Der Fall War Machine: MMA-Kämpfer Jonathan Koppenhaver wegen schwerer Misshandlung verurteilt

Jonathan Koppenhaver, besser bekannt unter seinem Kampfnamen "War Machine", wurde für seine brutale Attacke auf seine Ex-Freundin, die Pornodarstellerin Christy Mack, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Fall erregte großes Aufsehen und warf ein Schlaglicht auf das Thema häusliche Gewalt.

Die brutale Attacke im August 2014

Im August 2014 soll der MMA-Kämpfer "War Machine" seine Ex-Freundin Christy Mack verprügelt haben. Christy Mack erzählt von der brutalen Attacke von "War Machine". Nun spricht das Opfer im Interview erstmals über die Nacht und erzählt detailliert von den brutalen Schlägen. Sie hatte Todesangst.

In besagter Nacht, am 8. August 2014, sei sie zusammen mit ihrem neuen Freund Corey Thomas im Bett gelegen, als der MMA-Kämpfer das Haus betrat. "Die Tür öffnete sich und das Licht ging an", erinnerte sich Mack. Er schrie, "sprang auf das Bett und begann Corey anzugreifen". Er habe sich in MMA-Manier auf die Brust ihres Freundes gesetzt und immer wieder auf ihn eingeschlagen.

Als "War Machine" mit Corey "fertig" war, widmete er sich dem Pornostar, wie sie im Interview erzählte. "An den ersten Schlag kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich nur noch, wie ich das Blut in meinem Mund schmecken konnte." Sie hätte sich stetig zwischen Bewusstsein und Bewusstlosigkeit befunden. Einmal hätte er sie so hart in die Seite getreten, dass ihre Leber gerissen sei. "Ich konnte nicht mehr atmen. Ich konnte keinen Atem mehr fassen", schilderte Mack die Tat mit Tränen im Gesicht.

Bei der Prügel-Attacke fügte er seiner Ex-Freundin, der Pornodarstellerin Christy Mack, schwere Verletzungen zu. Mit völlig verunstaltetem Gesicht landete die 23-Jährige schließlich im Krankenhaus. Zuvor hatte er ihr 18 Knochenbrüche im Gesicht zugefügt, ihr einige Zähne ausgeschlagen und sie sogar versucht zu vergewaltigen: „Aber er enttäuschte sich selbst, als er keine Erektion bekommen konnte“, schrieb das Opfer selbst in einer Beschreibung er Tat. Als Koppenhaver in der Küche nach einem Messer suchte, sei sie schließlich geflohen.

Lesen Sie auch: MMA-Kämpfer Phil Baroni im Porträt

Christy wirft War Machine vor, dass er sie aus der Dusche zog, ihr ins Gesicht schlug und dann noch das Meiste ihrer Haare mit einem stumpfen Messer abschnitt. „Ich dachte, dass ich jetzt sterbe”, schreibt Christy. „Er sagte, dass er mich vergewaltigen würde, war dann aber von sich selbst enttäuscht, als er keinen hoch bekam.” Die Klinge von War Machines Messer brach ab. Christy berichtet, dass er anschließend in die Küche ging, wahrscheinlich um ein schärferes Messer zu holen.

Sie hat dann die Gelegenheit genutzt, um durch die Hintertür zu entkommen-komplett unbekleidet. Sie sprang über den Zaun und klingelte bei mehreren Nachbarn, bis endlich jemand aufmachte und sie ins Krankenhaus brachte. Diese Woche behandelt man die 18 gebrochenen Knochen um ihr Auge herum. Ihre Nase ist ebenfalls an zwei Stellen gebrochen. Einige ihrer Zähne sind abgebrochen oder fehlen ganz. Dazu kommt noch eine gebrochene Rippe, eine angerissene Leber und ein so angeschwollenes Gesicht, dass sie nicht kauen oder sprechen kann.

