Die letzten Wochen waren vollgepackt mit spannenden MMA Kämpfen. Wir blicken auf wichtige aktuelle MMA-Ergebnisse bei den Top-Events zurück. UFC, Bellator oder Oktagon - die Welt der MMA ist groß. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, bieten wir Ihnen einen umfassenden Einblick in aktuelle und vergangene MMA-Ergebnisse. Wenn im Oktagon gefightet wird, finden Sie hier alle wichtigen Infos dazu.
Islam Dulatov feiert erfolgreiches UFC-Debüt
Besser hätte sein Premieren-Auftritt in der MMA-Champions-League nicht laufen können! Islam Dulatov hat in der Nacht auf Sonntag seinen allerersten Kampf in der UFC gewonnen. Der Düsseldorfer schlägt Adam Fugitt bei „UFC 318“ in New Orleans (USA) schon in der ersten Runde knallhart k.o. Nach 4:06 Minuten ist bereits Schluss.
Dulatov erwischt seinen Gegner mit einer harten Linken. Fugitt geht zu Boden und kassiert dort noch zwei weitere harte Treffer. Dem Ringrichter reicht es. Er beendet den Kampf.
Dulatov im Sieger-Interview: „Ich habe es euch schon vor zwei Tagen gesagt. Ich gehe immer auf den Knockout. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Let's go.“
Schon im Oktober 2024 hatte sich Dulatov über „Dana White‘s Contender Series“ einen UFC-Vertrag erkämpft. Schon damals hatte er seinen Gegner per K.o. in der ersten Runde geschlagen und UFC-Boss White so zum Ausrasten gebracht. Der sagte: „Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Ich kann es kaum erwarten, dich wieder kämpfen zu sehen.“
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Das dürfte White auch dieses Mal so gegangen sein. Dulatov macht gegen Fugitt von Beginn an Druck, landet schon nach 20 Sekunden den ersten harten Treffer mit einem rechten Schwinger. Der Ami hat in keiner Phase des Kampfes eine Chance. Stark: Sein MMA-Debüt hat Dulatov erst vor fünf Jahren gegeben - und ist schon jetzt in der Weltspitze angekommen.
Vor seinem großen UFC-Durchbruch kämpfte der Weltergewichtler bei „OKTAGON MMA“ und in kleineren regionalen Organisationen. Sein großes Ziel blieb aber immer die UFC. Zu BILD sagte Dulatov vor zwei Jahren selbstbewusst: „Ich will dort nicht nur einfach kämpfen, ich will dort Champion werden. Das habe ich jeden Tag im Kopf und glaube fest daran.“
Den nächsten Schritt auf dem Weg zum UFC-Champion hat er jetzt gemacht.
Christian Eckerlin krönt sich zum "King of Germany"
Christian Eckerlin hat sich beim MMA-Spektakel in Frankfurt gegen Christian Jungwirth einstimmig nach Punkten durchgesetzt. Damit krönte sich der 37-Jährige zum "King of Germany".
"Mir fehlen die Worte", sagte Eckerlin "Heute ist für mich der schönste Tag nach meiner Hochzeit und der Geburt meiner zwei Kinder. Christian ist ein Krieger. Ich hatte ihn körperlich aber stärker erwartet. Am Boden kam nicht so viel Gegenwehr."
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Eckerlin besiegte Jungwirth bei Oktagon 62 vor rund 60.000 Zuschauern im Frankfurter Deutsche-Bank-Park - weltweiter Zuschauerrekord für einen MMA-Kampf.
Jungwirth erklärte: "Das war nicht mein Abend. Manchmal ist das so. Großen Respekt an Christian. Das Leben geht weiter. Ich bin dankbar, dass ich vor 60.000 Fans kämpfen darf. Ich habe erst mit 30 Jahren mit diesem Sport angefangen.
Vor der Rekordkulisse von knapp 60.000 Fans in Frankfurt hat Christian Jungwirth den MMA-Kampf gegen Christian Eckerlin verloren. Christian Jungwirth hatte bereits vor seinem Duell mit Christian Eckerlin am Samstagabend (12.10.2024) gewusst, dass er und sein Frankfurter Kontrahent Teil eines historischen Abends sein werden.
