War Machine und seine Freundin: Ein Fall von Gewalt, Haft und Heirat

Der Fall War Machine: Ein Überblick

Der ehemalige MMA-Kämpfer Jonathan Paul Koppenhaver, bekannt als "War Machine", wurde wegen Kidnapping und sexueller Nötigung in 29 Fällen schuldig gesprochen. Er könnte den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Aktuell wird Koppenhaver, der sich 2008 in War Machine umbenannt hatte, im High Desert Staatsgefängnis in Nevada festgehalten. Dort könnte der 35-Jährige auch den Rest seines Lebens verbringen.

Am Dienstag sprach ihn eine Jury in Las Vegas in 29 Fällen wegen sexueller Nötigung und Kidnapping schuldig, nachdem Koppenhaver 2014 seine Ex-Freundin und ihren Freund in flagranti erwischt und verprügelt hatte. Das endgültige Urteil soll am 5. Juni gefällt werden.

Im August 2014 soll der MMA-Kämpfer "War Maschine" seine Ex-Freundin Christy Mack verprügelt haben. Nun spricht das Opfer im Interview erstmals über die Nacht und erzählt detailliert von den brutalen Schlägen. Sie hatte Todesangst.

Die brutale Attacke auf Christy Mack

Christy Mack erzählt von der brutalen Attacke von "War Machine". Ein heftiger Tritt zerriss ihre Leber. Auch Macks Freund wurde von War Machine übel zugerichtet. "Ich dachte, ich würde sterben", sagte Christy Mack in einem neuen Interview in der Sendung "Real Sports With Bryant Gumbel" des amerikanischen Senders HBO. Unter Tränen spricht sie über die Nacht, als sie ihr Ex-Freund und MMA-Kämpfer "War Machine" verprügelte.

In besagter Nacht, am 8. August 2014, sei sie zusammen mit ihrem neuen Freund Corey Thomas im Bett gelegen, als der MMA-Kämpfer das Haus betrat. "Die Tür öffnete sich und das Licht ging an", erinnerte sich Mack. Er schrie, "sprang auf das Bett und begann Corey anzugreifen". Er habe sich in MMA-Manier auf die Brust ihres Freundes gesetzt und immer wieder auf ihn eingeschlagen.

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Mack habe es dann geschafft sich das Telefon zu schnappen. Sie wählte die Nummer der Polizei und legte den Hörer beiseite. Der Anruf, welcher in der Sendung abgespielt wurde, schnitt die Geschehnisse der Nacht mit.

Als "War Machine" mit Corey "fertig" war, widmete er sich dem Pornostar, wie sie im Interview erzählte. "An den ersten Schlag kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich nur noch, wie ich das Blut in meinem Mund schmecken konnte." Sie hätte sich stetig zwischen Bewusstsein und Bewusstlosigkeit befunden. Einmal hätte er sie so hart in die Seite getreten, dass ihre Leber gerissen sei. "Ich konnte nicht mehr atmen. Ich konnte keinen Atem mehr fassen", schilderte Mack die Tat mit Tränen im Gesicht.

"Er sagte, ich hole mir zurück, was mir gehört. Er wollte mich vergewaltigen." Allerdings habe er keine Erektion bekommen und ließ von ihr ab.

War Machine (Jonathan Paul Koppenhaver) brach 2014 in das Haus seiner Ex-Freundin, Porno-Star Christy Mack (27), ein. Als er sie dort mit ihrem neuen Freund Corey Thomas vorfand, knallten bei ihm alle Sicherungen durch.

Er attackierte zuerst Thomas, biss und schlug ihn mehrfach. Nachdem der die Flucht ergriff und seine Freundin zurückließ, ohne die Polizei zu alarmieren, vergriff sich War Machine an seiner Ex-Freundin. Über zwei Stunden schlug, biss und würgte er sie. Später versuchte er sie mit einem Messer zu vergewaltigen, schnitt ihr die Haare ab. Mack erklärte später vor Gericht: „Ich konnte fliehen, sonst hätte er mich umgebracht.“ Sie trug mehrfache Knochenbrücke (davon 18 im Gesicht), Prellungen sowie einen Leberriss davon.

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Der ehemalige MMA-Kämpfer Jonathan Paul „Warmachine“ Koppenhaver muss lebenslänglich ins Gefängnis. Der 35-Jährige hatte seine damalige Ex-Freundin Christy Mack krankenhausreif geschlagen und versucht sie zu vergewaltigen. Die beiden hatten sich im Mai 2014 getrennt, weil der Käfig-Kämpfer seine Freundin immer wieder geschlagen hatte.