Meine Verletzungen beinhalten 18 Knochenbrüche im Bereich der Augen. Meine Nase ist an zwei Stellen gebrochen. Mir fehlen einige Zähne und weitere sind abgebrochen. Es ist mir nicht möglich zu kauen oder aus meinem linken Auge zu sehen. Meine Sprache ist undeutlich aufgrund der Schwellungen und fehlenden Zähne. Ich habe eine gebrochene Rippe und eine schwer gerissene Leber aufgrund eines Tritts. Mein Bein ist so schwer verletzt, dass ich aus eigener Kraft nicht gehen kann. Ich habe mir außerdem auch schwere Wunden von einem Messer, das er aus meiner Küche geholt hat, zugezogen. Er hat mir das Messer in einige Körperteile gesteckt, darunter meine Hand, mein Ohr und mein Kopf.

Die Flucht und Verhaftung von War Machine

Nun sitzt der polizeilich gesuchte Kampfsportler in Haft. Aufgegriffen wurde der Mixed-Martials-Arts-Kämpfer „War Machine“, der mit bürgerlichem Namen Jon Koppenhaver heißt, in einem Hotelzimmer in Simi Valley bei Los Angeles, wie die „Huffington Post“ berichtet. Zuvor war er über eine Woche vor der Polizei auf der Flucht gewesen. Von dort aus sei er in das „Ventura County“-Gefängnis gebracht worden. In seinem Zimmer hätte die Polizei eine kleine Menge Geld und Pizza gefunden.

Der Prozess und das Urteil

Er muss sich vor Gericht für 32 Anklagepunkte verantworten. Allerdings sieht er sich selbst in der Opferrolle. In einem Brief schrieb er, dass er aus einem Hinterhalt angegriffen worden sei. Niemand sei unschuldig in diesem Fall.

Lesen Sie auch: War Games und War Machine: Eine Verbindung

Vor rund einem Monat versuchte sich der ehemalige UFC und Bellator Fighter War Machine, mit bürgerlichem Namen Jon Koppenhaver, in seiner Arrestzelle das Leben zu nehmen. So traf die Exfreundin von War Machine, Christy Mack, ihn bei einer Anhörung in einem Gerichtssaal in Las Vegas wieder. Dort machte Mack ihre Aussage über den Angriff von War Machine. Ebenfalls wurden ihr Bilder, sowie ihren Anruf bei der Polizei gezeigt. Dies brachte bei Mack alte Erinnerungen wieder hoch und sie musste daraufhin weinen.

Der eigentliche Eklat geschah vom angeklagten War Machine. So musste er bei der Aussage von Mack über den sexuellen Missbrauch lachen und schüttelte nur mit dem Kopf. War Machine, der sich für 34 Anklagepunkte bekennen muss, machte keine Aussage und am kommenden Donnerstag wird der nächste Termin anstehen. Es wird erwartet, dass der MMA Fighter auf nicht schuldig plädiert.

Der frühere UFC- und Bellator-Kämpfer Jon Koppenhaver alias „War Machine“ wird so schnell nicht das Gefängnis verlassen. Der 35-Jährige wurde von einer Jury der Geiselnahme, der sexuellen Gewalt unter Verwendung einer tödlichen Waffe und weiteren Punkten für schuldig gesprochen. Koppenhaver hatte seine ex-Freundin, die Porno-Darstellerin Christine Mackinday alias „Christy Mack“, in ihrem Haus schwer verletzt.

Schuldig in 29 von 34 Anklagepunkten, darunter Entführung sowie sexuelle Nötigung unter Einsatz einer Waffe. So lautet das Urteil gegen Jon Koppenhaver einer Jury vom 20. März 2017. Koppenhaver wurde damit in fast allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen, nachdem er im August 2014 seine ex-Freundin Christine Mackinday schwer verletzt hatte.

Vor Gericht verglich sich der frühere Kampfsportler mit dem Ex-NFL-Profi Aaron Hernandez, der im April in einer Gefängniszelle in Massachusetts Selbstmord beging. "Eigentlich hätte ich mich schon längst umbringen sollen", sagte Koppenhaver. "Es gibt eigentlich keinen Grund, dass ich gerade nicht neben Aaron Hernandez im Dreck liegen sollte."