"Das wird krank", hatte der MMA-Kämpfer aus Bopfingen im Ostalbkreis vor dem Fight zu SWR Sport gesagt. Und was die Stimmung im Frankfurter Fußballstadion anging, behielt der 37-Jährige recht. Rein sportlich lieferten sich Jungwirth und Eckerlin ein intensives Duell, in dem der Hesse die Nase vorn hatte. Der Frankfurter nutzte vor allem seine technischen Vorteile gegenüber Jungwirth aus.
Jungwirth, der den Kampfnamen "The Kelt" trägt, zeigte in der Niederlage Größe. "Das war nicht mein Abend. Manchmal ist das so. Großen Respekt an Christian. Das Leben geht weiter", sagte der Bopfinger. "Ich bin dankbar, dass ich vor 60.000 Fans kämpfen darf. Ich habe erst mit 30 Jahren mit diesem Sport angefangen. Und jetzt stehe ich hier.
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Eckerlin freute sich indes über seinen Triumph und den inoffiziellen Titel des "Königs von Deutschland". "Mir fehlen die Worte. Heute ist für mich der schönste Tag nach meiner Hochzeit und der Geburt meiner zwei Kinder. Christian ist ein Krieger.
Jungwirth wird seine Lehren aus dem Fight gegen Eckerlin ziehen - und blickte bereits voraus. "Im Großen und Ganzen bin ich unverletzt. Mir geht es bis auf ein paar kleinere Blessuren gut. Das ist normal, dass man ein bisschen was abbekommt. Die Schwellungen werden aber in ein paar Tagen wieder weggehen", sagte er und kündigte an: "Ich gönne mir jetzt zwei, drei Wochen Pause, die habe ich mir auch verdient.
Weitere aktuelle MMA-Highlights
Oktagon 62 war vor allem für die deutschen MMA-Fans ein großes Highlight. Doch auch der Titelkampf im Mittelgewicht hat für großes Aufsehen gesorgt. Brno gehört bereits seit Beginn an zu den Top-Adressen für Oktagon-MMA. In der kleinen Halle in Oberhausen sorgten rund 10.000 Fans für eine unglaubliche Stimmung bei Oktagon 60.
Mit großer Spannung wird bereits der MMA Kampf bei Oktagon zwischen Schwergewichts-Champion Hatef Moeil und dem Ex-Titelträger Lazar Todev erwartet. Der Fight steigt am 09. Dezember in München. Darüber hinaus wird beim Event in München auch noch der vakante Welterweight-Titel ausgetragen. Den letzten Titelkampf bekamen Sie zuletzt bei Oktagon 62 zu sehen.
Aber auch in der Bellator Champions Series geht es heiß her. Heavyweight-Champion Bader verteidigte seinen Titel zuletzt am 4. Den letzten Titelwechsel gab es in der MMA-Serie am 22. Juni 2024.
Ein Blick auf Rekorde und Kuriositäten
Kürzester Fight: Der kürzeste MMA Kampf dauerte gerade einmal vier Sekunden. Insgesamt teilen sich sechs Sieger aus verschiedenen Serien diese unglaublich kurze Zeit bis zum Take-out.
Meiste Siege: In der UFC ist Jim Miller mit 26 Siegen im Leichtgewicht das Maß aller Dinge. In der Geschichte der MMA kommt aber niemand an Travis Fulton vorbei. Die Legende hat insgesamt 255 Siege gefeiert.
Effizientester Kämpfer: Der Ire Ben Davis hat in seiner MMA-Karriere durchschnittlich nur 51 Sekunden benötigt, um seine Gegner zu besiegen.
Oktagon MMA: Eine europäische Erfolgsgeschichte
Bei Oktagon MMA handelt es sich um eine europäische Mixed Martial Arts Serie, die 2016 gegründet wurde. Es gibt acht Kampfkategorien vom Heavyweight bis zum Fliegengewicht. Im Jahr 2024 finden insgesamt 14 reguläre Events und ein Sonderevent namens Oktagon Time statt. Die Serie startet im Januar und endet im Dezember. Die meisten Oktagon-Events finden in Mitteleuropa statt.