Zwei Monate später kam es dann zu der Tat, die die Pornodarstellerin so erlebte: „Er kam nachts um zwei einfach bei mir zu Hause in Las Vegas vorbei. Ich hatte einen Freund zu Besuch, da ist er ausgerastet. Er hat meinen Bekannten verprügelt und dann weggeschickt.“

Bei der Aussage vor Gericht weinte sie, erzählte aber dennoch weiter: „Dann hat er mich gezwungen, mich auszuziehen und vor ihm zu Duschen. Anschließend hat er auf mein Gesicht eingeprügelt. Ich weiß nicht, wie oft er zugeschlagen hat. Ich habe 18 gebrochene Knochen rund um mein Auge, meine Nase ist zweifach gebrochen, er hat mir mehrere Zähne ausgeschlagen.“

Mit einem Messer soll er Christy dann in die Hand, ihr Ohr und den Kopf gestochen haben. Nun sitzt der polizeilich gesuchte Kampfsportler in Haft.

Bei den Ausmaßen seiner Tat verwundert das nicht: Seiner Ex-Freundin, der Pornodarstellerin Christy Mack, fügte er bei der Prügel-Attacke schwere Verletzungen zu. Mit völlig verunstaltetem Gesicht landete die 23-Jährige schließlich im Krankenhaus. Zuvor hatte er ihr 18 Knochenbrüche im Gesicht zugefügt, ihr einige Zähne ausgeschlagen und sie sogar versucht zu vergewaltigen: „Aber er enttäuschte sich selbst, als er keine Erektion bekommen konnte“, schrieb das Opfer selbst in einer Beschreibung er Tat. Als Koppenhaver in der Küche nach einem Messer suchte, sei sie schließlich geflohen.

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Christy Mack erlitt bei dem Übergriff unter anderem 18 Knochenbrüche und einen Leberriss. Die heute 26-Jährige, die sich mit Künstlernamen Christy Mack nennt, gestand vor der Urteilsverkündung unter Tränen, dass sie noch immer um ihr Leben fürchte, sollte Koppenhaver aus dem Gefängnis entlassen werden. "Wenn er raus kommt, bringt er mich um", sagte Mackinday.

Vor Gericht sagte sie aus, er habe ihr zudem mit einem stumpfen Messer die Haare geschnitten, einige Zähne ausgeschlagen und zu vergewaltigen versucht.

Die Verurteilung und erste Reaktionen

Der ehemalige MMA-Star wurde in 29 Fällen angeklagt und für schuldig befunden. Da er bereits wegen anderer Gewaltverbrechen - ebenfalls an Frauen - auf Bewährung war, floh er zunächst.

Entführung, Körperverletzung, sexuelle Gewalt - wegen insgesamt 29 Fällen von Gewaltverbrechen ist der ehemalige Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Jonathan Paul Koppenhaver von einem Gericht in Nevada zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Vom Vorwurf zweier Mordversuche wurde der 35-jährige Koppenhaver allerdings frei gesprochen.

In seinem Schlussplädoyer zeigte Koppenhaver erstmals Reue. "Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich meine Taten nicht bereue. Ich war ein sehr verlorener, sehr leerer Mensch. Irgendetwas stimmt schlicht und ergreifend in meinem Kopf nicht. Ich weiß das schon lange und ich habe es immer gehasst." Er wisse oft nicht, warum er Dinge tue, bevor sie bereits geschehen sind. Unter anderem stehe er immer wieder vor dem Spiegel und verprügele sich selbst als eine Art von "Selbst-Therapie".

Erst in 36 Jahren könnte Koppenhaver dem aktuellen Urteil zufolge einen Antrag auf Haftentlassung stellen.

Hochzeit hinter Gittern

Jonathan Koppenhaver, wie der Kampfsportler mit bürgerlichem Namen heißt, sitzt nach schweren Attacken an seiner Ex-Freundin und ihrem Freund eine lebenslange Haftstrafe ab. Seine neue Freundin, Ashley Farrington, scheinen diese Umstände allerdings wenig zu stören: Sie heiratete den inhaftierten Sportler nun im Gefängnis.

