bei Gichin Funakoshi gelernt und trug bei seiner Rückkehr den 1. Dan. Seine erste Schule gründete er bereits vor der Unabhängigkeit in Kaesŏng im heutigen Nordkorea, zog aber mangels Erfolg 1946 nach Seoul und eröffnete dort den Seongmu-Kwan (abgeleitet von „Seong Do Kwan", der koreanischen Aussprache des japanischen Shotokan).

Die 1950er Jahre

In den späteren 1950er Jahren spitzte sich die Lage auf einen Machtkampf zwischen Hwang Ki und Choi Hong-hi zu. Hwang organisierte mehrere Dangsudo-Vorführungen und bemühte sich, seinen Stil über seine Schüler im Militär bekannt zu machen.

1955 organisierte Choi mit Unterstützung der Regierung eine Kommission, die erneut über eine Vereinigung der verschiedenen Gongsudo-Stile verhandelte. Diese Kommission umfasste allerdings nicht alle betroffenen Kwan, sondern bestand aus Vertretern des Cheongdo-Kwan, des Odo-Kwan, des Militärs und der Regierung. Bei dieser Gelegenheit kreierte Choi Hong-hi am 11. April 1955 den Namen „Taekwondo", ein Name, der, schmissig ausgesprochen, ganz bewusst an das traditionelle Taekgyeon erinnern sollte, auch wenn es keine inhaltliche Verwandtschaft dazu gab. Dieser Name wurde bis in die 1960er Jahre außerhalb von Chois Einflussbereich, also dem Cheongdo-Kwan und dem Odo-Kwan, nicht verwendet.

Hwang Ki kreierte ebenfalls einen neuen Namen für seinen Stil, nachdem er 1957 das alte Buch „Muye Dobo Tongji" (etwa „Illustriertes Handbuch der Kampfkünste") von etwa 1790 wiederentdeckt und ins moderne Koreanisch übersetzt hatte: Subakdo, etwa „Weg der schlagenden Hand". Daneben behielt er die Bezeichnung Dangsudo für seine internationalen Bestrebungen bei, unter der er zunächst lokale Vorführungen und ab den 1960er Jahren internationale Turniere organisierte.

Die 1960er Jahre

Am 16. Mai 1961 putschte General Park Chung-hee, und kurz danach wurde per Dekret Nr. 6 die Neuordnung der Dangsudo/Gongsudo/Subakdo-Registrierung verordnet. Die koreanische Taekwondo-Entwicklung fand für die nächsten vier Jahre ohne Choi statt. Er entwickelte im Exil sein Hyeong-System (siehe unten, „Formenlauf") und setzte seine Bemühungen eigenmächtig fort, Taekwondo international, etwa bei den US-Truppen in Vietnam, bekannt zu machen.

Disziplinen im Taekwondo

Taekwondo als moderner Sport unterteilt sich in einzelne Disziplinen. Je nach Verein oder Schule werden die Schwerpunkte im Training unterschiedlich gesetzt.

  • Grundschule (Gibon Yeonseup): Üben einzelner Bewegungen und Techniken durch mehrfaches Wiederholen, ohne Gegner.
  • Formenlauf (Teul, Hyeong, Pumsae (Taegeuk/Palgue)): festgelegte Techniken werden in vorgegebener Reihenfolge durchgeführt.
  • Einschrittkampf (Hanbon Gyeorugi, Ilbo Matsogi, Ilbo Daeryeon): Ein Übungskampf mit festgelegter Technikenreihenfolge gegen einen Gegner. Neben dem Einschrittkampf gibt es auch noch den Zwei- und Dreischrittkampf (Ibo- bzw. Sambo-Matsogi, Ibo- bzw.

Taekwondo Begriffe

Der nächste Punkt, in welchem sich die Taekwondo Zeichen vom Ausgangssport Karate unterscheiden, ist die Sprache. Die Koreaner, die während der Besatzungszeit das Land verlassen hatten und erst später zurückkehrten, übersetzten anschließend die japanischen Begriffe in die koreanische Sprache.

Hier ist eine Tabelle mit einigen wichtigen Begriffen:

Begriff Übersetzung
Tae Fuß
Kwon Hand
Do Der Weg
Gyosa/ Kyosa Meister/Lehrer (meist ab 1. Dan)
Sabeom großer Meister (verschieden 4./ 5./ 6. Dan)
Dojang Trainingsraum
Dobok Trainingsanzug (Jacke, Hose, Gürtel)
Ha-ui Hose
Sang-ui Jacke
Tti Gürtel
Dan Meistergrad
Kup Schülergrad
Seonbae erfahrener Schüler
Charyot/ Charyeot Achtung!

Diese Begriffe definieren Techniken und Bewegungen. Diese Taekwondo Begriffe sind unverzichtbar für alle Arten von Wettkämpfen. Eine vereinfachte Art, diese zu lernen, ist es, Euch Wettkämpfe anzusehen.

Die Übersetzung der koreanischen Schriftzeichen in unser lateinisches Alphabet ist schwierig und auch die Tatsache, dass Taekwondo noch nicht so lange in der gesamten Welt betrieben wird könnte dazu beitragen, dass für einige Taekwondo Begriffe mehrere Übersetzungen oder Schreibweisen existieren.