Der Deutsche Kerim Engizek ist seit 9 Jahren unbesiegt und zählt zu den besten Oktagon UFC Kämpfern im Mittelgewicht. Ihren ersten Kampf hat Alina Dalaslan souverän gewonnen. Gegen Kamila Šimková aus Tschechien siegte sie in der dritten Runde durch technischen K.o. und zeigte dabei von Beginn an eine dominante Vorstellung.
Alina Dalaslan: Ein aufstrebendes Talent im deutschen MMA
Alina Dalaslan fällt auf, wenn sie die Matte betritt. In der zwölfköpfigen Trainingsgruppe ist sie die einzige, die sich zunächst einmal ihre langen, schwarzen Haare zu einem Dutt binden muss, bevor es losgehen kann. Bis auf sie und den Trainer tragen alle anderen Athleten Kurzhaarfrisur. Alina Dalaslan ist die einzige Frau in der Gruppe. "Das ist natürlich ein bisschen schade", findet sie. Aber es habe auch Vorteile. Ihre Gegnerinnen erscheinen ihr regelmäßig eher schwach. Schließlich sei sie es gewohnt mit Männern zu kämpfen.
Consultant Controlling steht in ihrem Berufsprofil. Ein Duales Studium im Rechnungswesen hat sie vor drei Jahren abgeschlossen, mittlerweile arbeitet sie für einen großen schwäbischen Automobilkonzern. "Klassische Buchhaltung", erklärt sie lächelnd im SWR-Interview. Auf den ersten Blick sieht man ihr das Hobby nicht an, das sie ab sofort professionell betreiben wird.
Mixed Martial Arts, kurz MMA, ist momentan eine der am schnellsten wachsenden Sportarten in Europa. Zehntausende kommen zu den Events, erst im Oktober stellte die Veranstaltung OKTAGON 62 einen Zuschauerrekord auf: Über 59.000 Zuschauer kamen zum Kampf zwischen Christian Jungwirth und Christian Eckerlin ins Frankfurter Fußballstadion. Kein Wunder, denn der Sport ist spektakulär, spannend und blutig.
Häufig als "moderne Gladiatoren" bezeichnet, ist den MMA-Kämpfern im Käfig fast alles erlaubt - nur Tiefschläge, Schläge auf Rücken und Hinterkopf, Kratzen, Beißen sowie Stechen in Körperöffnungen ist verboten. Wer am Boden liegt, darf weiter geschlagen werden. Tritte zum Kopf sind dann aber nicht mehr erlaubt.
Der Sport vereint die besten Techniken aller bekannten Kampfsport-Disziplinen. Alina Dalaslan kann all das. Zumindest die besten Tricks dieser Sportarten. Auch wenn sie selbst am liebsten im Stand kämpft, wie sie erzählt. "Ich komme aus dem Kickboxen", erklärt sie am Rande der Trainingseinheit. Schwitzend und glücklich steht sie nach dem anstrengenden Athletik-Training in der Balinger Kampfsportschule "Planet Eater" vor der Kamera. Dann schnürt sie sich die dünnen, fingerfreien Handschuhe, um noch ein kurzes Sparring einzuschieben. "Ich werde niemals müde", lacht sie und beweist das auch gleich im Pratzentraining. Trainer Mert Özyildirim bestätigt das: "Schaut mal, die Jungs sind schon alle in der Umkleidekabine. Die sind platt.
Dass Alina Dalaslan als eines der größten weiblichen MMA-Talente in Deutschland gilt, liegt auch an ihrer kurzen, aber erfolgreichen Amateur-Karriere, die im Stallion Gym in Stuttgart beginnt. Ihren ersten Kampf im September 2023 gewinnt Dalaslan gegen die Österreicherin Narges Mohseni auf der Veranstaltung "Savage 1" im österreichischen Korneuburg. "Als ich sie damals beim Aufwärmen gesehen habe, wusste ich sofort, dass sie ein riesiges Potenzial hat", erinnert sich Veranstalter Marjan Macic zurück.