Lesen Sie auch: Vom Rasen in den Ring: Tim Wieses Transformation

In seinem Schlussplädoyer zeigte Koppenhaver erstmals Reue. "Es vergeht nicht ein Tag, an dem ich meine Taten nicht bereue. Ich war ein sehr verlorener, sehr leerer Mensch. Irgendetwas stimmt schlicht und ergreifend in meinem Kopf nicht. Ich weiß das schon lange und ich habe es immer gehasst."

LebenGeändert am 12. Juni 2017 um 18:05 von der Redaktion Jonathan Koppenhaver alias War Machine ist zu 36 Jahren Haft verurteilt worden. Im Jahr 2014 hatte er seine Ex-Freundin, Christy Mack, brutal überfallen. Er stellte sich der Polizei erst nach einer langen Verfolgungsjagd.

Die Verletzungen von Christy Mack

Bei dem Übergriff vor drei Jahren erlitt Mackinday unter anderem 18 Knochenbrüche und einen Leberriss. Mit völlig verunstaltetem Gesicht landete die 23-Jährige schließlich im Krankenhaus.

Christy Mack war meine Erste. Ich bin nach Toronto gezogen, eine Stadt, in der ich niemanden kannte. Ich fing dort ein Praktikum bei VICE Kanada an und schon in meiner ersten Woche wollte mein vorgesetzter Redakteur, dass ich einen Pornostar interviewe. Sie kam gerade groß raus und wir hatten den gleichen Namen. Am Morgen des Interviews wachte ich auf, rauchte eine und ging am Küchentisch meiner auf den Namen „Insektenzuflucht” getauften Wohnung noch einmal im Stillen meine Notizen durch. Auch wenn es so unglaubliche viele Frauen gibt, die von ihrem Partner misshandelt werden; auch wenn meiner eigenen Mutter schon einmal Ähnliches widerfahren ist; auch wenn ich eine Journalistin bin und deswegen eine Art Lizenz besitze, „schwierige Fragen” zu stellen; ich konnte im Gespräch mit Christy dieses Thema nicht aufbringen.

Christy, ich habe mir nochmals das Transkript unseres Interviews durchgelesen. Es macht mich traurig und wütend zugleich, dass du mir bei unserem Gespräch-Monate vor deinen jetzigen Verletzungen-stolz davon erzählt hast, dass du starke Charaktere spielst und Pornos einem so ein gewisses Gefühl von Entscheidungsfreiheit geben. „Ich filme inzwischen gar nicht mehr so viel wie damals”, erzähltest du mir. „Das liegt auch daran, dass ich mit Jon zusammen bin. Meinen Job zu machen und zu filmen, fühlt sich einfach nicht mehr natürlich an, auch wenn ich es immer noch liebe. Ich bin wirklich tieftraurig, dass du so einen Albtraum durchleben musstest. Du warst mein erster Auftrag für VICE und die erste Person in Toronto, die mich als Journalistin durch eine fesselnde, kluge, liebenswürdige und interessante Art daran erinnerte, warum ich mein altes Leben aufgegeben habe, um hier zu sein.

Die Angst von Christy Mack

Die heute 26-Jährige, die sich mit Künstlernamen Christy Mack nennt, gestand vor der Urteilsverkündung unter Tränen, dass sie noch immer um ihr Leben fürchte, sollte Koppenhaver aus dem Gefängnis entlassen werden. "Wenn er raus kommt, bringt er mich um", sagte Mackinday.

MMA-Kämpfe

Koppenhaver verdiente sich durch seinen Auftritt in der sechsten Staffel von The Ultimate Fighter einen UFC-Vertrag. Nach zwei Kämpfen wurde er wieder vor Tür gesetzt und pendelte im Anschluss immer wieder zwischen MMA-Kämpfen, Porno-Filmen und Aufenthalten im Gefängnis wegen Körperverletzung hin und her.