Wie die Bilder des Promiportals "TMZ" zeigen, gab sich das Paar im Lovelock Correctional Center im US-Bundesstaat Nevada in Anwesenheit von Ashleys Sohn in einer vierstündigen Zeremonie das Ja-Wort - sie in einem kurzen weißen Kleid, er in Jeans und einem blauen Polo-Shirt. Koppenhaver und seine ehemalige Brieffreundin waren bereits seit eineinhalb Jahren verlobt. Der 36-Jährige schrieb ihr ein Liebesgedicht, in dem er um ihre Hand anhielt. Sie sind zusammen, seit er 2014 in Untersuchungshaft musste.

Wie es die Tradition verlangt, tauschten die Frischgetrauten auch Ringe aus, die sie von Farringtons Großmutter bekommen hatten. Wie glücklich die Oma darüber ist, dass ihre Enkelin einen verurteilten Frauenschläger geehelicht hat, können wir nur erahnen. Bis auf Farringtons Sohn und Koppenhavers Trauzeugen waren keine weiteren Gäste anwesend. Eine Hochzeitstorte war nicht erlaubt - zu groß soll die Sorge gewesen sein, dass ein spitzer Gegenstand eingebacken sein könne. Auch die Flitterwochen werden warten müssen - eine Hochzeitsnacht wurde den Frischvermählten verwehrt.

Nach fast drei Jahren U-Haft wurde War Machine 2017 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. In 34 Jahren darf er einen Bewährungsantrag stellen. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Kampfsportler seine Ex-Freundin, Pornodarstellerin Christy Mack, und ihren neuen Freund Corey Thomas schwer verletzt hatte.

Weitere Skandale im MMA

Es ist nicht das erste Mal, dass ein MMA-Kämpfer auch außerhalb des Octagons zum Prügel-Knaben wird.

Zuletzt musste sich MMA-Großkotz Conor McGregor (30) erneut mit der Polizei anlegen, nachdem er das Handy eines Fans geschrottet und anschließend mitgenommen hatte. Der Ire wurde vorläufig festgenommen, muss sich jetzt wegen Raubes und Sachbeschädigung verantworten.

McGregor wurde schon einmal von der Polizei in Handschellen abgeführt. Im April 2018 wurde der Ire festgenommen, nachdem er und seine Begleiter mit Absperrgittern und einem Handwagen einen Bus angegriffen hatten. Dieser brachte gerade seinen Rivalen Khabib Nurmagomedov und andere Kämpfer von einem PR-Event weg.

Die längste Skandal-Akte hat jedoch UFC-Star Jon Jones zu verbuchen. Der Bad Boy des MMA fiel 2008, 2009, 2011 und 2012 mehrfach negativ im Straßenverkehr auf: Darunter fallen Fahren ohne Führerschein, sowie Fahren unter Alkoholeinfluss.

MMA-Kämpfer Cedric Marks flüchtet aus Knacki-Transporter. Weil er seine Ex-Freundin und einen Bekannten ermordet haben soll, saß Cedric Marks (44) aus Texas im Knast. Per Gefangenentransport sollte der MMA-Kämpfer verlegt werden. Bei McDonald’s in Conroe (Texas), 65 Kilometer nördlich von Houston, machten die beiden Fahrer eine Pause. Da ergriff Marks die Flucht! Nach einer neunstündigen Verfolgung konnte er jedoch wieder gefasst werden.

Im Juli 2016 stieg Schwergewicht Brock Lesnar nach fünf Jahren das erste Mal für einen richtigen Fight wieder in den Ring - ein Comeback-Kampf, den er gewann! Doch kurz darauf wurde ihm dieser Sieg wieder aberkannt. Der Grund: Doping! Lesnar wurde daraufhin für zwölf Monate von der UFC gesperrt.

Im Oktober 2018 lieferten sich die Erzrivalen Conor McGregor (30) und Khabib Nurmagomedow (30) in Vegas eine der legendärsten Käfig-Schlachten in der Geschichte der UFC. Der russische Kämpfer Khabib Nurmagomedov (30) brachte den irischen Großkotz Conor McGregor mit einem Würgegriff zum Schweigen. Unmittelbar nach seinem Triumph sprang der Russe aus dem Käfig, ging auf einen der McGregor-Trainer los. Ein Team-Mitglied von Khabib sprang derweil in den Käfig und attackierte Conor McGregor von hinten. Eine Massenschlägerei brach los: Fans prügelten sich an den Biertischen und in der Lobby, Stühle flogen. Es dauerte mehrere Minuten, bis das Chaos beendet werden konnte.