Wenig später wird Alina Dalaslan bereits für die Weltmeisterschaft nominiert, darf für Deutschland antreten: "Es war so eine geile Erfahrung gegen richtig gute Kämpferinnen", erzählt Dalaslan. Am Ende darf sie sich über den Titel freuen: Weltmeisterin der IMMAF (International Mixed Martial Arts Federation). "Mit dem Gürtel nach Hause zu kommen war natürlich der Hammer", sagt sie und freut sich über das Lob aus der Szene. "Sie hat wirklich die größte Chance, irgendwann in die UFC zu kommen und einen Titel zu holen", sagt Mert Özyildirim. Die UFC ist die größte und wichtigste MMA-Organisation der Welt. Klein sind die Hoffnungen also nicht, die auf Alina Dalaslan ruhen.
Auch am Abend, beim Ringertraining, steht Dalaslan als einzige Frau auf der Matte. Wieder muss sie ausschließlich gegen Männer ran. "Es wäre schon schön, wenn es mehr Frauen in unserem Sport gäbe", gibt sie im Interview zu. Vor allem in Deutschland ist der MMA-Sport noch immer eher eine Männerangelegenheit. Bezeichnend daher, dass sie für ihren ersten Profikampf in Stuttgart auf eine Tschechin traf. Mit Kamila Šimková bekam es Dalaslan mit der zweifachen tschechischen MMA-Meisterin zutun. Gleich beim Debüt also eine sehr erfahrene Gegnerin - die sie souverän besiegt.
Alina Dalaslan ist bereit für den nächsten Schritt.
Khamzat Chimaev: Auf dem Weg zum UFC-Gold?
Khamzat Chimaev (31) ist in seiner MMA-Karriere noch unbesiegt (14 Siege, keine Niederlage). Fünf Jahre nach seinem Debüt in der US-Organisation steht der Tschetschene zum ersten Mal in einem Titelkampf. Bei UFC 319 will er seinen großen Traum wahr werden lassen.
Der extravagante Chimaev sagt in einem Interview vor dem Fight über sich selbst: „Im Leben bin ich bescheiden, im Käfig raste ich aber aus.“ Der UFC-Kämpfer (Mittelgewicht) ist für seinen aggressiven Kampfstil bekannt. Im Juli 2020 stürmte Chimaev mit Pauken und Trompeten in die UFC, kämpfte zweimal innerhalb von zehn (!) Tagen - bis heute Rekord. Danach wurde es etwas ruhiger um ihn, eine schwere Corona-Erkrankung bremste ihn eine Zeit lang aus. Chimaev stand das letzte Mal im Oktober 2024 im Oktagon.
Gegner: Weltmeister Dricus du Plessis (31). Der in Südafrika geborene Mittelgewichtler hält seit Anfang 2024 den Gürtel, strebt gegen Chimaev seine dritte Titelverteidigung an.
Vor dem Fight sagte „DDP“: „Es ist das ultimative Ziel, der Beste zu sein. Der beste Kämpfer zu sein, hängt nicht davon ab, wie viele Leute du besiegst oder wie lange du an der Spitze warst; es geht darum, wen du besiegst. Ich will nicht der Typ sein, der den Gürtel hielt und sich die Gegner aussuchte. Ich will gegen die Besten der Besten kämpfen, und genau das tue ich. Wenn du dir unsere Statistiken ansiehst, hat Khamzat acht Siege in der UFC und ich habe neun.“
UFC 319: Main Card
- TITELKAMPF - Mittelgewicht: Dricus du Plessis (c) gegen Khamzat Chimaev
- Federgewicht: Lerone Murphy gegen Aaron Pico
- Weltergewicht: Geoff Neal gegen Carlos Prates
- Mittelgewicht: Jared Cannonier gegen Michael Page
- Fliegengewicht: Tim Elliott gegen Kai Asakura
Die Main Card von UFC 319 beginnt Samstagnacht um 4 Uhr. Der Streamingdienst DAZN (Anzeige) zeigt die Fights live im TV und in der App. Sie können wählen zwischen Originalton und deutschem Kommentar. Austragungsstätte ist das United Center in Chicago.
